Die Reichsten besitzen mehr als angenommen

Der Standard berichtet: Nach einer neuen EZB-Berechnung hält das Top-Prozent bis zu 41 Prozent des Vermögens

Wien – Die Reichsten vereinen einen größeren Anteil des Vermögens auf sich als bisher angenommen: Zu diesem Schluss kommt eine neue Berechnung der Europäischen Zentralbank (EZB). Ergebnis für Österreich: Die wohlhabendsten fünf Prozent der Haushalte besitzen demnach zwischen 52 und 59 Prozent des privaten Nettovermögens.

Die Daten bieten damit Unterfutter für eine hitzig geführte Debatte, die mit der geplanten Steuerreform zusammenhängt: Wie viel Vermögen konzentriert sich in der Oberschicht wirklich? Die EZB erntete für die bisher veröffentlichten Daten, die den wohlhabendsten fünf Prozent hierzulande „nur“ 48 Prozent zuschrieben, Kritik von beiden Seiten: Gegner von Vermögenssteuern bekrittelten, dass es sich um Zahlen aus Umfragen, wenn auch aufwändiger Art, handelt, die Befürworter hielten die Konzentration für unterschätzt. Schließlich nehmen Superreiche, worauf auch die Studienautoren hinweisen, an solchen Befragungen ungern teil.

Verschiedene Rechenvarianten

Eine Hochrechnung der Universität Linz ließen viele Kritiker nicht gelten, zumal der Auftraggeber die politisch gefärbte Arbeiterkammer war. Doch die dem Standard vorliegende Untersuchung des Ökonomen Philip Vermeulen, die demnächst als EZB-„Working Paper“ erscheint, geht von ähnlichen Dimensionen aus: Sie setzt nicht nur den Anteil der obersten fünf Prozent, sondern auch jenen des Top-Hundertstels höher an als bisher ausgewiesen: Das reichste Prozent besitzt demnach nicht bloß 23 Prozent, sondern 30 bis 41 Prozent des Nettovermögens (Schulden abgezogen).

Die Bandbreite ergibt sich aus verschiedenen Rechenvarianten. Basis sind Schätzungen nach der wissenschaftlich etablierten Pareto-Methode, auch die Milliardärsliste des US-Magazin Forbes floss in manche Varianten ein.

Von zehn genannten Staaten bescheinigen die Daten nur den USA höhere Vermögenskonzentration. Die angeführten EU-Länder – etwa Deutschland, Frankreich, Italien oder die Niederlande – hängt Österreich diesbezüglich ab.

comicsalliance.com/superhero-occupy-wall-street/

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Konjunktur Schweiz, Prognosen zeigen leicht nach unten

NZZ berichtet: Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) korrigiert ihre Prognosen für die Schweizer Wirtschaft erneut nach unten. Im laufenden Jahr dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) noch um 1,8% zulegen.

Im März war die KOF noch von einem Plus von 2% ausgegangen. Auch für 2015 fährt die KOF die Prognosen für das BIP-Wachstum leicht zurück, und zwar von +2,1% im März auf nun noch +2%, wie sie am Freitag in einem Communiqué mitteilte. Damit haben die Konjunkturauguren der ETHZ zum zweiten Mal hintereinander ihre Erwartungen gedämpft.

Schwächer als im März prognostiziert dürfte der Privatkonsum ausfallen, der die wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft ist. Hier sieht die KOF noch ein Wachstum von 1,7% in diesem Jahr. Im März hatte sie noch mit einem Anstieg um 2,2% gerechnet. Auch bei den Anlageinvestitionen, den Exporten und den Importen fährt die KOF ihre Erwartungen nach zurück.

Die Weltwirtschaft sei schwach ins Jahr 2014 gestartet, schreibt die KOF in ihrem Communiqué. Ein Grund für die Flaute im Welthandel sei die gedämpfte Nachfrage aus den USA gewesen. Für die US-Wirtschaft sei nun allerdings mit einem Aufholeffekt zu rechnen. Im Euro-Raum dürfte sich die Erholung fortsetzen, die im vergangenen Jahr begonnen habe. Allerdings sei diese in einzelnen Ländern noch fragil.
Schweizer Konsumenten zurückhaltend

Das Geld tut nix

Deutsche Sparer fühlen sich um ihre Zinsen betrogen. Aber ist dafür wirklich Mario Draghi von der EZB verantwortlich?

An diesem Donnerstag wird das Ansehen Mario Draghis in Deutschland einen neuen Tiefpunkt erreichen. Man wird ihm vorwerfen, die deutschen Sparer zu enteignen. Man wird ihm vorwerfen, die Altersvorsorge von Millionen von Bundesbürgern aufs Spiel zu setzen.Und man wird ihm vorwerfen, den Euro aufzuweichen. Mario Draghi, der mächtige Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), der mit seiner Politik des billigen Geldes den Wohlstand kommender Generationen gefährdet – das ist die Geschichte, die erzählt werden wird, wenn Draghi am Donnerstag die nächste Zinssenkung verkündet. Sie ist auch deshalb so populär, weil klar ist, wer der Böse ist und wer der Gute.

Es gibt aber noch eine andere Version der Ereignisse, bei der die Rollen weniger eindeutig verteilt sind. Denn dass die Zinsen so niedrig sind, liegt nicht in erster Linie an Mario Draghi und seiner Notenbank. Sondern daran, dass derzeit schlicht niemand Geld leihen will. Deshalb ist dies die Geschichte einer Zinslüge.

Sie beginnt in München, bei BMW. Der Autobauer hat im vergangenen Jahr kräftig investiert:in neue Maschinen für die Produktionsstätten in Leipzig und Landshut etwa, in ein Motorenwerk in China. Weltweit hat der Konzern fast sieben Milliarden Euro ausgegeben, fast 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Geschäfte gehen gut, neue Modelle gelangen auf den Markt. Trotzdem kommt BMW praktisch ohne neue Kredite aus, das Unternehmen finanziert
die Investitionen weitgehend aus eigener Kraft.
Das Geld tut nix
Geld tut nix

No Free Lunch

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

Im vorliegenden Video werden Konsequenzen der kurzfristigen Marktdynamik für das Verhalten der Investoren diskutiert. „Begnügen Sie sich mit dem Durchschnitt, denn der Durchschnitt ist relativ gut“, ist ein wichtiger, aber oft missverstandener Grundsatz.
Free Lunch

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Innovative Gründer in der EU haben keine Chance gegen Silicon Valley

DWW berichtet: Innovative Unternehmen profitieren in den USA von den Milliarden, die die Notenbank in die Märkte pumpt. In der EU sind dagegen nur die Geldgeber im Vorteil. Der Erfolg von Internet-Unternehmen aus dem Silicon Valley bleibt für die meisten Gründer in der EU ein Traum. Sie bekommen meist nicht einmal vernünftige Förderungen.

Während die Fed massiv Geld in die Startups und in die neuen Technologien pumpt, kennen viele EU-Staaten keine direkte Förderbeiträge für den Ausbau innovativer Produktionsstätten und Ideen. In Italien, wo es viele Kreative und innovative Unternehmer gibt, gibt es so gut wie keine direkte Finanzhilfen an Unternehmen. Das Gesetz vom März diesen Jahres sieht nur steuerliche Vorteile für die Investoren vor, nicht aber für die Gründer selbst.

Geld spielt demnach auch in der EU eine wichtige Rolle.

Doch nicht diejenigen profitieren, die eine gute Idee haben, sondern jene, die auf den Durchbruch der guten Idee mit möglichst hohen Summen wetten.

Startups sind laut dem Gabler-Wirtschaftslexikon „junge, noch nicht etablierte Unternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee (häufig in den Bereichen Electronic Business, Kommunikationstechnologie oder Life Sciences) mit geringem Startkapital gegründet werden und in der Regel sehr früh zur Ausweitung ihrer Geschäfte und Stärkung ihrer Kapitalbasis entweder auf den Erhalt von Venture-Capital beziehungsweise Seed-Capital (Business-Angels) oder auf einen Börsengang (IPO) angewiesen sind.“

In anderen Worten bringt eine gute Idee nur dann Gold ein, wenn ein Dritter, der Geld hat, an die Idee glaubt und bereit ist, zu investieren. Der Ideenlieferer bräuchte demnach nur einen guten Business-Plan. Ganz so leicht ist es nicht, denn obwohl Startups in der Regel ein überdurchschnittlich großes Wachstumspotential haben und somit die nationale Wirtschaft extrem ankurbeln könnten (Arbeitsplätze, Produktion, Innovation), werden sie vom Staat vernachlässigt. Nicht so in den USA.

In den USA wird die Liste der Startups, deren Wert auf über eine Milliarde geschätzt wird, immer länger….
Innovative Gründer in der EU haben keine Chance gegen Silicon Valley
Innovative Gruender

Britischer Leitzins könnte früher steigen als erwartet

Die Welt berichtet: Die Bank von England BoE könnte Notenbankchef Mark Carney zufolge die Leitzinsen von ihrem Rekordtief aus schneller anheben als Anleger erwarten. Carney zeigte sich besorgt, dass die steigende Verschuldung mit Bezug zum Häusermarkt die Stabilität untergraben könnte.

„Es gibt bereits viele Spekulationen über den genauen Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung“, sagte der BoE-Governor am späten Donnerstag bei einer Rede im Mansion House in London. „Es könnte schneller geschehen, als an den Märkten derzeit erwartet wird.“ Das Pfund wertete nach seinen Äußerungen auf.
Die an Fahrt gewinnende Wirtschaft des Landes erhöhe zwar die Aussicht auf eine Zinserhöhung, doch die höheren Kreditkosten könnten übermäßig fremdfinanzierte Kreditnehmer überfordern und die Erholung aus der Bahn werfen, warnte Carney. Um diesem Risiko zu begegnen sei er bereit, zu handeln.
Schatzkanzler George Osborne will die BoE mit größeren Befugnissen zur Eindämmung der Hypothekenvergabe ausstatten.
Die BoE hat ihren Leitzins in diesem Monat auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent belassen, wo er bereits seit über fünf Jahren liegt. Die Anleger wetten gemessen an Terminkontrakten derzeit auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis April kommenden Jahres.

In seiner Rede sagte der Notenbankchef auch, dass es noch immer Risiken für die Erholung gebe und verwies auf die Stärke des Pfunds. Carney versicherte, dass jegliche Straffungen der Geldpolitik „schrittweise und begrenzt“ sein werden.
Bank of England

Fällt Frauen aus Ostdeutschland die Karriere leichter

Frauen aus den neuen Bundesländern gelingt es besser, ihre Karriere strategisch zu planen. Was machen sie anders?

Es ist es wichtig, fachlich sehr gut zu sein und dann ein Netzwerk im Unternehmen aufzubauen. Auch typisch weibliches Verhalten wie Nettsein und Zurückhaltung gelte es zu überdenken. Nett sein ja, aber hart in der Sache. Auch Machspielen sollten Frauen mit Karriereambitionen nicht grundsätzlich aus dem Weg gehen. Es gibt immer Dinge, für die es sich lohnt zu kämpfen.
Noch immer gelingt es hierzulande wenigen Frauen, eine gut dotierte Führungsposition zu übernehmen. Über die Gründe hierfür wird gerne gestritten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg wertet regelmäßig Daten des Mikrozensus im Hinblick auf Karrieremuster aus. Auch wenn die Wiedervereinigung fast 24 Jahre zurückliegt, zeigen die Statistiken kulturelle Unterschiede. In Ostdeutschland sind in der Privatwirtschaft auf der ersten Führungsebene 30 Prozent weibliche Chefs, allerdings nur 24 Prozent im Westen. Auf der zweiten Managementebene zeigen sich die Unterschiede noch deutlicher, denn in den neuen Bundesländern haben 46 Prozent der Führungspositionen Frauen inne, während das im Westen der Republik bisher nur 36 Prozent geschafft haben.
Frauen aus Ostdeutschland fällt Karriere leichter

http://www.rabe-karikatur.de/

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Mongolia: Frauen warten auf Kundschaft

Mongolei: Das Steppenland, das so reich wie Dubai sein könnteMongolia globe
Die Mongolei sitzt auf riesigen Rohstoffschätzen, jeder Einwohner ist theoretisch Millionär. Dass das Land nicht schnell reich wird, liegt an der Regierung – und an einem 85 Millimeter großen Problem.

Der Trans-Mongolian-Zug fährt durch die Steppe Richtung Ulan-Bator. Die unterschiedliche Spurbreite der Schienen bremst die Exporte des zentralasiatischen Landes Richtung China. Hier, auf dem Markt im Bezirk Denjin 1000 im Norden von Ulan-Bator, verkaufen sie vor allem eines: Fleisch. Die Schafskadaver liegen in offenen Lkw, ohne Fell, ohne Füße, ohne Kopf.

Davor sitzen Frauen und Männer auf kleinen Schemeln und warten auf Kundschaft. Nebenan stehen Säcke mit Mehl und Gewürzen; Toilettenpapier, Besen und Putzmittel werden ebenfalls aus dem Container heraus verkauft.
Auf dem sogenannten Falkenmarkt erwerben die neuen Bewohner das Wenige ein, das sie sich leisten können. Die Neuen, das sind jene Mongolen, die ihre Herden in der Steppe gegen ein Leben in der Stadt eingetauscht haben.
Sie wohnen in Schuppen und runden Zelten, den Gers, unter Wellblechdächern, ohne Strom, ohne Kanalisation. In den Siedlungen gibt es nur wenige richtige Straßen, stattdessen staubige Pisten. Sie sind noch nicht lange da, die Gers-Siedlungen. Vor etwa 15 Jahren waren die Hügel am Rande der Hauptstadt noch grün und unbebaut.
Bauboom und Armensiedlungen…
Das Steppenland, das so reich wie Dubai sein koennte

Painting by Mongolian artist, Zaya.

Painting by Mongolian artist, Zaya.

Jugendarbeitslosigkeit: Nährboden für Kriminalität und Schutzgelderpressung

Jugendarbeitslosigkeit  Abgehängt in der EU:

Die 10 Regionen mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit
Nach neuen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat hatte die Jugendarbeitslosigkeit in der EU 2013 einen Rekordstand von 18,8% erreicht. Allerdings ist die Jugendarbeitslosigkeit höchst ungleich verteilt. In vielen Regionen sind mehr als die Hälfte der Unter-25-Jährigen arbeitslos. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten haben jene 10 Regionen analysiert, für die es wirklich düster aussieht.

Platz 10: Asturien
Asturien ist eine kleine Region an der Nordküste Spaniens – etwas mehr Einwohner als das Saarland und die Hälfte der Fläche Hessens. 54,7% der Jugendlichen unter 25 sind hier arbeitslos. Im Mittelalter war Asturien zeitweise ein unabhängiges Königreich. Im 19. Jahrhundert fand man hier Kohle und es entwickelte sich eine Stahlindustrie. Der Strukturwandel hin zu modernen Industrien gelang dagegen nicht. Im Gegensatz zu den anderen neun Regionen dieser Liste, die alle ein Mittelmeerklima mit trockenen Sommern haben, müssen Asturiens Arbeitslose auch noch häufig schlechtes Wetter ertragen. Es ist ganzjährig regnerisch.

Platz 9: Kalabrien und Basilikata
Kalabrien bildet die Stiefelspitze Italiens, die Basilikata grenzt direkt nördlich daran. 56,1% der Jugendlichen in Kalabrien und 55,1% in der Basikikata sind arbeitslos. Industrie spielte in den Regionen, trotz einiger durch staatliche Subventionen angelockter Ansiedlungen seit den 70er Jahren, nie eine große Rolle. Im Unterschied zu den neun anderen Regionen dieser Liste hatten Kalabrien und die Basilikata schon immer nicht nur hohe, sondern extreme Jugendarbeitslosigkeit. So lag die Jugendarbeitslosenquote in Kalabrien bereits 2003 bei 55,1%. Ein guter Nährboden für Kriminalität. Kalabrien ist das Kernland der ‘Ndragheta. 70% der Firmen sollen Schutzgelder zahlen müssen.

Platz 8: Land Valencia
Die Region um die spanische 800.000-Einwohner-Stadt Valencia herum hat eine Jugendarbeitslosigkeit von 56,7%. Die Region gehört zu den wichtigsten Urlaubsregionen Spaniens und war vor der Wirtschaftskrise 2008 ein Zentrum des spanischen Baubooms. Heute ist das Land hoch verschuldet und musste als erste spanische Region Rettungsgelder von der Zentralregierung beantragen.
Platz 7: Mittel- und Westgriechenland einschließlich Peloponnes und Thessalien
Auf dem gesamten griechischen Festland nördlich und westlich der griechischen Hauptstadtregion Attika sieht es für Jugendliche düster aus. Zwischen 57,4% und 59,8% sind dort arbeitslos. Griechische Wirtschaftsmisere vor dem Hintergrund zahlreicher sehenswerter antiker Stätten.

Platz 6: Ostmakedonien-Thrakien
Die griechische Region Ostmakedonien-Thrakien liegt an der Grenzen zu Bulgarien und zur Türkei. Ein Randgebiet mit EU-Außengrenze. Es gibt eine große türkische Minderheit, aber keine Großstädte. 59,8% der Jugendlichen sind in Ostmakedonien-Thrakien arbeitslos.

Platz 5: Attika
Die Stadtregion der griechischen Hauptstadt Athen ist nach wie vor die reichste Griechenlands und bildet das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Trotzdem sind 60,6% der Jugendlichen Attikas arbeitslos. Die Kinder der Zugezogenen, die jahrzehntelang aus allen Teilen Griechenlands in die prosperierende Hauptstadtregion strömten, finden heute keine Arbeit mehr.

Platz 4: Extremadura und Kastillien-La Mancha
Die beiden Regionen Extremadura und Kastilien-La Mancha bilden das spanische Binnenland zwischen der Hauptstadt Madrid und dem südlicheren Andalusien. Kastillien-La Mancha ist flächenmäßig größer als Bayern, Extremadura flächenmäßig größer als Baden-Württemberg. Aber beide Regionen sind extrem dünn besiedelt. Die Bevölkerungsdichte ist kaum größer als in Schweden. 61,6% der Jugendlichen sind in Kastillien-La Mancha, 61,7% in Extremadura arbeitslos. Beide Regionen weisen zudem unter den hier vorgestellten die höchste Steigerungsrate der Jugendarbeitslosigkeit seit 2003 auf. In Kastillien-La Mancha ist die Jugendarbeitslosenquote seitdem um 45,3 Prozentpunkte, in Extremadura um 40,4 Prozentpunkte gestiegen.

Platz 3: Zentralmakedonien
In der nordgriechischen Region mit der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki sind 61,8% der Jugendlichen arbeitslos. Die Region lebt von der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie. Die Strukturschwäche der Wirtschaft führte dazu, dass die Bevölkerung der Stadt Thessaloniki zwischen 1991 und 2011 von 412.000 auf 315.000 zurückgegangen ist.

Platz 2: Andalusien
Das sonnenreiche Andalusien weist hervorragende Bedingungen für die Landwirtschaft und den Tourismus auf. Doch Olivenbäume und Getreide brauchen kaum Pflege und schaffen kaum Arbeitsplätze. Neue arbeitsintensive Kulturen wie Gemüse sind an die knappen Bewässerungsmöglichkeiten gebunden. Andere Wirtschaftszweige wurden lange Zeit vernachlässigt. Heute sind 66,1% der jungen Andalusier arbeitslos.

Platz 1: Epirus und Westmakedonien
Im Norden Griechenlands an der Grenze zu Albanien gelegen weist die Region Epirus eine Jugendarbeitslosigkeit von 67,0% und die Region Westmakedonien eine von 70,6% auf. Absoluter Negativrekord. Abseits gelegen, gebirgig und verkehrsmäßig kaum erschlossen, sehr dünn besiedelt, wirtschaftlich seit jeher strukturschwach, so kann man die beiden benachbarten Regionen kennzeichnen. Landschaftlich sind sie aber sehr schön.
Die 10 Regionen mit der hoechsten Jugendarbeitslosigkeit
Arbeitslosenquote des Euroraums bei 11,7%

www.bernd-zeller-cartoons.de/

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