Sicherung AHV Rente

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Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

 

„Thinking out of the Box“! Warum nicht einmal über Alternativen zu unseren abgetrampelten AHV-Pfaden nachdenken?

Egon

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Sind wir so reich, weil die andern so arm sind?

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Wir haben nur so viel, weil die anderen so wenig haben. Wären wir grosszügiger, ginge es allen besser. So denken die meisten. Sie irren sich.

Tobias Straumann berichtet: An Belegen, dass die Welt höchst ungleich und unfair ist, fehlt es nicht. Wer in der Schweiz geboren ist, hat grösste Chancen auf ein langes und gesundes Leben. Die Grundbildung ist kostenlos, das Leben sicher und gegen alle Widrigkeiten versichert. Schon bevor wir den ersten Schritt machen, kommen wir in den Genuss eines riesigen Startvorteils gegenüber den meisten Bewohnern dieser Erde, ohne jede Anstrengung.

Wer hingegen in Bangladesh geboren ist, hat in der Regel ein Leben voller Unwägbarkeiten vor sich. 42 Prozent sind Analphabeten, 46 Prozent haben keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen, und nur die Oberschicht hat die Chance, einen Lebensstandard zu erreichen, der mit dem unsrigem vergleichbar ist. Alle anderen können sich noch so sehr anstrengen, eine markante Verbesserung des Einkommens ist dennoch unmöglich.

Bis um 1800 waren alle Menschen mit Ausnahme einer sehr kleinen Herrscherschicht arm, heute leben die meisten Menschen über dem Existenzminimum….Sind wir so reich, weil die andern so arm sind?

Armuts- und Reichtumsbericht
www.koufogiorgos.de

Credit Suisse Out of Order?

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Tidjane Thiam ist ein ivorisch-französischer Manager und ehemaliger Minister der Elfenbeinküste. Seit Juli 2015 ist er Vorsitzender der Geschäftsleitung (CEO) der Credit Suisse.

Thiam kassierte seit 2010 total 100 Millionen. Dafür steigt Verlust von CS weiter – Neues Minus für 2016: 2,7 Milliarden – Aber Bonus und Dividende wie in besten Zeiten.

Lukas Hässig berichtet: Tidjane Thiam fuhr kürzlich um 9 Uhr im Porsche am Bellevue vorbei, mit rotem Handy. Alles im Griff. Die Realität ist eine andere. Die CS machte letztes Jahr 2,7 Milliarden Verlust, das sind 300 Millionen mehr, als man bisher gedacht hat. Im Jahr davor waren es unter Thiam 2,9 Milliarden. Total 5,6 Milliarden weg, ausradiert. Thiam wird für diesen Verlust reich belohnt. 2015 erhielt er von der CS rund 19 Millionen Franken. Im letzten Jahr waren es 11,9 Millionen.

Die Zahl für 2016 hätte heute früh um 7 auf der CS Homepage erscheinen sollen. Die war aber eine halbe Stunde lang Out of Order. …..Insideparadeplatz.ch
Annual Reporting

Silvan Wegmann
www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann
www.swen.ch/

 

Raucher oder Millionär

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Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Ein Video, in welchem einfache Zinseszinsüberlegungen mit einem zwinkernden Auge an einem interessanten Beispiel dargestellt werden.

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
www.harmbengen.de

Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

Stürmische Zeiten für britische Fondsgesellschaften?

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Von mittelgross zu grösser.

Auf rauer See: Erfolgsverwöhnte Fondsgesellschaften wie Aberdeen Asset Management finden sich unversehens in einem garstigen Umfeld wieder. Standard Life und Aberdeen, Henderson und Janus werden zur Grösse gezwungen: Grossfusionen prägen derzeit das Bild britischer Fondsgesellschaften. Das hat mehrere Gründe.

Die unabhängigen, börsenkotierten Fondsgesellschaften in Grossbritannien befinden sich in einer Umbruchphase. Vor kurzem kündigte die schottische Versicherungsgesellschaft Standard Life den Zusammenschluss mit dem Vermögensverwalter Aberdeen Asset Management an. Wenn die Transaktion zustande kommt, entsteht der grösste Anbieter von aktiv verwalteten Fonds in Grossbritannien und der zweitgrösste in Europa. Einen solchen Schritt hat der australisch-britische Konkurrent Henderson Global Investors bereits im vergangenen Jahr unternommen. Er will mit der amerikanischen Janus-Capital-Gruppe zusammengehen. Die Verschmelzung soll bis im kommenden Juni über die Bühne gehen…

Brexit als Problem für kleine Fondsgesellschaften

Über allem schwebt das Problem des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU. Formica von Henderson meinte zwar, dass der Brexit keine grossen Auswirkungen auf das Unternehmen habe. Henderson hat bereits eine Tochtergesellschaft in Luxemburg, von der aus der EU-Markt bedient wird. Laut Formica könnten vielleicht ein Dutzend Mitarbeiter gezwungen sein, umzuziehen. Kleinere britische Fondsanbieter, die bisher über keine geeignete Tochtergesellschaft für den Vertrieb in der restlichen EU verfügen, dürften aber aufgrund des Brexit mit höheren Kosten konfrontiert werden….NZZ.ch/Stürmische Zeiten

Susanne Brandt Klaus-Uwe Nommensen

Buchbesprechung: Die Mafia in Deutschland

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David Schraven, Maik Meuser u.a.: Die Mafia in Deutschland. Kronzeugin Maria G. packt aus. Econ März 2017

Das Buch mehrerer Autoren schildert die Lebensgeschichte einer jungen Kalabresin, Maria G., einer Kronzeugin, die in Deutschland (Backnang bei Stuttgart) geboren wurde, und die als Kind zwischen Baden-Württemberg und Rossano, Kalabrien lebte. Sie wurde von den Eltern gezwungen, einen Mafioso der `Ndrangheta zu heiraten und musste dann sozusagen ein Leben im Gefängnis führen, ein Gefängnis, dessen Mauern aus Einschüchterungen, Drohungen, körperlicher Gewalt und Verrat bestanden (Maria wird unzählige Male von ihren Eltern an ihren Mafia-Ehemann verraten). Schließlich wurde sie auch noch zur Komplizen-schaft gezwungen (z.B. als Drogenkurier).

Das Buch schildert über Marias Lebensgeschichte auch die Mentalität der Mafia.

Der Vater z.B. will verhindern, dass seine Kinder andere Kulturen, und damit andere Denkweisen, kennen lernen: Also zwingt er die Familie zum Umzug nach Kalabrien, wo er sicher sein kann, dass die Kinder das Umfeld der Mafia-Denkweise nicht verlassen, ein anderes Mal werden sie und ihre ältere Schwester, im Alter von 12 und 16 Jahren, in Deutschland nicht zur Schule geschickt, sondern in eine Fabrik, wo sie am Band arbeiten müssen. Maria konnte also nie Deutsch lernen.

Jetzt hat Maria G., unterstützt von den Journalisten und der Kriminalpolizei, den Sprung in die Öffentlichkeit gewagt. „Die wissen, wo ich bin“ sagt sie – ein außerordentlich mutiger Schritt, den zwei andere `Ndrangheta-Aussteigerinnen mit dem Leben bezahlt haben.

Sehr informativ sind auch die Kapitel, in denen die persönliche Lebensgeschichte Marias durch Aspekte des Mafia-Problems ergänzt werden: z.B. Die Geschichte von Mario L. und Günther Oettinger (Stuttgart), die Baumafia in NRW, Mafia am Bodensee, Stimmenkauf und Wahlbetrug in Fellbach – u.a.m.

Ein Extrakapitel beschreibt den Frust der Ermittler, ein Thema, das sich eigentlich durch das ganze Buch hindurch zieht: Immer wieder stoßen sie bei der Strafverfolgung an die Grenzen nicht vorhandener Antimafia-Gesetze in Deutschland. Bei uns könnten sich Mafiosi als Verein organisieren, mit Vereinslokal und Mitgliedsausweis – alles nicht strafbar. Die zweite höchst ärgerliche Grenze ist das Problem der sog. „Beweislastumkehr“: In Deutschland dürfen Ermittler, denen auffällt, dass ein Pizzabäcker als monatlichen Verdienst 1000 Euro angibt, nicht nach der Herkunft der Gelder fragen, mit denen dieser zahlreiche Immobilien erworben hat.

Das Buch schließt mit der Beschreibung von 52 in Deutschland ansässigen `Ndrangheta-Clans, die auch deren jeweilige Aktivitäten auflistet.

Insgesamt müssen die Autoren Zigtausend Seiten Ermittlungsakten studiert haben, sie führten auch zahlreiche Interviews in Deutschland und Italien, so dass man das Buch auch lesen sollte, wenn man sich für die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei interessiert.

Zum Buch gibt es die Filmdokumentation (RTL Extra), und begleitend sind Berichte auf dem Mafia-Blog des Recherchezentrums Correctiv, im „Stern“ und z.B. in der „Stuttgarter Zeitung“ erschienen. Correctiv.org

Die Filmdoku:

Stern.de/Mafia Kronzeugin

 

Geldwäsche, Geldwäsche

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Die russische Geldwaschmaschine OCCRP/Laundromat

Das nationale Antikorruptionszentrum der Republik Moldau ermittelt: Bestochene Richter, korrumpierte Banken und undurchsichtige Briefkastenfirmen – wie mutmaßliches Schwarzgeld aus Russland in die Bücher deutscher Firmen kam.

Hannes Munzinger berichte: Vier Zahlungen waren es. Zusammen eine sechsstellige Summe für Herren- und Damenbekleidung. Ein russischer Kunde. Eigentlich keine Besonderheit bei Bogner, der Münchner Modefirma.

Die Luxus-Skihosen, Lederjacken oder Handtaschen haben ihren Preis. Da sieht man es Kunden schon mal nach, wenn sie beim Überweisen etwas schlampig sind, die Rechnungsnummer vergessen oder sogar den Namen.

Trotzdem wurde die Rechnung irgendwie bearbeitet. Und da ist es dann vielleicht nicht weiter auffällig, wenn nicht der Kunde selbst bezahlt, sondern eine Firma mit Sitz in London, von einem Konto in Lettland. Die Buchhalter bei Bogner machte das jedenfalls offenbar nicht stutzig.

Das Geldwäschegesetz verpflichtet nur ausgewählte Branchen zu besonderer Sorgfalt. Zum Beispiel Finanzdienstleister, Anwälte oder Juweliere. Modeunternehmen hingegen nicht. Die vier Überweisungen an Bogner, weiß man aber heute, waren offenbar russisches Schwarzgeld. Und jetzt war das Geld gewaschen und im Umlauf. Im November 2013 war das…..Geldwäsche die russische Geldwaschmaschine

Erklär-Video So funktioniert das Geldwäsche-System.
Geldwäsche betrifft uns Alle! Frauen und Kinder leiden unter Korruption
Laundered Russian Cash Went Through Big Bank

Boomender Cannabis-Handel

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Über den Balkan, auf Booten und in Kleinflugzeugen liefert Albaniens Mafia Marihuana nach Westeuropa. Die Politik handelt nur auf Druck der EU und mischt teilweise selbst im Milliardengeschäft mit.

Elvis Nabolli  berichtet:  Der König von Albanien.
Mit hereinbrechender Dämmerung wird der Weg durch die Berge immer tückischer. Gjergji führt die Gruppe hinunter in einen Buchenwald bis zu mehreren kleinen Lichtungen, wo die ersten grünen Triebe einer Cannabiszucht aus der Erde ragen. Die Plantage liegt in der Nähe eines leeren Hauses, das seiner Familie gehört, inmitten der Wildnis von Albaniens Alpen, nahe der Stadt Shkoder. Damit er sich um sie kümmern kann, liess der 21-Jährige seinen Hochschulabschluss sausen. «Diese Pflanzen brauchen viel Pflege. Aber wenn wir es bis zur Ernte schaffen, verdienen wir gutes Geld», ist er überzeugt. Damit will er sein Haus renovieren und dann nach England gehen.

Gjergji holt leere Fünf-Liter-Flaschen aus einem Versteck in den Büschen und füllt sie mit Regenwasser aus den Pfützen auf dem Waldboden. Er giesst damit die Marihuanapflanzen. «Mehr junge Menschen sind hier oben in den Bergen und kümmern sich um Cannabisplantagen als unten in der Stadt», erzählt er. Der Erfolg hänge jedoch von einem Faktor ab: guten Beziehungen zur Polizei. Die korrupten Beamten warnen die Bauern vor Razzien, beanspruchen aber als Gegenleistung ein Zehntel der Pflanzen. Damit verdienen sie gut.

Die Macht der Mafia
Der Anbau von Cannabis ist in Albanien eine milliardenschwere Industrie. Die Voraussetzungen dafür sind ideal, ist das Land doch mit durchschnittlich 218 Sonnentagen im Jahr und einer ausreichenden Wasserversorgung aus den Bergen gesegnet. Genaue Zahlen fehlen, doch laut Uno ist Albaniens Cannabis  eine der wichtigsten Quellen für den Weltmarkt. Die wirtschaftlichen Grundlagen dafür wurden in kommunistischer Zeit geschaffen…..Boomender Cannabis Handel

Eva Schlunke
www.w-t-w.org/en/cartoon/eva-schlunke/

Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Freihandel ausgesetzt?

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US-Finanzminister Steven Mnuchin machte deutlich: : Die USA tragen den bisherigen Konsens in den G20 nicht mehr mit. 

„Wir arbeiten daran, den Beitrag des Handels für unsere Volkswirtschaften zu stärken“, heißt es in der Abschlusserklärung der Finanzminister und Notenbankchefs aus den wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20). Das aber kann alles und nichts heißen – und selbst die von US-Präsident Donald Trump angedrohten protektionistischen Maßnahmen wären wohl von diesem Satz aus seiner Sicht gedeckt.

Aber nicht nur die Frage, was im Kommuniqué steht, ist wichtig. Entscheidender ist, was nicht mehr auftaucht. Das traditionelle G20-Bekenntnis, „Protektionismus zu widerstehen“ hat es nicht in die Erklärung geschafft. Genauso wenig das Versprechen, in der Handelspolitik zusammenzuarbeiten und sich an Regeln der Welthandelsorganisation zu halten. Das hat US-Finanzminister Steven Mnuchin verhindert.

Bei ihrem Treffen in Baden-Baden können sich die Finanzminister der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer nicht mehr auf ein Bekenntnis zum Freihandel einigen. Dafür hat die US-Regierung gesorgt.

Versicherte chancenlos

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Eine Kanzlei prägt das Versicherungsrecht mehr als alle anderen – davon profitieren Allianz und Co.  Wenn Bürger gegen ihre Versicherung klagen, sind sie oft hoffnungslos unterlegen. Häufig lassen sich die Konzerne von der Kölner Kanzlei Bach Langheid Dallmayr (BLD) vertreten. Deren Juristen sind hoch spezialisiert, schreiben an den massgeblichen Kommentaren mit und kennen sich im Versicherungsrecht oft besser aus als Richter. Kritiker befürchten, dass die Kanzlei ein ganzes Rechtsgebiet beeinflusst – zum Nachteil von Verbrauchern.

Daniel Drepper, Tania Röttger, Justus von Daniels und Stefan Wehrmeyer berichten: Rund 120 Anwälte, auf ein Thema spezialisiert – so groß ist keine andere deutsche Kanzlei für Versicherungsrecht. „Bach Langheid Dallmayr“ (BLD) ist die Nummer eins, wenn Versicherungen die Ansprüche von Bürgern abwehren wollen. Die Kanzlei ist sehr erfolgreich. Weil sich die BLD-Juristen noch in den entferntesten Winkeln des Versicherungsrechts bestens auskennen. Weil sie vor Gericht schon mal „mit harten Bandagen kämpfen“, wie es ein Anwalt ausdrückt, der BLD oft vor Gericht erlebt.

Hinzu kommt: Die BLD-Juristen haben Beziehungen bis hoch zum Bundesgerichtshof. Sie prägen das Rechtsverständnis mit. Das zeigen Recherchen von CORRECTIV: Wenn Bürger gegen ihre Versicherung klagen..
GRATULIERE SIE SIND VOLL ARBEITSFÄHIG!!

Igor Kravarik

Versicherungen zahlen nicht