Digitale Währung statt Papiergeld

Andrew HaldaneWenn die Zinsen bei null oder gar darunter liegen, wird Geldpolitik schwierig. Laut dem Chefökonomen der Bank of England könnte ein Übergang von Papier- zu Digitalgeld das Problem lösen.

Die Bank of England und die Nullzinsgrenze
Gerald Hosp berichtet: Andrew Haldane ist nicht nur ein origineller Denker, als Chefökonom der britischen Zentralbank hat sein Wort auch Gewicht. In seiner jüngsten Rede spekulierte er über die Abschaffung des Bargelds, an dessen Stelle könne eine von der Zentralbank gestützte digitale Währung treten. Ausgangspunkt der Überlegungen ist die sogenannte Nullzinsgrenze, die besagt, dass die Geldpolitik an ihre Grenzen stösst, wenn die Nominalzinsen gegen null laufen. Den Zentralbanken geht dann die Munition aus, um die Wirtschaft zu stimulieren. Negative Zinsen, ein Strafzoll für das Halten von Geld, sind in dieser Lesart nicht durchzusetzen, weil die Leute auf Bargeld ausweichen. Wenn jedoch zinsloses Bargeld abgeschafft würde, könnte dieses Problem laut Haldane überwunden werden.
Digitale Waehrung statt Papiergeld

Digitale Waehrung

Was ist eine «Carbon-Bubble»?

Abkehr von fossilen Energien. Die Zahl der Investoren, die nicht mehr in Firmen investieren, die ihr Geld mit fossilen Brennstoffen verdienen, ist drastisch gestiegen. Hinter ihnen steht inzwischen eine stolze Summe.

Michael Schäfer berichtet: Die Zahl der Investoren, die sich verpflichtet haben, ihre Gelder aus Firmen abzuziehen, die fossile Brennstoffe fördern oder vertreiben, hat jüngst stark zugenommen. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie der US-Beratungsgesellschaft Arabella Advisors verwalten diese Investoren insgesamt über 2,6 Bio. $. Wie es darin heisst, soll dieser Betrag innerhalb eines Jahres um das Fünfzigfache gestiegen sein.

Wurde die Desinvestitionsbewegung vor einem Jahr noch global von rund 200 Institutionen und 650 Privatpersonen getragen, so sind es nun 400 beziehungsweise 2000. Und seien 2014 noch mehrheitlich Stiftungen, Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und kirchliche Organisationen hinter der Kampagne gestanden, sind 2015 grosse Pensionskassen und Versicherungsgesellschaften hinzugekommen.

Das enorme Wachstum ist vor dem Hintergrund der im Dezember in Paris stattfindenden Weltklimakonferenz zu sehen. An dieser sollen die Teilnehmerstaaten verbindliche Klimaziele verabschieden. Sollte es zu solchen kommen, müssten konventionelle Energiefirmen einen Grossteil ihrer fossilen Vorkommen, die dann nicht mehr gefördert werden dürften, abschreiben. Dieses unter den Stichworten «Carbon-Bubble» und «Stranded Assets» besprochene Szenario wird inzwischen auch von vielen Analytikern als realistisch angesehen.

Kommentar: Tatsache ist, dass der Anteil fossiler Energieträger weltweit von Jahr zu Jahr gestiegen ist. Eine Umkehr ist leider nicht absehbar. Der Artikel dokumentiert also einmal mehr, wie weit die Finanz- von der realen Wirtschaft entfernt oder ihr voraus ist.

www.seppo.net

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Warum finanziert Kuwait Umbau von Hamburger Kirche zu Moschee?

Globalisierung:  In Hamburg hat der Kuwait
Botschafter von Kuwait der Spatenstich für den Umbau der evangelisch-lutherischen Kapernaum-Kirche zu einer Moschee gesetzt. Kuwait finanziert den Moschee-Bau. Bei der Aufnahme von Flüchtlingen in dem Golf-Staat ist das Emirat dagegen weniger spendabel.

Laut Weltverfolgungsindex der christlichen NGO Open Doors hat sich die Lage der Menschenrechte in Kuwait im vergangenen Jahr verschlechtert, das Land ist auf Platz 50 der Weltrangliste zurückgefallen: «Besonders besorgniserregend war während des Bewertungszeitraumes die Lage der Christen mit muslimischem Hintergrund.»
Kuwait finanziert Umbau von Hamburger Kirche zu Moschee
Frauen

Wall-Street-Notizen-IT Sicherheit

Ohne IT-Sicherheit keine Zukunft. Apple hat bekanntgegeben, dass der App-Store des Technologiekonzerns von Hackern überfallen wurde. Zu Schaden kam dabei niemand.

Apple hat übers Wochenende bekanntgegeben, dass der App-Store des Technologiekonzerns von Hackern überfallen wurde. Offenbar wurden Hunderte von Applikationen (Apps) mit «schmutziger» Software beladen. Apple hat zum Glück klargestellt, dass bis dato niemand dadurch Schaden genommen hat. Das Unternehmen hat die betroffenen Apps vom App-Store gelöscht. Die Episode zeigt, wie zentral die Sicherheit in der Informatik geworden ist. Sicherheit bedeutet allerdings viel. Zum einen geht es darum, dass niemand unrechtmässigen Zugang zu Daten erhält. Es geht aber auch darum, dass niemand das Verhalten von Individuen unrechtmässig verfolgen kann. Das Problem ist so bedeutend, dass führende Technologievertreter im Silicon Valley bereits davon ausgehen, dass die grossen Informatikunternehmen nur dann bestehen können, wenn sie auch das Sicherheitsproblem lösen…

Insofern werden nur diejenigen Technologieunternehmen langfristig erfolgreich sein, deren Kerngeschäft im Bereich der Sicherheit liegt. Aus Sicht der Anleger lohnt sich daher ein genauer Blick auf die Sicherheitsstrategie von Technologieunternehmen. Wer keine hat, dürfte laut spitzen Zungen bald auch keine tragfähige Zukunft haben.
Ohne IT-Sicherheit keine Zukunft

Kostas Koufogiorgos

Kostas Koufogiorgos

 

Value ist langweilig

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Wir beleuchten die Hauptargumente von Growth-Investoren und vergleichen sie noch einmal mit der Value-Philosophie. Wahrscheinlich gilt auch hier, dann man am besten nicht die ganze Wette nur auf ein (Anlagestil) Pferd setzt.
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Katze aus dem Sack? Lohndumping

Eigentlich ist Deutschland auf der Suche nach mehr qualifizierten Facharbeitern. Jetzt schlägt das Münchner Ifo-Institut vor, den Mindestlohn abzusenken, damit Flüchtlinge in deutschen Betrieben beschäftigt werden können. Eine erstaunliche Forderung: Denn damit würden die Flüchtlinge zum Hebel für Lohndumping, das am Ende auch die deutschen Arbeitnehmer trifft.

Nach Einschätzung des Münchner Ifo Instituts sind die meisten Flüchtlinge nicht gut genug für den deutschen Arbeitsmarkt qualifiziert. Damit die Flüchtlingskrise den Steuerzahler jedoch nicht dauerhaft überlaste, müssten die Zuwanderer so schnell wie möglich bezahlte Jobs annehmen, erläuterten die Wirtschaftsexperten in einer Mitteilung vom Sonntag: «Es steht zu befürchten, dass viele von ihnen bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro keine Beschäftigung finden, weil ihre Produktivität schlicht zu gering ist.» Das Institut plädiert deshalb dafür, den Mindestlohn abzusenken.
Mindestlohn absenken, um Flüchtlinge in Arbeit zu bringen
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Verhält die Fed verhält sich lächerlich?

Kein Ökonom studiert die Politik der US-Notenbank schon so lange und intensiv wie Allan Meltzer. Jetzt geht er hart mit den Währungshütern unter Präsidentin Janet Yellen ins Gericht.

Der renommierte Ökonom Allan Meltzer übt harsche Kritik am Kurs der US-Notenbank unter ihrer Präsidentin Janet Yellen. „Die Fed hätte schon längst Fakten schaffen und die Leitzinsen anheben müssen. Dass sie seit zwei Jahren darüber diskutiert, aber dann doch nicht liefert, ist lächerlich.

Schließlich geht es um eine Anhebung von gerade mal 0,25 Prozentpunkten“, sagte Meltzer der „Welt am Sonntag“ (20. September). So schaffe die Fed nur neue Unsicherheiten.

Selten zuvor habe die Notenbank so schwach agiert wie momentan, sagte der 87-Jährige Ökonom weiter. Er sieht sogar die Unabhängigkeit der Fed unter der aktuellen Präsidentin gefährdet. „In diesem Jahr ist Fed-Präsdentin Janet Yellen schon 45-mal im Weißen Haus eingekehrt. Es ist alles andere als hilfreich, wenn die Zentralbank den Wünschen der Politik zu viel Gehör schenkt.“
Die Fed verhält sich lächerlich
Yellen Dove

EZB «Wir sind mit unserer Politik erfolgreich»

Peter Praet, der oberste Volkswirt der EZBDer Chefökonom der EZB im Interview
Peter Praet, der oberste Volkswirt der EZB,
ist stolz darauf, dass die Notenbank in der Krise Verantwortung übernommen hat. Und er schliesst nicht aus, dass sie noch mehr tun muss.

Interview von Claudia Aebersold Szalay, Peter A. Fischer
Herr Praet, Sie sind nun seit vier Jahren Chefökonom der EZB. In dieser Zeit hat sich an der Politik der EZB einiges geändert.

Macht es einen Unterschied, wer Chefökonom der EZB ist?
Sowohl der Präsident als auch der Chefökonom haben gewechselt, aber was sich in dieser Zeit vor allem geändert hat, ist das wirtschaftliche Umfeld, in dem wir uns befinden. Als die Krise 2007 ausbrach, dachte man noch, man habe es lediglich mit einem externen Liquiditätsschock zu tun. Entsprechend haben die Notenbanken weltweit reagiert, auch die EZB hat sich damals darauf konzentriert, den Banken Liquidität zur Verfügung zu stellen. Ich erinnere mich noch an die Schlagzeilen von damals. 100 Mrd. € Liquidität stellte die EZB zur Verfügung, das schien zu jener Zeit eine unglaubliche Summe zu sein.
Die Krise weitete sich aber trotzdem aus…
Wir sind mit unserer Politik erfolgreich
ECB

Neuausrichtung des Sachverständigenrechts

Expolizist Horst Glanzer, hat durch seine jahrelange intensive und hartnäckige Intervention erreicht, dass am 16.09.2015 im Bundeskabinett endgültig der Gesetzesentwurf zur Neuausrichtung des Sachverständigenrechts beschlossen wurde.
Sachverständigenrecht
Horst und die Gutachter
Pressemitteilungen Neuausrichtung des Sachverstaendigenrechts
Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz

Gutachten
Die 1. Justizopfergrosskundgebung am 7.5.2015 in München wurde von Herrn Glanzer  initiiert um den Justizopfern in Deutschland eine Plattform zu bereiten.
Psychiatrieopfer: Entlassen und allein gelassen

Kontakt & Hilfe für volks- engagierten Bürger,
Horst Glanzer

 

Mit Deutschlands Ideen verdienen andere Geld?

Deutschland hat die Ideen, andere verdienen das Geld. Einblick. Zum achten Mal erscheint der globale Innovationsindex und Deutschland liegt nur auf Platz 12. Fast nirgendwo ist es schwieriger, ein Unternehmen zu gründen.

Frank Schmiechen berichtet: Mit Rankings ist es immer so eine Sache. Da werden häufig Dinge miteinander verglichen, die nicht richtig vergleichbar sind. Oder die Kriterien der Bewertung sind nicht ganz klar. Im Fall des Global Innovation Index 2015 ist es anders. Hier liegt umfangreiches Datenmaterial vor, das deutlich macht, an welcher Stelle genau es in einem Land in Sachen Innovation hapert. In Deutschland gibt es in zwei zentralen Bereichen Probleme, die uns in Sachen Erneuerung ausbremsen.

Immerhin belegt Deutschland im Index den zwölften Platz weltweit. Das ist nicht richtig gut, aber auch nicht so schlecht. Die Macher des Rankings sagen, dass es in unserem Land nicht an kreativen Ideen mangele. Doch die Bildungsausgaben relativ zum BIP, die Zahl der Unternehmensgründungen sowie die Trainingsausgaben in Unternehmen hinkten international hinterher. Ein paar andere Zahlen zu unserer heimischen Wirtschaft sind allerdings erschreckend. Bei der Frage, wie einfach es ist, ein Unternehmen zu gründen, liegt Deutschland weltweit abgeschlagen auf Rang 93; im Bezug auf die tatsächliche Anzahl von Unternehmensgründungen je tausend Einwohner nur auf Rang 59.

Was Unternehmen für Fortbildungen ausgeben, ist ebenfalls vergleichweise niedrig. „Gleichzeitig müssen mittelständische Unternehmen Innovationen immer schneller auf den Markt bringen“, sagt Kai Engel, Partner bei der Beratungsfirma A.T. Kearney, die an der Studie beteiligt war. Kleine und mittelgroße Unternehmen verfügen jedoch oft noch nicht über genügend Know-how im Innovationsmanagement, um Planung, Realisierung und Markteinführung innovativer Produkte zielgerichtet zu steuern.

Ein weiteres, spezifisch deutsches Problem ist es, dass aus unserem Land viele Patente und Ideen stammen, diese aber nur selten in Produkte umgesetzt werden. Mit deutschen Ideen verdienen häufig Firmen aus dem Ausland viel Geld. Bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung schneidet die Bundesrepublik mit 2,85 Prozent des BIP verhältnismäßig gut ab. Auch bei den Patentanmeldungen je 100.000 Einwohner liegt die deutsche Industrie recht weit vorn. Es mangele bei uns aber am Wissen, wie man die Ideen und Patente zu Produkten fortentwickelt, die am Markt bestehen können, analysiert die Studie.

Die Spitzenposition des Index 2015 nimmt die Schweiz ein, gefolgt von Großbritannien und Schweden. Finnland ist von Rang 4 im Vorjahr auf den sechsten Platz abgestiegen. Hierdurch rücken die Niederlande und die USA auf Rang 4 beziehungsweise 5 auf.

Innovationsfähigkeit sei der Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit einer Volkswirtschaft, sagen die Macher des Index. Das haben auch Teile der deutschen Politik verstanden. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zuletzt auf zwei Veranstaltungen zum Thema Digitalisierung gesprochen und betont, wie wichtig die Startup-Szene in Deutschland sei. Denn genau hier passiere Innovation. Hoffen wir, dass die Kanzlerin und ihre Regierung Taten folgen lassen und endlich bürokratische Hürden bei der Gründung eines Startups abbauen.
Global Innovation Index 2015
Press Release
Glühlampen Idee