UN-Arbeitsorganisation warnt vor Sozialabbau in Europa

Soziale Sicherheit gilt vielen Menschen als großes Versprechen. Doch verwirklicht ist sie nicht einmal für ein Drittel der Weltbevölkerung. Und in Europa – einst leuchtendes Vorbild – werden Sozialleistungen immer stärker gekürzt. China wird dagegen von der UN-Arbeitsorganisation ILO gelobt. Zumindest in einem Punkt.

Die Internationale Arbeitsorganisation ILO warnt eindringlich vor dem weiteren Abbau staatlicher Sozialleistungen in Ländern der Europäischen Union. „Zusammen mit anhaltender Arbeitslosigkeit, niedrigen Löhnen und hohen Steuern haben diese Maßnahmen zu mehr Armut und sozialer Ausgrenzung geführt“, kritisiert die UN-Sonderorganisation in ihrem am Dienstag veröffentlichten „Weltbericht zur sozialen Sicherung 2014/2015“. Darin beklagt die ILO auch, dass die Verwirklichung des grundlegenden Menschenrechts auf soziale Sicherheit für den größten Teil der Weltbevölkerung immer noch kaum mehr als ein Traum ist.
ILO World Social Protection Report-2014

www.emma.de/artikel/cartoon-american-dream-265940

Lahmende Wirtschaft in Kanada

Torontos Börse als Lichtblick

Kandas Wirtschaft wächst kaum. Die kanadische Wirtschaft kommt kaum vom Fleck. Im ersten Quartal ist das Wachstum bescheiden ausgefallen, und für das vorherige Vierteljahr musste es nach unten korrigiert werden.

Das Wachstum der kanadischen Wirtschaft ist im ersten Quartal bescheidener ausgefallen als erwartet und dürfte sich seither nur wenig beschleunigt haben. Auf Jahresbasis wuchs die Wirtschaft um 1,2% oder um rund 0,6 Prozentpunkte weniger, als man allgemein erwartet hatte. Der Winter ist wieder einmal schuld
Lahmende Wirtschaft in Kanada

Mike Cope copetoons.com

Mike Cope
copetoons.com

Frauen Berufsbilder im Finanzbereich / Die Unternehmensjuristin

Jobs in FINANCE: Hier kommt Nummer 9 der Serie.

Im Teil 1 hat Sabine Paulus uns den Contoller vorgestellt. Dannach folgte die Buchhalterin. Im Teil 3, und 5 ihrer Serie hat sie uns mit dem Treasurer, Cash Manager und Risikomanager bekannt gemacht. Im Teil 6,7 und 8 folgten die IR-Managerin , Compliance officer und der Interner Auditor.

Die Unternehmensjuristin

Vorstände stecken schnell mit einem Fuß in der Haftungsfalle. Das zu verhindern, ist der Job von Unternehmensjuristen. Welche Aufgaben die internen Rechtsberater von Vorstand und Aufsichtsrat sonst noch haben und wie viel als Unternehmensjurist zu verdienen ist.

Was Unternehmensjuristen verdienen können:

Junior Unternehmensjurist: 40.000 bis 80.000 Euro
Unternehmensjurist: 80.000 bis 110.000 Euro
Leiter Recht: 90.000 bis 200.000 Euro

Dies ist etwas weniger, als Berufseinsteiger in international tätigen Großkanzleien verdienen. Dort ist ein Einstiegsgehalt von 100.000 Euro (Grundvergütung und Bonus) durchaus keine Seltenheit. Dieser Gehaltsunterschied gleicht sich aber dem aktuellen 2014er Otto Henning Vergütungsbenchmark zufolge im Laufe der Zeit aus, da die Konzerne mit steigender Hierarchieebene mit zum Teil umfangreichen variablen Bestandteilen wie Aktienpakete, betriebliche Altersvorsorge und Firmenwagen überzeugen können.

Auf der Ebene des mittleren Managements stehen die Syndikusanwälte finanziell sogar besser dar als ihre Kollegen aus Kanzleien, da die jährlichen Nebenleistungen nicht selten einen bruttoäquivalenten Wert von 40.000 bis 50.000 Euro übersteigen. Dax-Konzerne fangen bei etwa 70.000 Euro Gesamtvergütung an.  Der Median von allen Einsteigerpositionen liege etwa bei 62.000 Euro. Ein Leiter Recht könne sicherlich mit einem Gehalt im dreistelligen Bereich rechnen.
Der Unternehmensjurist
Die Unternehmensjuristin

Nettovermögen Mann – Frau?

Vermögen zwischen Männern und Frauen ungleich verteilt.  Eine Studie zeigt: Weibliche Single-Haushalte besitzen um etwa 40 Prozent weniger Nettovermögen als männliche Single-Haushalte.

Frauen verdienen nicht nur weniger als Männer, sie besitzen auch weniger Vermögen. Das zeigt eine am Dienstag von Arbeiterkammer Wien und Wirtschaftsuniversität Wien präsentierte Studie über Singlehaushalte. Die AK sieht dadurch ihre Forderung nach der Wiedereinführung von Erbschaftssteuern ab einer gewissen Grenze sowie nach vermögensbezogenen Steuern bestätigt.

Aufgrund der derzeitigen Datenlage konnten nur die Singlehaushalte verglichen werden. Die Studienautorinnen gehen davon aus, dass die tatsächlichen Unterschiede bei der Vermögensverteilung noch größer sind. Als Nettovermögen definieren sie Sachvermögen und Finanzvermögen ohne Verschuldung.
Vermögen zwischen Männern und Frauen ungleich verteilt

Dieter Huthmacher / Text w.t.w.org

Dieter Huthmacher / Text w.t.w.org

Erst Musterschüler, dann Topverdiener

Streber im Vorteil

Am Ende gewinnen die Streber eben doch – zumindest finanziell. Einer neuen Studie zufolge gilt: Wer als Schüler gute Noten hat, verdient im Berufsleben mehr Geld. Mit jedem Notenpunkt steigt aber nicht nur das Gehalt.

In der Schule mag den Streber niemand, später wird er zumindest finanziell entschädigt: Ein Notenpunkt – auf der amerikanischen Skala von 1 bis 4 – bei der High-School-Abschlussnote bedeutet später durchschnittlich zehn Prozent mehr Gehalt. Männer bekommen pro Notenpunkt durchschnittlich 12 Prozent, Frauen sogar 14 Prozent mehr Gehalt.

Das geht aus einer Studie des Soziologen Michael French hervor. „Jeder weiß, dass die Leistung in der Schulzeit wichtig ist, um auf ein gutes College zu kommen“, so French. „Diese Studie zeigt zum ersten Mal die Verbindung zwischen den Schulnoten und dem Berufsleben viele Jahre später.“ Für seine Untersuchung analysierte er die Schulnoten von knapp 4700 Männern und 5500 Frauen. Außerdem verglich er ihre High-School-Noten von vor zehn Jahren. Dabei stieß er auf den Zusammenhang zwischen Schulnoten und Einkommen.
Früher Musterschüler, heute Topverdiener

Mele Brink www.melebrink.de

Mele Brink
www.melebrink.de

Rauf und runter immer bunter

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“Kursschwankungen
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

Wie Aktienmärkte – Finanzmärkte generell – in der ganz kurzen Frist funktionieren und warum dieser Funktionsmechanismus dazu führt, dass sich Aktienkurse nicht prognostizieren lassen, sind Themen zweier Videos – hier sehen Sie Teil 1.

Martin Missfeldt www.dynoxicon.de

Martin Missfeldt

In the long run

Zinsen wohin des Weges
Blutspuren an den Aktienmaerkten

Bubble am US Aktienmarkt
Geduld bringt Rosen

Cash is King – Wirklich?
Vermögen verdoppeln! wie-bitte?

Aktien klar doch !!
A
ktien? Nie und nimmer!!

News: Grundausbildung  in Finanzfragen

Wie geht es nach der Finanzkrise weiter?

Globale TrendsCarmen M. Reinhart
Carmen M. Reinhart: Wie es nach der Finanzkrise weitergeht
Simon Brunner berichtet: Carmen M. Reinhart erforscht seit Jahrzehnten Finanzkrisen und das Wesen des Menschen. Fazit der meistzitierten Ökonomin der Welt: Wir vergessen zu schnell und wiederholen unsere Fehler. Warum das so ist, erklärt Reinhart hier.

Miss Reinhart, zusammen mit dem Ökonomen Kenneth S. Rogoff schrieben Sie den Bestseller „Dieses Mal ist alles anders: Acht Jahrhunderte Finanzkrisen“. Sind wir Menschen wirklich dazu verdammt, immer wieder zu scheitern und von vorne zu beginnen?
Carmen M. Reinhart: Meine Antwort ist fatalistisch: Ja. Finanzkrisen gab es zu verschiedenen Zeitpunkten, an verschiedenen Orten, in verschiedenen Regierungssystemen und Kulturen. Die Umstände mögen ändern, die menschliche Natur tut es nicht.

Was ist unser grösster Makel?

Unsere Erinnerung verblasst: Nach einer Krise werden zwar meist Vorsichtsmassnahmen getroffen. Doch dann werden sie umgangen oder man denkt, sie seien nicht mehr nötig. Die Essenz des „Dieses Mal ist alles anders“-Syndroms liegt in der Annahme, Krisen beträfen nur andere. Oder sie beträfen nur die Vergangenheit und heute seien wir schlauer.

Zwischen den Finanzkrisen gibt es grosse Unterschiede!
Wie es nach der Finanzkrise weitergeht
Das Europäeische Paradox der Sparsamkeit

Financial Industry

Carmen M. Reinhart/ bei W-T-W Country USA
Nutze W-T-W Datenbank und „Search“ Carmen Reinhart auf unseren Englischen Seite

Vom Warnen und Zweifeln

Raghuram Rajan – der Star-Ökonom als Zentralbankchef
Vom Warnen und Zweifeln

Das Thesenpapier, das der in Indien geborene damalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IMF) 2005 an der Jackson-Hole-Konferenz der Zentralbanker vorlegte, fand alles andere als breiten Beifall. Denn Raghuram Rajan, der Ökonom, der sich schon in seiner Dissertation mit Banken beschäftigt hatte, beantwortete die im Titel aufgeworfene Frage, «Has financial development made the world riskier?», schon zwei Jahre vor Ausbruch der Finanzkrise mit Ja. Er warnte davor, dass sich die Interessen der Manager im Finanzsektor nicht mit denjenigen der Investoren deckten und die Anreize für Erstere sehr gross wären, um übermässige, letztlich nicht versicherbare Risiken einzugehen. Rajan wies bereits damals explizit auf die Gefahr vor nicht einlösbaren Credit Default Swaps und die Möglichkeit hin, dass der Interbankenmarkt bei Liquiditätsproblemen einiger grosser Banken einfrieren und das Ganze sich schnell zu einer veritablen Finanzkrise auswachsen könnte.
Menschen statt Maschinen
Seine damals von der Wall Street entrüstet in den Wind geschlagenen Warnungen sowie sein Gefühl für aufsehenerregende Fragestellungen – er ist Koautor des Buches «Saving Capitalism from the Capitalists» – haben Rajan zu einem Star-Ökonomen gemacht. Im letzten Herbst übernahm er das schwierige Amt des Gouverneurs der indischen Zentralbank. Prompt warnte er an der diesjährigen Frühlingstagung der Bretton-Woods-Institutionen vor den Gefahren der seit der Finanzkrise ultraexpansiven Geldpolitik und der Nullzinspolitik. Er forderte einen geordneten Ausstieg. Auch damit erntete Rajan wiederum viel Kritik; diesmal von Zentralbankern aus Europa und den USA.
Ist der Ökonom ein ewiger Warner? Im Gespräch am Rande des St.-Gallen-Symposiums wirkt er viel eher wie ein faszinierend differenzierender Wissenschafter, der gerne diskutiert und dem das Schwarz-Weiss-Malen fernliegt. «Wer aufhört zu zweifeln, ist kein Akademiker mehr», erklärt Rajan seine Herangehensweise an aktuelle Fragen. Volkswirtschaft ohne Bezug zur Politik hält Rajan für unbefriedigend, umso mehr empfindet er den Wechsel von der Universität in die Praxis als sinnstiftend.
Vom Warnen und Zweifeln
Zweifel

Risikokapitalfonds für Frauen

Chefsessel: Women’s Venture Capital Fond „Frauen bekommen nur Bankkredite“Monica Dodi

Monica Dodi ist die Chefin des weltweit einzigen Risikokapitalfonds für Frauen. Im Interview spricht sie über die Probleme für weibliche Start-ups, Investoren zu finden, das Ökosystem Silicon Valley und risikofreudige Frauen.

Monica Dodi hätte sich auch auf ihrem Geld ausruhen können, das sie mit ihren vier Start-ups verdient hat. Doch die Kalifornierin war von ihrer neuen Geschäftsidee so begeistert, dass sie sich vor einigen Jahren daran machte, auch Investoren davon zu überzeugen: ein Risikokapitalfonds für Frauen. Deren Start-ups werden in den USA bislang nämlich weitestgehend ignoriert, das große Geld geht an männliche Gründer. Seit 2011 gibt es nun den weltweit einzigen Wagniskapitalfonds für Frauen. Doch es handelt sich um kein feministisches Projekt. Monica Dodi glaubt, dass sich mit der Investition in Frauen sehr viel Geld verdienen lässt.
Frau Dodi, wenn ich Geld von Ihnen für mein kleines Start-up haben wollte, was müsste ich tun, um Sie zu überzeugen?
Chefsessel Womens Venture Capital Fond
Risikokapitalfonds fuer Frauen