{"id":14832,"date":"2015-06-22T13:56:48","date_gmt":"2015-06-22T11:56:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/?p=14832"},"modified":"2015-06-23T20:18:43","modified_gmt":"2015-06-23T18:18:43","slug":"china-brutalst-moegliche-geldwaesche-ermittlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/china-brutalst-moegliche-geldwaesche-ermittlung\/","title":{"rendered":"Dein Geldw\u00e4scher ist mein Gesch\u00e4ftsmann"},"content":{"rendered":"<p>Wie unterschiedlich Sichtweisen sein k\u00f6nnen. Oft werden in einem Land Gruppen als Freiheitsk\u00e4mpfer angesehen, die in anderen L\u00e4ndern als Terroristen verfolgt werden.<\/p>\n<p>So ist es auch bei der Geldw\u00e4sche. In einem Land wird die Geldw\u00e4sche als Straftat verfolgt, die selbe Straftat wird in einem anderen Land aber verschleiert und gesch\u00fctzt, wenn sie dem jeweiligen Staat n\u00fctzt.<\/p>\n<p>Geldw\u00e4sche-Verdacht: Italien ermittelt gegen Bank of China<\/p>\n<p>Die italienische Filiale der Bank of China, soll in Geldw\u00e4sche in Milliardenh\u00f6he verwickelt sein. Die Bank of China soll bei Geldw\u00e4sche geholfen haben. Es geht um rund 4,5 Milliarden Euro &#8211; und mafi\u00f6se Strukturen. Italienische Staatsanw\u00e4lte ermitteln deswegen gegen 297 Personen und das Institut selbst.<\/p>\n<p>Es geht um ein riesiges System der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/geldwaesche\/\" target=\"_blank\">Geldw\u00e4sche<\/a>. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen eine Mail\u00e4nder Filiale der Bank und vier ihrer hochrangigen Manager. Nach Angaben der Staatsanw\u00e4lte haben zumindest ein Teil der Verd\u00e4chtigen mafi\u00f6se Techniken benutzt, darunter Einsch\u00fcchterung, berichtet die italienische Nachrichtenagentur ANSA.<\/p>\n<div id=\"content_ad_1\" class=\"adition\" data-position=\"content_ad_1\">\n<div class=\"wrapad content_ad_1\">\n<div class=\"innerwrapad\">\n<div>Die Staatsanw\u00e4lte sprechen von einem Betrag von mehr als 4,5 Milliarden Euro aus Geldf\u00e4lschung, Prostitution, Ausbeutung und Steuerhinterziehung. Das Geld sei zwischen 2007 und 2010 nach China geschickt worden. Daf\u00fcr nutzten die Verd\u00e4chtigen zum Teil ein Geldtransfersystem, das chinesischen Migranten in Italien geh\u00f6re.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Fast die H\u00e4lfte der Summe sei jedoch durch die Bank of China geschleust worden. Die hat damit mehr als 758.000 Euro an Kommission verdient, wie aus den italienischen Untersuchungsdokumenten hervorgeht. Das Geld sei demnach in kleine Einheiten aufgeteilt worden, um nicht aufzufallen. Zudem habe sowohl das Management der Bank als auch deren Pr\u00fcfpersonal die auff\u00e4lligen Transaktionen nicht gemeldet. Offenbar halfen sie sogar dabei, Quellen und Bestimmungsort der Gelder zu verschleiern.<\/p>\n<p><strong>China wollte bei den Ermittlungen nicht kooperieren<\/strong><\/p>\n<p>Die chinesische Regierung hat den italienischen Beh\u00f6rden zufolge nicht bei der Untersuchung kooperiert. Dabei nimmt China selbst westliche Hilfe in Anspruch, wenn es darum geht, eigene Wirtschaftskriminelle zu jagen.<\/p>\n<p>Italien und China hatten im September eine Memorandum zur juristischen Zusammenarbeit unterzeichnet. Bislang profitiert offenbar China mehr davon: Im Februar wurde eine Chinesin aus Italien ausgewiesen. Ihr sei Diebstahl von mehr als 1,4 Millionen Yuan (rund 200.000 Euro) w\u00e4hrend ihrer Anstellung in einer Sicherheitsfirma in China vorgeworfen worden. Es war das erste Mal, dass jemand aus Europa wegen Wirtschaftskriminalit\u00e4t an Peking ausgeliefert wurde, wie Chinas Ministerium f\u00fcr \u00d6ffentliche Sicherheit best\u00e4tigte.<\/p>\n<p>Die juristische Zusammenarbeit ist \u00e4u\u00dferst wichtig f\u00fcr China, das mithilfe westlicher Regierungen eigene korrupte Beamte jagt, die sich ins Ausland abgesetzt haben. Chinas Pr\u00e4sident Xi Jinping hat den Anti-Bestechungs-Kampf zur h\u00f6chsten Priorit\u00e4t f\u00fcr die regierende Kommunistische Partei erkl\u00e4rt. Eigenen Angaben zufolge sind bereits mehr als 100.000 Beamte wegen Korruption bestraft worden.<\/p>\n<p><b>Was passiert mit dem Geld au\u00dferhalb Italiens? <\/b><\/p>\n<p>Im aktuellen Fall konnte die italienische Polizei jedoch nicht in China weiterermitteln. Nachdem das Geld Italien einmal verlassen habe, sei es &#8222;effektiv verschwunden&#8220;. Die Nachrichtenagentur AP will aber Teile des Geldes weiterverfolgt haben.<\/p>\n<p>Deren Angaben zufolge sollen Summen zu einem staatlichen Import-Export-Unternehmen geflossen sein, dem vorgeworfen wird, mit gef\u00e4lschten Markenprodukten zu handeln &#8211; teilweise auch in den USA.<\/p>\n<div id=\"content_ad_2\" class=\"adition\" data-position=\"content_ad_2\">\n<div class=\"wrapad content_ad_2\">\n<div class=\"innerwrapad\">\n<div>Auf den AP-Bericht habe die regierungseigene Staatszeitung &#8222;Global Times&#8220; eine Widerlegung der Vorw\u00fcrfe ver\u00f6ffentlicht. Darin werde die Bank of China verteidigt und die Recherchen der AP als &#8222;merkw\u00fcrdig&#8220; kritisiert. Weiter wurde ein Rechtsexperte zitiert, der sagte, die Bank of China habe &#8222;keine Verpflichtung, mit der italienischen Polizei zu kooperieren&#8220;.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die angeschuldigte Bank widerspricht den Vorw\u00fcrfen, und die Anw\u00e4lte der Eigent\u00fcmer des Geldtransfersystems sagten, ihre Klienten seien nicht schuldig.<\/p>\n<h4>Nach italienischem Recht wird ein Richter den Antrag der Staatsanwaltschaft pr\u00fcfen und anschlie\u00dfend entweder eine Verhandlung anordnen oder das Verfahren fallen lassen. Bis dahin k\u00f6nnten noch Monate vergehen, hei\u00dft es.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Italien-ermittelt-gegen-Bank-of-China.pdf\" target=\"_blank\">Italien ermittelt gegen Bank of China<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/china-brutalst-moegliche-geldwaesche-ermittlung\/drei-affen\/\" rel=\"attachment wp-att-14836\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14836\" src=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Drei-Affen.jpg\" alt=\"Drei Affen\" width=\"446\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Drei-Affen.jpg 446w, https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Drei-Affen-300x244.jpg 300w, https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Drei-Affen-367x300.jpg 367w\" sizes=\"auto, (max-width: 446px) 100vw, 446px\" \/><\/a>Mehr zum Thema Geldw\u00e4sche:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/schweiz-erster-nationaler-bericht-ueber-die-risiken-der-geldwaescherei-und-der-terrorismusfinanzierung\/\" target=\"_blank\">Schweiz erster nationaler Bericht \u00fcber die Risiken der Geldw\u00e4scherei und der Terrorismusfinanzierung<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/crime-enabling-ein-behoerdlich-geschuetztes-schweizer-geschaeftsmodell\/\" target=\"_blank\">Crime-enabling ein beh\u00f6rdlich gesch\u00fctztes Schweizer Gesch\u00e4ftsmodell<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/?cat=34\" target=\"_blank\">Frauen und Kinder leiden unter Geldw\u00e4sche<\/a><\/h4>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie unterschiedlich Sichtweisen sein k\u00f6nnen. Oft werden in einem Land Gruppen als Freiheitsk\u00e4mpfer angesehen, die in anderen L\u00e4ndern als Terroristen verfolgt werden. So ist es auch bei der Geldw\u00e4sche. 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