{"id":10226,"date":"2014-07-06T05:13:31","date_gmt":"2014-07-06T03:13:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/?p=10226"},"modified":"2014-07-06T05:39:43","modified_gmt":"2014-07-06T03:39:43","slug":"klage-gegen-maenner-klub-bei-goldman-sachs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/klage-gegen-maenner-klub-bei-goldman-sachs\/","title":{"rendered":"Klage gegen M\u00e4nner-Klub bei Goldman Sachs"},"content":{"rendered":"<h4>Ex-Mitarbeiterinnen f\u00fchlen sich diskriminiert<\/h4>\n<h4>Tina Kaiser berichtet:\u00a0 Cristina Chen-Osters Probleme bei Goldman Sachs begannen an einem sp\u00e4ten Abend im Jahr 1997. Einer ihrer Kollegen hatte in die New Yorker Striptease-Bar Scores geladen, um seine Bef\u00f6rderung zu feiern. Obwohl es Chen-Oster unangenehm war, ging sie hin. Am Ende des Abends bestand ein verheirateter Kollegen darauf, sie nach Hause zu begleiten. Vor ihrem Apartment dr\u00fcckte er sie gegen eine Wand, k\u00fcsste und begrapschte sie. So steht es zumindest in der Klage, die Chen-Oster gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber eingereicht hat. &#8222;H\u00e4tte ich mich nicht zur Wehr gesetzt, h\u00e4tte er mich wohl vergewaltigt&#8220;, schreibt sie dort. Nun beschuldigt Chen-Oster gemeinsam mit ihrer ehemaligen Kollegin Shanna Orlich die Investmentbank Goldman Sachs der Geschlechter-Diskriminierung. Goldman habe die Benachteiligung von Mitarbeiterinnen nicht nur zugelassen, sondern sogar eine &#8222;M\u00e4nner-Klub&#8220;-Atmosph\u00e4re gef\u00f6rdert, die Bes\u00e4ufnisse und Abstecher in Strip-Lokale beinhaltet habe.<\/h4>\n<h4>Die beiden Frauen stellten bei einer Richterin in New York den Antrag, Goldman Sachs stellvertretend f\u00fcr aktuelle und fr\u00fchere Mitarbeiterinnen im Rang von Vice Presidents und Associates verklagen zu d\u00fcrfen. Die Sammelklage hatten die ehemaligen Goldman-Mitarbeiterinnen bereits vor vier Jahren eingereicht. Weil der Fall so komplex ist, kommt der Prozess aber erst jetzt in Gang. Chen-Oster arbeitet inzwischen bei der Deutschen Bank. Goldman Sachs hatte die Vorw\u00fcrfe der Kl\u00e4gerinnen stets abgestritten und als &#8222;haltlos&#8220; bezeichnet. In einem Statement sagte die Bank, der neue Antrag sei &#8222;ein normaler und erwartetet Prozessschritt f\u00fcr eine beantragte Sammelklage und \u00e4ndert nichts daran, dass der Fall keine Grundlage hat.&#8220; Chen-Oster und Orlich sehen das anders. Sie werfen Goldman vor, der Finanzkonzern behandele Frauen wie Mitarbeiter zweiter Klasse und lasse eine Kultur der Angst und der Vergeltung zu. Frauen im Rang eines Vice President h\u00e4tten 21 Prozent weniger verdient als M\u00e4nner, behaupteten die ehemaligen Mitarbeiterinnen. Eine der Stellungnahmen stammt von Denise Shelley, die als Vice President bei Goldman arbeitete und die Bank 2009 verlie\u00df. Sie schreibt, m\u00e4nnlichen Kollegen h\u00e4tten Frauen als &#8222;Bimbos&#8220; bezeichnet.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-10228\" src=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/boysclub.jpg\" alt=\"boysclub\" width=\"120\" height=\"150\" \/><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ex-Mitarbeiterinnen f\u00fchlen sich diskriminiert Tina Kaiser berichtet:\u00a0 Cristina Chen-Osters Probleme bei Goldman Sachs begannen an einem sp\u00e4ten Abend im Jahr 1997. Einer ihrer Kollegen hatte in die New Yorker Striptease-Bar Scores geladen, um seine Bef\u00f6rderung zu feiern. 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