Acht Männer haben mehr Vermögen als die Hälfte der Menschheit

Die weltweite soziale Ungleichheit ist weit dramatischer als bisher bekannt: Laut einer aktuellen Studie der Entwicklungsorganisation Oxfam, besitzen acht Männer mehr als die Hälfte der Menschheit.

Die soziale Ungleichheit ist laut Hilfswerk Oxfam deutlich größer als angenommen. Acht Menschen verfügten über so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. In Deutschland sehe es ähnlich aus.

Acht Milliardäre besitzen einer Studie zufolge mehr Vermögen als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Die weltweite soziale Ungleichheit sei weit dramatischer als bisher bekannt und nehme weiter zu, so Hilfswerk Oxfam. Die Organisation fordert eine stärkere Besteuerung von Konzernen und großen Vermögen.

Noch nie in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte war der Wohlstand weltweit so ungleich verteilt wie heute. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die Entwicklungsorganisation Oxfam vor dem Start des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt hat. Laut von Oxfam zusammengestellten Daten besitzen die acht reichsten Menschen der Welt – allesamt Männer.
Die Welt/Oxfam- Acht Männer haben mehr Vermögen als die Hälfte der Menschheit.

Soziale Ungleichheit krasser als bisher bekannt

Jedes Jahr analysiert Oxfam die Statistiken zur weltweiten Vermögensverteilung. Die neuesten Erhebungen haben wir zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos in unserem Bericht „An Economy for the 99 Percent“ veröffentlicht. Dabei konnten wir auf noch bessere Daten als in den vergangenen Jahren zugreifen. Das Ergebnis: Die acht reichsten Milliardäre – alles Männer – besaßen im Jahr 2016 mehr Vermögen als die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung:
Oxfam-Studie: Überzeichnet / Der Standard

PK überobligatorisch

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Der überobligatorische Teil bei einer Pensionskasse. Was bedeutet das konkret?

Die meisten Pensionskassen erbringen neben den vom Gesetzgeber definierten obligatorischen, auch überobligatorische Leistungen. Wir diskutieren einige dieser Leistungselemente.

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann

Silvan Wegmann
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Wo sind die Frauen in Führungsgremien?

Auf 100 Männer kommen nur 7,14 Frauen

45 Frauen zu 630 Männer – so das Geschlechterverhältnis in den Geschäftsleitungen börsenkotierter deutscher Unternehmen. In der Schweiz ist das Verhältnis der Geschlechter noch unausgeglichener.

Die Führungsgremien der grössten börsenkotierten Unternehmen in Deutschland sind trotz politischem Druck häufig reine Männerdomänen. Der Frauenanteil auf Stufe Geschäftsleitung wächst nur langsam, wie eine am Montag veröffentlichte Auswertung der Beratungsfirma Ernst & Young EY zeigt. Demnach arbeiten zum 1. Januar 2017 in den 160 börsenkotierten Unternehmen nur 45 Geschäftsleiterinnen. Das seien sechs mehr als ein Jahr zuvor. In rund 76% der deutschen Geschäftsleitungen sitzen ausschliesslich Männer.

Den 45 Frauen stehen laut der Analyse 630 männliche Geschäftsleiter gegenüber. Das ergebe einen Frauenanteil von 6,7%. Anfang 2016 waren es 5,9%, ein Jahr zuvor 5,2%. Wenn die Zahl der Frauen in den Geschäftsleitungen weiter so langsam steige wie im letzten Jahr, werde es bis 2047 dauern, bis ein Drittel der Posten mit Frauen besetzt sei, rechnet EY vor.

Höherer Frauenanteil in Verwaltungsräten

Deutlich höher ist der Frauenanteil in den deutschen Verwaltungsräten. Bei den 30 DAX-Konzernen überschritt er nach früheren Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW insgesamt bereits die 30%-Marke. Die Bundesregierung hatte im Mai 2015 mit dem Gesetz für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen den Druck auf Wirtschaft und Verwaltung erhöht. Seit dem 1. Januar 2016 verpflichtet es 101 börsenkotierte Unternehmen bei Neubesetzungen im Verwaltungsrat sicherzustellen, dass mindestens 30% der Posten von Frauen besetzt werden./dpa
EY/Mixed Leadership BarometerFrauen in Deutschen Vorstanden Dax Konzerne

Wer wenig verdient, kann nicht sparen

In Deutschland sind Vermögen so ungleich verteilt wie in kaum einem Land der Eurozone. Der Sozialstaat kann das nicht auffangen. Es braucht endlich gerechte Politik.

Marcel Fratzscher berichtet: Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte keine frohe Weihnachtsbotschaft: Laut ihrer neuesten Erhebung hat Deutschland mit die höchste Ungleichheit bei privaten Vermögen in der Eurozone. Dabei ist das Problem nicht, dass in kaum einem Land die reichsten zehn Prozent so viel haben wie in Deutschland. Die wirklich schockierende Botschaft ist, dass 40 Prozent der Deutschen praktisch gar kein Erspartes haben. Sie haben kaum etwas, auf das sie sich im Alter verlassen, womit sie sich gegen Krankheit absichern oder in die Bildung ihrer Kinder investieren können.
Die enorme Ungleichheit der privaten Vermögen trägt bereits heute zu sozialen Konflikten bei, die sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen werden. /Die Zeit
Eurosystem Household Finance and Consumption Survey

PK Das Obligatorium

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Die meisten Pensionskassen kennen obligatorische und überobligatorische Leistungen. Heute besprechen wir die wichtigsten Elemente des vom Gesetzgeber definierten obligatorischen Teils BVG.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen

Harm Bengen
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Weitere Lernvideos Finanzkompetenz

Deutsche Bank zahlt Millionen wegen Steuerstreit mit USA

Das teilte der New Yorker Bundesanwalt Preet Bharara mit. Die US-Behörden hatten dem Frankfurter Geldhaus vorgeworfen, im Jahr 2000 über ein Geflecht aus Luftbuchungen und Scheinfirmen im großen Stil Steuern hinterzogen zu haben. Die US-Regierung hatte die Deutsche Bank ursprünglich auf Zahlung von mehr als 190 Millionen Dollar verklagt.

Beide Seiten einigten sich jetzt auf einen Vergleich. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor. Die US-Behörden hatten dem Frankfurter Geldhaus vorgeworfen, im Jahr 2000 über ein Geflecht aus Luftbuchungen und Scheinfirmen im großen Stil Steuern hinterzogen zu haben. Die US-Regierung hatte die Deutsche Bank ursprünglich auf Zahlung von mehr als 190 Millionen Dollar verklagt.
Justice.gov/
US-v-Deutsche Bank Settlement

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

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Aktiv oder passiv?

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Hier geht es weniger um die Standardfrage, ob aktive Manager einen Index schlagen oder nicht, sondern eher darum, ob die aktiven Manager besser abschneiden als die passiven Manager. Den eigentlichen Index kann man ja eh nicht kaufen. Und auch passive Manager erreichen ihre Benchmark im Zweifelsfall nicht.
Aktiv-PassivWeitere Lernvideos Finanzkompetenz

Südafrika im Sumpf der Korruption

Präsident Zuma wird der Korruption beschuldigt, in der regierenden Partei ANC ­rumort es, die politischen Risiken lasten auf Wirtschaft und Währung. Zuma entwickelt sich zum Alptraum aber Südafrikas Präsident hält sich trotz unzähliger Skandale noch im Amt und bringt ANC in Misskredit.

Auch durch ein engmaschiges Netz der Korruption steckt Südafrika in einer Wirtschaftskrise. Zugleich verspielt die Regierung unter Präsident Zuma, der mit unzähligen Korruptionsvorwürfen konfrontiert ist, das Vertrauen internationaler Investoren.

Mit Nelson Mandela dem Freiheitskämpfer, der vor 22 Jahren zum ersten schwarzen Staatspräsidenten gewählt wurde, stieg das zuvor geschmähte Südafrika zum Liebling internationaler Investoren auf. Die Wirtschaft wuchs bis zur Weltfinanzkrise 2008 kräftig, ein kaum zu bremsender Optimismus machte sich breit, gekrönt durch die Ausrichtung der Fussball-WM 2010.

Jetzt ist die Arbeitslosigkeit auf 27% gestiegen. Die Wirtschaft stagniert. Die Prognosen für das kommende Jahr sehen wenig besser aus. Aus Sorge, die Wirtschaft noch mehr zu bremsen, sah die Zentralbank vor einem Monat abermals von einer Zinserhöhung ab, obwohl die Inflation auf 6,4% gestiegen ist.

Rating-Agenturen zeigen sich schon lange über die Lage alarmiert, mehrfach drohten sie eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit auf Ramschniveau an. Aber immer wieder konnte Südafrika einen solchen Schritt mit dem Versprechen, Reformen einzuleiten, gerade noch abwenden.

Thuli MadonselaKurz vor ihrem Ausscheiden aus dem Amt hat die hoch angesehene Ombudsfrau und Vorkämpferin gegen die Korruption, Thuli Madonsela, einen detaillierten Bericht vorgelegt und eine Untersuchungskommission gefordert. Wenig überraschend zieht Zuma derzeit alle juristischen Register, um sich dagegen zu wehren. Auf die zahllosen Vorwürfe folgen mittlerweile routinemässig juristische Schlagabtausche, Dementi und Ausflüchte. Berühmt wurde der aus Steuermitteln finanzierte Swimmingpool in Zumas Privatresidenz, den eifrige Beamte flugs als Löschbecken für die Feuerwehr deklarierten.

Wer mit wem unter einer Decke steckt, was glaubhaft oder Fiktion ist, wem noch zu trauen ist, weiss kaum jemand zu sagen. Auch lässt sich nicht abschätzen, wie viel Geld durch dunkle Kanäle wandert, sich in Verstecken unter der Erde oder auf geheimen Bankkonten der Führungseliten befindet. Politik und Wirtschaft sind paralysiert. Diskussionen über Wege aus der Wirtschaftskrise finden kaum noch statt. Jede Entscheidung eines umstrittenen Kabinettsmitglieds schürt sofort den Verdacht, aus privatem Interesse getroffen worden zu sein. Auch wichtige Gesetzentwürfe treten nicht in Kraft. So weigert sich Zuma, einen vom Parlament im Mai verabschiedeten Entwurf zur Bekämpfung von Korruption und Geldwäsche nach internationalen Standards zu unterzeichnen.

Immerhin gibt es noch immer eine relativ freie Presse und unabhängige Gerichte, die über die vielen Vorwürfe entscheiden müssen. Die Wirtschaft verlässt sich weiterhin auf den allseits geschätzten Finanzminister Pravin Gordhan. Er hält sich wacker im Amt, trotz mehreren Versuchen, ihn aus fadenscheinigen Gründen gerichtlich zu verfolgen. Derweil wächst der Druck auf Zuma auch aus den eigenen Reihen. Einstige Verbündete wie der Gewerkschaftsbund Cosatu wenden sich ab. In der ANC-Führung deuten sich immer wieder Revolten gegen ihn an.

Das politische Risiko habe zugenommen und werde bis zum ANC-Parteitag Ende 2017 hoch bleiben, resümiert die Rating-Agentur Fitch. Auf dem Parteitag wird eine neue Parteiführung gewählt und faktisch der nächste Präsident bestimmt. Das ist der Termin, auf den nicht nur die Wirtschaft in Südafrika die grössten Hoffnungen setzt.
State of Capture
Thuli Madonsela: Ehrung für die „Unbequeme“
Grossvater der Korruption

public-protectors-state-capture-reportFrauen und Kinder leiden unter Korruption