Nur sehr mühsam: Die Schweiz und finanzielle Transparenz für Politiker

Abstimmung im AargauLilah prüft
Totale finanzielle Transparenz für Politiker.

Wer für ein politisches Amt kandidiert, soll seine sämtlichen Einkünfte und sein Vermögen offenlegen müssen. So weit in Sachen Transparenz wie die Aargauer Jungsozialisten ging bisher noch niemand.

«Hosen runter» – auf diese zugegeben polemische Kurzformel lässt sich die Volksinitiative «für die Offenlegung der Politikfinanzierung» bringen, über die das Aargauer Stimmvolk am 28. September entscheidet. Doch übersteht das von den Juso eingereichte Begehren tatsächlich die Abstimmung, müssen zukünftig alle Kandidierenden für sämtliche öffentlichen Ämter auf kantonaler Ebene und für Exekutiven und Legislativen in den Gemeinden ihr Einkommen und Vermögen bei der Anmeldung ihrer Kandidatur offenlegen.
Totale finanzielle Transparenz fuer Politiker

www.stuttmann-karikaturen.de

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Steigenden Risiken für die Schweizer Wirtschaft

Die Schweizer Nationalbank wird ihre Wirtschaftsprognosen voraussichtlich nach unten korrigieren. Zudem muss sie verhindern, dass die Preise auf breiter Front sinken. Das wirtschaftliche Umfeld habe sich eindeutig verschlechtert, sagt SNB-Präsident Thomas Jordan

Herr Jordan, Sie haben am letzten Wochenende am Treffen der wichtigsten Notenbanker in Jackson Hole teilgenommen. Hat sich die Reise in die USA gelohnt?
Das Umfeld fuer die Schweiz hat sich eindeutig verschlechtertThomas Jordan warnt vor steigenden Risiken für die Schweizer Wirtschaft. Thomas Jordan warnt vor steigenden Risiken für die Schweizer Wirtschaft.

 

Krise facht Ungleichheit in USA weiter an

Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auf, US-Familien verdienen trotz Aufschwung noch immer deutlich weniger als vor der Krise

Andreas Sator berichtet: Dass die Gesellschaft in den USA tief gespalten ist, zeigen nicht nur immer wieder Statistiken über Bildung und Aufstiegschancen. Neue Zahlen der Notenbank Fed verdeutlichen, wie wenig ärmere Haushalte und vor allem Schwarze und Latinos von der in Schwung kommenden Konjunktur-Lok profitieren.
Obwohl die US-Wirtschaft wieder stärker wächst und die Arbeitslosenrate purzelt, sind in den vergangenen drei Jahren im Schnitt nur die Einkommen von Weißen gestiegen. Das durchschnittliche Einkommen von Weißen vor Steuern und Sozialleistungen ist um acht Prozent gewachsen, während die Einkommen aller anderen Schichten im Schnitt um elf Prozent gefallen sind.
Krise facht Ungleichheit in USA weiter an

Staatsknete

Alibaba vor größtem Börsengang aller Zeiten

IPO/ Alibaba vor größtem Börsengang aller Zeiten
Der chinesische Online-Handelsriese Alibaba plant den größten Börsengang aller Zeiten. Das Unternehmen will zunächst bis zu 21,1 Milliarden Dollar (16,3 Mrd Euro) bei Aktionären einsammeln, durch eingeräumte Zusatzrechte von Investmentbanken könnten es sogar bis zu 24,3 Milliarden werden. Das geht aus dem am Freitag von der Börsenaufsicht SEC veröffentlichen Börsenprospekt hervor.
Demnach sollen zunächst 320 Millionen Aktien in einer Preisspanne zwischen 60 und 66 Dollar angeboten werden. Da nur ein Teil des Unternehmens an der Börse gelistet wird, bewertet sich Alibaba auf dieser Grundlage insgesamt mit bis zu 163 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Der iPhone-Riese Apple , der derzeit wertvollste Konzern der Welt, bringt es auf 592 Milliarden Dollar.
Alibaba vor groeßtem Boersengang aller Zeiten

  Initial Public Offering IPO


Initial Public Offering
IPO

Die Überwindung der Furcht

Die Revolution von 1989 gelang, weil eine kritische Masse von Menschen in Ostmitteleuropa ihre Furcht vor der Repression überwand. Angesichts dessen, was heute nahe der EU-Ostgrenze geschieht, ist diese Botschaft aktueller denn je.

Josef Kirchengast berichtet: Was er von der Französischen Revolution halte, fragte US-Außenminister Henry Kissinger den chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai (Tschou En-lai) 1971 in Peking. Die überlieferte Antwort: „Es ist zu früh, das zu sagen.“ Zu früh – fast 200 Jahre danach. Zhou, aus einer großbürgerlichen Familie stammend und zweifellos der intelligenteste und gebildetste Kopf der führenden chinesischen Kommunisten, meinte es völlig ernst.

Darin drückt sich ein Geschichtsverständnis aus, das auch bei der Beurteilung der 1989er-Revolution in Mittel- und Osteuropa nützlich sein kann. Die fand übrigens genau 200 Jahre nach derFranzösischen statt. Und 25 Jahre später ist, mit Blick auf den Ukraine-Konflikt, weniger klar denn je, welche langfristigen Auswirkungen sie haben wird.
Die Ueberwindung der Furcht

Nick Galifianakis

Nick Galifianakis

 

Aktien… aber richtig – Teil 1

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Bisher wurde die Aktienthematik mehrheitlich anhand von Aktienindices diskutiert. Viele Leute können damit wenig anfangen. Für sie sind Aktien die Nestlés, SAPs und Apples dieser Welt. Aber wie investiere ich direkt und was ist der Unterschied zu einem Index?

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen

US-Notenbankchefin Janet Yellen fordert höhere Liquiditätspolster für die US-Banken

Vorschrift der Aufsichtsbehörden

US-Grossbanken brauchen dickere Liquiditätspolster

Die US-Notenbankchefin Janet Yellen fordert höhere Liquiditätspolster für die US-Banken.

US-Grossbanken brauchen künftig eine höhere Liquiditätsvorsorge. Die Finanzaufsichtsbehörden fordern von den Instituten eine Notvorsorge an als sicher geltenden Wertanlagen, die kurzfristig zu Geld zu machen sind. Das beschlossen die US-Notenbank Fed und Aufsichtsbehörden wie die FDIC am Mittwoch (Ortszeit) in Washington.

Der einzurichtende Schutzwall an hochwertigen Anlagen wie Zentralbankreserven oder Staatsanleihen soll sicherstellen, dass sich die Geldhäuser mindestens über eine 30-tägige Stressperiode flüssig halten können. So soll künftig die Staatskasse verschont und zugleich verhindert werden, dass Liquiditätslücken zu Finanzkrisen werden.
US-Grossbanken brauchen dickere Liquiditaetspolster
Liquiditätspolster

Achtung, die Konkurrenz schläft nicht

Deutschland ist weniger wettbewerbsfähig

In der Eurozone ist Deutschland die Wachstumslokomotive. Global gerät der Euro-Primus aber ins Hintertreffen. Das zeigt eine Studie des Weltwirtschaftsforums. Konkurrenzfähiger sind nicht nur die USA.Global Competitivness Index des World Economic Forum

Messung der Produktivität

Die Rangliste des GCI-Indexes des WEF basiert auf der Messung des Produktivitätsniveaus eines jeden Landes. Um dieses zu messen, werden Daten aus zwölf Bereichen erhoben und auf einer Skala von 1 bis 6 bewertet. Erhoben werden Daten aus den Bereichen Institutionen, Infrastruktur, Makroökonomie, Gesundheit, Bildung, Gütermärkte, Arbeitsmarkt, Finanzmärkte, technologischer Entwicklungsstand, Marktgrösse, Entwicklungsstand der Unternehmen und Innovation.
WEF_GlobalCompetitivenessReport_2014-15

Neben dem GCI-Index erstellt das WEF seit 2011 einen Index für nachhaltige Kompetitivität, den «Sustainability-adjusted GCI». Mit dem neuen Index soll gemessen werden, in welchem Umfang die untersuchten Volkswirtschaften in den Bereichen Umwelt und Soziales am besten wirtschaften.

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

Silvan Wegmann

Transparency International fordert Registrierung von Unternehmen

Schweiz: Korruption und Geldwäsche

Die Namen der wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen ans Licht zu bringen, ist Teil einer umfassenden Kampagne von Transparency International TI
In einem ersten Schritt fordert TI das Schweizer Parlament dazu auf, die geplanten Geldwäscherei-Regeln, die so genannte GAFI-Vorlage, nicht zu verwässern. Der Nationalrat hatte in der Sommersession die Empfehlungen der OECD-Expertengruppe zur Geldwäschereibekämpfung zerzaust und die Vorlage des Bundesrates in zentralen Punkten aufgeweicht.
So lehnte er es ab, Bargeldzahlungen von über 100’000 Franken zu verbieten. Und auch bei Inhaberaktien will er nicht die volle Transparenz herstellen: Die Meldepflicht soll nur für grosse Unternehmen gelten. Der Ball liegt in der kommenden Herbstsession wieder beim Ständerat, der die Bundesratslinie unterstützt.
Transparency International fordert Registrierung von Unternehmen
Geldwäsche