Mehr Frauen denn je erwarten Auslands-Entsendung im Job

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC  3.937 Berufstätige – davon 2.285 Frauen – aus 40 Ländern zu ihren Erfahrungen mit beruflichen Auslandsaufenthalten und diesbezüglichen Erwartungen befragt (Deutschland: gesamt 243, davon 135 Frauen). Gleichzeitig befragte PwC 134 Führungskräfte, die für Auslandsaufenthalte und die weltweite Mobilität der Mitarbeiter verantwortlich sind.

Mehr Frauen denn je erwarten Auslands-Entsendung im Job
PwC-Umfrage offenbart jedoch Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit im Unternehmen

– 64% (Deutschland 61%) der Frauen finden Arbeitgeber attraktiver, die Möglichkeiten zu Entsendungen ins Ausland bieten

– Jedoch sagen viele der befragten Frauen, dass ihr aktueller Arbeitgeber ihnen nicht dieselben Chancen zu Entsendungen bietet wie ihren männlichen Kollegen.

– Die Annahme, dass Mütter generell nicht im Ausland arbeiten
wollen, wird in Frage gestellt.

– Arbeitgeber nutzen internationale Einsätze als Talentschmiede für zukünftige Führungskräfte – jedoch versuchen nur 22% der Unternehmen aktiv, den Frauenanteil bei Auslandseinsätzen zu erhöhen.
Mehr Frauen denn je erwarten Auslands-Entsendung im Job

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
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Versorger und Großbanken unter den Kapitalvernichtern 2015

Fünf Konzerne aus dem Spitzensegment Dax gehörten 2015 nach einer Auswertung der DSW-Anlegerschützer zu den größten Kapitalvernichtern an den Börsen.
In der am Mittwoch vorgestellten Negativliste von 50 deutschen Aktiengesellschaften mit besonders hohen Kursverlusten finden sich neben den Kreditinstituten Deutsche Bank und Commerzbank noch die Energieversorger RWE und Eon sowie der Rohstoffkonzern K+S aus Kassel. Für die Anleger seien auch Investitionen in große Gesellschaften mit vermeintlich erprobten Geschäftsmodellen nicht mehr zwingend sicher, erläuterte der Hauptgeschäftsführer der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Marc Tüngler, in Frankfurt….
Versorger und Großbanken unter den groeßten Kapitalvernichtern 2015

dpa

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Geldpolitik macht Reiche noch reicher

Steigende Ungleichheit durch risikoscheues Anlageverhalten

Kleinanleger besitzen im Vergleich mit Wohlhabenden kaum Immobilien und investieren kaum in Aktien. Doch gerade diese Anlagen profitieren von der Geldpolitik. Das dürfte die Ungleichheit verstärken.

Michael Rasch berichtet: Laut Bundesbank besassen 2014 gerade einmal 10% der Haushalte direkt Aktien. Die herrschende Geldpolitik sorgt nicht nur über Nullzinsen und negative Realzinsen für eine heimliche Enteignung von Sparern und Rentnern, sondern bewirkt auch eine Umverteilung des Vermögens in der Gesellschaft. Dies lässt sich jedenfalls aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der Deutschen Bundesbank herauslesen, in dem sie das Vermögen privater Haushalte in Deutschland analysiert hat. Danach konzentrierte sich der Immobilienbesitz im Jahr 2014 vor allem bei den Vermögenden. Von den 20% der Haushalte mit dem höchsten Vermögen besitzen über 90% eine selbstgenutzte Immobilie. Der Anstieg der Immobilienpreise kommt also primär den Wohlhabenden zugute. Ähnlich verhält es sich beim Aktienbesitz, der in Deutschland nach wie vor gering ist….
Geldpolitik macht Reiche noch reicher
Aktienportfolio

Whistleblower oder Krimineller?

Skandal um Malaysias Staatsfonds. Den vermutlich grössten Korruptionsskandal in Südostasien Xavier Andre Justohat ein Schweizer ins Rollen gebracht, der in Bangkok in Haft ist. Er hofft auf die Gnade des Königs und darauf, dass man andere Gauner fasst.

Für einen Häftling, der wegen eines Erpressungsversuchs noch zweieinhalb Jahre im Bangkoker Remand Prison verbüssen muss, ist Xavier Andre Justo guten Mutes und sieht gepflegt und recht zuversichtlich aus. Hinter der Glaswand im Besucherraum sitzt ein Mann, der täglich Fitness betreibt, viel liest und schreibt, seine Familie vor Augen hat und auf ein erlösendes Wort aus dem Königspalast hofft: Das entsprechende Begnadigungsgesuch ist von seinem thailändischen Anwalt eingereicht worden. Ferner besteht eine gewisse Hoffnung, dass aus Anlass des Geburtstags der thailändischen Königin im August der Name des Schweizers auf einer Amnestieliste stehen wird. Belastendes Material kopiert…..

Das Urteil dürfte jenen Kreisen passen, die ein Interesse daran haben, Justo zu diskreditieren und für längere Zeit aus dem Verkehr zu ziehen. Und es passt selbstredend zur Strategie, Justo als reinen Kriminellen zu brandmarken und ihm damit jeden Anstrich eines Whistleblowers zu nehmen. Mehr noch: Unter dem Schock des Urteils liess sich Justo zu einer am 25. September beim Singapurer High Court eingegangenen Klage gegen Clare Rewcastle-Brown und Tong Kooi Ong verleiten, weil diese ihn trotz Aushändigung der gestohlenen (!) Daten nicht bezahlten. Beide Verleger sollten mithin international als Betrüger und Halunken erscheinen.

Malaysia setzt auch andere Hebel in Bewegung. Dem Verleger Tong Kooi Ong wurde nach der Veröffentlichung der Daten die Publikation des Wirtschaftsblatts «The Edge» aus «nationalen Sicherheitsgründen» für zwei Monate untersagt. Die Repression wirkte: Angesichts der Atmosphäre der Angst in Malaysia ist das Inseratevolumen bei der Edge Group seither zusammengebrochen…
Skandal um Malaysias Staatsfonds
Corruption

Investoren sollten Wetterdaten beachten

Er habe in seinem Leben noch keine signifikantere Datenreihe gesehen, sagt die Investorenlegende Jeremy Grantham. Obwohl es sich dabei um Wetterdaten handelt, sollten Investoren sie beachten.

Werner Grundlehner berichtet: Jeremy Grantham, Chefstratege von GMO, stellt sich einmal mehr gegen den Mainstream. Da kommt die Investment-Legende nach Zürich – und spricht übers Wetter. Für Jeremy Grantham, Mitgründer und Chefstratege des amerikanischen Vermögensverwalters GMO, ist dies aber kein Smalltalk, sondern zurzeit die grösste Investment-Gelegenheit. Er habe schon viele Datenreihen gesehen, aber jene zur Klimaerwärmung sei die signifikanteste, erklärt Grantham. So sei das Jahr 2014 mit Abstand das wärmste Jahr seit Messbeginn gewesen, und das folgende Jahr habe diese Werte nochmals klar übertroffen. Als dann der Januar im Durchschnitt unglaubliche 1,15 Grad über dem Vorjahr und der Februar gar 1,35 Grad darüber lag, hätten dies viele Zeitungen ignoriert, einige hätten vielleicht eine kleine Meldung darüber gebracht.

Dabei betreffe dieses Thema jeden Einzelnen. Er habe jüngst einem niederländischen Kollegen gesagt, sein Land besitze ein riesiges Potenzial, denn die Niederländer wüssten, wie man Wassermassen zurückdrängen könne, fügt Grantham an. Der Anlagestratege, der schon zahlreiche Blasen und Wiedereinstiegsmöglichkeiten identifiziert hat, empfiehlt, weiterhin in Landwirtschaftsland und Forstgebiete zu investieren. Er fügt aber an, dass dies momentan sehr teuer sei…
Niederlaender muesste man sein
Wetterdaten

Frauen bekommen nicht mal halb so viel Rente wie Männer

Gender Pension Gap: Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen wird im Alter zur riesigen Kluft: Im Schnitt erhält eine Rentnerin in Deutschland 57 Prozent weniger Geld als ein Rentner. Eine Studie zeigt die Gründe.

Florian Diekmann berichtet: Um die Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsleben ist es in Deutschland nicht zum Besten bestellt. Das beweisen jedes Jahr aufs Neue die Zahlen zur Entgeltlücke, dem sogenannten Gender Pay Gap: Demnach verdienen Frauen im Schnitt immer noch 21 Prozent weniger als Männer. Und selbst bei Arbeitnehmern mit vergleichbarer Qualifikation, Karrierestufe und Arbeitszeit beträgt die Entgeltlücke laut Statistischem Bundesamt immer noch sieben Prozent.
Die volle Wucht der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zeigt sich jedoch erst nach dem Berufsleben – bei der Rente. Das belegt ein Report des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung (Hier finden Sie den ausführlichen Bericht als PDF-Datei). Demnach sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei der Alterssicherung so groß, dass der Begriff Rentenlücke als eine Verharmlosung erscheint…
Frauen bekommen nicht mal halb so viel Rente wie Maenner

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

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Frauen im Aufsichtrat

Deutschlands mächtigste Aufseherin geht zur BörseAnn-Kristin Achleitner
Ann-Kristin Achleitner soll Aufsichtsrätin der Deutschen Börse werden. Die Wirtschaftsprofessorin ist eine der mächtigsten Frauen in den deutschen Aufsichtsgremien – und gilt bereits als Kandidatin für höhere Weihen.

Michael Brächer berichtet: Sie sitzt bereits im Verwaltungsrat des französischen Energieversorgers Engie, im Kontrollgremium des Rückversicherers Munich Re, des Handelskonzerns Metro und Industriegas-Spezialisten Linde. Schon bald könnte für Ann-Kristin Achleitner, im Hauptberuf Professorin an der Universität München, noch eine weitere Aufgabe hinzukommen: Sie soll Finanzkreisen zufolge in den Aufsichtsrat der Deutschen Börse einziehen. „Es ist ihre internationale Erfahrung sowie ihr Verständnis von den Finanzmärkten, die sie zu einer idealen Kandidatin für das Kontrollgremium der Deutschen Börse machen“, heißt es. Offiziell wollte sich das Unternehmen dazu nicht äußern…
Deutschlands mächtigste Aufseherin geht zur Boerse
More Women on Boards

VW Großanleger und die Milliardenklagen

 Der Abgas-Skandal hat VW in eine schwere Krise gestürzt. Die größten Herausforderungen stehen indes noch bevor. Das Unternehmen dürfte in zahlreichen Gerichtsverfahren mit dem Thema „Dieselgate“ konfrontiert werden.

Profi-Investoren nehmen Volkswagen im Abgas-Skandal ins Visier. 278 institutionelle Großanleger – darunter der größte US-Pensionsfonds Calpers und die Sparkassen-Fondstochter Deka – haben den Wolfsburger Autobauer auf Schadenersatz in Höhe von 3,255 Milliarden Euro verklagt…
VW 278 Großanleger reichen Milliardenklage ein

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

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Wenig Frauen in deutschen Führungsetagen

Frauen sind beim Aufstieg in Führungspositionen in den letzten Jahren in Deutschland nicht richtig vorangekommen.

Sie waren 2014 im EU-Vergleich mit 29 Prozent unterrepräsentiert, zudem blieb der Anteil gegenüber den beiden Vorjahren nahezu unverändert, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März mitteilte. Im Durchschnitt der 28 EU-Staaten lag der Frauenanteil in Führungsetagen bei 33 Prozent.
Spitzenreiter in der EU war Lettland, dort waren 44 Prozent der Leitungsfunktionen mit Frauen besetzt. Relativ hoch war der Anteil auch in Ungarn (40 Prozent) sowie Polen und Litauen (jeweils 39 Prozent). Schlusslicht war Zypern mit 17 Prozent.
Vor allem in klassischen „Männerdomänen“ gibt es vergleichsweise wenig Frauen in höheren Positionen. Am geringsten war ihr Anteil nach Angaben der Wiesbadener Behörde in der Baubranche mit 13 Prozent, am höchsten im Bereich Erziehung und Unterricht (62 Prozent). Die Quoten entsprechen in etwa den jeweiligen Frauenanteilen in den Branchen. Insgesamt waren 47 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland Frauen.

Als ein Hemmnis für den beruflichen Aufstieg gilt, dass vor allem Frauen aus familiären Gründen in Teilzeit arbeiten….
Unterdurchschnittlich wenige Frauen in deutschen Fuehrungsetagen
Frauenquote

Ist unser Wohlstand in Gefahr?

Die Schuldenkrise droht enorme Volumen an Vermögen zu vernichten. Sie gefährdet zunehmend die Marktwirtschaft, Freiheitsrechte und letztlich die Demokratie. Es gilt, endlich ihre Ursachen anzugehen.

Wirklich weg war sie nie – und dass die internationale Schuldenkrise nach wie vor ungelöst ist, haben die Turbulenzen an den Börsen zum Jahresbeginn gezeigt. Ausgehend von Sorgen über die Konjunktur in China, schwappten die Ängste über auf Bankaktien, und plötzlich war von der Gefahr einer weltweiten Rezession die Rede. Nicht wenige Investoren und Ökonomen fürchten, dass nach der US-Immobilienkrise 2007, dem Beinahe-Zusammenbruch des Finanzsystems 2008 und der 2010 ausgebrochenen Euro-Krise nun die nächste Eskalation anstehen könnte. All diese Krisen sind miteinander verwoben, ihren Kern bilden die über Jahrzehnte hinweg gewachsenen, immer weniger tragbaren Schulden privater und staatlicher Akteure. Diese Schuldenkrise umfasst die meisten westlichen Industriestaaten, Japan, einzelne Schwellenländer sowie das internationale Finanzsystem. Wie die Geschichte zeigt, haben Schulden- und Finanzkrisen das Potenzial, enorme Volumen an Vermögen und Wohlstand zu vernichten. Auch dieses Mal wird dies kaum zu verhindern sein. Damit die Krise nicht zu einer immer grösseren Gefahr für Marktwirtschaft, bürgerliche Freiheitsrechte und Demokratie wird, gilt es, das Übel an der Wurzel zu packen.

Vielfältige Krisen-Symptome
Die unterschwellige Zuspitzung der Krise in den vergangenen Jahren zeigt sich bereits an der Entwicklung der Staatsschulden. Diese sind laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) seit dem Jahr 2007 übermässig stark gestiegen und dürften Ende 2015 in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bei rund 120 Prozent des Bruttoinlandprodukts gelegen haben. 2007 hatte dieser Wert noch 75 Prozent betragen. In Ländern wie Japan (234 Prozent), Griechenland (180 Prozent) oder Italien (149 Prozent) lag die Staatsverschuldung Ende des vergangenen Jahres derweil noch viel höher. Dieser Schuldenturm hemmt – zusammen mit der demografischen Alterung der Bevölkerung in vielen Ländern – das Wirtschaftswachstum immer stärker. Als Sorgenkinder gelten Europa und Japan. Hinzu kommen nun Ängste über die Konjunktur in China und in anderen Schwellenländern. Bedenklich ist, dass die Schulden in diesen Ländern in den vergangenen Jahren ebenfalls stark gestiegen sind.
Wohlstand in Gefahr
Enough