Wird Yellen vom schwarzen Schwan gebissen ?

Krisenvermeidungspolitik des Fed

Nassim Talebs Buch «The Black Swan» hat eine Generation von Fondsmanagern geprägt. Es geht darin um Ereignisse, die unwahrscheinlich sind und deren Wirkung gross ist. Wie der Zufall es wollte, ist das Buch genau ein Jahr vor der Finanzkrise 2008 erschienen. Was zuerst als interessante philosophische Lektüre galt, wurde nach dem Kollaps von Lehman Brothers zur Beschreibung der Realität des Wall-Street-Alltags. Der «Black Swan» ist seither zur Metapher für unwahrscheinliche, jedoch massiv wirkungsvolle Ereignisse am Finanzmarkt geworden. Interessanterweise hat sich seither auch eine starke Bewegung entwickelt, die solche Ereignisse mit allen Mitteln vermeiden will. Ausschlaggebend sind dabei die Notenbanken, die, angeführt von der Vorsitzenden der amerikanischen Federal Reserve, Janet Yellen, immer aggressiver gegen das Risiko von Black Swans vorgehen. Als Folge davon gehen die Anleger mittlerweile davon aus, dass Black Swans weniger gefährlich sind, weil die Notenbanken im Gegensatz zu 2008 heute genau wissen, was sie zu vermeiden haben. Das ist bis vor kurzem auch gutgegangen. Doch die jüngsten Ereignisse am Erdölmarkt haben unter Anlegern das Gefühl eines Black Swan erweckt. Der Preis von Erdöl ist innert wenigen Wochen von rund 100 $ je Fass auf knapp 60 $ gesunken. Über die Gründe wird zwar immer noch heftig debattiert. Klar ist jedoch, dass es sich hier um ein sehr unwahrscheinliches Ereignis mit grosser Wirkung handelt. Problematisch an der ganzen Angelegenheit ist laut Fondsmanagern, dass die Folgen sehr weitreichend sein könnten.
Yellen wird vom schwarzen Schwan gebissen
Black Swan

Löchriger Schutz für Whistleblower

Obligationenrecht:

Schweiz bekämpft und bestraft nach wie vor Whistleblower.
Mitarbeiter des Bundes können seit 2011 anonym auf Missstände aufmerksam machen. Für Angestellte privater Firmen soll dies nicht gesetzlich verankert werden. Kritiker sprechen von einem Rückschritt.

Treten in einer Firma oder in der Verwaltung Missstände auf, kommt Leuten, die Alarm schlagen − so genannten Whistleblowern −, grosse Bedeutung zu. Beim Insieme-Debakel hatte ein Whistleblower die Nichtbeachtung gesetzlicher Vorschriften bei der Beschaffung der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) gemeldet, was schliesslich zu einem Strafverfahren gegen den zuständigen Beamten führte. Auch bei den Missständen bei der Zentralen Ausgleichsstelle der AHV und bei unrechtmässigen Beschaffungen im Bundesamt für Migration hatten Whistleblower bei der EFK Alarm geschlagen.
Löchriger Schutz für Whistleblower
Whistleblower

Zeit für den Portfolio-Check zum Jahresende

Erfolgreiche Asset Allocation
Anne-Barbara Luft berichtet: Wenn sich die Märkte bewegen, müssen die Anleger folgen und ihre Depots neu ausrichten.

Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für den Anlageerfolg ist die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen. Diese sollte regelmässig überprüft und wenn nötig angepasst werden – das Jahresende ist dafür ein guter Zeitpunkt.
Das Jahr nähert sich dem Ende, es ist wieder Zeit für die Inventur. Für Privatanleger steht jetzt die Bestandsaufnahme des Portfolios auf der Pendenzenliste. Seit Jahresbeginn haben US-Aktien – gemessen am S&P-Index – fast 9% gewonnen. Auch an den Märkten in Europa haben die Aktien-Barometer Rekordstände erreicht. Starke Ausschläge gab es auch im Anleihe-Segment. Die Renditen der Zinstitel vieler europäischer Länder sind so tief wie nie zuvor. Kurseinbrüche gab es hingegen bei Rohstoffen, allen voran Erdöl und Metalle. So heftige Marktbewegungen führen zwangsläufig dazu, dass die angestrebten Gewichtungen in einem diversifizierten Portfolio aus dem Lot gebracht werden. Ein defensiv ausgerichtetes Portfolio mit niedriger Aktienquote könnte sich in den vergangenen zwölf Monaten zu einem aggressiven Portefeuille mit einer Übergewichtung von Dividendentiteln gemausert haben.
Zeit für den Portfolio-Check zum Jahresende
 Portfolio Check

Wo der Geldbaum wächst

Ausstellung im Stapferhaus Lenzburg

Geld ist allgegenwärtig – kein Tag vergeht, an dem man es nicht in die Hand nimmt oder sich seinetwegen sorgt. Das Stapferhaus in Lenzburg lädt nun ein, gründlich über dessen Wesen und Wirkung nachzudenken.
Folgt man den Wegweisern, die mit der Verheissung «Geld» versehen sind, steht man am Fusse einer Himmelsleiter. Frohlockend steigt man ihre Sprossen empor und staunt ob dem sich eröffnenden Anblick: Da grast er, der grimmsche Goldesel, unter dem oft herbeigesehnten «Geldbaum» – man ist im Jenseits angelangt! Doch irritieren die unheimlich flüsternden Stimmen, das Paradies entpuppt sich bald als Illusion aus Pappe. Flugs gerät man in einen dunklen Raum, wo die Herren Aristoteles, Voltaire und Adam Smith hitzig über Segen und Fluch von Geld als gesellschaftliche Organisationsform diskutieren. Man ahnt, dass hier zum Grübeln über Grundsatzfragen angehalten wird: Was bedeutet uns Geld eigentlich? Befreit, befähigt oder beherrscht es uns?
Wo der Geldbaum waechst

Ausstellung «Geld. Jenseits von Gut und Böse».

Ausstellung «Geld. Jenseits von Gut und Böse».

 

Droht 2015 ein Crash?

Schwellenland-Anleihe-Fonds
Die Politik des russischen Präsidenten Vladimir Putin ist ein schlechtes Beispiel. Indiens Regierung Modi bereitet den Anlegern deutlich mehr Freude.  Die Politik des russischen Präsidenten Vladimir Putin ist ein schlechtes Beispiel. Indiens Regierung Modi bereitet den Anlegern deutlich mehr Freude.

Die russischen Märkte sind in hellem Aufruhr, und erdölproduzierende Schwellenländer leiden unter dem Rückgang des Ölpreises. Und zu allem Elend soll 2015 noch die erste Leitzinserhöhung in den USA kommen, wie die meisten Anlagestrategen und Fondsmanager derzeit prognostizieren. Langsam und in kleinen Schritten sollen die US-Zinsen nach allgemeiner Ansicht steigen. Doch als die US-Notenbank Mitte 2013 erstmals angekündigt hatte, ihre extrem lockere Geldpolitik leicht anzuziehen, liess dies Währungen und Obligationenkurse in vielen Schwellenländern abstürzen. Droht 2015 ein ähnliches Szenario?
Droht 2015 ein Crash?
Financial Crash

Russischer Oligarch verfügt über ein Vermögen in Höhe von 15,1 Milliarden Dollar

Russischer Oligarch folgt Putins Einladung und kehrt in die Heimat zurück

Der reichste russische Oligarch Alischer Usmanow holt seine Industrie-Beteiligungen nach Russland zurück. Zuvor hatte Russlands Präsident Wladimir Putin ihn dazu aufgefordert, seine Vermögenswerte zurück in ihre Heimat zu transferieren. Usmanow verfügt über ein Vermögen in Höhe von 15,1 Milliarden Dollar.

Russlands reichster Oligarch Alischer Usmanov ist einer Aufforderung von Präsident Wladimir Putin nachgekommen und hat Industriebeteiligungen zurück in die Heimat geholt.
Russischer Oligarch folgt Putins Einladung und kehrt in die Heimat zurueck

Oligarch n Russlandi

Oligarch n Russlandi


Aktienstrategie für 30-Jährige

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Wir erläutern eine mögliche Langfriststrategie für einen 30-Jährigen, der sich bereits Gedanken über sein späteres Rentnerleben macht und untersuchen, welche Ergebnisse diese Strategie über die letzten 30 Jahre geliefert hätten (für den heute 60-Jährigen).

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Natürlich geht es uns hier nicht einfach nur um den 30-Jährigen Anleger. Es geht um die Bedeutung einer disziplinierten Anlagestrategie und um das was Daniel Goldstein unter dem „Battle between your Present and Future Self“ versteht; um die Frage der Verwendung sogenannter „Commitment Devices“ oder um den permanenten Kampf zwischen Ihrem heutigen und Ihrem künftigen Ich. Finden sie hier ein ausgesprochen charmantes Kurzvideo von Goldstein zu dem Thema.

Wenn Sie auf einfache Art und Weise simulieren wollen, wie sich beliebige jährliche Zahlungen bei unterschiedlichen Annahmen bezüglich der Renditen über spezifische (von Ihnen gewählte) Zeithorizonte verhalten, dann gehen sie auf den folgenden  Vorsorgerechner (findet sich auf der Seite der Credit Suisse), gehen zum „Vermögensaufbau Säule 3a“, deklarieren sich als „Erwerbstätig ohne Pensionskasse“, geben den Betrag ein (maximal 33’696), die Anlagedauer und die erwartete Rendite. So kriegen Sie die Ergebnisse zukunftsgerichtet. Natürlich können sie sich dabei die ganze Säule 3a Geschichte mit all seinen Steuerersparnissen etc. auch gleich auf interessante Art und Weise zu Gemüte führen.
Cartoon Aktien

Schweizer Notenbank führt Strafzinsen ein

Vermögende zahlen drauf

Jetzt kommen auch Negativzinsen in der Schweiz.
Die Schweizer Notenbank führt zur Schwächung des Frankens Negativzinsen ein. Große Guthaben auf Girokonten der Notenbank werden künftig mit einem Abschlag von 0,25 Prozent belastet. Kleinsparer kommen noch ohne Strafe davon.
Schweizer Notenbank fuehrt Strafzinsen ein

Nel Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu www.nelcartoons.de

Nel Ioan Cozacu
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