Überalterung setzt Pensionskassen zu

Kritik an der Umverteilung von Aktiven zu Rentnern

NZZ: Börsengewinne haben die Lage der Schweizer Pensionskassen verbessert. Trotzdem stehen die Vorsorgeeinrichtungen vor grossen Herausforderungen.
Das Altersvorsorgesystem der Schweiz ist im internationalen Vergleich sehr leistungsfähig, steht aber von verschiedenen Seiten unter Druck. Die demografische Entwicklung, Umverteilungen bei Pensionskassen sowie die niedrigen Zinsen belasteten die Vorsorge, war der Tenor am Herbstgespräch der Investmentgesellschaft Swisscanto zu den Schweizer Pensionskassen. Gemäss Martin Eichler, Chefökonom beim Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel, steht die Schweiz vor dem Übergang von einer wachsenden zu einer rückläufigen Erwerbsbevölkerung. Diese Wende werde wohl Anfang der 2020er Jahre erfolgen. Die steigende Lebenserwartung, zu niedrige Fertilitätsraten sowie die Nachwirkungen des Babybooms der Jahre 1940 bis 1975 schafften grosse Herausforderungen für die Schweizer Alterssicherungssysteme. Zuwanderung könne die stärksten Effekte der demografischen Wende abfedern, politisch werde dies aber durch die Initiative «gegen die Masseneinwanderung» erschwert.
Ueberalterung setzt Pensionskassen zu

Alexander Holzach

Alexander Holzach

Aktien… aber richtig – Teil 4

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Sind die überraschenden Ergebnisse im letzten Video lediglich auf die Spezifika des Schweizer Aktienmarktes zurück zu führen? Heute untersuchen wir die Aktienmärkte von Deutschland und den USA.
Beachten Sie dazu auch die Videos „Aktien… aber richtig – Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Dave Granlund

Dave Granlund

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Schottland sucht nach seiner Währung

Pfund, Euro – oder ganz was anderes
Carsten Volkery berichtet: Bleibt das Pfund? Kommt der Euro? Im Fall der Unabhängigkeit muss sich Schottland schnell für seine künftige Währung entscheiden. Hier sind vier Optionen und ihre Folgen.

Schottische Banknoten: Vier Varianten für die eigene Währung

Wenn die Schotten beim Referendum am 18. September für die Unabhängigkeit stimmen, ist Eile geboten. In der ersten Unsicherheit werden die Aktienkurse schottischer Unternehmen fallen, das Pfund wird an Wert verlieren. Investoren mögen keine unklaren Verhältnisse, und deshalb müssen die Politiker in Edinburgh und London rasch die Frage klären: Welche Währung wird das neue Land haben?

Zwar wird Schottland nicht sofort unabhängig, der Zeitplan sieht eine Übergangszeit von 18 Monaten vor. Bis zum Unabhängigkeitstag am 24. März 2016 bleibt in Großbritannien alles beim Alten. Doch die Akteure an den Finanzmärkten werden nicht geduldig auf die Verkündung einer neuen Währung warten, sie werden über die Zukunft spekulieren – und entsprechend ihr Kapital bewegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte bereits vor „negativen Marktreaktionen“.
Hier sind Vor- und Nachteile von vier möglichen Währungsszenarien.
Plan A: Pfund mit Währungsunion ….
Pfund, Euro – oder ganz was anderes- Schottland sucht nach seiner Waehrung
Pfund-Euro

Geschäftemacher des Krieges

Papst Franziskus: Wir befinden uns vielleicht schon im Dritten Weltkriegpope@2x

Papst Franziskus hat in einer Rede davon gesprochen, dass die Welt sich möglicherweise bereits in einem Dritten Weltkrieg befinde. Er attackierte die „Geschäftemacher des Krieges“ und sagte, Krieg sei „Wahnsinn“.

Die Predigt des Papstes bei der Gedenkfeier zum hundertsten Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs. Militärische Gedenkstätte Redipuglia, Samstag, 13. September 2014

Nachdem ich die Schönheit der Landschaft dieser ganzen Gegend betrachtet habe, wo Männer und Frauen arbeiten und so ihre Familie voranbringen, wo die Kinder spielen und die Alten träumen…, kann ich nun hier an diesem Ort nur sagen: Der Krieg ist ein Wahnsinn.
Papst Franziskus- Wir befinden uns vielleicht schon im Dritten Weltkrieg
Vatican : Madness of War

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

Weidmann: Ende der Fahnenstange in der Geldpoltik

 Europa: Beim Treffen der EU-Finanzminister in Mailand war der neueste Coup der Zentralbank umstritten. Bundesbankpräsident Jens Weidmann beurteilt den Kurs der EZB im DW-Interview skeptisch.

Deutsche Welle: Herr Weidmann, die klassische Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist an ihr Ende gekommen. Der Leitzins in der Euro-Zone liegt fast bei Null. Jetzt will die EZB mit einem neuen Programm verbriefte Kredite aufkaufen. Ist das eine gute Strategie?

Jens Weidmann: Ich denke, dass der Kernpunkt, bei dem wir uns auch einig sind im EZB-Rat, ist, dass die Geldpolitik die Krise im Euro-Raum nicht lösen kann. Das kann nur die Politik selbst, indem sie die Strukturprobleme angeht. Sie haben Recht, die konventionelle Geldpolitik, die Zinspolitik, ist am Ende der Fahnenstange angekommen. Und alles, was wir jetzt diskutieren, ist für die Notenbank Neuland, und zwar mit einer Wirksamkeit, die unsicherer ist als bei den konventionellen Instrumenten sowie Risiken und Nebenwirkungen, die stärker zutage treten können.

Je länger diese expansive Geldpolitik andauert, desto größer werden diese Risiken und Nebenwirkungen, desto weniger wirksam wird die Geldpolitik. Insofern ist es wichtig, dass diese geldpolitischen Beschlüsse nicht dazu führen, dass die Politik in ihren Anstrengungen nachlässt, sondern dass die Probleme an der Wurzel angepackt werden…
Weidmann- Ende der Fahnenstange in der Geldpoltik
Ende der Fahnenstange

Paradigmawechsel bei der Europäischen Zentralbank

Gehetzte ihrer eigenen Politik

Paradigmawechsel bei der Europäischen Zentralbank

Strategiewechsel: Die ECB  setzt sich seit längerem für eine Anpassung der Regulierung von sogenannten Asset-Backed Securities (ABS) ein, Anleihen, die mit Krediten besichert sind.

Der Kauf von Aktiva wird für die EZB zum Minenfeld. Seine Wirkung ist umstritten, und die Nebenwirkungen wiegen schwer. Die Notenbank hat sich mit ihren jüngsten Ankündigungen selbst unter Druck gesetzt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sorgt mit ihrem jüngsten Aktionsplan für Verwirrung. Die Beobachter der Notenbank, die sogenannten ECB Watchers, rätseln seit der Ankündigung vergangene Woche über die neu geplanten Marktinterventionen und über den Sinn der abermaligen Leitzinssenkung, die von ihrer Grössenordnung her bestenfalls homöopathisch wirken kann. Vor allem aber hinterfragen sie die Hast, die die EZB an den Tag gelegt hat, als sie neue Massnahmen ankündigte und weitere in Aussicht stellte, noch bevor die früheren verdaut waren.
Paradigmawechsel bei der Europaeischen Zentralbank
Wohin Paradigmawechsel bei der EZB

Die mächtigste Bankerin Europas

BotinNeue Santander-Chefin Ana Botín

Die mächtigste Bankerin Europas besteigt nach dem Tod ihres Vaters Emilio den Thron von Spaniens größter Bank Santander. Konkurrenten und Analysten überschlagen sich mit Vorschusslob. Den großen Botín wird sie wohl nicht übertreffen können.

Es sind große Fußstapfen, in die Ana Botín tritt. Schon lange vor dem Tod ihres Vaters wurde gerätselt, wer einmal den großen Emilio Botín als Chef von Spaniens größter Bank beerben könnte, wer fähig dazu sein würde. Nun ist es an seiner ältesten Tochter, das Werk ihres Vaters nach dessen überraschendem Tod infolge eines Herzinfarktes am 9. September fortzuführen. Der Aufsichtsrat der Bank hat sie zur Nachfolgerin ernannt und setzt damit eine lange Tradition des Geldinstitutes fort. Bereits seit vier Generationen wird Santander von den Botíns geleitet – dabei hält die Familie nur noch zwei Prozent an dem Unternehmen.

Analysten, Konkurrenten und Weggefährten überschlagen sich mit Vorschusslorbeeren für die 53-Jährige. „Ana Botín ist bereits eine der am meisten respektierten Bankerinnen der Welt“, lobte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Mit ihrer Erfahrung, Urteilsfähigkeit und starken Management-Skills wird sie Santander weiter zu einer der wichtigsten Geldinstitute der Welt machen.“ „Sie ist sehr fokussiert und wird eine gute Nachfolgerin sein“, sagte Ex-Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.
Die maechtigste Bankerin Europas
Ana Botin

Twitter möchte eine Milliarde von Investoren

Kurznachrichtendienst wird erstmals Wandelanleihen auflegen

San Francisco – Twitter will sich Geld für Investitionen leihen: Der bisher kaum profitable Kurznachrichtendienst wird erstmals Wandelanleihen auflegen, wie er am Mittwoch mitteilte. 1,3 Milliarden Dollar (1,01 Mrd. Euro) sollen damit eingesammelt werden. Wenn die als Partner der Platzierung beteiligten Banken mitziehen, könnte das Volumen auf 1,5 Milliarden Dollar steigen.

Die Papiere laufen bis 2019 und 2021. Welchen Zins sie abwerfen, wird sich erst bei der endgültigen Preissetzung herausstellen. Nur institutionelle Investoren dürfen die Anleihen zeichnen. Die Titel können bei gutem Börsenverlauf in Twitter-Aktien umgewandelt werden. APA

Paolo Calleri

Paolo Calleri

EU-Kommission versucht 252 Milliarden Euro sparen

EU-Kommission: Für jedes neue Gesetz soll ein altes abgeschafft werden, EU-Beamte sollen rund 10 Prozent weniger Geld bekommen, ein neuer Kommissar soll Gesetze darauf prüfen, ob sie wirklich Angelegenheit der EU sind – und Subventionen sollen nur noch an die ärmeren Mitgliedsländer gehen. Mit diesen und weiteren Vorschlägen will ein europäischer Thinktank die EU-Kommission dazu bringen, in den kommenden sieben Jahren rund 252 Milliarden Euro einzusparen.
Ganz einfach- EU-Kommission kann 252 Milliarden Euro sparen

George Roberts

George Roberts