Rohwarenmärkte mit deutlichen Verluste auf breiter Front

Die internationalen Rohwarenmärkte im September
Deutliche Verluste auf breiter Front

Der September war für die globalen Rohwarenmärkte unerfreulich. Fast querbeet mussten tiefere Preise akzeptiert werden. Viele Positionen sind auf Mehrjahres-Tiefständen angelangt.
Vancouver Nach einem trendlosen August kam es im September und bis in die ersten Oktobertage hinein zu einem Rohwarenmonat mit einer ganz klaren Linie: nach unten nämlich, und dabei nicht zu knapp. Erst am Montag kam es zu einer Gegenbewegung, die aber möglicherweise nicht dauerhaft ist. Alle einschlägigen Preisindizes verbuchten Verluste. Nicht nur gingen damit die bisher in diesem Jahr erzielten Avancen bachab, viele Preise haben Tiefstände erreicht, die man in einzelnen Fällen seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Kein Wunder, dass einmal mehr die Rede davon ist, der bisher vorab von China genährte Superzyklus sei definitiv zu Ende. So hat der Bloomberg Total Return Index bis am letzten Wochenende 5,2% verloren; der energielastige Index von Goldman Sachs büsste 5,5% ein, und die Kennzahl des Commodity Research Bureaus (CRB/Jefferies) gab 3,7% preis. Schliesslich gab die Kennzahl für die London Metal Exchange (LME) um 4,6% nach. Geht man das Börsen-Tableau im Einzelnen durch, so stellt man auf der beiliegenden Tabelle fest, dass nur gerade ein knappes halbes Dutzend aller Positionen entweder zugelegt haben oder zumindest das Niveau zu halten vermochten.
Deutliche Verluste auf breiter Front

Andreas Prüstel

Andreas Prüstel

Frauenanteil in deutschen Vorständen sinkt

Trotz Quotendebatte: Frauenanteil in deutschen Vorständen sinkt
Frauen erobern langsam die Macht? Von wegen: Trotz aller Gleichstellungsbemühungen sinkt ihr Anteil in deutschen Vorstandsetagen – auf nur noch 5,8 Prozent.

Eine Frau unter vielen Männern: Keine Seltenheit in Vorständen
Berlin – Aller Debatten um Quote und Gleichstellung zum Trotz sind Frauen in deutschen Vorständen seltener vertreten. Das ergab eine Untersuchung des Vereins „Frauen in die Aufsichtsräte“ (Fidar). Danach sind aktuell nur 5,8 Prozent der Vorstandsmitglieder weiblich. Vor einem Jahr hatte dieser Wert noch deutlich über sechs Prozent gelegen.
Laut dem aktuellen „women-on-board-Index“ haben 31 der untersuchten 160 börsennotierten Unternehmen weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat eine Frau. Zu diesen „schwarzen Schafen“ gehören unter anderem Puma , Hochtief und Sixt .
Allein bei den 30 größten Unternehmen haben seit Jahresbeginn drei Frauen ihr Amt im Vorstand niedergelegt: Elke Strathmann beim Autozulieferer Continental, Marion Schick bei der Deutschen Telekom und Angela Titzrath bei der Deutschen Post . Neu hinzugekommen in einen Dax-Vorstand ist nur eine Frau: Doris Höpke bei der Münchener Rück.
„Bei einigen Unternehmen scheint die Botschaft noch nicht angekommen zu sein, dass ihre Reputation auf dem Spiel steht, wenn sie jetzt nicht für messbare Veränderungen sorgen“, erklärte die Fidar-Präsidentin, Monika Schulz-Strelow.
Trotz Quotendebatte- Frauenanteil in deutschen Vorstaenden sinkt

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
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Missbraucht die EZB ihre Unabhängigkeit?

Kritiker Stark und Sinn machen mobil
«Die EZB missbraucht ihre Unabhängigkeit»

Für den früheren EZB-Chefökonomen Stark und den Ifo-Präsidenten Sinn ist klar: Die Europäische Zentralbank hat schwer gesündigt, als sie versprach, alles zu tun, um den Euro zu erhalten. Dies habe den Reformelan in den Krisenstaaten unterminiert.
cei. Berlin Wenn sich zwei scharfe Kritiker der Europäischen Zentralbank (EZB) zusammensetzen, kommt das Publikum auf seine Kosten. Der frühere EZB-Chefökonom Jürgen Stark und der Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn kamen an einer Buchpräsentation in Berlin richtig in Fahrt. Sie liessen kein gutes Haar an der Geldpolitik unter Präsident Mario Draghi. Die EZB habe ihre Unabhängigkeit missbraucht, sagte Stark. Damit spricht er Draghis Aussage von 2012 an, die Notenbank werde alles tun («whatever it takes»), um den Euro zu erhalten. Die Krisenstaaten können sich seither darauf verlassen, dass ihre Refinanzierungskosten tragbar bleiben. Ohne die EZB-Garantie wären einige Krisenländer zahlungsunfähig, sagte Stark. Die Rettung von Staaten hat jedoch mit dem Mandat der EZB, für Preisstabilität zu sorgen, nichts zu tun.
Die EZB missbraucht ihre Unabhaengigkeit
EZB

Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gekappt

Schwaches Wachstum: IWF warnt vor neuer Weltwirtschaftskrise
Der Internationale Währungsfonds hat seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gekappt – und warnt vor einer neuen globalen Krise. Auch für Deutschland sieht der Fonds die Zukunft trüber und rät zum Geldausgeben.

IWF rät Deutschland zu Investitionen
Washington – Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor der Gefahr einer neuen globalen Wirtschaftskrise. Die Risiken für die Weltkonjunktur seien in den vergangenen Monaten wieder größer geworden, teilte der IWF am Dienstag mit. Die Wachstumsprognose für dieses Jahr korrigierte der Fonds im neuen

Weltwirtschaftsausblick erneut nach unten.
Statt wie im April mit 3,7 Prozent rechnet er für dieses Jahr nun nur noch mit 3,3 Prozent Wachstum der Weltwirtschaft. Im Jahr 2015 soll sie mit 3,8 Prozent wieder etwas stärker wachsen, allerdings liegt auch dieser Wert unter der Prognose aus dem April. Damit musste der Fonds zum wiederholten Male in Folge seine Erwartungen reduzieren.
Schwaches Wachstum- IWF warnt vor neuer Weltwirtschaftskrise
Aus Papier mach Geld

Nichts für optimistische Seelen mit schwachen Nerven

Ein Gespräch mit Jim Rickards ist nichts für optimistische Seelen mit schwachen Nerven. Der amerikanische Rechtsanwalt, Banker, Risiko- und Portfoliomanager sagt die nächste grosse Krise in drei bis fünf Jahren voraus. Es wäre nicht der erste Kollaps der letzten 100 Jahre.
Das Finanzsystem wird in wenigenJahren kollabieren
Währungskrieg: Ein Zusammenbruch des Dollar kann Inflation, Krieg und Chaos auslösen

Der Ökonom und Investmentbanker James Rickards sieht deutliche Anzeichen für den Zusammenbruch des Dollars. Als Folge wird es zu Kriegen und Chaos kommen, weil das ganze Weltwährungs-System über den Haufen werfen können. Seine nüchterne Prognose sieht finanzielle Kriegsführung, Deflation, Hyperinflation und den Zusammenbruch der Märkte als Möglichkeiten. Noch sieht er die Chance, dass sich Nationen und Einzelpersonen auf die Entwicklung einstellen können.
Der Zusammenbruch des Dollar kann Inflation, Krieg und Chaos ausloesen
Die Gefahren einer Cyber-Attacke auf die Finanzmärkte und eines finanziellen Weltkriegs unterschätzen wir extrem.
Currency Wars

Verschwendet der Staat Millionen?

Bund der Steuerzahler: Der Bund der Steuerzahler prangert in seinem Schwarzbuch überflüssige Ausgaben der Verwaltung an. Das Land Schleswig-Holstein hat es mit acht Fällen ins Schwarzbuch 2014 geschafft.

Ackerbau in der Ukraine: Die Stadtwerke Uelzen wollten damit viel Geld verdienen und erlitten Millionen-Verluste

Kiel/Hamburg/Hannover. Man gönnt sich ja sonst nichts: Dieses Motto ist auch Behörden und Verwaltungen in Deutschland nicht fremd. Immer mal wieder geben sie Geld für Dinge aus, die zwar angenehm sein mögen, aber eben auch überflüssig sind. Der Bund der Steuerzahler macht sich einmal im Jahr die Mühe, Beispiele für öffentliche Geldverschwendung in einem Buch zu sammeln. „Schwarzbuch“ heißt es. Der Steuerzahlerbund will damit niemanden anschwärzen. Andererseits sind in der am Dienstag vorgestellten Ausgabe des Buchs durchaus Fälle versammelt, über die man sich schwarzärgern könnte. 106 solcher Fälle aus ganz Deutschland werden beschrieben. Auch die norddeutschen Bundesländer spielen dabei eine unrühmliche Rolle.
Vier Fälle aus Hamburg sind in dem Schwarzbuch vertreten.
Hier verschwendet der Staat Millionen
Steuerverschwendung-

Die Generalin von Kabul

Die Generalin von Kabul ist bereit für die Taliban

Die erste Polizeichefin Afghanistans will mehr Frauen in Uniform bringen. Sie warnt vor Zugeständnissen an die Taliban und vor einer Rückkehr der „schwarzen Zeit“, in der auch sie leiden musste.

Auf afghanischen Schulbänken sitzen heute bis zu 37 Prozent Mädchen. Das ist einer der Erfolge seit der US-geführten Invasion 2001

Brigadegeneralin Dschamila Bajas, erste Polizeichefin Afghanistans, leitet den Bezirk 1 in Kabul.  „Wir brauchen einfach noch viel mehr Frauen bei der Polizei“,sagt sie.
Im Mandawi-Basar von Kabul, mitten im glitzernden, stinkenden, duftenden Chaos, steht wie eine Burg das Polizeirevier Nummer 1. Eine hohe Mauer schützt es, gepanzerte Jeeps parken im Hof. In einem kleinen, verwilderten Garten erholen sich Beamte mit Kalaschnikows. Im obersten Stockwerk sitzt ein übergewichtiger Uniformierter mit Schnauzbart auf einem Stuhl und bewacht eine Bürotür. Es muss schwer sein, im Halbdunkel des Korridors nicht einzuschlafen, doch dann fliegt die Tür auf, und der Polizist schnellt so plötzlich von der Sitzfläche empor in Habachtstellung, dass sein Sturmgewehr scheppert. Wo Brigadegeneral Dschamila Bajas erscheint, bewegen sich die Dinge. Vier Leibwächter hechten der Generalin hinterher. Einer ruft eilig Anweisungen in ein Funkgerät, während es die Treppe hinuntergeht. Dschamila Bajas wartet auf niemanden mehr.
Warum sie es als bisher einzige Frau in Afghanistan geschafft hat, Polizeichefin zu werden? Bajas spricht nicht gern über ihre Qualitäten. Ihr starker Kiefer über dem Knoten des Kopftuchs mahlt kurz hin und her. Dann antwortet sie trocken: „Weil ich eben schon sehr lange dabei bin. Schließlich arbeite ich seit mehr als 30 Jahren bei der Polizei.“ Volle drei Jahrzehnte? „Nicht ganz, natürlich. Unter den Taliban musste ich fünf Jahre zu Hause bleiben. Wie alle Frauen“, sagt die 50-Jährige.
Die Generalin von Kabul ist bereit für die Taliban
Oberst Dschamila Bajas erste Polizeichef

Singapure: Vom Überlebenskampf zur Erlebnisgesellschaft

Singapurs Mittelstand

Bei der Republiksgründung 1965 war Singapur noch ein Entwicklungsland. Heute stehen der jungen Generation alle Türen offen. Das Leben im Stadtstaat ist zwar teuer, und der Mittelstand kämpft. Aber für Asien gilt die Entwicklung als beispielhaft.
Die 26-jährige Nadia Wahid weiss bereits sehr genau, was sie erreichen will: CEO einer Firma werden, einkommensmässig ins oberste Fünftel rücken, eine Familie mit zwei Kindern gründen und natürlich in den eigenen vier Wänden wohnen. Von diesen Zielen ist sie heute, nach bloss drei Berufsjahren, noch weit entfernt. Aber die Chancen stehen gut, dass sie ihre Ambitionen in den nächsten Jahren realisieren wird.
Chance, Jobs und Mittelstand
Singapur gehört zu den wenigen asiatischen Ländern, in denen sich Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft eine recht faire Chance für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg ausrechnen können. Wer in dem auf Leistung getrimmten Schulsystem reüssiert, sich weiterbildet und gewisse Konventionen im Stadtstaat befolgt, findet üblicherweise rasch eine Stelle und damit auch einen Platz in der Gesellschaft. Vom grossen Reichtum träumen natürlich alle; doch in der Regel handelt sich um einen Platz in der Mittelschicht.
Vom Ueberlebenskampf zur Erlebnisgesellschaft

Joshua Chiang

Joshua Chiang

Geldanlage: Junge Leute tun mir ehrlich leid

Marc Faber im Interview„Junge Leute tun mir ehrlich leid“

Investorenlegende Marc Faber sieht den freien Kapitalismus am Ende und sorgt sich über die zunehmende Ungleichheit zwischen Arm und Reich. Mit welchen Aktien er sich gegen die von ihm erwartete Geldentwertung stemmt.

Marc Faber: Einer der einflussreichsten Investoren der Welt. Den Notenbanken gibt er eine große Mitschuld an der wirtschaftlichen Lage. Quelle: Picture Alliance
Herr Faber, in der Ukraine herrscht Krieg, im Irak und in Syrien ist die Terrorgruppe Islamischer Staat auf dem Vormarsch. Beunruhigt Sie das als Investor?
Die wirtschaftliche Bedeutung des Nahen Ostens ist nicht besonders groß. Insofern lässt mich das als Investor eher kalt. Vielleicht geht der Ölpreis nochmals nach oben, vielleicht auch nicht. Anders sieht die Sache schon in Russland aus. Diese unsäglichen Sanktionen gegen Wladimir Putin haben einen negativen Effekt auf die Wirtschaft Europas, insbesondere die deutsche. Das wird viele Großkonzerne und damit auch ihre Aktionäre etwas kosten. Natürlich leidet darunter am allermeisten die russische Wirtschaft.
Junge Leute tun mir ehrlich leid
Geldanlage für JUNGE LUETE

Strategie der EZB ist abenteuerlich

Standpunkt Hans-Werner Sinn

Nach Auffassung von Hans-Werner Sinn hat die EZB ihr Mandat überschritten, indem sie eine fiskalische Regionalpolitik macht.

In den vergangenen Wochen gab es viele Schlagzeilen über Deflationsrisiken in Europa. Möglicherweise werden diese vorgeschoben, um ein riesiges fiskalisches Subventionsprogramm lancieren zu können.

Hohe Erwartungen führen leicht zu Enttäuschungen. Diese Erfahrung musste am letzten Donnerstag auch die Europäische Zentralbank (EZB) machen. Mario Draghi, ihr Präsident, hat den Leitzins unverändert gelassen und trotz aller Kritik den Beginn der schon längere Zeit avisierten Wertpapierkäufe angekündigt. Die Notenbank werde zunächst sogenannte Covered Bonds und etwas später auch forderungsunterlegte Wertpapiere erwerben, hiess es. Dabei sollen die Qualitätsanforderungen so drastisch gesenkt werden, dass Medien die fraglichen Papiere als «Müll» bezeichnen.
Strategie der EZB ist abenteuerlich

Erl

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