Brauchen wir bedingungsloses Grundeinkommen?

Sozialromantik oder Modell der Zukunft?
Fabrik der Zukunft
Die digitale Revolution und fortschreitende Automatisierung könnten in Zukunft viele Arbeitsplätze überflüssig machen.
Wäre das bedingungslose Grundeinkommen ein Mittel,
soziale Verwerfungen zu vermeiden?

Computer dürften bald viele Jobs übernehmen. Was passiert dann mit den Verlierern der digitalen Revolution? Ausgerechnet im elitären Weltwirtschaftsforum kam ein Vorschlag auf, der sonst nur als Idee von Sozialromantikern abgetan wird.

Ulrich Schäfer berichtet: Joe Schoendorf ist durch das Internet reich geworden. Verdammt reich. Er zählt mit seiner Firma Accel Partners seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Risikokapitalgebern des Silicon Valley. Er hat zum Beispiel viel Geld in Facebook investiert, als das Unternehmen noch kaum jemand kannte.

Aber Schoendorf befürchtet: Die digitale Revolution wird nicht bloß Erfolgsgeschichten wie seine produzieren, sondern Millionen Menschen den Job kosten. Roboter, mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, würden künftig einen großen Teil der Arbeit erledigen und die Gesellschaft in Gewinner und Verlierer spalten, soziale Unruhen inklusive. Er fordert deshalb: „Wir müssen dafür eine Lösung finden und die Einkommen anders verteilen.“..
Verlust von Arbeitsplaetzen durch Digitalisierung
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Warum Strom in der EU zum Luxus wird

„Die große Stromlüge“:  Frost und Kälte fordern auch in Europa noch immer Todesopfer. In den letzten Jahren wurde eine längst überwunden geglaubte Gefahr wieder aktuell: Vielen Menschen fehlt das Geld, um ihre Wohnungen angemessen zu beheizen. „Günstigere und umweltfreundlichere Energie“ hatten die EU-Mitgliedstaaten einst versprochen. Warum sind die Stromrechnungen noch immer so hoch?

Durch steigende Strompreise sind viele Privathaushalte in der EU überlastet: In Spanien betrifft dies sogar ein Drittel der Bevölkerung. In Italien konnten im Jahr 2015 fünf Millionen Familien ihre Stromrechnung nicht begleichen, in Deutschland waren es sieben und in Frankreich sogar acht Millionen Menschen. „Günstigere und umweltfreundlichere Energie“ hatten die EU-Mitgliedstaaten vor 20 Jahren versprochen. Doch was ist aus der vielversprechenden Idee eines gemeinsamen und transparenten Energiemarkts geworden? Zahlt der Verbraucher für jahrelange politische Fehlentscheidungen?

In Deutschland hat man zwar den Atomausstieg beschlossen, muss aber dennoch auch weiterhin Braunkohletagebau betreiben, was nicht nur zulasten der Umwelt geht, sondern Zwangsumsiedlungen ganzer Ortschaften zur Folge hat.

In Spanien leisteten Tausende Bürger mit Investitionen in eigene Solarstromanalagen einen Beitrag zum energetischen Wandel. Die Regierung hatte versprochen, ihnen den Strom zu fairen Preisen abzunehmen. Einige Jahre später überlegte sie es sich anders und sorgte so für eine Rekordverschuldung.

In Frankreich hat das ehemalige Staatsunternehmen Electricité de France (EDF) bis heute eine Monopolstellung inne. Dies verstößt nicht nur gegen den freien Wettbewerb in der EU, sondern verwehrt Tausenden Franzosen, die gerne ihre eigene Energie produzieren würden, die Loslösung vom staatlichen Netzbetreiber. Der Dokumentarfilm durchleuchtet die verschiedenen Versprechen, die im Namen eines liberalen europäischen Energiemarkts gemacht wurden, und analysiert die Hintergründe für das Scheitern dieser europäischen Vision.
Warum Strom zum Luxus wird


Bei Arte das 80 Min. Video
Stromkartell

Was Frauen im Job hilft – und was sie hemmt

OECD zum Internationalen Frauentag

Anlässlich des Weltfrauentags hat die OECD zusammengetragen, wie es in verschiedenen Ländern um die Gleichberechtigung bestellt ist. Deutschland schneidet nicht besonders gut ab.

Teilzeitarbeit, Kinderbetreuung, Steuerpolitik: So schneidet Deutschland im internationalen Vergleich ab. Ein Überblick zum Internationalen Frauentag.

Annette Zoch berichtet: Wirtschaftlicher Erfolg ist weiblich, davon ist Monika Queisser überzeugt. Wollen die alternden westlichen Industrienationen wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie ihre Frauen stärker in Arbeit bringen. „Diese Erkenntnis wird nirgends mehr in Zweifel gezogen“, sagt die Leiterin der Abteilung Sozialpolitik bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Zum Internationalen Weltfrauentag an diesem Dienstag hat die OECD zusammengetragen, was Frauen im Job hilft und was sie hemmt. Ein Überblick.

Berufstätigkeit
Die absolute Beschäftigung von Frauen hat deutlich zugenommen, Frauen arbeiten allerdings viel häufiger in Teilzeit. Im Jahr 2014 waren elf Millionen Frauen Teilzeit beschäftigt, doppelt so viele wie 1991.

Unbezahlte Arbeit
Auch Haus- und Erziehungsarbeit wird in der OECD-Statistik als Arbeit definiert, allerdings als unbezahlte. Demnach sind Frauen in durchweg allen OECD-Staaten benachteiligt, weil sie deutlich mehr unbezahlte Arbeit leisten als Männer.
In Deutschland verbringen Frauen im Schnitt 181 Minuten am Tag mit bezahlter Erwerbsarbeit. Bei Männern sind es 282 Minuten. Frauen verrichten darüber hinaus 269 Minuten am Tag unbezahlte Tätigkeiten, Männer widmen sich diesen nur 164 Minuten lang.

Equal-Care-Day Ein Schalttag für die Care-Arbeit
Der Equal-Care-Day soll darauf hinweisen, dass Frauen viermal so viel Zeit in Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege investieren wie Männer. Vergleichsweise viel unbezahlte Arbeit übernehmen die norwegischen Männer (180 Minuten, 210 die Frauen), am unteren Ende der Statistik finden sich die Koreaner, die nur 45 Minuten am Tag zu Hause mithelfen, während ihre Frauen 227 Minuten erledigen. Unbezahlte Arbeit ist dann gleichmäßiger verteilt, wenn die Erwerbsbeteiligung von Frauen höher ist. In Norwegen liegt der Erwerbsanteil von Frauen zum Beispiel bei fast 75 Prozent – in der Türkei hingegen liegt er nur bei unter 30 Prozent. Türkische Frauen verrichten 377 Minuten unbezahlte Arbeiten, ihre Männer nur 116 Minuten.

Ihr Forum – Gleichberechtigung: In welchen Bereichen gibt es Nachholbedarf?

Kinderbetreuung
Die Betreuungsquote von Kleinkindern hat sich in Deutschland seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts verdoppelt. 2013 gingen mehr als 30 Prozent der Kinder zwischen null und zwei Jahren in Kitas oder Krippen, gegenüber nur etwa 15 Prozent im Jahr 2006. „Deutschland verzeichnet hier einen sehr beeindruckenden Fortschritt“, sagt Monika Queisser. Kein anderes Land habe hier so ausgebaut. Inzwischen liege Deutschland nah am OECD-Schnitt mit etwa 34 Prozent.
In einem Drittel der OECD-Länder gibt es inzwischen zehn oder mehr Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub. Der Anteil der Väter, die in Deutschland Elternzeit nehmen, liegt bei etwa 27 Prozent. In Frankreich, kinderpolitisch so gerne als Vorbild erwähnt, liegt dieser Anteil nur bei rund vier Prozent.

Ihr Forum Gleichberechtigung: In welchen Bereichen gibt es Nachholbedarf?
Mehr unbezahlte Arbeit, selten Führungspositionen: Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei der Gleichberechtigung nicht gut ab. Das veröffentlicht die OECD anlässlich des Internationalen Frauentags in einer Studie. Wo sehen Sie die größten Baustellen?

Arbeitende Mütter
Die Wahrnehmung hat sich verändert: Waren im Jahr 2002 noch fast 40 Prozent der Westdeutschen der Ansicht, Mütter von Kleinkindern sollten gar nicht arbeiten, waren dieser Ansicht im Jahr 2012 nur noch 22 Prozent. In der öffentlichen Wahrnehmung ist heute vor allem Teilzeit-Arbeit gesellschaftsfähig: 57 Prozent sehen das positiv, vor 14 Jahren waren es nur 40 Prozent….

Karriere Frauen haben mehr Stress – und bekommen dafür weniger Geld
Berufstätige Frauen in Deutschland kümmern sich länger um Kinder und Haushalt als ihre Männer. Und die Löhne unterscheiden sich stärker als sonst in Europa..
Was Frauen im Job hilft – und was sie hemmtInternational Womens Day

Vergraulen Schweizer Firmen Frauen?

Teilzeitarbeit: Gut ausgebildete Mütter finden wegen veralteter Arbeitsmodelle nur schwer einen Job. Deren Ausbildung hat den Staat aber 5,75 Mrd. Fr. gekostet. Auch Männer leiden unter unflexiblen Arbeitgebern.

Ueli Kneubühler berichtet:  Die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hat nun in einer Studie unter dem Titel «Steinzeit Teilzeit – der ungenutzte Talentpool der Schweiz» erhoben, weshalb Frauen mit Hochschulbildung dem Arbeitsmarkt entzogen werden und ausgerechnet, was der Staat in deren Ausbildung investierte. Dazu befragte BCG 24 kotierte Unternehmen mit Schweizer Sitz sowie 135 Akademikerinnen und führte zahlreiche Einzelgespräche.

Eine erste Erkenntnis: Die Ausbildung der 50 000 Akademikerinnen, die heute gemäss Bundesamt für Statistik zu Hause bleiben, hat den Staat laut BCG-Studie 5,75 Mrd. Fr. gekostet. Diese Investitionen fliessen nicht in den Wirtschaftskreislauf zurück.

Baby-Knick
Auslöser, dass sich gut ausgebildete Frauen gegen einen Job entscheiden, ist meist die Geburt eines Kindes. Einher geht ein Knick in der Karriereplanung. Ist das erste Kind da, gehen Frauen oft den Weg in die Teilzeitbeschäftigung und bleiben vielmals ein Erwerbsleben lang darin hängen. «Das Gros der Frauen will nach der Schwangerschaft wieder arbeiten, allerdings in der Regel vorerst für ein bis zwei Jahre mit einem reduzierten Pensum», sagt Pia Tischhauser, Studienverfasserin und Mitglied des Global Executive Committee von BCG. Das liege zu Beginn näher bei 60% und nicht bei einem 80–100%-Pensum. «Bei diesem Pensum erhalten sie aber meist keinen Job, der ihrem Ausbildungsstandard entspricht», so Tischhauser.

Abschreckend für Frauen, die nach der Geburt aktiv in einen aussichtsreichen Job zurückkehren möchten, sei der mangelnde Enthusiasmus des Arbeitgebers beim Aufzeigen von Perspektiven während der Schwangerschaft, heisst es in der Studie. Auch die Vernachlässigung des Informationsflusses an die frischgebackenen Mütter während des Mutterschaftsurlaubs und ein schlecht orchestrierter Wiedereinstieg nach der Babypause werden genannt. Firmen würden sich zu wenig bemühen, für Frauen, die während einer Zeit nicht mehr Vollzeit arbeiten wollen, ein attraktives Umfeld zu bieten. Viele Frauen würden dies aber auch zu wenig einfordern.

Das Hauptproblem sieht Studienverfasserin Tischhauser in der «wohlgemeinten Rücksichtnahme». Diese äussert sich etwa darin, dass, wenn Frauen ihre Schwangerschaft bekanntgeben, sie nicht mehr gefragt seien und von Projekten ausgeschlossen würden. Dies alles unter dem Deckmantel, dass schwangere Frauen nicht zusätzlich belastet werden dürften. «Dies verhindert, dass Frauen nach dem Mutterschaftsurlaub wieder auf dem gleichen Niveau einsteigen können», sagt Tischhauser….
Schweizer Firmen vergraulen Frauen
Frauen in Führungspositionen

Deutsche Börse unterliegt künftig britischem Recht

Die geplante Fusion zwischen Deutscher und Londoner Börse soll ihren Sitz in London haben. Die neue Superbörse soll eine Aktiengesellschaft nach britischem Recht sein. Kritiker fürchten, dass viele Entscheidungskompetenzen nach London abwandern werden. Die Deutsche Börse und ihr britisches Pendant, die London Stock Exchange (LSE), haben am Freitag weitere Details ihrer geplanten Fusion bekannt gegeben. Demnach soll die geplante Superbörse ihren Sitz in London haben und eine Aktiengesellschaft nach britischem Recht sein. Ein Hauptsitz solle aber weiter in Frankfurt am Main bleiben, teilte die Deutsche Börse mit.
Deutsche Boerse unterliegt kuenftig britischem Recht

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
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Frauen-Finanzberaterin

Svea Kuschel: Der kleine Unterschied zwischen Mann und FrauSvea Kuschel

Svea Kuschel hat in den 80er Jahren die erste Finanzberatung speziell für Frauen eröffnet. Für ihr Lebenswerk hat sie das Bundesverdienstkreuz erhalten. Im Interview mit boerse.ARD.de spricht sie über den „kleinen Unterschied“ zwischen den Geschlechtern.

boerse.ARD.de: Frau Kuschel, Sie haben 1986 die erste Finanzberatung für Frauen gegründet. Muss man Frauen denn überhaupt anders beraten als Männer?

Svea Kuschel: Man kann nicht sagen, dass sich grundsätzlich jede Frau lieber von einer anderen Frau beraten lassen will. Aber es gibt viele, die feststellen, dass man von Frau zu Frau freier reden kann. Sie öffnen sich beim Thema Finanzen dann leichter. Und weibliche Beraterinnen leben ja auch das Leben einer Frau und kennen die Bedürfnisse.

boerse.ARD.de: Was sind das denn für Bedürfnisse?
Kuschel: Als ich als Beraterin angefangen habe, war es mein Anliegen, Hausfrauen abzusichern. Mit der Zeit sind die Ansprüche allerdings wesentlich höher geworden. Es geht nicht mehr um den Hunderter in die Rentenversicherung, sondern um vollständige Finanzkonzepte. Und die müssen auf die individuelle Lebenssituation ausgerichtet sein. Frauen machen sich immer viele Gedanken: Was ist wenn?

boerse.ARD.de: Haben Sie ab und an auch Männer beraten?
Kuschel: Aber gerne doch, die sind ja viel einfacher (lacht). Bei denen ist die erste Frage: Wie hoch ist die Rendite? Frauen wollen es dagegen immer ganz genau wissen. Und fragen sich: Was passiert eigentlich mit meinem Geld? Sie sind oft zögerlicher – aber wenn sie sich entschieden haben, dann bleiben sie dabei. Wer Frauen beraten kann, kann Männer allemal beraten.

boerse.ARD.de: Wie sind Sie damals auf die Idee gekommen, eine Frauenfinanzberatung aufzubauen?

Kuschel: Eigentlich aus eigener Betroffenheit. Im Alter von 30 Jahren wollte ich mich um meine Altersvorsorge kümmern. Ich war zwölf Jahre Hausfrau – von der Rente hätte ich später nicht einmal die halbe Miete bezahlen können. Da habe ich gedacht: Gott, ich bin ein Einzelfall. Doch es stellte sich schnell heraus, dass viele Bekannte sagten: Mit meiner Altersvorsorge habe ich mich noch nie befasst. Oder: Das macht mein Mann. Das war der Anstoß für meine Selbstständigkeit.

boerse.ARD.de: Es gibt Studien, die behaupten, dass Frauen ein geringeres Finanzwissen haben als Männer. Hatten Sie in Ihrem Berufsalltag den gleichen Eindruck?

Kuschel: Männer tun oft so, als ob sie ein größeres Wissen haben. Frauen geben eher zu, dass sie etwas nicht verstehen. Früher war es allerdings oft so, dass Frauen das Thema gerne an ihre Männer abgegeben haben. Das ändert sich aber mit dem eigenen Einkommen – und das finde ich toll.

boerse.ARD.de: Was ist Ihrer Meinung nach das größte Problem für Frauen bei der Vorsorge?

Kuschel: Eins, das die Frauen wunderbar lösen können. Wenn sie in Elternzeit gehen oder später vielleicht in Teilzeit arbeiten, sagen viele: Ich kann nicht vorsorgen, ich verdiene doch zu wenig. Aber der Mann bringt nicht sein Einkommen nach Hause – sondern ein Familieneinkommen. Wenn da eine andere Denkweise einsetzen würde, würde das viele Probleme lösen.

boerse.ARD.de: Gibt es auch ein spezielles Problem in der Frauen-Finanzberatung?
Kuschel: Es gibt einige spezielle Finanzprodukte für Frauen auf dem Markt. Das ist schlichtweg ein Marketinggag. Man kann nicht alle Frauen über einen Kamm scheren und ein Produkt auf den Markt bringen, das sich über alle Frauen stülpt. Es wird ja im umkehrten Fall auch nie ein Finanzprodukt für alle Männer geben. Stattdessen ist eine individuelle Beratung nötig.

boerse. ARD.de: 2009 haben sie die Bayerische Staatsmedaille erhalten, 2012 das Bundesverdienstkreuz für Ihr Lebenswerk. Mittlerweile sind sie in Rente. Fällt Ihnen das schwer?

Kuschel: Ich bin als Mentorin tätig für die Frauenakademie in München. Und ich reise viel, ich vermisse nichts.

boerse.ARD.de: Verraten Sie, wie Sie selbst damals für Ihre Rente vorgesorgt haben?
Kuschel: Das ist kein Geheimnis. Ich habe mein Geld auf verschiedene Anlagen aufgeteilt. Auf Fonds, da habe ich hauptsächlich Mischfonds. Dann habe ich noch Einnahmen aus einer privaten Rentenversicherung. Und ein Tagesgeldkonto – das bringt zwar nichts, aber davon finanziere ich meine Reisen. Das sind meine drei Standbeine.

boerse.ARD.de: Beschäftigen Sie sich heute noch mit dem Thema Finanzberatung und versuchen, auf dem Laufenden zu bleiben?

Kuschel: Ich gehe nicht mehr so in die Tiefe. Was mich heute am Thema Finanzen interessiert, lese ich im Wirtschaftsteil der Zeitung.
Das Gespräch führte Claudia Wiggenbröker.
Finanzberatung mit Lilah

Grossartiger, fälschungssicherer Wein

Es kommt durchaus vor, dass Weine gefälscht werden. Im Visier der Betrüger stehen vor allem teure und gesuchte Preziosen. Die anerkannte Tenuta San Leonardo aus dem Trentino hat sich jetzt dagegen gewappnet.

Peter Keller berichtet: Es kommt durchaus vor, dass Weine gefälscht werden. Im Visier der Betrüger stehen vor allem teure und gesuchte Preziosen. Die anerkannte Tenuta San Leonardo aus dem Trentino hat sich jetzt dagegen gewappnet. Das Gut lancierte kürzlich den neuesten Jahrgang seines Flaggschiffes, das den gleichen Namen trägt wie die Tenuta. Der grossartige 2010er vereint alle Eigenschaften, die den Wein seit Jahren auszeichnen: intensives Bouquet mit Anklängen von schwarzen Beeren, Zedernholz und dezenten Röstnoten, im Gaumen dicht, raffiniert, elegant, komplex, mit dicht gewobenen Tanninen, reifer Säure und langem Abgang. Sicher ein Langstreckenläufer, der erst in vier, fünf Jahren seine ganze Schönheit zeigen wird. Der klassische Bordeaux-Blend aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot sowie Carmenère ist neuerdings fälschungssicher. Dank dem auf der Flasche angebrachten QR-Code werden mit einem Smartphone alle relevanten Informationen übermittelt. Dazu gehören das Profil des Weinguts, die Charakteristiken des Weines sowie die Rückverfolgbarkeit des Produkts und Herkunftsgarantie.
Suesser Wein

Frauen und Macht

Frauen sind auf permanenten Überperfektionismus gepolt und fühlen sich dabei oft frustriert und machtlos. Die Philosophin Rebekka Reinhard rät stattdessen zum Mächtigsein und erklärt, wie Sie zur wahren „Chefin“ werden. Handelsblatt
Frauen brauchen zum Maechtigsein keine Pumpgun / PDF
Wie Frauen Macht als Schlüssel zu Freiheit und Glück nutzen können, zeigt Bestsellerautorin Rebekka Reinhard mit alltagstauglichen philosophischen Strategien.

Liebt euch selbst und die Welt wird euch lieben.

Frauen und Macht

Wef Übersicht

Weltwirtschaftsforum in Davos. Vom 20. bis 23. Januar trifft sich die Welt im kleinen Schweizer Ort Davos. Was sind die Themen? Wer ist zu Gast? Eine Übersicht. Auch bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums wird die Flüchtlingskrise eines der beherrschenden Themen sein.

Was sind die Themen?
Die Flüchtlingskrise gehört zu den herausragenden Themen – neben den Risiken durch die Konjunkturschwäche in weiten Teilen der Weltwirtschaft sowie den Folgen der Digitalisierung. Das Programm hat mehr als 100 Seiten. Übergreifendes Motto: „Die Meisterung der vierten industriellen Revolution“.

Wer kommt nach Davos?
2500 Politiker, Manager und Wissenschaftler aus mehr als 100 Ländern. Bundespräsident Joachim Gauck spricht am Mittwochmittag bei einer Plenarsitzung zum Thema „In der Hoffnung auf Wohlstand: Flucht und Migration nach Europa“.

Auch Hollywood-Stars sind vor Ort: Dienstagabend bekam Schauspieler Leonardo DiCaprio den „Crystal Award“. Damit würdigte das WEF seinen ehrenamtlichen Einsatz für den Schutz der Umwelt. Mit seiner 1998 gegründeten „Leonardo DiCaprio Foundation“ habe der Schauspieler mehr als 30 Millionen Dollar zur Förderung von 70 innovativen Umweltprojekten in 40 Ländern gesammelt, erklärte das Weltwirtschaftsforum. Dabei gehe es zum Beispiel um den Schutz der Weltmeere sowie von bedrohten Tierarten.

Für soziales Engagement auf verschiedenen Gebieten wurden auch die chinesische Schauspielerin Yao Chen, der dänisch-isländische Künstler Ólafur Elíasson und der amerikanische Rapper und Hip-Hop-Produzent will.i.am mit „Crystal Awards“ geehrt.

Wie wird für Sicherheit in Davos gesorgt?
1000 Polizisten und 3000 Soldaten sind im Einsatz, 2000 weitere in Reserve. Kampfjets sichern den gesperrten Luftraum, am Boden gibt es Flugabwehrwaffen, Straßensperren und Sicherheitsschleusen.

Was ist in Davos bei Nacht los?
Es gibt gut ein Dutzend Partys pro Nacht, die begehrtesten mit Vertretern des Hochadels und Hollywoods. Gastronomen haben den Gesamtumsatz voriges Jahr auf 35 Millionen Euro geschätzt.

Was kostet das alles?
Dem WEF gehören 1000 der weltgrößten Unternehmen an. Der WEF-Jahresbeitrag liegt – je nach Firmengröße und Umfang der Beteiligung – zwischen 50.000 und 500.000 Franken (458.000 Euro).

Davos – aus welchem Roman kommt mir der Ort noch bekannt vor?
Thomas Mann (1875-1955) verhalf Davos mit seinem 1924 erschienenen Roman „Der Zauberberg“ zu Berühmtheit. Im darin beschriebenen Waldsanatorium wurde seine Frau Katia gepflegt. Es ist heute ein Luxushotel.
Who is to blame

Macht Geld glücklich?

Geld macht nicht glücklich –Geld allein, macht nicht gluecklich
es sei denn, du kannst dir damit Zeit erkaufen. Menschen, die weniger arbeiten, geht es besser. Das zeigt eine neue Studie – die allerdings eine entscheidende Sache außer Acht lässt.

Josefine Schummeck berichtet:
Die Gesellschaft spaltet sich grob gefasst in zwei Gruppen: Die Arbeitstiere und die Müßiggänger. Die erste Gruppe definiert sich über ihren beruflichen Erfolg und schuftet endlos, um am Ende des Monats ein stattliches Gehalt auf dem Kontoauszug bewundern zu können. Die anderen arbeiten weniger und verzichten damit auf das große Geld – haben dafür mehr Freizeit.

Was wir aber schon seit langem ahnen, konnte jetzt eine Studie der Society for Personality and Social Psychology SPSP beweisen: Glück muss man sich leisten können. Wer sein hart verdientes Geld also richtig einsetzt, kann sich zumindest über die endlosen Bürostunden hinweg trösten…
Geld macht nicht gluecklich – es sei denn, du kannst dir damit Zeit erkaufen
Valuing Your Time More Than Money is Linked to Happiness