Unregulierte Banken haben Debakel verursacht

Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz

Am Internationalen Finanzmarktforum in Bern. Video bei NZZ

Joseph E. Stiglitz, Nobelpreisträger für Ökonomie, sprach im Rahmen des Swiss International Finance Forum mit «Wirtschaft im Fokus». «Wir haben gesehen, was passiert, wenn Banken unreguliert agieren. Es hat in einem Desaster geendet», sagte Stiglitz. Er verwies auf die Erfolg des «New Deal»- Programms nach der Grossen Depression in den USA. Das dort entstandene regulatorische Rahmenwerk inklusive des «Glass-Steagall Acts» hätten Amerika revolutioniert. Über Jahrzehnte, so Stiglitz, habe es keine grossen Bankenskandale gegeben. Dennoch sieht er auch die Gefahr zur Überregulierung.
Ausserhalb des Interviews nahm Stiglitz zudem Stellung zum Steuerstreit. Hier vertrat er die Haltung, die von der Mehrheit der Amerikaner vertreten werde: US-Bürger, die ihre Steuern nicht bezahlen, müssten dazu gebracht werden, egal, wo sie diese Gelder «verstecken».joseph-e-stiglitz-nobelpreistraeger-hat-das-wort-am-internationalen-finanzmarktforum-in-bern

Ich-bin-sehr-pessimistisch

Geplante Einkaufstour in Millardenhöhe

Google plant Einkaufstour in Milliardenhöhe

In einem Brief an die US-Börsenaufsicht enthüllt Google Übernahmepläne im Umfang von bis zu 30 Milliarden Dollar. Darin spricht Google auch über einen mysteriösen Deal, der nie zustande kam.

In den vergangenen zehn Jahren gab Google rund 27 Milliarden Dollar für Firmenakquisitionen aus. Vor zwei Jahren verleibte sich der Konzern den Handyhersteller Motorola Mobility ein. Es war der größte Firmenaufkauf in der Geschichte des Internetriesen. Derzeit versucht Google die Motorola-Handysparte für 2,9 Milliarden Dollar an die Lenovo-Gruppe abzustoßen.

Die Google-Einnahmen beliefen sich außerhalb der USA bis März auf 34,5 Milliarden Dollar. In den Vereinigten Staaten verfügt der Internetriese über 25 Milliarden Dollar.

Wie viele andere Technologieunternehmen steht Google wegen seiner außerhalb der USA erzielten Einkünfte in der Kritik, weil es sich so dem amerikanischen Fiskus entziehen kann.
Google plant Einkaufstour in Milliardenhöhe

Google

„Bubble“ am US Aktienmarkt?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri
 
„Bubbles“ sind in Mode – „Bubbles“ hier, „Bubbles“ dort. Hat sich am US Aktienmarkt in den letzten Jahren tatsächlich eine Blase aufgebaut, die bald wieder platzt, wie viele behaupten?
Bubble am US Aktienmarkt

 

Schuldanerkenntnis: Schwere Verfehlungen der Credit Suisse

Finma ortet schwere Verfehlungen der Credit Suisse

Die Credit Suisse habe ihre Pflichten im Zusammenhang mit dem US-Geschäft schwer verletzt. Dies erklärt die Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) in einem Bericht. Die Finma verlangt aber keine personellen Konsequenzen bei der CS.
Finma ortet schwere Verfehlungen der Credit Suisse
Too big to jail
Brady Dougan will weitermachen
Too Big To Jail

 

Teure Scheidung für Oligarch

Oligarch muss Ex-Frau 3,2 Milliarden Euro zahlen

Jelena and Dmitry Rybolovlev

Jelena and Dmitry Rybolovlev

Focus berichtet: Drei Milliarden Abfindung für Ex-Frau
Der russische Super-Reiche Dmitry Rybolovlev muss seiner Ex-Frau die Hälfte seines Vermögens abtreten – und noch einiges mehr. Für seine Verflossene heißt das: Sechs Jahre Schlammschlacht vor diversen Gerichten haben sich mehr als gelohnt.

Die Summe macht schwindelig: Mehr als vier Milliarden Schweizer Franken muss der russische Unternehmer Dmitri Rybolowlew seiner Ex-Frau Jelena zahlen. Wie die Schweizer Tageszeitung „Le Temps“ berichtet, sprach ein Gericht in Genf in erster Instanz der früheren Ehefrau die Hälfte von Rybolowlews Vermögen zu.

Demnach soll sie genau 4,02 Milliarden Schweizer Franken (rund 3,295 Milliarden Euro) erhalten. Außerdem müsse der Oligarch einige Immobilien, Schmuck und „Kunstwerke von Picasso und van Gogh“ an seine Frau abtreten, schreibt die Schweizer Boulevardzeitung „Blick“. Zudem erhielt die Ex-Frau das Sorgerecht für die 13 Jahre alte Tochter des Paares.

Das Paar war 23 Jahre lang verheiratet – und lieferte sich seit 2008 einen Rosenkrieg über die Bedingungen seiner Scheidung. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ schätzt Rybolowlews Vermögen aktuell auf 8,8 Milliarden Dollar. Der Unternehmer wurde mit dem Kalibergbau reich und ist Präsident des Fußballclubs AS Monaco.
Dmitry Rybolovlev

Frauen Berufsbilder im Finanzbereich / Compliance Officer

Jobs in FINANCE: Berufsbilder im Finanzbereich.

Im Teil 1 hat Sabine Paulus uns den Contoller vorgestellt.
dannach folgte die Buchhalterin. Im Teil 3, und 5 ihrer Serie hat sie uns mit dem Treasurer, Cash Manager und Risikomanager bekannt gemacht. Im Teil 6 folgt die IR-Managerin.

Compliance Officer
Skandale, Bestechung, Ausschweifungen: Compliance Officer eilt der Ruf der harten Aufräumer im Unternehmen voraus. Immerhin haben sie für Zucht und Ordnung zu sorgen. Doch das ist nicht alles, was die Regelhüter auszeichnet. In Teil 7 unserer Serie Jobs in FINANCE – „Berufsbilder im Finanzbereich“ zeigen wir, welcher Schlag Mensch Compliance Officer sind und wie viel in diesem Berufsfeld zu verdienen ist.
Was Compliance Officer verdienen können

Compliance Officer: 60.000 bis 75.000 Euro
Senior Compliance Officer: 70.000 bis 100.000 Euro
Chief Compliance Officer: 90.000 bis 200.000 Euro

Die hohen Anforderungen und die Berufserfahrung spiegeln sich in der Vergütung der Compliance Officer wieder. Rund 30 Prozent der für die Berufsfeldstudie befragten Compliance Officer verdienen pro Jahr zwischen 80.000 und 120.000 Euro. Weniger als jeder Zehnte muss sich mit einem Jahressalär zwischen 50.000 und 80.000 Euro begnügen. Lediglich 7 Prozent der Compliance-Manager erhalten weniger als 50.000 Euro im Jahr.
Compliance Officer
Compliance Officer

China: Wechselkurspolitik unter Verdacht

Yuan wird unberechenbarer

Norbert Hellmann, Schanghai berichtet: Chinas Wechselkurspolitik unter Verdacht
Amerikaner knöpfen sich den Yuan vor. Der Streit um Chinas Wechselkurspolitik geht in eine neue Runde. Die USA vermuten hinter der Yuan-Schwäche gezielte Manöver und verlangen Gegenmassnahmen. Die Chinesen zeigen sich wenig beeindruckt.
Für die Amerikaner, die seit Jahren eine Stärkung des Yuan gegenüber dem Dollar fordern, ist der jüngste «Schwächeanfall» des Yuan ein Ärgernis. Seit Januar hat die chinesische Währung etwa 4% verloren, eine Entwicklung, hinter der gezielte Manöver der chinesischen Zentralbank vermutet werden. Die Chinesen pochen darauf, dass der Yuan nach der im Februar veranlassten Erweiterung der zulässigen Schwankungsbreite zum Dollar von 1% auf 2% im nun freieren Spiel der Marktkräfte unter Druck geraten ist.
Chinas Wechselkurspolitik unter Verdacht
China Wechselkurspolitik

Droht Japanisierung Europas?

In einer Reihe von Aspekten ist die Euro-Zone heute vergleichbar mit Japan in den 1990er Jahren. Halten diese Ähnlichkeiten an, droht eine anhaltende wirtschaftliche Stagnation.

Das unter den Erwartungen gebliebene Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im ersten Quartal 2014 hat nach an den Märkten weitverbreiteter Ansicht die Wahrscheinlichkeit neuer monetärer Lockerungsmassnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) erhöht. Die konjunkturelle Erholung habe sich abgeschwächt, sei sogar festgefahren, betonen Kommentatoren. Einer der wenigen Lichtblicke sei die Entwicklung in Deutschland, wobei nicht nur das vergleichsweise kräftige Wachstum von Bedeutung sei, sondern auch die Tatsache, dass die positiven Impulse allein von einer stärkeren Binnennachfrage statt vom Aussenhandel stammten. Sollte sich ein Trend entwickeln, könnte dies ein überfälliger Beitrag zur notwendigen Verbesserung des strukturellen Gleichgewichts der Region werden.
Es stellt sich die Frage, ob der Privatsektor sich rascher erneuern und mit Innovationen Wohlstand schaffen könne, als Regierungen und Zentralbanken diesen zerstörten.
Die drohende Japanisierung Europas
Droht Japanisierung Europas?

Scheich aus Katar wird Grossaktionär bei Deutsche Bank

Banken-Krise: Herrscherfamilie aus Katar wird Großaktionär bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank muss sich aufgrund der mageren Erfolge der Bank im Brot-und-Butter-Geschäft mit dem Golfstaat Katar einen neuen Großaktionär ins Haus holen. Katar ist bereits massiv bei Volkswagen investiert. Der Golfstaat ist wegen der unmenschlichen Bedingungen bei der Vorbereitung der Fußball-WM in die Kritik geraten.

Die Deutsche Bank will mit der zweitgrößten Kapitalerhöhung ihrer Geschichte rund acht Milliarden Euro einnehmen und holt sich dazu Katar an Bord. Die Herrscherfamilie des Golfstaates habe Aktien im Volumen von 1,75 Milliarden Euro übernommen, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Sonntagabend mit. Mit einem Anteil von zunächst knapp sechs Prozent steigen die Kataris damit zum neuen Ankerinvestor auf. Die übrigen bis zu 300 Millionen Papiere sollen bis Ende Juni auf den Markt geworfen werden.

Die beiden Co-Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen wollen angesichts immer strengerer Vorgaben der Regulierer wieder in die Offensive kommen.

Bei dem Investor aus Katar handelt es sich um eine Investmentgesellschaft im Besitz von Scheich Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani. Er zeichnet zunächst ein Sechstel der neuen Aktien, kann seinen Anteil aber über die Bezugsrechte noch deutlich steigern, wenn er auch an der übrigen Kapitalerhöhung teilnimmt. Der Scheich gilt als zweitreichster Mann des Landes und ist über andere Vehikel auch schon an anderen Banken beteiligt. Die Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre läuft voraussichtlich bis zum 24. Juni. Katar ist wegen seiner Rolle bei der Fußball-WM ins Zwielicht geraten: Menschenrechtsorganisationen hatten den Umgang der Baufirmen mit Gastarbeitern angeprangert: Die Arbeiten würden, wie verschiedene Berichte zeigen, mitunter wie Sklaven behandelt.

Wenn alles wie geplant durchgeht, hat die Deutsche Bank seit 2010 insgesamt 21 Milliarden Euro frisches Kapital eingesammelt. Die bislang größte Kapitalerhöhung des Instituts fand im Zusammenhang mit der Postbank-Übernahme statt.
Dt. Bank holt für Mega-Kapitalerhöhung Scheich ins Boot
NZZ zum Thema: Deutsche Bank erhöht Kapital

Harm Bengen / Text W-T-W www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen / Text W-T-W