Frankenschock zieht Kreise

Devisenmarkt Die jüngste Entscheidung der SNB in Wechselkursfragen sorgt weiter für Bewegung

Der Franken bleibt stark. Der am Donnerstag kurz entstandene Eindruck, der Euro werde sich über der Parität zum Franken halten können und der Dollar etwa bei Fr. 0.90, bestätigte sich nicht. Hatte die am Donnerstag von der Schweizer Nationalbank (SNB) bekanntgegebene Entscheidung, die Kursgrenze von Fr. 1.20 zum Euro aufzugeben, zu einer enormen Erstarkung des Schweizerfrankens geführt, so hat sich die Entwicklung am Freitag weiter akzentuiert.
Der Frankenschock zieht weitere Kreise

ERL https://kuckucksvater.wordpress.com/

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Milliarden Dollar aus Russland abgeflossen

Westliche Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und Ölpreisverfall als Ursache
Moskau – Die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und der Ölpreisverfall haben eine Rekord-Kapitalflucht aus Russland ausgelöst. Im vergangenen Jahr zogen Investoren netto 151,5 Milliarden Dollar aus dem Schwellenland ab, wie die russische Zentralbank am Freitag mitteilte. Damit kehrten mehr Anleger Russland den Rücken als die Notenbank erwartet hatte. In ihrer jüngsten Prognose war die Notenbank von 134 Milliarden Dollar ausgegangen. 2013 waren lediglich 61 Milliarden Dollar aus Russland abgeflossen. Während der Finanzkrise 2008 belief sich die Kapitalflucht auf 133,6 Milliarden Dollar.
Am Freitag senkte zudem die US-Ratingagentur Moody’s die Bonitätsnote für Russland. Das Land werde nun nur noch mit Baa3 – eine Stufe über dem sogenannten „Ramsch“-Niveau – bewertet, teilte Moody’s am Freitag mit. Eine weitere Herabstufung werde geprüft.
151 Milliarden Dollar aus Russland abgeflossen
Russland Rubel

ETFs – was, welche, wo?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

In einem Interview mit unserem ETF-Experten (Exchange Traded Funds) diskutieren wir die konkrete Ausgestaltung einer Anlagestrategie mit Hilfe von ETFs. Wo findet man die relevante Info, welchen Punkten ist speziell Beachtung zu schenken.
EFTs

Letzter Wille: Tücken eines Testaments

Ein Testament zu verfassen, ist Schreib- und Denkarbeit. Dabei kann einiges schiefgehen. Es gilt nicht nur, das Gesetz zu respektieren und seine Formvorschriften einzuhalten. Man muss auch Fallen ausweichen.

Das schöne Ferienhaus im Tessin soll an die Person X gehen, so bestimmt es der Erblasser in seinem Testament. Was für den Empfänger Grund zur Freude sein sollte, kann zum Problem werden, wenn der Erblasser übersehen hat, dass im Grundbuch nicht er alleine als Eigentümer eingetragen ist, sondern auch sein Ehemann. Man kann nur über Dinge verfügen, die einem gehören. Das klingt trivial, und trotzdem werde dieser Punkt manchmal vergessen oder ignoriert, schildert Dieter Schärer, der bei der UBS das Kompetenzzentrum Willensvollstreckung leitet. Durch seine Tätigkeit (die Abteilung bearbeitet an die hundert Fälle pro Jahr) kennt er viele Fallstricke, die es bei der Planung des Nachlasses zu vermeiden gilt. Nur weil man dabei etwas falsch machen könnte oder in einigen Punkten noch unsicher ist, sollte man diese Arbeit aber nicht aufschieben. «Ich empfehle, frühzeitig zumindest diejenigen Punkte zu regeln, die einem persönlich am Herzen liegen», rät Schärer.
Tuecken des Testaments
Erbschaft

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Schweizerische Nationalbank gibt den Mindestkurs gegenüber dem Euro auf

Gänzlich überraschend hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Donnerstagmorgen den Mindestkurs von Fr. 1.20 gegenüber dem Euro per sofort aufgehoben. Der Schritt erfolgt eine Woche vor der erwarteten Bekanntgabe eines umfassenden Programms zum Kauf von Staatsanleihen (Quantitative Easing, QE) durch die Europäische Zentralbank (EZB) – eine Massnahme, die den Aufwertungsdruck gegenüber dem Schweizerfranken weiter verstärkt und die Verteidigung des Mindestkurses entsprechend erschwert hätte.
Schweizer Notenbank schickt Euro auf Talfahrt
Euro und schweizer Frankn auf Waage

Angst vor der Rückkehr der Euro-Krise

Die Euro-Rettung steht vor Gericht. Vor dem EuGH fällt heute eine Vorentscheidung, ob Luxembourg - European Court of Justiceder unbegrenzte Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB rechtens ist. Im Kampf gegen die Rückkehr der Krise könnte die Zentralbank ihr letztes Mittel verlieren.

David Rose berichtet: Drei Ereignisse in elf Tagen bestimmen, ob die Euro-Schuldenkrise mit Vehemenz zurückkehrt: Am Anfang steht die heutige Vorentscheidung am Europäischen Gerichtshof, ob die Europäische Zentralbank (EZB) notfalls unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern kaufen darf.

Am 22. Januar folgt die Sitzung des EZB-Rats, der ein riesiges Programm zum Kauf von Staatsanleihen starten will. Und am 25. Januar stimmen die Griechen in vorgezogenen Neuwahlen darüber ab, ob sie eine Regierung wollen, die die Sparpolitik stoppen, über die Bedingungen der gewährten Milliardenhilfen neu verhandeln und die Schulden nur teilweise zurückzahlen möchte.

Der EuGH muss mit seinem Urteil über Machtfragen, die Kompetenzen der EZB und die Zukunft der Euro-Rettung entscheiden.

Griechenland profitierte ebenso wie andere verschuldete Staaten der Eurozone in den vergangenen Jahren nicht nur von den Rettungsschirmen, sondern auch von der Unterstützung durch die EZB.
Angst vor der Rueckkehr der Euro-Krise

Rudolf Schuppler www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler www.grafik-schuppler.at

Rudolf Schuppler

Investment Banking, was ist das?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Das Investment Banking gilt vielerorts als das Böse schlechthin in der Finanzbranche. Das ist natürlich dummes Zeug. Wir zeigen (nicht abschliessend), aus welchen unterschiedlichen Geschäftsfeldern das Investment Banking besteht und welche Nomenklaturen hier eine Rolle spielen.
Investment Banking

Starker Dollar

Der Dollar ist in den letzten Monaten deutlich erstarkt. Als Grund dafür kursieren an der Wall Street zwei unterschiedliche Theorien. Langsam könnte die Währung aber heissgelaufen sein.

Auf den Devisenmärkten spielen sich immer noch die besten Geschichten ab. Hier trifft das Hollywood-Klischee von aggressiven Hedge-Funds-Managern, die mit Zigarre und Hosenträgern uniformiert das Geschehen der Weltmärkte verfolgen, immer noch zu. An den internationalen Devisenmärkten dürfen Analytiker auch laut über Intrigen und Manipulationen spekulieren. Wirklich bemerkenswert an den Devisenmärkten ist allerdings vor allem ihre Bedeutung.

Was in den vergangenen Monaten mit dem amerikanischen Dollar geschehen ist, hat Auswirkungen auf alle Vermögenswerte der Welt. Der Dollar hat sich allein gegenüber dem Euro um knapp 15% verteuert. Dasselbe gilt für die meisten anderen Währungen. Über die Gründe dieser Anpassung wird derzeit heftig diskutiert. Für die einen handelt es sich um eine orchestrierte Aktion der globalen Zentralbanken, um die Konjunktur in anderen Teilen der Welt anzukurbeln. Für die anderen ist das bloss eine längst fällige Anpassung der globalen Verhältnisse, zumal die USA das einzige Land sind, wo derzeit ein gutes reales Wirtschaftswachstum vorhanden ist. Beide Argumente lassen sich vertreten.
Der Dollar in grosser Form

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