Rohwarenmärkte: Der tiefe Erdölpreis drückt auf den Kapitalmarkt.
Vor Jahresfrist stand an dieser Stelle die Bemerkung, die Banken seien für 2014 pessimistisch gestimmt. Kein Prognostiker hätte sich wohl träumen lassen, wie sehr sich diese Prognose im Verlauf des vergangenen Jahres, aber vor allem gegen dessen Ende, bestätigen sollte. In der Tat verloren die massgeblichen Preisindizes bis Mitte Dezember allesamt mehr als im Vorjahr. So fiel der Bloomberg-Total-Return-Index knapp 16%, derweil die Kennzahl des Commodity Research Bureaus (CRB) um rund 17% zurückging. Der stärker energielastige Index von Goldman Sachs (GSCI) verlor angesichts des sich gegen Ende des Jahres beschleunigenden Erdölpreiszerfalls nicht weniger als 32%. Allen Kennzahlen war eigen, dass sie eigentlich erst ab der Jahresmitte unter das Niveau vom Jahresanfang zu sinken begannen. Am besten abgeschnitten hat letztlich das Metall-Barometer der London Metal Exchange (LME) mit minus fünf Punkten, aber nur wegen einer Sondersituation bei Nickel.
Katzenjammer zum Jahresende

Kategoriearchiv: Finanzen
Geld sofort
‚Geld sofort‘ ist eine deutsche Filmkomödie unter der Regie von Johann Alexander Hübler-Kahla.
Der Film basiert auf der Vorlage „Eine kleine Geschichte aus einer grossen Stadt“ von Gabriel D’Hervilliez.
Der Film zeigt in beeindruckender Klarheit, wie die Finanzbranche funktioniert – und warum das Elend der Schuldner und das Glück der Banken zeitlos sind. Die Mechanismen funktionieren auf der Mikro-Ebene (Bankkunde), der Makro-Ebene (Staatsanleihen) und der Meta-Ebene (Hedge Fonds). Trostreich an dem Film ist, dass sich die Tricks bei Krediten und Bank-Geschäften seit Jahrzehnten nicht geändert haben. Der Spruch, früher sei alles besser gewesen, erweist sich als nostalgischer Irrtum. Die Menschen ändern sich nicht – weder zum Guten, noch zum Schlechten.
Allerdings nimmt der Film eine unterwartete Wendung, die man in dieser Konsequenz aktuell nicht mehr allzu häufig findet.
Mögliche Notenbank-Hilfen begeistern die Börsianer
Dax über 9700 Punkten
Nach einem trüben Jahresstart nimmt der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag deutlich an Fahrt auf. Wieder hoffen Anleger auf neue Geldspritzen seitens der Notenbanken. Grund sind die jüngsten Deflations-Zahlen aus der Eurozone. Der Dax legt fast 2,4 Prozent zu
Die Hoffnung auf Unterstützung durch die Notenbanken hat den deutschen Aktienmarkt am Donnerstag stark beflügelt. Der wieder aufkeimende Optimismus der Anleger ließ den Dax bis 16.30 Uhr 2,4 Prozent auf fast 9750 Punkte steigen. Bereits am Mittwoch hatte der deutsche Leitindex seinen Abwärtstrend vom Jahresanfang gestoppt.
Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax , stieg am Donnerstag um 1,8 Prozent auf 17147 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax zog um 2,6 Prozent auf 1403 Punkte an. Beim EuroStoxx50 , dem als Leitindex der Eurozone, stand ein Plus von 2,9 Prozent zu Buche.
Moegliche Notenbank-Hilfen begeistern die Boersianer
Rendite der griechischen Staatsanleihen über 10 Prozent
Vertrauenskrise: Die Rendite der zehnjährigen griechischen Staatsanleihen steigt erstmals seit knapp anderthalb Jahren über zehn Prozent. Grund ist die neuentfachte Debatte über einen Ausstieg Griechenlands aus der Euro-Zone.
Griechenlands Probleme haben am Finanzmarkt Konsequenzen
In Griechenland spitzt sich die Lage an den Finanzmärkten weiter zu. So treibt die Sorge vieler Anleger vor einem Euro-Austritt Griechenlands Refinanzierungskosten in die Höhe und belastet die Kursentwicklung an der Börse. Die Rendite zehnjährigen Staatsanleihen des mit gut 170% des Bruttoonlandprodukts verschuldeten Landes ist am Mittwoch erstmals seit knapp anderthalb Jahren wieder über die Marke von 10% gestiegen, nachdem sie noch im Oktober des vergangenen Jahres auf bis zu 5,45% gefallen war. Zudem musste der griechische Staat die Investoren bei der Versteigerung von Geldmarktpapieren mit einer höheren Prämie locken. Die durchschnittliche Rendite kletterte auf 2,30% von zuvor 2,15%, wie die Finanzagentur mitteilte. Der Staat nahm mit dem Papier 1,625 Mrd. € ein.
Rendite der griechischen Staatsanleihen ueber 10 Prozent
Warum wollen junge Leute keine Start-Ups gründen?
Unternehmer: USA und Deutschland verlieren einen Mythos:
Junge Leute wollen keine Start-Ups gründen
Junge Amerikaner und junge Deutsche haben wenig Interesse daran, eigene Unternehmen zu gründen. Die Zahl der Jungunternehmer ist in den USA auf einen Tiefstand gefallen, die zahl der Startup-Gründungen wächst langsamer. Finanzielle Unsicherheit bremst Umfragen zufolge auch in Deutschland die Bereitschaft, als Unternehmer für Innovationen zu sorgen.
Junge Leute wollen keine Start-Ups gruenden

Niedrige Zinsen für viele Jahre
Schweiz: Leichtes Spiel für Schuldenmanager des Bundes.
Anne-Barbara Luft berichtet: Das niedrige Zinsniveau hat 2014 den Schuldenverwaltern der Eidgenossenschaft die Arbeit erleichtert. Die attraktiven Finanzierungskosten konnten für viele weitere Jahre gesichert werden.
Für die Schweizer Finanzverwalter war 2014 wieder ein gutes Jahr. Entgegen den Erwartungen der meisten Marktteilnehmer sind die Zinsen auch in diesem Jahr weiter auf ein rekordtiefes Niveau gefallen. Die Rendite für Schweizer Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit lag Anfang 2014 noch bei 1,22%, inzwischen werden diese Obligationen zu 0,29% gehandelt. Europaweit ist ein Renditerückgang von 75 Basispunkten seit Jahresbeginn aber sogar eher wenig. Deutsche Bundesanleihen mit dieser Laufzeit verbuchten einen Rückgang der Rendite von fast 140 Basispunkten. Bei der britischen Benchmark-Anleihe gab die Rendite mehr als 120 Basispunkte nach. Eidgenossen mit zwei Jahren Laufzeit werden ebenso wie deutsche, französische und niederländische Obligationen bereits seit längerem mit negativem Vorzeichen gehandelt. In diesem Jahr rutschte die Rendite um 22 Basispunkte auf –0,37% ab.
Leichtes Spiel für Schuldenmanager des Bundes

Äußerungen von Mario Draghi drücken den € Kurs
Euro fällt auf 1,20 Dollar: Äußerungen von Mario Draghi drücken den Kurs
Die Zinsen im Euroland bleiben niedrig. Weil EZB-Chef Draghi die Geldpolitik noch weiter lockern will, verliert die Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar weiter an Wert. Dabei gibt es Vor- und Nachteile.
Seit dem Sommer kennt der Kurs des Euro nur eine Richtung: nach unten. Fast vergessen scheinen die Zeiten, als die europäische Gemeinschaftswährung an der Marke von 1,40 Dollar kratzte. Das war erst im Mai vergangenen Jahres. Nun, knapp acht Monate später, liegt der Euro-Kurs gerade noch über der Marke von 1,20 Dollar – ein Minus von etwa 14 Prozent und der tiefste Stand seit viereinhalb Jahren. Aber damit nicht genug: Manche Experten rechnen in den kommenden Monaten gar mit einem noch niedrigeren Kurs. An der Entschlossenheit von Europas obersten Währungshütern im Kampf gegen die niedrige Inflation gibt es nach Ansicht von Fachleuten kaum noch Zweifel.
Aeußerungen von Mario Draghi druecken den Kurs

Stoppen Sie sofort Mario Draghi!
Appell an Angela Merkel:
Im Januar 2015 dürfte die EZB die folgenreichste Entscheidung der Geschichte der Euro-Zone treffen: Mit dem geplanten Ankauf von Staatsanleihen endet die nationale Souveränität der Euro-Staaten. Die Finanzen der Staaten werden dann nicht mehr von den Parlamenten kontrolliert, sondern von einer Zentralbank, deren Organe niemandem verantwortlich sind. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, Bernd Lüthje, fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, ihr Veto einzulegen – und die Zukunft Deutschlands nicht mutwillig zu verspielen.
Stoppen Sie Mario Draghi – jetzt
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EZB-Chef Draghi rechnet weiter mit niedrigen Zinsen
Das soll die Wirtschaft ankurbeln. Die Preise sollen stabil bleiben und die Wirtschaft stimuliert werden. EZB-Präsident Mario Draghi deutete nun an, dass er auch weiterhin mit einem niedrigen Zinsniveau rechne.
EZB-Präsident Mario Draghi fordert die europäischen Regierungschefs auf, wirksame Strukturreformen umzusetzen. Die Zinsen in der Eurozone werden nach Einschätzung von EZB-Präsident Mario Draghi noch für einen längeren Zeitraum auf einem niedrigen Niveau verharren. „Die Zinsen sind seit langem sehr, sehr niedrig – und das wird wahrscheinlich noch eine Zeit so bleiben“, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) dem „Handelsblatt“. Die EZB halte die Zinsen niedrig, um die Wirtschaft zu stimulieren und Preisstabilität zu erreichen.
EZB-Chef Draghi rechnet weiter mit niedrigen Zinsen
Chefin’s, die 2014 Schlagzeilen machten
Im Wirtschaftsjahr 2014 machten sehr unterschiedliche Typen Schlagzeilen. Ein Englischlehrer aus China rockt die Börsen. Ein zäher Sachse stoppt Züge. Ein Rheinländer mit Residenz in Saint Tropez geht in den Knast. Und ein einst sehr armer Ukrainer wird Milliardär. Hier die interessante Chefinnen.
Mary Barra (53)
Die erste Frau an der Spitze eines großen Autokonzerns muss aufräumen: Gerade neu im Amt als Chefin von General Motors startete Barra im Februar eine der brisantesten Rückruf-Aktionen in der Geschichte der Branche.
Über ein Jahrzehnt lang baute GM defekte Zündschlösser ein, die mitten in der Fahrt ausfallen konnten. Mindestens 32 Menschen starben, 2,6 Millionen Autos müssen in die Werkstatt. Die 52-Jährige ist in einer schwierigen Lage: Sie war vor dem Aufstieg an die Spitze für Produktentwicklung zuständig.
Eva-Lotta Sjöstedt (48)
Sie kam, sah und ging schnell wieder. Als die schwedische Ikea-Managerin im Februar den Karstadt-Chefsessel übernahm, machte sie den 17 000 Beschäftigten der Warenhauskonzerns Hoffnung auf bessere Zeiten.
Doch weniger als fünf Monate reichten aus, um bei der 1966 geborenen Schwedin für Ernüchterung zu sorgen. Schon im Juli verließ sie den Konzern und machte aus ihrer Frustration keine Hehl. Für den von ihr angestrebten Sanierungsprozess sehe sie keine Basis mehr, ließ sie beim Abgang wissen.
Chefs, die 2014 Schlagzeilen machten



