{"id":22115,"date":"2016-12-25T07:34:56","date_gmt":"2016-12-25T06:34:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/?p=22115"},"modified":"2017-01-03T18:03:52","modified_gmt":"2017-01-03T17:03:52","slug":"22115-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/22115-2\/","title":{"rendered":"Bankenrettung \u00e0 la Br\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<p>Br\u00fcsseler Schlupfl\u00f6cher f\u00fcr Bankenrettung<\/p>\n<p>Schneller als von allen Beteiligten gew\u00fcnscht, steht die europ\u00e4ische Bankenunion vor ihrer ersten Bew\u00e4hrungsprobe. Die italienische Regierung hat genau das vor, was eigentlich nach der Finanz- und Eurokrise ausgeschlossen sein sollte: Sie will eine marode Bank mit Staatsgeld retten. Der 20-Milliarden-Euro-Fonds zur Rekapitalisierung von Banken ist f\u00fcr die Rettung des toskanischen Instituts Monte dei Paschi Di Siena <a href=\"https:\/\/www.mps.it\/Pagine\/index.aspx\" target=\"_blank\">MPS<\/a> aktiviert worden, und er k\u00f6nnte auch f\u00fcr andere Institute genutzt werden. Ist das zentrale Ziel der Bankenunion also schon im ersten Anwendungsfall Makulatur? Erst seit Jahresbeginn ist die in der Eurokrise erarbeitete EU-Abwicklungsrichtlinie BRRD in Kraft. Ihr zentrales Ziel lautet, dass k\u00fcnftig taumelnde Banken nicht mehr mit Steuerzahlergeld gerettet werden sollen.<\/p>\n<p>Die Richtlinie sieht vor, dass f\u00fcr die Kosten einer Sanierung oder Schlie\u00dfung einer maroden Bank an erster Stelle die Aktion\u00e4re und Gl\u00e4ubiger und nicht die Steuerzahler aufkommen sollen. Im Grundsatz gilt, dass ein Institut abgewickelt werden muss, wenn es \u00f6ffentliche Hilfe ben\u00f6tigt \u2013 was nicht zwingend die Liquidation, aber doch eine Sanierung oder Ver\u00e4u\u00dferung von Teilen bedeutet. Dabei m\u00fcssen Anspr\u00fcche von Aktion\u00e4ren, Anleihegl\u00e4ubigern und Einlegern mit Guthaben \u00fcber 100.000 Euro abgeschrieben oder in Eigenkapital umgewandelt werden. Erst wenn dieses \u201eBail-In\u201c acht Prozent der Bilanzsumme erreicht, wird \u00f6ffentlicher Beistand m\u00f6glich, kann also Staatshilfe flie\u00dfen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/COM-2016-853-F1-EN-MAIN.pdf\" target=\"_blank\">DIRECTIVE OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/italien\/eu-wird-italien-die-rettung-von-monte-dei-paschi-wohl-nicht-verwehren-14589672.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\" target=\"_blank\">FAZ<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-22187\" src=\"http:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/monte_afp.jpeg\" alt=\"Monte dei Paschi \" height=\"191\" width=\"335\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Br\u00fcsseler Schlupfl\u00f6cher f\u00fcr Bankenrettung Schneller als von allen Beteiligten gew\u00fcnscht, steht die europ\u00e4ische Bankenunion vor ihrer ersten Bew\u00e4hrungsprobe. Die italienische Regierung hat genau das vor, was eigentlich nach der Finanz- und Eurokrise ausgeschlossen sein sollte: Sie will eine marode Bank &hellip; <a href=\"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/22115-2\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-22115","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-finanzen"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22115","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22115"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22115\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22188,"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22115\/revisions\/22188"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22115"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22115"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.w-t-w.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22115"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}