Schlagabtausch zum neuen Finanzgesetz

«Eine Strafaktion gegen Banken»

Banken befürchten einen grossen Bürokratie-Aufwand aufgrund des geplanten
Finanzdienstleistungsgesetzes. Das Finanzdienstleistungsgesetz Fidleg steckt in der Vernehmlassung, und langsam schiesst sich die Branche immer mehr darauf ein. Bern hält dagegen.

Wie anders doch das gleiche Objekt durch zwei unterschiedliche Brillen aussehen kann. Ein Beispiel dafür lieferten am Freitag in Zürich Prof. Martin Janssen und Daniel Roth bei der Analyse der Vorlage zum Finanzdienstleistungsgesetz (Fidleg), das sich derzeit in der Vernehmlassung befindet. Janssen, ein Verfechter gering regulierter, freier Märkte, stellte sein Gutachten zum Fidleg vor, das er im Auftrag der gastgebenden Vereinigung Schweizerischer Assetmanagement- und Vermögensverwaltungsbanken (VAV) erstellt hatte. Zwar gestand Janssen ein, dass die Finanzkrise gezeigt habe, dass es in der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung der Lösung harrende Probleme gibt. Doch darüber hinaus liess er am Fidleg kaum ein gutes Haar.
Schlagabtausch zum neuen Finanzgesetz

Rabe

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Vorsicht – es droht eine Dienstmädchenhausse

Märkte und Meinungen

In der Schweizer Presse darf „Mann“ noch ungestraft Frauen diskriminieren:
„Vorsicht – es droht eine Dienstmädchenhausse“

Christof Leisinger berichtet:  Wer heute hohe Wertpapierpreise zahlt, müsse künftig möglicherweise mit geringen Renditen rechnen.
Schlechte Nachrichten sind zwar für viele Börsianer gute Nachrichten, weil sie auf neue Stimulierungsmassnahmen hoffen können. Sobald sich jedoch die «Dienstmädchen» eingekauft haben, wird es riskant.

Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten. Die an sich paradoxe Aussage bezieht sich auf die jüngste Entwicklung an den Finanzmärkten. Dort sind die Kurse an den Börsen der Industriestaaten in den vergangenen Wochen zwar etwas zurückgefallen, und die Renditen von Zinspapieren bester Qualität sind von Tief zu Tief gefallen, die Stimmung der Anleger jedoch ist ziemlich gut geblieben. Verwöhnt von der Neigung der Zentralbanken, geldpolitisch stabilisierend einzugreifen, sobald die Konjunktur auch nur leicht schwächelt oder Vermögenspreise zu stark unter Druck geraten, tendieren sie dazu, Kursrückschläge sowohl bei Bonds als auch bei Aktien als Kaufgelegenheiten wahrzunehmen. Wie Daten der American Association of Individual Investors zeigen, befindet sich der Anteil flüssiger Mittel in den Depots privater Anleger auf dem tiefsten Stand seit dem Jahr 2000. Das heisst, sie sind relativ hoch investiert.
Vorsicht – es droht eine Dienstmaedchenhausse

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Martin Guhl

Yellen erteilt Forderung nach Zinserhöhung Absage

Trotz des Aufschwungs in den USA will Notenbankchefin Janet Yellen bei der Zinswende nichts überstürzen.

Ein zu schnelles Vorgehen könne zu einem Hemmschuh für eine vollständige Erholung am Arbeitsmarkt werden, warnte sie am Freitag auf dem Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole. Sie erteilte damit einer Forderung aus den eigenen Reihen eine Absage, die Zinszügel jetzt schon anzuziehen. Es gebe keine „einfachen Rezepte“ für eine angemessene Geldpolitik, betonte Yellen vor der handverlesenen Elite der Finanzwelt. Bei dem Treffen ließ der US-Notenbanker James Bullard mit harscher Kritik an EZB-Chef Mario Draghi aufhorchen, obwohl dieser erst im Juni die Zinsen auf das Rekordtief von 0,15 Prozent gesenkt hatte. Die EZB müsse auf „das Warnsignal“ niedriger Preissteigerungen reagieren und sich entschiedener gegen eine drohende Rezession stemmen, mahnte Bullard kurz vor einem Auftritt Draghis auf dem Forum.
Yellen erteilt Forderung nach Zinserhoehung Absage
Economy

Ich will mehr Zins – Teil 2

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.


Je schlechter das Rating, desto höher der Zins. „Rating“ steht für die Ausfallwahrscheinlichkeit von Coupon und/oder Rückzahlung. Im heutigen Video zeigen wir, was das konkret bedeutet.
ZinsenIch will mehr Zins Teil-1

Bank of America muss 17 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Die dicksten Geldstrafen der Banken

Mit 17 Milliarden Dollar steht der Bank of America die höchste Strafe aller Zeiten ins Haus. Wegen unseriöser Geschäfte mit faulen Hypothekenkrediten mussten schon andere Banken Milliardenstrafen zahlen. Ein Überblick.

Bank of America

Wankende Großbanken brachten das Weltfinanzsystem 2008 an den Rand des Zusammenbruchs. Dubiose Hypotheken-Deals hatten den Weg dafür bereitet. Doch die Vergangenheit holt die Geldhäuser ein – der Bank of America (BoA) droht nun gar die höchste Strafe aller Zeiten. Dem „Wall Street Journal“ zufolge steht das Finanzinstitut kurz vor einem Vergleich mit dem US-Justizministerium über knapp 17 Milliarden US-Dollar (rund zwölf Milliarden Euro), davon neun Milliarden Dollar in bar. Das wäre der höchste jemals bezahlte Betrag in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und einem Unternehmen. Bereits im März musste BoA 9,5 Milliarden Dollar nach einer Klage der Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency zahlen. Handelsblatt
Bank of America muss 17 Milliarden Dollar Strafe zahlen
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Zentralbanker auf Arbeitssuche

Fed-Konferenz in Jackson Hole

Die Frage, wie ausgelastet die US-Wirtschaft und vor allem der Arbeitsmarkt sind, entscheidet über den weiteren Kurs der Notenbank Fed. Sie ist aber nicht einfach zu beantworten.
Von Donnerstag bis Samstag findet einmal mehr das Jackson-Hole-Symposium der Federal Reserve Bank of Kansas City im US-Gliedstaat Wyoming statt. Zentralbanker und andere Wirtschaftspolitiker, zugewandte Ökonomen und Vertreter des Privatsektors werden dieses Jahr über das Thema Arbeitsmarktdynamik diskutieren. Dabei steht naturgemäss der US-Arbeitsmarkt im Vordergrund, sind diesbezügliche Einschätzungen – neben den Entwicklungen an der Preisfront – doch am relevantesten für den Kurs der amerikanischen Notenbank Fed. Im Zentrum des Interesses steht die Frage, wie stark ausgelastet die US-Wirtschaft nach der schweren Rezession von 2007–2009 derzeit ist.
Zentralbanker auf Arbeitssuche
Yellen-Dashboard

Glencore: Macht Gewinne dank einer Ausweitung der Förderung

Aktienrückkauf angekündigt. Glencore schmeichelt Aktionären
Glencore schreibt schwarze Zahlen

May 2012: Work on potential corruption in mining deals in the Democratic Republic of Congo, for the Bureau of Investigative Journalism.

May 2012: Work on potential corruption in mining deals in the Democratic Republic of Congo, for the Bureau of Investigative Journalism.

Wir kaufen uns die Welt
Rohstoffhandelsgrossmacht Schweiz ein intransparentes schwarzes Loch

 

Switzerland: Postfinance will Kundendaten verkaufen

Der Finanzdienstleister der Schweizerischen Post, Postfinance, will den 1,6 Mio. Kunden seines Online-Banking-Bereichs «E-Finance» ab April 2015 gezielte Rabatt- und Aktionen-Angebote von Drittunternehmen unterbreiten und dabei Kundendaten für geschäftliche Zwecke nutzen. Beim Einkauf mit der Bankkarte oder bei elektronischen Zahlungen über das Banking-Portal hinterlassen Kunden Spuren, die Aufschluss über ihr Kaufverhalten geben.
Postfinance will Kundendaten nutzen

Klaus Dittmann

Klaus Dittmann

Mit Big Data gegen die Mafia

Stefano Gurciullo: Mit Big Data gegen die Mafia
Sizilien: Urlaubsziel deutscher Touristen – und kontrolliert von der Mafia

Wie viel Macht hat die Mafia in Italien? Wie viele Firmen gehören ihr? Der Sizilianer Stefano Gurciullo entlarvt Mafia-Firmen mit winzig kleinen Hinweisen und riesigen Zahlen. Dazu gehört Mut – und Hartnäckigkeit.

Italien im Sommer 1989. Die Luft ist flirrend heiß, Grillen zirpen zwischen Olivenbäumen. Am Eingangstor eines Bauernhofes unterhalten sich zwei Männer, sie scheinen sich gut zu kennen. Beiläufig steckt der ältere der beiden seinem Gegenüber ein Bündel Geldscheine zu. Eine ganz normale Transaktion. In Sizilien ist die Mafia überall.

Stefano Gurciullo erinnert sich noch genau. Es war sein erster Kontakt mit der organisierten Kriminalität im Land: „Mein Opa hatte ein kleines Stück Land. An diesem Tag kam ein Mann und forderte Geld von meinem Großvater. Als ich das gesehen habe, fragte ich: Warum gibst du dem Mann Geld? Mein Opa antwortete: Damit er uns beschützt. Vor wem beschützt er uns, wollte ich wissen. Vor sich selber, sagte mein Opa schulterzuckend. Wenn wir nicht bezahlen, dann nimmt er uns alles weg, was wir haben.“

Ein kleiner Zwischenfall mit großer Wirkung, Stefano fasst einen Entschluss: Diese Ungerechtigkeit wird er nicht akzeptieren!

Wirtschaftsmacht Mafia

Allein 2010 hat die Mafia laut Schätzungen des italienischen Handelsverbandes „Confesercenti“ 135 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Haupteinnahmequellen: Drogen, Prostitution und illegale Waffen. Ein Großteil dieser unglaublichen Summe verwendet sie, um die private Wirtschaft zu infiltrieren. Diese Geldwäsche hat Destabilisierung, Preisabsprachen und Ausschaltung des Wettbewerbs zur Folge.
Mit Big Data gegen die Mafia

Derek Easterby www.w-t-w.org/en/cartoon/derek-easterby www.twitter.com/Ybretsae

Mafia Shadow                                                            Derek Easterby