Rostflecken am Eisenerzmarkt

Preis des Stahlrohstoffs fällteisenerz

Seit einiger Zeit präsentiert sich der Eisenerzpreis nicht mehr stahlhart. Magere Wirtschaftsaussichten in den aufstrebenden Ländern und Überkapazitäten lasten auf dem Eisenerzmarkt.

Eisenerz klingt zwar im Vergleich mit Gold, Silber oder Platin unscheinbar, der Stoff, mit dem Stahl hergestellt wird, ist jedoch für viele Rohstoffgiganten das Rückgrat ihrer Erträge. Für manche ist Eisenerz gar so bedeutend, dass man häufig nicht mehr von einem diversifizierten Bergbaukonzern sprechen kann: So erwirtschaftete das australisch-britische Unternehmen Rio Tinto im vergangenen Jahr mehr als 85% der Betriebsgewinne mit Eisenerz. Beim brasilianischen Konzern Vale ist der Anteil ähnlich hoch. BHP Billiton und Anglo American stützen bis zu 50% ihrer Gewinne auf Eisenerz.
Rostflecken am Eisenerzmarkt
Steel

Wirtschaftsmächte beraten auf G20-Treffen Wachstumsimpulse

Die Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industrie- und Schwellenländer – der G20 – beraten heute im australischen Cairns über Wege zu mehr Wachstum und Beschäftigung. Deutschland lehnt angesichts der nach wie vor hohen Verschuldung staatliche Ausgabenprogramme ab. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will bei dem zweitägigen Treffen in Cairns für einen Dreiklang aus Strukturreformen, Haushaltssanierung und mehr privaten Investitionen werben.

Finance Ministers meeting – live streaming
Live coverage from Cairns on Sunday 21 September at 12:45pm AEST.
Wirtschaftsmächte beraten auf G20-Treffen WachstumsimpulseSaint Petersburg Declaration September, 2013

Der Verfall des Rechtsanwaltsberufes

Norbert Blüm: mediathek/video/abendschau
Mit der Verkümmerung einer verbindlichen Berufsethik hat sich der Rechtsanwaltsberuf selbst degradiert

Berufsstände, welche sich herkömmlicherweise über Kritik erhaben dünken, schweben leicht über den Wolken ihrer tatsächlichen Verhältnisse und werden so leicht Opfer ihrer Selbstüberschätzung. Kritik ist in solchen Fällen eine Hilfe zur Wiedergewinnung von Bodenhaftung, welche die Funktionäre solcher Berufsstände oft verloren haben, ohne es selbst zu bemerken. Eine kritische Untersuchung des Rechtsanwaltstandes sollte bei seiner Selbstdarstellung einsetzen. Diese kann man dem „Diskussionspapier der Bundesrechtsanwaltskammer zur Berufsethik der deutschen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte“ entnehmen (Stand 30. August 2010).

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Eine verbindliche Berufsethik der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte gibt es nicht mehr. Sie ist passé. Mit dieser selbst gewählten Degradierung wird der Rechtsanwaltsberuf ein Job wie jeder andere, beispielsweise der eines Kellners oder eines Tankwarts. Aber das war nicht immer so …

Das Selbstverständnis
Der Beruf des Rechtsanwalts ist von seiner Herkunft und der ihm zugedachten Funktion kein gewöhnlicher Dienstleistungsberuf. Ein Anwalt bietet seine Dienste im Namen des Rechts an. „Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte üben einen Vertrauensberuf aus. Ihnen ist ein für jeden einzelnen, aber auch für die staatliche Gemeinschaft besonders wichtiges Gut anvertraut: das Recht.“ So steht es im Diskussionspapier des Präsidiums der Bundesrechtsanwaltskammer zur Berufsethik der deutschen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. (I.2)

Der Rechtsanwalt ist ein „Organ der Rechtspflege“
Die Sonderstellung des Anwalts ist mit besonderen Rechten und Pflichten ausgestattet. Auf der einen Seite stehen Privilegien wie beispielsweise das Zeugnisverweigerungsrecht, Akteneinsichtsrecht und die Beschlagnahmefreiheit ihrer Akten; auf der anderen Seite ergeben sich die Pflichten der Verschwiegenheit, das Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen und anderes.
Der Verfall des Rechtsanwaltsberufes
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Erleichterung an den Finanzmärkten

Schotten gegen Unabhängigkeit

London Grossbritannien ist nicht mit der Unabhängigkeit Schottlands aufgewacht. Der schottische Chefminister Alexander Salmond hat bereits die Niederlage eingeräumt. An den Finanzmärkten führte die Ablehnung einer Sezession durch die schottische Ablehnung zu einer Stärkung des Pfunds. Bereits am Donnerstagabend setzten Spekulationen ein, dass die «Nein»-Seite gewinnen würde. Die britische Währung stieg gegenüber dem Dollar ab dem Schliessen der Abstimmungslokale von $ 1.63 auf $ 1.65. Gegenüber dem Euro erreichte das Pfund den höchsten Wert seit Mitte 2012. Es wird erwartet, dass die Londoner Börse mit einem Plus starten wird.
Erleichterung an den Finanzmaerkten

Kap www.gargots.net

Kap
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Aktien… aber richtig – Teil 5

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Offensichtlich gibt es im Bereich von Einzelaktien keine systematische Beziehung zwischen Risiko (Volatilität) und Ertrag. Woher kommt das Phänomen und wie legen Herr und Frau Jedermann im Durchschnitt im Aktienmarkt an?

Doug Pike

Doug Pike

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Dramatischer Anstieg der Militär-Ausgaben weltweit

Militär: Boom-Branche Rüstung:
Dramatischer Anstieg der Militär-Ausgaben weltweit

Die Rüstungsindustrie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zur Boombranche entwickelt. Vor allem die Schwellenländer haben ihre Militärausgaben aufgrund höherer Steuereinnahmen zum Teil massiv gesteigert. Politisch ist die Welt durch diese Entwicklung deutlich unsicherer geworden.

Die USA gaben im vergangenen Jahr 640 Milliarden Dollar für ihr Militär aus.
Die Staaten der Welt haben ihre Militärausgaben im Verlaufe der letzten Jahrzehnte massiv ausgebaut. In vielen Fällen behindern diese Ausgaben nicht nur mögliche Investitionen in Fortschritt und Wohlstand, sondern tragen auch direkt zu deren Zerstörung bei.
Nach Angaben des Forschungsinstituts Sipri lagen die weltweiten Militärausgaben im vergangenen Jahr bei 1,75 Billionen Dollar. Die USA sind mit 640 Milliarden Dollar für mehr als ein Drittel der globalen Militärausgaben verantwortlich. Es folgen China mit geschätzten 188 Milliarden Dollar und Russland mit 88 Milliarden Dollar.
In den letzten Jahren sind die Militärausgaben des Westens leicht zurückgegangen, also Nordamerika, West- und Mitteleuropa und Ozeanien. Andere Staaten hingegen verstärken ihre Waffenkäufe zum Teil massiv.
Dramatischer Anstieg der Militaer-Ausgaben weltweit
SIPRI Milex data 1988-2013 plus

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Janet Yellen beruhigt Märkte mit den Worten „considerable time“

Die Fed signalisiert eine weiterhin lockere Geldpolitik und lässt die Leitzinsen unverändert. Andreas Oswald berichtet:  Die Anleihekäufe werden weiter reduziert. Und dann sagte sie noch den entscheidenden Satz, um die Märkte zu beruhigen. Der Dax steigt vorbörslich.
Die US-Notenbank Federal Reserve streicht ihre Konjunkturhilfen weiter zusammen und hält vorerst an ihrem Bekenntnis zu niedrigen Zinsen fest. Die Zentralbanker um Fed-Chefin Janet Yellen signalisierten jedoch gleichzeitig, dass sie die Zinszügel im kommenden Jahr stärker als bislang erwartet straffen könnten. Die Währungshüter entschieden am Mittwoch, die monatlichen Wertpapierkäufe um weitere zehn auf 15 Milliarden Dollar zu reduzieren und den Leitzins zugleich bei null bis 0,25 Prozent zu belassen. Dann sagte Janet Yellen einen wichtigen Satz, um die Märkte zu beruhigen. Die Fed wolle noch eine „considerable time“, eine “geraume Zeit“ nach dem für Ende Oktober anstehenden Auslaufen der Konjunkturhilfen die Zinsen niedrig halten.
considerable time
'We've spent considerable time on it now.

Überalterung setzt Pensionskassen zu

Kritik an der Umverteilung von Aktiven zu Rentnern

NZZ: Börsengewinne haben die Lage der Schweizer Pensionskassen verbessert. Trotzdem stehen die Vorsorgeeinrichtungen vor grossen Herausforderungen.
Das Altersvorsorgesystem der Schweiz ist im internationalen Vergleich sehr leistungsfähig, steht aber von verschiedenen Seiten unter Druck. Die demografische Entwicklung, Umverteilungen bei Pensionskassen sowie die niedrigen Zinsen belasteten die Vorsorge, war der Tenor am Herbstgespräch der Investmentgesellschaft Swisscanto zu den Schweizer Pensionskassen. Gemäss Martin Eichler, Chefökonom beim Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel, steht die Schweiz vor dem Übergang von einer wachsenden zu einer rückläufigen Erwerbsbevölkerung. Diese Wende werde wohl Anfang der 2020er Jahre erfolgen. Die steigende Lebenserwartung, zu niedrige Fertilitätsraten sowie die Nachwirkungen des Babybooms der Jahre 1940 bis 1975 schafften grosse Herausforderungen für die Schweizer Alterssicherungssysteme. Zuwanderung könne die stärksten Effekte der demografischen Wende abfedern, politisch werde dies aber durch die Initiative «gegen die Masseneinwanderung» erschwert.
Ueberalterung setzt Pensionskassen zu

Alexander Holzach

Alexander Holzach

Studie: Viele Fonds sind ihr Geld nicht wert

S&P hat tausende Aktienfonds analysiert. Bis zu 90 Prozent scheitern am Vergleichsindex
London/Wien – Viele Fondsmanager sind ihr Geld nicht wert. Das ist kurz zusammengefasst das Ergebnis einer Studie von S&P Dow Jones Indices, einem der größten Indexanbieter weltweit. Deren Analysten haben sich Aktienfonds über ein, drei und fünf Jahre angesehen und mit ihren jeweiligen Benchmarks verglichen, also den Aktienindizes als Vergleichsmaßstab. Europäische Aktienfonds wurden etwa mit dem S&P Europe 350 verglichen. Für verschiedene Anlageklassen und insgesamt tausende Fonds haben die S&P-Experten Wertungslisten (Scorecards) erstellt, die Erträge nach den Fondskosten analysiert.
Die Analysten machen zwar viel Aufsehen darum, dass im vergangenen Jahr, als die europäischen Aktienmärkte eine tolle Performance von 20,97 Prozent abgeliefert haben, die Mehrheit der Europa-Aktienfonds an dieser Vorgabe gescheitert ist (bei Eurozonen-Aktienfonds sogar drei Viertel). Doch Fonds sind aufgrund ihrer Kostenstruktur vor allem für längere Zeiträume gedacht. Auf Sicht von fünf Jahren scheiterten immerhin noch 64 Prozent aller aktiven europäischen Aktienfonds an ihren Messlatten. Noch schlimmer sieht es bei globalen Aktienmandaten aus, dort sind es 90 Prozent.
Auch bei den Schwellenländer-Märkten, die gerne als weniger effizient und daher als gutes Jagdgebiet für Aktienschnäppchen bezeichnet werden, haben sich viele Fondsmanager die Zähne ausgebissen. 87,7 Prozent scheiterten am Schwellenländer-Index in den vergangenen fünf Jahren.
Zusätzlich liefern die S&P-Analysten noch weiteres Datenmaterial. Sie haben etwa die kapitalgewichteten Erträge mit Fonds ermittelt. Dabei haben sie sich angesehen, wie sich der durchschnittliche Investor mit aktiven Fonds geschlagen hat, denn die Erträge wurden mit dem verwalteten Fondsvermögen gewichtet. Die Zahlen zeigen, dass große Fonds tendenziell höhere Erträge hatten (mit Ausnahme von US-Produkten und französischen Fonds
Studie- Viele Fonds sind ihr Geld nicht wert

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff www.cartoongallery.eu

Dr. Jan Tomaschoff / Slovakia

 

Aktien… aber richtig – Teil 4

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Sind die überraschenden Ergebnisse im letzten Video lediglich auf die Spezifika des Schweizer Aktienmarktes zurück zu führen? Heute untersuchen wir die Aktienmärkte von Deutschland und den USA.
Beachten Sie dazu auch die Videos „Aktien… aber richtig – Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Dave Granlund

Dave Granlund

aktien-aber-richtig-teil-1/
aktien-aber-richtig-teil-2/
aktien-aber-richtig-teil-3/