EU-Notfallfonds für Banken am Start

EU-Notfallfonds für Pleitebanken startet. Europa schützt mit einem neuen Notfalltopf für Pleitebanken künftig die Steuerzahler vor Milliardenkosten. Vom 1. Januar 2016 gelten die gemeinsamen Regeln zur Sanierung und Schließung von Banken. Der europäische Banken-Abwicklungsfonds soll künftig für die Kosten aufkommen. Der Fonds soll mit Bankengeldern nach und nach aufgebaut werden und bis 2024 einen Umfang von 55 Milliarden Euro haben. Der Fonds soll schnell einspringen, um Problembanken über ein Wochenende hinweg abzuwickeln.
Notfallfond

Mehr Netto 2016?

Wirtschaftsweiser sagt höhere Löhne vorher. Viele Arbeitnehmer in Deutschland können sich freuen – und 2016 mit mehr Geld im Portemonnaie rechnen. Im bevorstehenden Jahr würden nicht nur die Löhne und die Kaufkraft steigen, sondern auch die Wirtschaft wachsen. Das prophezeit der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt.

„2016 gibt es deutlich mehr netto“, so der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“.

Bei den Tariflöhnen erwartet Schmidt ein Plus von 2,5 Prozent oder mehr. „Die Inflation bleibt deutlich niedriger. Deshalb wird es spürbare Reallohnsteigerungen geben.“ Dass das Kindergeld und der Kinderfreibetrag steigen, sind für den Experten „gute Nachrichten für den Steuerzahler“.

„2016 wird voraussichtlich wieder ein gutes Jahr für die deutsche Wirtschaft“, sagte Schmidt, der auch Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung ist. Das RWI mit Sitz in Essen rechnet mit einem Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent im Jahr 2016 und 1,8 Prozent 2017. „Das kann sich sehen lassen.“ Die Arbeitslosenquote werde 2016 wohl bei 6,4 Prozent bleiben.

Schmidt schlägt im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ aber auch mahnende Worte an: „Wir brauchen eine bessere Bildungspolitik und dürfen den Arbeitsmarkt nicht überregulieren.“ Deutschland stehe vor großen Belastungen – die aber zu schultern seien. „Man sollte aber auch die Chancen nicht übersehen“, sagte der Experte: „Wenn wir die Potenziale der Flüchtlinge bestmöglich nutzen, sie qualifizieren und in den Arbeitsmarkt integrieren, wird es am Ende für Deutschland besser aussehen, als so mancher befürchtet.“
Werkvertraege

Legos grosser Erfolg

Dänischer Spielzeughersteller. Der neue «Star Wars»-Film füllt auch die Kassen des Lego-Konzerns, der von Rekord zu Rekord eilt. Dies war nicht immer so: Vor einem Jahrzehnt standen die Dänen vor der Frage von Sein oder Nichtsein.

Über den Verkaufserfolg der bunten Bausteine freuen sich nicht zuletzt die Nachfahren des Schreiners Ole Kirk Kristiansen, der die Firma 1932 gegründet hatte. Heute halten der Enkel Kjeld und dessen drei Kinder den Milliardenkonzern via die Holding Kirkbi (75% der Aktien) sowie den Lego-Fonds (25%). Damit sind die Kirk Kristiansens Dänemarks reichste Familie: Die Wirtschaftszeitung «Berlingske Business» schätzt den Wert des Lego-Imperiums auf 122,7 Mrd. dKr. (17,8 Mrd. Fr.).

Ingrid Meissl Årebo berichtet: Unter dem Weihnachtsbaum mag auch dieses Jahr das eine oder andere Kind eine Träne der Enttäuschung verdrückt haben, weil in keinem der Pakete die sehnlichst gewünschten Klötzchen drin waren. Schuld daran war oft nicht das Christkind. Vielmehr verzeichnete Lego Probleme, alle Wünsche zu erfüllen. Im Herbst musste die Nummer eins auf dem Spielzeugmarkt mitteilen, dass in Europa die hohe Nachfrage nach Bausätzen aus beliebten Serien nicht voll befriedigt werden könne. Trotz voll ausgelasteten Produktionskapazitäten klafften in den Regalen vieler Spielzeuggeschäfte deshalb Lücken.

Vom Erfolg überrollt
Da der dänische Konzern mit dem Weihnachtsverkauf mehr als die Hälfte seines Gesamtumsatzes erzielt, werden die Lieferengpässe Spuren im kommenden Geschäftsabschluss hinterlassen. Dennoch besteht kein Zweifel, dass Lego auch für 2015 Rekordergebnisse ausweisen und den seit einem Jahrzehnt dauernden Höhenflug weiterführen wird. Bereits im ersten Halbjahr 2015 hatte der Umsatz um 23% auf 14,1 Mrd. dKr. (2 Mrd. Fr.) und der Reingewinn 31% auf 3,6 Mrd. dKr. zugelegt, was eine beneidenswerte Betriebsmarge von 32,6% ergibt – und dies wohlgemerkt im Vergleich zu einem Vorjahr, in dem erstmals ein eigener Lego-Film über die Kinoleinwände flimmerte und den Umsatz dank Lizenzeinnahmen, «Movie»-Bausätzen und Videospielen steigerte.

Auch jetzt profitiert man wieder im grossen Stil von einem Blockbuster: Der kürzlich angelaufene siebte «Star Wars»-Film klingelt hell in den Kassen des Spielzeugriesen. Dass sich die Weltraum-Saga zur Goldgrube…..
Legos Erfolg ist nicht von dieser Welt
Legosteine

Hofft Riad auf eine Erholung des Ölpreises?

Versucht Riad die amerikanischen Saudi Arabia
Schieferöl-Produzenten wegen mangelnder
Margen vom Markt zu verdrängen? Oder
kommt es eher einem zu Rekorddefizit wegen
des niedrigem Ölpreises in Saudi Arabien?

Löcher in der saudischen Kasse. Fallende Erdölpreise und kriegerische Abenteuer haben dem Königreich ein Rekorddefizit beschert. Riad kündigt Reformen an, doch diese könnten die Stabilität gefährden.

Jürg Bischoff berichtet:  Petrodollars haben der Hafenstadt Jidda in den letzten Jahrzehnten einen Boom beschert, jetzt ist Sparen angesagt.
Vor den Tankstellen der saudischen Hauptstadt Riad haben sich am Montagabend lange Autoschlangen gebildet. Aufgeschreckt durch die Veröffentlichung der letzten Budgetzahlen und die Ankündigung von happigen Subventionskürzungen, drängten die Autofahrer zur Benzinpumpe, um ihren Tank ein letztes Mal zum alten Preis zu füllen. Am Dienstag kostete das Benzin schon 40 Prozent mehr, und in den kommenden Monaten sollen die Treibstoff-, Strom- und Wasserpreise weiter steigen. Für das vom Erdölreichtum verwöhnte Land zeichnen sich magere Jahre ab.

Der Prinz hat einen Plan
Für das Jahr 2015 rechnet das Finanzministerium mit einem Defizit von umgerechnet 97 Milliarden Franken, für das kommende Jahr mit 87 Milliarden. Die Einnahmen des Staats, die zu drei Vierteln aus dem Ölexport stammen, dürften von 160 Milliarden auf 135 Milliarden Franken sinken, die niedrigsten seit sechs Jahren. Hauptursache der schwindenden Einnahmen ist der Ölpreis, der seit Mitte 2014 um 60 Prozent auf heute 37 Dollar pro Fass gesunken ist.

König Salman, der im letzten Januar den Thron bestiegen hatte, sagte am Montag der Regierung, die Wirtschaft des Landes habe «das Potenzial und die Kraft, diese Herausforderung zu meistern». Der Herrscher kündigte umfassende Reformen an, die sein Sohn Mohammed bin Salman als Vorsitzender des saudischen Wirtschafts- und Entwicklungsrats entworfen hat. Das Programm ziele darauf, die Einnahmen zu diversifizieren, den Privatsektor zu stärken, Verschwendung in den Griff zu bekommen, Subventionen zu reduzieren und Arbeitsstellen zu schaffen, erklärte der König.
Das Vorhaben des 30-jährigen Prinzen, gleichzeitig oberster Wirtschaftsreformer, Verteidigungsminister und Vize-Thronfolger des Königreichs, ist ehrgeizig. Es hebelt den geltenden Gesellschaftsvertrag des Hauses Saud aus, der die politische Passivität der Untertanen bis anhin mit finanziellen Vergütungen belohnte. Die Streichung von vielen unproduktiven Jobs in der Verwaltung und die Erhöhung der Preise für Energie und staatliche Dienstleistungen könnten bei vielen Saudi auf Unverständnis stossen und Proteste hervorrufen. Aufwind für die Jihadisten?….
Loecher in der saudischen Kasse
Saudi Arabia Oil Pice War

Trotz Steuersenkung bleibt nichts übrig?

Die Steuern sinken – aber das bringt Ihnen fast nichts. Die Steuerzahler werden 2016 um fünf Milliarden Euro entlastet. Doch der Staat langt anderswo zu. Übrig bleibt fast nichts. Und weitere Belastungen stehen im kommenden Jahr erst noch an.

Martin Greive berichtet: Da werden die Steuern mal gesenkt – und so richtig merkt man es gar nicht. Die durchschnittliche Entlastung ist sehr überschaubar, denn der Staat hält woanders die Hand auf.

Der Aufschwung sollte endlich bei den Arbeitnehmern ankommen, fand Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Deshalb drängte er Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Frühjahr dieses Jahres zu einer kleinen Steuersenkung. Ab dem 1. Januar 2016 werden die Steuerzahler um 1,5 Milliarden Euro entlastet.
Die Steuern sinken – aber das bringt Ihnen fast nichts
Steuern

Börsenwert-Ranking

US-Konzerne übernehmen die globale Führung: Laut einem Zeitungsbericht stammen derzeit die zehn wertvollsten Unternehmen aus den Vereinigten Staaten. Apples Börsenwert übertrifft sogar die Wirtschaftskraft von Schweden.

Amerikas Konzerne beherrschen laut einem aktuellen Ranking die Weltbörsen. Seit Anfang der Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts hätten US-Unternehmen den Rest der Welt in puncto Börsenwert nicht mehr derart dominiert wie jetzt, berichtet das „Handelsblatt“.

Die zehn größten Börsenriesen kommen demnach alle aus Amerika. Insgesamt seien 54 der weltweit 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen in den USA beheimatet. Aus Europa stammen laut dem Ranking nur 26.

Die US-Internetkonzerne Apple Chart zeigen, Alphabet Chart zeigen und Microsoft Chart zeigen seien mit 1,4 Billionen Euro mehr wert als alle 30 Konzerne im deutschen Dax Chart zeigen, berichtet die Wirtschaftszeitung. Apples Börsenwert übertrifft mit 549 Milliarden Euro gar die Wirtschaftskraft von Norwegen oder Schweden.

Ihre Dominanz verdanken die US-Unternehmen vor allem der digitalen Revolution, in der sie die gesamte Wertschöpfungskette beherrschen: von Netzwerk-Riesen wie Cisco Chart zeigen über Konzerne für Telekommunikation wie AT&T und Chip-Größen wie Intel Chart zeigen bis hin zu Onlineplattformen wie Amazon Chart zeigen.

Deutschland ist mit sechs Unternehmen im „Handelsblatt“-Ranking vertreten: Bayer Chart zeigen ist mit einem Börsenwert von 94 Milliarden Euro der wertvollste Konzern auf Rang 66. Herausgeflogen aus den Top 100 ist Volkswagen Chart zeigen – der deutsche Autobauer musste infolge des Abgasskandals einen Kurscrash hinnehmen.

Zählt man den Marktwert der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt zusammen, kommt eine gigantische Zahl heraus: Nach Angaben der Unternehmensberatung Ernst & Young waren es am Montag gut 15,8 Billionen Dollar.
Photostrecke bei Spiegel
Stock Market Rising

Erdöl beeinflusst Währungen

Ehemalige Sowjetunion. Russlands Rubel steht nahe dem Rekordtief, Aserbaidschans Manat ist kollabiert: Der tiefe Erdölpreis schwächt die Devisen im postsowjetischen Raum; fixe Wechselkurse sind kaum zu verteidigen.

Benjamin Triebe berichtet: Die Schwäche des Erdölpreises reisst die Währungen grosser Produzenten, namentlich in der ehemaligen Sowjetunion, in die Tiefe. Der Rubel verlor am Montag weiter an Boden und fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand des Jahres. Er hielt sich nur hauchdünn über dem Allzeittief, das er während der Währungsturbulenzen im Dezember 2014 erreicht hatte. Ein Dollar war zeitweise über 72 Rbl. wert, ein Plus von knapp 3%. Der Euro gewann in ähnlichem Ausmass und notierte bei knapp 80 Rbl.

Immer im Dezember
Wie bereits vor rund einem Jahr hat sich ein Umfeld gebildet, in dem die Bewegungen des Erdölpreises relativ grosse Auswirkungen haben können: Der Handel am russischen Devisenmarkt ist dünn, und die gen Jahresende üblichen Überweisungen der Konzerne zur Deckung ihrer Steuerschulden lassen nach. Schlecht auf die Marktstimmung könnte sich auch eine neue Auflage ausgewirkt haben, wonach Kunden von Banken und Wechselstuben beim Tauschen von Geldbeträgen detailliertere Angaben zu Person und Verwendungszweck machen müssen. Jedenfalls blieb die Tageskorrektur des Preises für die Nordseesorte Brent am Montag von zeitweilig über 3% auf unter 37 $ je Fass nicht folgenlos.

Russland ist mit einer Förderung von derzeit 10,7 Mio. Fass pro Tag neben Saudiarabien der grösste Produzent. An diese Volumina reicht das am Kaspischen Meer gelegene Aserbaidschan mit rund 800 000 Fass pro Tag nicht heran, aber die Wirtschaft des kleinen Landes ist noch weniger diversifiziert. Vergangene Woche veranlasste der Preiszerfall Aserbaidschan zu einem radikalen Schritt: Es gab die Landeswährung Manat frei, die daraufhin an einem Tag zum Dollar etwa die Hälfte an Wert verlor.
Aserbaidschan ist nach Russland und Kasachstan der dritte Erdölexporteur im postsowjetischen Raum, der seine Währungsreserven nicht mehr für die Fixierung einer überbewerteten Valuta an den Dollar oder einen Währungskorb aufbrauchen möchte. Russland gab den Rubel im November 2014 frei. Aserbaidschan versuchte sich im Frühjahr 2015 mit einer Abwertung von einem Drittel zum Dollar zu helfen, ähnlich wie dies Kasachstan ein Jahr zuvor probiert hatte . Doch Astana musste schliesslich diesen August kapitulieren; nun auch Baku. Allerdings greifen die Zentralbanken der russischen Nachbarländer noch opportunistisch in den Markt ein, wenn sie es möchten.

Grosser Vorteil, grosse Risiken
Der aserbaidschanische Manat hält sich seit dem Kollaps relativ stabil. Ein Dollar ist rund Man. 1.56 wert, zuvor waren es Man. 1.05 Der Tenge, die Währung des zweitgrössten exsowjetischen Ölproduzenten Kasachstan, steht bei schwachen 330 T je Dollar. Vor einem Jahr erhielt man für einen Dollar noch rund 180 T. Die Korrekturen haben für die Länder einen grossen Vorteil, denn sie dämpfen den Einnahmeverlust aus den in Dollar abgewickelten Ölverkäufen. Auf der anderen Seite schlägt sich die schwache Währung unter anderem in steigenden Importpreisen und einer hohen Teuerung nieder, was die Volkswirtschaften zusätzlich belastet. Diese Erfahrung haben Moskau und Astana bereits gemacht, Baku steht sie noch bevor.
Oil Price

Der Euro war attraktiv. Hat sich das geändert?

Früher sehnten sich viele Staaten nach dem Euro, heute behalten sie lieber ihre eigenen Währungen, sagt Kommissionsvize Valdis Dombrovskis. Warum die goldene Zeit des gemeinsamen Geldes vorüber ist.

Andre Tauber berichtet: Umdenken in Europa? Früher wollten alle Staaten den Euro, heute scheint das anders zu sein. Dafür hat jedes Land offenbar seine ganz eigenen Gründe.

Valdis Dombrovskis ist ein höflicher Mann. Bei der Begrüßung nimmt der frühere lettische Regierungschef eine kerzengerade Haltung ein. Die Beine streckt er dann durch und lehnt sich leicht nach vorn. Doch die freundliche Geste sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Dombrovskis einen knallharten Job in der Europäischen Kommission hat. Er wacht über die Wirtschafts- und Finanzpolitik der Mitgliedstaaten. Im vergangenen Jahr verhandelte er mit der griechischen Regierung über ein neues Kreditprogramm, und dieses griechische Währungsdrama hat Spuren hinterlassen.

In den neuen EU-Mitgliedstaaten ist die Bereitschaft zur Aufnahme des Euro gering, in Finnland machen einzelne Politiker die Gemeinschaftswährung für die wirtschaftliche Misere des Landes verantwortlich und die Rufe nach einem Ende der Sparpolitik werden immer lauter. Es wird ein spannendes Jahr werden – zumal rund um die Flüchtlingsproblematik neue, dringendere Probleme aufgetaucht sind.

Die Welt: Man dachte bis zum Juli, die Griechenlandkrise sei die schlimmste Gefahr für die Europäische Union. Hatten Sie damals geglaubt, dass Europa noch vor größere Herausforderungen gestellt werden könnte?….
Der Euro war attraktiv …
Europa

Von Negativzinsen zur Bankenkrise?

Beim Finanzmarkt-Roundtable diskutieren Experten über die Geldpolitik der Notenbanken und geben einen Ausblick auf Chancen und Risiken an den Börsen im kommenden Jahr.

Das sagt die Kristallkugel.Christof Leisinger und Michael Rasch berichten: In den USA steigen die Zinsen, in Europa und Japan bleiben sie tief. Was machen die Anleger am besten daraus?

Jochen Felsenheimer: Ich glaube nicht, dass das im kommenden Jahr das zentrale Problem sein wird. Betrachtet man die langfristigen Zinsen in den USA, dann ist nicht viel passiert. Die Märkte erwarten einen geringen Zinsanstieg und keinen Turnaround.

Jens Ehrhardt: In Amerika wird es nicht die übliche Bremspolitik der Vergangenheit geben. Die Inflation ist gleich null und die Stimmung in der produzierenden Wirtschaft nicht überragend; das würde eher dafür sprechen, Gas zu geben. Trotzdem musste die amerikanische Zentralbank (Fed) den Leitzins erhöhen, um das Gesicht zu wahren. Mit der Begleitmusik, datenabhängig zu agieren, ist nun die Unsicherheit verschwunden – und das ist für die Börsen eher leicht positiv als negativ.
Von Negativzinsen zur BankenkriseNegativzinsen

Die Macht der Banknote

Russlands Zentralbank würdigt die Krim. Russland demonstriert einmal mehr seinen Anspruch auf die Krim, diesmal in Form einer Banknote. Die Sujets sind dabei sorgfältig ausgewählt.

Ivo Mijnssen berichtet: Pünktlich zur Vorweihnachtszeit hat die russische Zentralbank am Mittwoch eine neue Serie von 100-Rubel-Banknoten vorgestellt. Die zwei Ausführungen zeigen die beiden bekanntesten Orte auf der annektierten Krim, den Hafen von Sewastopol und das sogenannte «Schwalbennest», ein Schloss an der Südküste der Halbinsel. Die Noten sollen in einer Auflage von 20 Millionen herausgegeben werden, wie die Zentralbank mitteilt. Kontroverses Geld…
Die Macht der Banknote
BanknotenDie neuste russische Banknote zeigt Architekturdenkmäler in Sewastopol und an der Südküste der Krim.