Rubel-Krise: Seit Jahresbeginn hat die russische Währung mehr als 50 Prozent ihres Wertes verloren.Die russische Regierung scheint in der Rubel-Krise in Panik zu verfallen: Das Finanzministerium hat damit begonnen, seine ausländischen Währungsreserven zu verkaufen. Damit will Moskau den fallenden Rubel-Kurs stoppen.
Russland beginnt mit Ausverkauf seiner Waehrungsreserven
Kategoriearchiv: Finanzen
Rubel verliert dramatisch an Wert
Russland: Obwohl die russische Nationalbank den Leitzins auf 17 Prozent erhöht hat, fällt der Rubelkurs nach einem kurzen Hoch ins Bodenlose. Ein Euro kostet bereits 100 Rubel.
Grund für den dramatischen Wertverlust sind vor allem der fallende Ölpreis sowie die Sanktionen des Westens wegen der Rolle Moskaus im Ukraine-Konflikt. Durch den Währungsverfall sind die Preise für russische Verbraucher erheblich gestiegen. Für die ohnehin kriselnde Konjunktur Russlands ist der Zinssprung allerdings ein großes Risiko, weil höhere Zinsen den privaten Verbrauch und die Investitionen der Unternehmen zusätzlich belasten dürften.
Notenbankchefin Elwira Nabiullina 
räumte im Fernsehen ein, dass der Kurs kurzfristig nicht von der Zinserhöhung beeinflusst werde. Es werde einige Zeit dauern, bis wieder faire Wechselkurse erreicht seien. Das erwartet auch die Investmentbank Sberbank-CIB in Moskau. „Die Lage der Dinge erforderte außergewöhnliche Maßnahmen von der Zentralbank – und solche Maßnahmen wurden jetzt ergriffen“, teilte sie mit. Kurzfristig sei der Verfall des Rubels so allerdings nicht zu stoppen.
Angst vor der Staatspleite
Laut Händler Stefan Huber vom Broker Peregrine & Black stellen viele Anleger nun zunehmend Vergleiche her zwischen der Rubel-Krise von 1998 und der heutigen Situation, als auch andere Schwellenländer in Mitleidenschaft gezogen worden seien.
Der Ausverkauf an den Märkten schürte die Angst der Anleger vor einer Staatspleite. Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets russischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuerte sich um 109.000 auf 656.000 Dollar, teilte der Datenanbieter Markit mit. Das sei der höchste Stand seit fünfeinhalb Jahren.
US-Experten sehen das Anheben der Zinssätze als Lockmittel für Kapital. Sie tun es als Köder, um die Leute zu ermutigen, ihre Rubel zu Hause zu lassen, anstatt weiterhin aus der Währung und dem Land zu fliehen“, sagte Ökonom Barry Eichengreen von der University of California. Dies sei ein Versuch, Zeit zu gewinnen. „Es löst keines der eigentlichen Probleme, die die russische Wirtschaft hat.
Rubel verliert dramatisch an Wert
So reich ist die Welt wirklich
Wohlstands-Report

Ist die Welt wirklich reicher geworden? Eine neue Studie stellt bisherige Analysen auf den Kopf. Eine neue globale Wohlstandsstudie, der „Inclusive Wealth Report (IWR)“, zeigt, dass China die USA in Sachen Wirtschaftswachstum in den vergangenen 20 Jahren abgehängt hat. Allerdings geht dies zu Lasten der Ressourcen, wodurch sich der Erfolg bei der Vermögensanhäufung aus Sicht der Wissenschaftler relativiert.
Um eine Aussage über die Wirtschaftskraft eines Landes zu treffen, wird üblicherweise das Bruttoinlandsprodukt (BIP) herangezogen, der Gesamtwert der von allen Einwohnern jährlich erzeugten Waren und Dienstleistungen. Das Institut berücksichtigt jedoch zusätzlich Nachhaltigkeit, Humankapital (unter anderem Bildungsniveau) und Naturkapital (unter anderem Ökosysteme).
So reich ist die Welt wirklich
Original Report IWR2014

Was Banken für 2015 raten
Das Bild einer divergenten Weltwirtschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die Prognosen für das kommende Jahr. Die Entwicklung ist zwar schwer einzuschätzen, hält aber interessante Renditemöglichkeiten bereit.
Im sechsten Jahr nach Ausbruch der Finanzkrise offenbart sich dem Betrachter eine fragmentierte Weltwirtschaft voller Chancen und Risiken. Während die wirtschaftliche Dynamik der Vereinigten Staaten anzieht, kennzeichnet Unsicherheit die Lage in Europa. Auch bei den Schwellenländern vertiefen sich die Gräben. China und Indien wachsen robust und haben wichtige Reformprozesse eingeleitet, wohingegen Russland und Brasilien auf eine Rezession zusteuern. Die Aussichten der Schweizer Wirtschaft für 2015 beurteilen hiesige Finanzinstitute wohlwollend – insgesamt gelte es für Anleger, auf vielfältige Herausforderungen mit einem selektiven Portfolio flexibel zu reagieren.
Aktienmärkte Aktien sollten im kommenden Jahr das Fundament eines jeden Portfolios bilden, darin herrscht unter Experten weitgehend Übereinstimmung.
Was Banken für 2015 raten

Frau. Vorstand. Abgehängt.
Warum scheitern so viele Managerinnen in der Chefetage deutscher Konzerne? Besuch bei Ex-Spitzenfrauen.
Was die Chancengleichheit von Männern und Frauen angeht, ist in all den Jahren zumindest im oberen Management nicht viel passiert. Das Problem ist, es geht nicht immer um die Sache. Es geht um Macht. Frauen glaubten eben gern an die Legende von der fachlichen Eignung und vergäßen dabei, Mehrheiten zu organisieren. Frauen haben nicht gelernt, Seilschaften zu bilden.
Gerade haben vier neue Managerinnen ihren Job im Dax angetreten: Lisa Davis (Siemens), Ariane Reinhart (Continental), Melanie Kreis (Deutsche Post DHL), Giuseppina Albo (Munich Re). Damit steigt der Frauenanteil im Vorstand dieser prestigeträchtigen Unternehmen von fünf auf sieben Prozent.
Wie stehen die Chancen der Damen, sich oben zu halten? Die US-Amerikanerin Davis wechselte vom Mineralölkonzern Royal Dutch Shell in den Siemens-Vorstand. Reinhart, die neue Conti-Personalchefin, machte zuvor beim Volkswagen-Konzern Karriere. Kreis hingegen ist Aufsteigerin im eigenen Haus, seit zehn Jahren ist sie schon bei der Post. Die Kanadierin Albo kennt den Münchner Rückversicherer sogar schon seit 22 Jahren von innen. Glaubt man an die Theorie der scheiternden Quereinsteiger, stehen die Chancen der neuen Dax-Damen besser. Schon die Hälfte kommt aus dem eigenen Unternehmen.
Frau. Vorstand. Abgehaengt.

Wenn Rohwarenhändler zu Bankern werden
Immer mehr Marktmacht
Der Rohwarenhandel wandelt sich: Banken ziehen sich zurück, und die grossen Händler weiten ihre Angebotspalette aus – mit Auswirkungen auf die Märkte.
Still und heimlich verschwindet ein legendärer Name im Rohwarenhandel. Phibro soll aufgelöst, die Aktivitäten ausserhalb der USA sollen möglicherweise verkauft werden. Phibro gründet auf dem 1901 ins Leben gerufenen Unternehmen Philipp Brothers und hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich: 1981 kaufte der Erdöl-, Metall- und Weizenhändler die Investmentbank Salomon Brothers. Später ging das Unternehmen in der amerikanischen Grossbank Citigroup auf. 2009 erwarb der Erdölkonzern Occidental Petroleum die Handelsgesellschaft, die einmal eine führende Kraft am Erdölmarkt und eine Talentschmiede im Rohwarenhandel war: Marc Rich, die Inkarnation des Rohstoffhändlers, arbeitete bei Phibro, bevor er sich selbständig machte. Auch Marco Dunand und Daniel Jäggi, die Gründer des Händlers Mercuria , verdienten ihre Sporen bei Phibro.
Wenn Rohwarenhaendler zu Bankern werden

Geldwäsche: Auf Commerzbank kommt Milliardenzahlung zu
In den USA droht der Commerzbank eine empfindliche Geldbuße. Die Aufsichtsbehörden werfen der Bank Sanktionsverstöße und Geldwäsche vor. Die Commerzbank möchte angeblich einen Vergleich in Milliardenhöhe eingehen.
New York: Der Streit mit den US-Aufsichtsbehörden um Sanktions-Verstöße und Geldwäsche-Vorwürfe kommt die Commerzbank nach Aussage eines Insiders immer teurer zu stehen. Der Vergleich, über den die zweitgrößte deutsche Bank mit Regulierern und Strafverfolgungsbehörden verhandelt, dürfte sie mehr als eine Milliarde Dollar (gut 800 Millionen Euro) kosten, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Nach Schätzungen von Analysten kommt damit auf die Commerzbank eine Sonderbelastung von mehr als 400 Millionen Euro zu, bisher habe sie rund 400 Millionen Euro für die Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt. Die Commerzbank-Aktie war mit einem Minus von 1,9 Prozent am Freitag einer der größten Kursverlierer im Leitindex Dax.
Vorwurf der Geldwäsche:
Obligationenrisiko!
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Auch das Anlagerisiko von Obligationen kann man unterschiedlich darstellen. Mit Hilfe der Gauss’schen Kurve zeigen wir heute schematisch den Unterschied der Risiken einer Aktien- versus einer Obligationen-Anlage. Sie werden sich wundern.
Beachten Sie dazu auch unser Video „Aktienrisiko„!
Führungspositionen im „nicht wahrnehmen wollen“ von Korruption
Korruption ist in allen Volkswirtschaften ein Problem
Finanzzentren in der EU und den USA müssten zusammen mit schnell wachsenden Volkswirtschaften handeln, um die Korruption in den Griff zu bekommen.
Vergleiche von Jahr zu Jahr über die Anfälligkeit eines Landes für Korruption sagten allerdings nur bedingt etwas aus, hielt Transparency International Schweiz fest. Denn es werde nur die Wahrnehmung von Korruption gemessen. Die Rangliste habe eine im Vergleich mit den anderen Staaten relative Bedeutung.
Der Index erfasst nur Bestechung im öffentlichen Sektor. Private Korruption wird nicht berücksichtigt. Der Index wird auf Grund von Angaben von Institutionen wie zum Beispiel Weltbank, dem World Economic Forum (WEF), der Afrikanischen Entwicklungsbank oder der Economist Intelligence Unit (EIU) erstellt.
Schweiz: Führungspositionen im „nicht wahrnehmen wollen“ von Korruption
Standard & Poor’s soll harte Strafe drohen
Kreditbewertungen: Auf die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) könnte eine empfindliche Strafe durch die US-Börsenaufsicht SEC zukommen. Die US-Börsenaufsicht SEC erwägt nach einem Medienbericht drastische Schritte gegen die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P). Die Behörde will demnach das Unternehmen von Kreditbewertungen für durch Gewerbeimmobilien besicherte Anleihen ausschliessen.
Über die angestrebte Sanktion berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf eine eingeweihte Quelle. Es wäre die härteste Strafe, die die SEC jemals gegen eine grosse Rating-Agentur beschlossen hat.
Derzeit verhandle die S&P-Muttergesellschaft McGraw Hill Financial aber noch mit den Börsenaufsehern über eine Einigung, heisst es im Bericht. Die SEC wirft den Bonitätswächtern vor, die Rating-Kriterien aufgeweicht zu haben, um die Geschäfte auszuweiten. S&P und SEC wollten sich nicht äussern.





