EZB-Direktorin Lautenschläger

Haben noch Spielraum
Die Europäische Zentralbank (EZB) hält sich nach Worten von EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger weitere geldpolitische Schritte offen.

„Wir haben noch Spielraum“, sagte Lautenschläger dem „Wall Street Journal“ in einem am Montag veröffentlichten Interview. „Der Zinssatz für die Einlagefazilität könnte beispielsweise negativ werden.“

„BANKEN-STRESSTEST IST LETZTE CHANCE ZUM AUFRÄUMEN“

Lautenschläger dagegen wies Befürchtungen zurück, die Zentralbank reagiere nicht entschlossen genug auf die schwache Teuerung. „Den Vorwurf der Sorglosigkeit kann ich nicht nachvollziehen“, sagte sie. „Wir werden handeln, wenn die Bedenken hinsichtlich mittelfristiger Preisstabilität zunehmen.“

Zugleich betonte Lautenschläger die Bedeutung des Stresstests für europäische Banken. „Das ist die letzte Chance zum Aufräumen“, sagte sie und fügte hinzu: „Ich denke schon, dass einige Banken ihre Kapitalausstattung verbessern müssen. Ich nenne hier keine Zahl, weil mir die nicht bekannt ist.“

Die EZB prüft dieses Jahr die 128 größten Geldhäuser der Euro-Zone auf Herz und Nieren. Die Institute müssen dabei unter anderem einen Stresstest bestehen und sich einen tiefen Blick der Aufseher in ihre Bilanzen und deren riskanteste Positionen gefallen lassen.
EZB-Direktorin Lautenschläger

Deutsche Miss Euro

China plant große Finanzreformen

Bald Freigabe der Zinsen

China treibt die Liberalisierung seiner Zinsen schneller als erwartet voran, so dass
Spareinlagen attraktiver werden.

«Ich persönlich denke, dass es sehr wahrscheinlich schon in ein bis zwei Jahren realisiert
wird», sagte Zentralbankchef Zhou Xiaochuan am Dienstag auf einer Pressekonferenz aus
Anlass der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. China werde auch die Konvertibilität seiner Währung vorantreiben. Die jüngste Abwertung des Yuan auf seinen niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren nannte Zhou Xiaochuan «normal» und eher vom Markt getrieben.
China plant große Finanzreformen

Panda o L

 

Geld zurück vom Staat

Wie sich die Steuererklärung auszahlt
Die Steuererklärung zu machen, ist zwar oft nervig und mühsam – aber es lohnt sich. Denn neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld vom Finanzamt zurück

Sie kommt so sicher wie Weihnachten oder Ostern, die alljährliche Steuererklärung. Kaum jemand macht sich gern an die Formulare, sortiert Quittungen und Kontoauszüge. Doch zumindest einen Trost dürften die meisten Menschen haben: Die Mühe lohnt sich. Neun von zehn Steuerzahlern bekommen Geld zurück, im Schnitt sind es knapp 870 Euro. Kein schlechter Stundenlohn für ein paar Stunden Arbeit.
Wie sich die Steuererklaerung auszahlt

Steuerklärung

Anhaltend hohe Krisenanfälligkeit

Weltwirtschaft und Finanzmärkte

Die Märkte reagieren sehr empfindlich auf Shocks
Die Finanzmärkte sind anfällig für externe und interne Schocks, wie die Krise der Ukraine und die engen Verbindungen von Banken und Staaten zeigen.
Externe Schocks können Finanzmärkte durchschütteln. Die Reaktionen der Aktienmärkte in der vergangenen Woche auf die Krim-Krise bestätigten dies wieder einmal. Deshalb ist es für Marktteilnehmer wichtig, sich Gedanken über mögliche nächste Krisen zu machen. So erwarten Analytiker von Morgan Stanley zwar nicht, dass heftige Schocks durch aufstrebende Länder unmittelbar bevorstehen, sie warnen aber davor, dass im Ernstfall die Folgen für Industrieländer deutlich heftiger und anhaltender ausfallen würden als in der Asien-Krise von 1997/98. Einer der Gründe ist der seither auf 38% fast verdoppelte Anteil der aufstrebenden Länder an der Weltwirtschaft. Parallel dazu sind die Vernetzungen der Ländergruppen viel enger geworden. Ausserdem sind die Industrieländer gegenwärtig kein Bild strotzender Gesundheit
Anhaltend hohe Krisenanfaelligkeit

Krise

 

Vor dem Sprung ins kalte Wassser

EU beugt sich über Zinsbesteuerung
Die EU-Kommission sieht sich auf gutem Weg, mit der Schweiz und weiteren Drittstaaten einen Übergang zum AIA auszuhandeln. Damit wird ein EU-interner Durchbruch zur Zinsbesteuerung noch im März wahrscheinlich.

«Die EU steht kurz vor historischen Abkommen mit unseren Nachbarstaaten, die wir vor noch nicht langer Zeit nicht für möglich gehalten hätten»: Derart euphorisch berichtet der EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta in einem Brief an die Finanzminister der 28 EU-Staaten über seine laufenden Verhandlungen mit der Schweiz, Liechtenstein, Andorra, Monaco und San Marino über die Ausweitung ihrer Zinsbesteuerungsabkommen mit der EU. Alle fünf Drittstaaten hätten akzeptiert, dass der einzige realistische Weg nach vorn darin liege, die einschlägigen Beziehungen mit der EU am globalen Standard für den automatischen Informationsaustausch (AIA) zwischen den Steuerämtern auszurichten, den die OECD derzeit ausarbeite.
Vor dem Sprung ins kalte Wassser

Sprung ins kalte Wassser

Der perfekte Plan für die Pension

Budget und Geldanlage-Strategie

Eine gute Planung der Pensionierung lohnt sich. So lassen sich die Alterseinkünfte sicherstellen und Steuern sparen. Zu empfehlen ist unter anderem die Aufstellung eines Budgets sowie eine Strategie für die Geldanlage.

Mit der Pensionierung beginnt für die meisten Menschen die «Verzehrphase», wie es im Finanzjargon heisst. Das angesparte Vorsorgekapital wird nun nach und nach aufgebraucht – es sei denn, es gelingt, den Lebensunterhalt von Kapitalerträgen oder Mieteinnahmen zu bestreiten. Für die neue Lebensphase ist eine gute finanzielle Planung notwendig, und den baldig Pensionierten stellen sich allerhand Fragen.
Der perfekte Plan für die Pension

Der perfekte Plan für die Pension

Unsicherheit belastet einstige Börsenlieblinge

Immobilienaktien in der Gefahrenzone

Viele Jahre entwickelten sich Schweizer Immobilienaktien erfreulich, 2013 haben sie dagegen enttäuscht. Zwar sprechen nun wieder mehr Gründe für sie, vom Marktzyklus und von einer Flut regulatorischer Vorschriften droht jedoch viel Gegenwind.

Wie geht es weiter mit den Schweizer Immobilienaktien? Lange Zeit haben sie zu den Lieblingen der Anleger gezählt. Das ist kein Wunder, haben sie doch in den vergangenen zehn Jahren eine durchschnittliche Performance (Kursentwicklung und Dividenden) von fast 9% pro Jahr erzielt und auch in schwierigen Zeiten an den Aktienbörsen, wie etwa 2008 und 2011, besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Umso enttäuschender aus Investorensicht verlief 2013. In diesem Jahr legte der Markt gemessen am Swiss-Performance-Index rund 25% zu, und der SXI-Real-Estate-Index verlor fast 7%.
Immobilienaktien in der Gefahrenzone
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Globale Schulden steigen auf 100 Billionen Dollar

Folge der Krise

Im Zuge der Finanzkrise haben die Regierungen enorme Beträge in das Bankensystem gepumpt, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Der weltweite Schuldenberg hat deshalb massiv zugenommen.

Seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich die weltweiten Schuldenberge nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) weiter massiv aufgetürmt. Mitte des vergangenen Jahres habe das Volumen aller im Umlauf befindlichen  Schuldtitel schätzungsweise 100 Billionen Dollar (72 Billionen Euro) betragen, heißt es in dem am Sonntag veröffentlichten Quartalsbericht der Dachorganisation der Notenbanken.

Zum Vergleich: Vor der Lehman-Pleite 2008 hatte der Schuldenberg laut BIZ-Schätzungen im Jahr 2007 ein Volumen von etwa 70 Billionen Dollar.
Globale Schulden steigen auf 100 Billionen Dollar

Schulden