Was ist ein «Social Credit System»?

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Totaler Überwachungsstaat? Chinas Datenkrake erfasst alle Lebensbereiche. Schon jetzt sind nicht nur die Chinesinnen und Chinesen stärker überwacht als ihnen lieb sein kann. Voraussichtlich 2020 wird das unverfänglich klingende «Social Credit System» in China an den Start gehen, mit dessen Hilfe die Wirtschaft effizienter und das gesellschaftliche Miteinander friedlicher gestaltet werden soll.

Die chinesische Regierung plant ein System, um das Verhalten seiner Bürger und Firmen zu bewerten. Welche Informationen dabei in eine grosse Datenbank fliessen sollen, ist geheim.

Chinas Machthaber verfolgen nach eigenem Bekunden hehre Ziele. In anderen Ländern ist es längst Usus, dass Wirtschaftsauskunfteien auf Basis des finanziellen Gebarens einer Person in der Vergangenheit über dessen wahrscheinliches Verhalten in der Zukunft informieren: Wird er seinen Kredit zurückzahlen, begleicht er die offene Rechnung? China ist in diesem Punkt noch nicht so weit wie andere Länder. Viele Chinesen besitzen weder einen Personenwagen noch eine Wohnung oder eine Kreditkarte. Es fehlen wichtige Variablen, die in die Berechnung der Kreditwürdigkeit einfliessen. In den Statistiken von Chinas Notenbank schlummern die finanziellen Daten von 800 Millionen Chinesen. Allerdings haben nur 320 Millionen von ihnen schon einen Kredit aufgenommen.

Marktführer in dem Segment zur Bewertung der Kreditwürdigkeit ist bis jetzt Ant Financial*. Der zum E-Commerce-Giganten Alibaba mit seinen 400 Millionen Kunden gehörende Finanzdienstleister erstellt den Sesame Credit. Das Unternehmen greift auf Daten des konzerneigenen Bezahlsystems Alipay zurück, verwendet Informationen von Alibaba sowie Statistiken von Fahrradverleihern oder Restaurants, die auf Alipay setzen.

Darüber hinaus hat Ant Financial Zugriff auf das Archiv des Obersten Volksgerichtes und dessen schwarze Liste, auf der die Namen säumiger Schuldner zu finden sind…..Überwachungsstaat Datenkrake /Matthias Müller, Peking NZZ
Verband „Die Wirtschaftsauskunfteien e.V.

Ant Financial
*Ant Financial Services Group (Chinesisch: 蚂蚁 金 服), früher bekannt als Alipay, ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen Alibaba Gruppe. Betreibt Alipay, die weltweit größte mobile und Online-Zahlungsplattform sowie Yu’e Bao, der weltweit größte Geldmarktfond und das Sesame Credit Bonitätssystem.

Milliardengeschäfte mit manipulierten Medikamenten

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Selbst Medikamente aus Apotheken nicht immer sicher. Sie sind gefälscht und gefährlich: Gepanschte Medikamente landen sogar in Krankenhäusern und Apotheken. Darunter sind auch lebenswichtige Arzneimittel wie Antibiotika und Krebsmittel. Gefälschte Medikamente aus der Apotheke

Schon am 1. März 2016 warnt die italienische Arzneimittelbehörde die Aufsichtsämter in den anderen EU-Staaten vor dieser Mafia : Aus Krankenhausapotheken in Italien ist eine größere Menge Medikamente gestohlen worden. Darunter Präparate gegen Multiple Sklerose, Diabetes, Aids und Krebskrankheiten. Es besteht der Verdacht, dass die Ware manipuliert wird, zum Beispiel, indem die Wirkstoffe gegen unwirksame Substanzen ausgetauscht werden. Ein tödliches Risiko für Patienten.

Autorin: Sabina Wolf   

Draghis „Whatever it takes“

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„Whatever it takes“ Nebenwirkungen von Draghis ultimativem Euro-Versprechen sind immens. Drei Worte genügten, um die Finanzwelt auf den Kopf zu stellen. Die EZB werde im Rahmen ihres Mandats „alles Notwendige tun“, um den Euro zu retten, versprach der Präsident der Europäischen Zentralbank EZB, Mario Draghi, vor genau fünf Jahren.

Damals brachten Draghis Worte vom „whatever it takes“ inmitten der Eurokrise die ersehnte Wende. Nach dem Griechenland-Schock und den milliardenschweren Rettungspaketen für das Land – denen im Anschluss gleich noch weitere Nothilfen für Irland und Portugal folgten –, nach unzähligen Krisengipfeln und inmitten schwerer Börsenturbulenzen drohten die Investoren zu jenem Zeitpunkt, weiteren Euro-Ländern das Vertrauen zu entziehen.

Aktienkurse und der Euro stürzten ab. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen, insbesondere in Italien und Spanien, schossen in die Höhe. Für zehnjährige spanische Titel etwa verlangten die Investoren zeitweise eine Risikoprämie von 7,6 Prozent. Italien stand mit Renditen von 6,6 Prozent nur wenig besser da.
Eine indirekte Garantie für sämtliche Staatsschulden

Die Lage war derart angespannt, dass damals sogar über das Ausscheiden einzelner Länder aus der Währungsunion spekuliert wurde. Der Anfang vom Ende der Währungsunion. Bis Draghi seine berühmt gewordene Rede im Londoner Lancaster House hielt, zum Teil frei improvisiert und unabgestimmt mit seinen Ratskollegen.

Damals brachten Draghis Worte vom „whatever it takes“ inmitten der Eurokrise die ersehnte Wende. Nach dem Griechenland-Schock und den milliardenschweren Rettungspaketen für das Land – denen im Anschluss gleich noch weitere Nothilfen für Irland und Portugal folgten –, nach unzähligen Krisengipfeln und inmitten schwerer Börsenturbulenzen drohten die Investoren zu jenem Zeitpunkt, weiteren Euro-Ländern das Vertrauen zu entziehen.

Aktienkurse und der Euro stürzten ab. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen, insbesondere in Italien und Spanien, schossen in die Höhe. Für zehnjährige spanische Titel etwa verlangten die Investoren zeitweise eine Risikoprämie von 7,6 Prozent. Italien stand mit Renditen von 6,6 Prozent nur wenig besser da. Eine indirekte Garantie für sämtliche Staatsschulden…Draghis Euro Versprechen
Warten auf einen heissen Herbst

Klaus Stuttmann Karikatur

Terror-Geld durch Zigarettenschmuggel und Produktpiraterie

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Wie Attentäter mit Wirtschaftskriminalität an Geld kommen.

Die Produktion und der Handel mit Nachahmerprodukten kostet jährlich 800.000 Arbeitsplätze in der Europäischen Union, schlägt der europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss Alarm. Darüber hinaus entgehen der Union durch die Produktpiraterie jährlich 14,3 Millionen Euro an Steuereinnahmen.

Zwar beruhen die Daten über illegale Aktivitäten überwiegend auf Schätzungen und Näherungswerten, aber die Zahlen sind ohne jeden Zweifel alarmierend: Der geschätzte Wert der weltweit gehandelten gefälschten Produkte liegt zwischen 600 Milliarden Euro (laut Vereinten Nationen) und knapp 1 Billion Euro (laut anderer internationaler Statistiken). Die OECD geht davon aus, dass Produktfälschung und -piraterie bis zu fünf Prozent der Warenimporte in die Europäische Union mit einem Gegenwert von 85 Milliarden Euro ausmacht…. Produktpiraterie

Terroristen finanzieren sich und ihre Anschläge häufig über Produktpiraterie und Zigarettenschmuggel. In Deutschland gibt es nach Plusminus Recherchen einen aktuellen Fall von Wirtschaftskriminalität, der einen Bezug zum IS aufweist… Plusminus
(Bericht: Sabina Wolf / Wolfgang Kerler)

Startup Börsengänge werden seltener

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Wir erleben gerade einen tiefen Fall hochgejubelter Startups. Investoren haben sich kürzlich die Finger verbrannt mit Engagements in Startups, seitdem sind deren Börsengänge seltener geworden. Eine realistischere Bewertung tut not.

Nicht nur Snap, eines der Flaggschiffe bei den Börsengangen von diesem Jahr, sondern auch zahlreiche andere IPO* mussten in den letzten Wochen herbe Verluste hinnehmen. Blue Apron zum Beispiel, ein Lebensmittel-Lieferdienst, musste seit dem Börsengang Ende Juni eine Korrektur von rund 25% hinnehmen. Und das, nachdem das IPO selber schon tiefer lanciert wurde als ursprünglich geplant. Ebenfalls schiefgegangen ist das IPO von Presidio IT Solutions, einem Informatikunternehmen, sowie Altice USA, einem Kabelbetreiber. Etwas weniger peinlich ist die Performance von Cloudera gewesen, einem Softwareanbieter, dessen Aktienperformance seit dem IPO flach verlaufen ist. Wie kann es sein, dass gleich mehrere IPO in kürzester Zeit misslingen, während der Gesamtmarkt stabil ist?

Spannend wird auch dei Entscheidung von Dropbox, ein Softwareunternehmen aus San Francisco, dessen Marktkapitalisierung laut Branchenschätzungen über 10 Mrd. $ erreichen könnte. Dropbox-Gründer Drew Houston hat sich mit den Jahren zu einem Silicon-Valley-Star entwickelt, und das IPO wird daher mit Spannung erwartet.

*IPOs: von einem initial public offering (IPO), bzw. dem going public, oder einer Neuemission wird gesprochen, wenn Unternehmen erstmals ihre Aktien an der Börse platzieren. Dabei bildet sich die erste Preisspanne dieser Aktien vor dem eigentlichen IPO in der sog. Bookbuilding-Phase. Nach Abschluss des Bookbuildings erfolgt die Notiz an der Börse (erster Handelstag).

IWF sieht stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft

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Im seinem neuen Länderbericht vom Mittwoch rechnet der Internationale Währungsfonds IWF nun mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr von 6,7 Prozent. Die bisherige Schätzung lag bei 6,6 Prozent. Für das kommende Jahr ging der IWF zuletzt von 6,2 Prozent aus. Er warnte allerdings: „Der Reformprozess muss beschleunigt werden, um mittelfristige Stabilität zu sichern und dem Risiko zu begegnen, dass die laufende wirtschaftspolitische Umorientierung zu scharfen Anpassungen führen könnte.“ Die Wirtschaft soll künftig stärker vom Konsum als von den Exporten getragen werden.

IWF sagt stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft voraus Die Rohstoffpreise steigen wieder, die Konjunktur zieht vor allem in den USA an, prognostiziert der IWF. Doch die weltpolitische Lage bereitet den Analysten einige Sorge.

Für China hat der Internationale Währungsfonds hat seine Wachstumsprognose aufgestockt, das Land aber zu weiteren Reformen aufgerufen.

Für die Eurozone erwartete der IWF ein gleichbleibendes Wachstum von 1,7 Prozent. In den USA sollte die Wirtschaftsleistung um 2,3 Prozent zunehmen, nach 1,6 Prozent im Vorjahr. Japan prophezeiten die Experten 1,2 Prozent Wachstum, nach 1,0 Prozent im Vorjahr und China 6,6 Prozent, nach 6,7 Prozent 2016. der IWF empfiehlt kräftig in Infrastruktur zu investieren.

Der Internationale Währungsfonds ist optimistisch, was die Konjunktur im osteuropäischen Raum angeht. In der Region Zentral-, Ost- und Südosteuropa werde die Wirtschaftsleistung dieses Jahr mit 2,2 Prozent deutlich stärker zulegen als noch 2016 (1,5 Prozent). Nach einem Rückgang von 0,2 Prozent im vergangenen Jahr werde Russlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) nun wieder 1,4 Prozent zulegen.

Für die baltischen Staaten wird prognostiziert

eine Wachstumsbeschleunigung von 2,0 auf 2,8 Prozent im laufenden Jahr und für Zentral- und Osteuropa von 2,7 auf 3,2 Prozent. Stärkste Region bleiben die EU-Staaten Südosteuropas, deren BIP dieses Jahr laut IWF um 3,7 Prozent wachsen soll.

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
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Das digitale Erbe

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Seit Jesus am Kreuz gestorben und auferstanden ist, streben Christen nach dem ewigen Leben. Heute bekommen sie es auch ohne Beten und Fasten – im Internet.

Wie gibt man Einsen und Nullen weiter – das digitale Erbe. Wer erbt im Fall der Fälle mein Linkedin-Netzwerk, mein Facebook-Account und meine Bitcoins? Es gibt verschiedene konventionelle und digitale Lösungen.

Zum Rechtlichen: je nach Land wird die Erbschaft als Ganzes auf die Erben übertragen. Digital Daten fallen zusammen mit allen anderen vererblichen Vermögenswerten in die Erbmasse. Deshalb gelten für Daten bei einer letztwilligen Verfügung die gleichen strengen Vorschriften. Das bedeutet aber auch, dass die Erben die online bestellten Kleider bezahlen, eine Reise stornieren oder die Gebühr eines Online-Abos zahlen müssen.

Gemäss Artikel 31 des Schweizer Zivilgesetzbuches «beginnt die Persönlichkeit mit dem Leben nach der vollendeten Geburt und endet mit dem Tode». Wenn aber die Persönlichkeit im Tod untergeht, gibt es danach auch keinen Persönlichkeitsschutz mehr für personenbezogene Daten im Internet.

«Digitaler» Willensvollstrecker

Angesichts der Rechtslage ist es ratsam, dass man einen Willensvollstrecker einsetzt, der sich nach dem Tod um den digitalen Nachlass kümmert. Dafür muss der Erblasser einen Nachtrag zu einem bestehenden Testament verfassen, ebenfalls von Hand geschrieben, mit Datum und Unterschrift. Es ist aber auch möglich, eine Person nur für den digitalen Nachlass einzusetzen. Dazu schlägt etwas das Magazin «Beobachter» folgende Formulierung vor: «Ich setze (Vorname, Name und Geburtsdatum) als Willensvollstrecker ein. Zu seinen Aufgaben gehört es, meine E-Mails zu sichten und alle sich daraus ergebenden nötigen Schritte vorzunehmen. Er darf keine E-Mails oder deren Inhalt an andere Personen weitergeben, und das Konto ist danach zu löschen. Meine Zugangsdaten befinden sich in einem verschlossenen Kuvert im Safe.»

Die Zusätze sind wichtig, da kaum ein Verstorbener will, dass sein gesamter E-Mail-Verkehr allen Erben zugänglich wird. Mittlerweile dürften die meisten Anwender über eine Vielzahl von Passwörtern verfügen. Sicherer als ein Couvert sind da digitale Aufbewahrungsdienste wie etwa passwordbox.com und securesafe.com.

Stellt sich heraus, dass ein Paypal-Konto bestand, können sich die Erben gegen Vorlage des Erbscheins das Guthaben überweisen lassen. Das führt aber zu einigem «Papierkram». Problemlos sind dagegen Bitcoins. Wer im Besitz des ellenlangen Codes ist, kann die virtuelle Währung verwenden. Schwieriger ist dabei, herauszufinden, ob und wo überhaupt virtuelle Währungen im Besitz des Verstorbenen waren. Ein Zettel mit der Zahlenfolge «5HpHagT65TZzG1PH3CSu63k8DbpvD8s5ip4nEB3kEsreAnchuDf» könnte der einzige Hinweis darauf sein.

Inzwischen gibt es Webseiten und Apps die kostenpflichtig den digitalen Nachlass regeln können. Beispiel: DeinAdieu.ch 

Draghis Bremsversuch

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Draghis Bremsversuche stoppen den Euro nicht. Der Euro ist gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren gestiegen. Dies dürfte mit der Russland-Affäre um das Wahlkampfteam von Donald Trump zu tun haben.

Der Dax knickt ein. Die EZB lässt die Zinsen zwar auf Rekordtief. Doch Anleger kaufen EZB-Chef Mario Draghi seine Story nicht ab, der Euro setzt seinen Höhenflug fort. Zudem geraten die Autotitel VW, Daimler und BMW stark unter Druck.

Am Devisenmarkt haben sich seit Jahresanfang die Zeichen der Zeit verändert. Die Dollar-Euphorie ist verflogen und andere Währungen erholen sich – allen voran der mexikanische Peso und der Euro.

Dank dem Trump Faktor ist der Euro nach der geldpolitischen Lagebeurteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung erreichte am Nachmittag den Stand von $ 1.1658, am Abend stand sie bei $ 1.1626. Auch gegenüber dem Franken legte der Euro zu. Am Morgen stand das Währungspaar Euro/Franken noch bei Fr. 1.0997, am Abend waren es Fr. 1.1064. Dabei hatte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag an einer Medienkonferenz keine Hinweise darauf gegeben, dass die Zentralbank ihre ultraexpansive Geldpolitik zurückfahren werde.

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen

Wenn die Blase platzt

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Die reichsten Frauen der Welt

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In den letzten Jahren sind mehr Frauen als Männer in den Rang eines Milliardärs aufgestiegen. Von den 2.043 Milliardären des „Forbes“-Rankings sind 227 weiblich.

Die derzeit reichste Frau der Welt ist die Französin Liliane Bettencourt. Sie besitzt gemeinsam mit ihren Kindern 33 Prozent des Make-up-Giganten L’Oréal. Ihr Vater Eugene Schueller gründete den Kosmetikkonzern im Jahr 1907.Die Anteile Bettencourt sind heute ganze 44,4 Milliarden US-Dollar (ca. 38,4 Euro Milliarden Euro) wert.

Alice Walton ist die einzige Tochter von Wal-Mart-Gründer Sam Walton, der den US-Einzelhandelskonzern 1962 ins Leben rief. Die 67-Jährige ist allerdings – im Gegensatz zu ihren beiden Brüdern Jim und Rob – mehr in der Kunstszene zuhause als im Familienbetrieb. Unter anderem ist sie Vorstandsmitglied im Amon Carter Museum. Ihre persönliche Kunstsammlung soll mehrere hundert Millionen Dollar wert sein. Insgesamt kann Alice Walton 37 Milliarden US-Dollar (ca. 31,9 Milliarden Euro) ihr Eigen nennen.

Die Italienerin Maria Franca Fissolo ist die Witwe von Michele Ferrero, dem Eigentümer des Süßwarenherstellers Ferrero – Stichwort Nutella und Kinderschokolade. Das Familienunternehmen wird derzeit von ihrem Sohn Giovanni weitergeführt, der CEO des Unternehmens ist. Das Vermögen der 82-Jährigen beläuft sich auf 28,5 Milliarden US-Dollar (ca. 22,7 Milliarden Euro).

Jacqueline Mars gehört ein Drittel von „Mars Incorporated“, einem der weltgrößten Süßwarenhersteller. Sie ist die Enkelin des Firmengründers und hat die Anteile geerbt. Mars ist bekannt für ihre sozialen Engagements. 2017 kaufte sie den Tierklinikbetreiber VCA Inc. (Veterinary Centres of America) für 7,7 Milliarden US-Dollar – exklusive Schulden. Dem Vermögen der 77-Jährigen hat das keinen wirklichen Abbruch getan. Sie besitzt immer noch 26,3 Milliarden US-Dollar (ca. 22,7 Milliarden Euro).

Die deutsche Unternehmerin Susanne Klatten wird als die reichste Frau Deutschlands gehandelt. Von ihrem Vater, dem Industriellen Herbert Quandt, und ihrer Mutter Johanna Quandt hat die 55-Jährige die Anteile am bayerischen Autohersteller BMW geerbt. Zusammen mit ihrem Bruder hält sie laut „Forbes“ fast 50 Prozent an BMW. Ihr Vermögen wird auf 22,5 Milliarden US-Dollar (ca. 19,4 Milliarden Euro) geschätzt.

Laurene Powell Jobs, die Witwe von Steve Jobs, gründete 2002 die Organisation „Emerson Collective“. Diese unterstützt Schulen und vergibt Stipendien an finanziell Benachteiligte. Von Apple soll sie nur geschätzte 0,7 Prozent halten. Wesentlich profitabler sind da schon ihre Anteile an der Walt Disney Company. Insgesamt ist die 53-Jährige 20 Milliarden US-Dollar (ca. 17,3 Milliarden Euro) schwer.

Abigail Johnsons Großvater Edward Johnson II hat 1946 die heute riesige US-Investmentfirma „Fidelity Investments“ gegründet. Seine Enkelin hat bereits während ihrer College-Zeit im Familienunternehmen gearbeitet, bevor sie als Analystin Vollzeit ins Geschäft eingestiegen ist – mit einem Abschluss in Harvard. Seit 2014 ist sie CEO der Firma, seit 2016 Vorsitzende. Das Vermögen der 55-Jährigen beläuft sich auf 15,7 Milliarden US-Dollar (ca. 13,6 Milliarden Euro).

Es gibt zwar einige Frauen weltweit, die auf einem größerem Vermögen sitzen als Zhou Qunfei, die meisten davon sind jedoch durch ein Erbe zu Geld gekommen – so wie der Großteil der Milliardärinnen.Die Dame hat es allerdings ebenso wie die chinesische Unternehmerin teilweise auf eigene Faust geschafft: Gina Rinehart ist mit einem aktuellen Vermögen von 14,7 Milliarden US-Dollar (ca. 12,7 Milliarden Euro) die zehntreichste Frau der Welt. Die 63-jährige australische Bergbau-Magnatin – ihr Vater entdeckte gigantische Eisenerzvorkommen in Westaustralien – hat die Geschäfte ihres verstorbenen Vaters noch ausgebaut und es so zur Milliardärin gebracht.

Offizielle Fotos existieren von Yang Huiyan nur wenige. Die 35-jährige chinesische Geschäftsfrau hält 55 Prozent des von ihrem Vater gegründeten Immobilienunternehmens Country Garden. Ihr Vermögen beläuft sich laut „Forbes“ auf rund 4,8 Milliarden US-Dollar (ca. 12,8 Milliarden Euro).

Unter den reichsten Frauen der Welt ist auch die Chinesin Zhou Qunfei, sie ist aktuell 9,2 Milliarden US-Dollar (ca. 7,9 Milliarden Euro) schwer. Die 47-Jährige gründete die Firma „Lens Technology“, die Handy-Displays herstellt und hauptsächlich Apple und Samsung beliefert. Dabei hat Zhou Qunfei mit 16 die Schule verlassen und als einfache Fließbandarbeiterin bei einem Uhrenglashersteller angefangen. Heute ist sie die reichste Selfmade-Milliardärin der Welt (Platz 14 der Forbes-Liste).
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