US-Aktien auf Allzeithoch

Dax vorbörslich leicht im Minus

Die US-Aktien sind nach Putins deeskalierenden Worten zur Krim-Krise auf ein
Allzeithoch geklettert. Der Dax gibt allerdings seine starken Gewinne vom Dienstag am heutigen Mittwochmorgen vorbörslich wieder etwas ab.

Das Allzeithoch bei US-Aktien im breit angelegten Index S&P 500 nach Putins Worten zur Krim-Krise, Zahlen von Adidas und die erwartete kritische Veröffentlichung der EUKommission zur Exportstärke Deutschlands dürften am heutigen Mittwoch die Börse in Frankfurt bestimmen. Nach dem kräftigen Vortagesplus des Dax werden einige Anleger Experten zufolge Gewinne einstreichen. Börsianer rechnen am Mittwoch daher mit leicht
fallenden Kursen. Vorbörslich zeigt sich diese Tendenz bereits.

Am Vortag war der Leitindex um 2,5 Prozent auf 9589,15 Punkte gestiegen. Anleger hatten die Aussagen des russischen
Präsidenten Wladimir Putin zur Krim-Krise mit Erleichterung aufgenommen.
US-Aktien auf Allzeithoch

Bulle und Baer

Im Bann der US-Notenbank

Einfluss von Zinsentscheiden auf den Aktienmarkt

Das Verhalten der US-Notenbank wird von Marktteilnehmern mit Argusaugen verfolgt. Im Zentrum stehen der Zinsentscheid und das Sitzungsprotokoll. Anleger sollten die entsprechenden Termine stets im Hinterkopf haben.

Die Analyse des Börsengeschehens gleicht einem grossen Puzzle. Zu den wichtigsten Teilen innerhalb des bunten Bildes gehört das monetäre Umfeld. Es wird primär durch Aktionen der für den jeweiligen Währungsraum zuständigen Zentralbank über die Festlegung des Leitzinses bestimmt. Zum monetären Umfeld kann man zudem die Prime Rate zählen. Sie gibt an, zu welchem Zinssatz die grossen amerikanischen Geschäftsbanken kurzfristige Kredite an Industrieunternehmen mit erstklassiger Bonität geben. Manche Börsenexperten, wie beispielsweise der legendäre Martin Zweig, rechnen auch die Entwicklung der Konsumentenkredite im weiteren Sinn zum monetären Umfeld einer Volkswirtschaft.
Einfluss von Zinsentscheiden auf den Aktienmarkt

Im Bann der US-Notenbank

Mit gutem Gewissen investieren

Marode Banken, lecke Atomkraftwerke, ölverseuchte Meere: Je mehr Katastrophen passieren, desto mehr suchen Anleger nach den „guten“ Investments. „Ethische“ oder „grüne“ Investments erfreuen sich immer größerer Nachfrage.

Doch auf was müssen Anleger eigentlich achten, wenn sie alternative Fonds beurteilen wollen? Spätestens seit die Finanzkrise das Ausmaß der Bankenexzesse offenbarte, seit in Fukushima tonnenweise verseuchtes Wasser und im Golf von Mexiko tonnenweise Öl ausgetreten war, spätestens seither hat die Nachfrage nach ethischer Geldanlage einen weiteren Schub bekommen. Immer mehr Menschen wollen mit gutem Gewissen investieren – ihr Geld gerade nicht in Investmenthäuser, traditionelle Energieerzeuger oder Rohstoffförderer stecken.

Und tatsächlich: Die Angebotsseite hat bereits reagiert. Nicht nur Großkonzerne haben sich mittlerweile die unternehmerische Verantwortlichkeit, die sogenannte Corporate Social Responsability (CSR), auf die Fahnen geschrieben. Auch immer mehr Fondsgesellschaften bewerben intensiv ihre nachhaltigen Produkte.
Mit gutem Gewissen investieren

Mit gutem Gewissen investieren

Glencore Xstrata: Keine «Drecksgeschäfte»

Der Schweizer Konzern GlencoreXstrata droht der Menschenrechtsorganisation MultiWatch mit einer Klage, wenn sie nicht den Titel ihres demnächst erscheinenden Buches ändert. MultiWatch ist empört und vermutet, dass GlencoreXstrata ein Verbot des Buchs erwirken möchte. Der Menschenrechtsverein kritisiert, dass einer der weltweit grössten Rohstoffkonzerne Kritik abwürgt und eine breite öffentliche Diskussion über die negativen Folgen seiner Tätigkeit nicht zulassen will.

Nach Einflussnahme von Glencore Xstrata hat die Menschenrechtsorganisation Multiwatch den Titel ihres Buches über den Rohstoffkonzern geändert. Während die NGO von einer angedrohten Klage und einer Drohkulisse spricht, ist beim Rohstoffkonzern von einem Dialog die Rede.

Multiwatch arbeitet derzeit an einem Buch, das die Geschäftspraktiken von Glencore Xstrata zur Diskussion stellen will. Der geplante Titel: «Drecksgeschäfte – Milliarden mit Rohstoffen». In einer Medienmitteilung vom Sonntag schreibt die Menschenrechtsorganisation, der Rohstoffkonzern habe ihr in diesem Zusammenhang mit einer Klage gedroht.
Glencore: Keine Drecksgeschäfte
In der Höhle des Löwen
Vorschau Edition Multiwach

Glencore Der Rohstoffgigant reagiert pikiert auf Kritik

Steuerhinterziehung als Geschäftsmodell

CS-Mitarbeitende dürfen in den USA nicht zum Sündenbock werden: Entschuldigung Schweizer Bankpersonalverbandvon Brady Dougan gefordert!

Der SBPV verurteilt die pauschale Aussage vom Credit Suisse CEO Brady Dougan, dass CS-Mitarbeitende Weisungen der Bank nicht respektiert hätten, auch wenn diese möglicherweise taktisch begründet gewesen sind, um eine tiefere Busse zu erhalten.
Brady Dougan verunglimpft damit viele Mitarbeitende, die nichts mit dieser Sache zu tun hatten. Die Situation der Mitarbeitenden, deren persönliche Daten in die USA verschickt worden sind, wird dadurch schwieriger. Schliesslich ist es wenig glaubhaft, dass die Geschäftsleitung über die von Herrn Dougan erwähnten Handlungen nicht informiert war. Dass auf Steuerhinterziehung gesetzt wurde, war allgemein bekannt und über lange Zeit ein Geschäftsmodell der Banken. Die falschen Anreize und der ständige Druck auf die Mitarbeitenden trugen dazu bei, dass die von Herrn Dougan erwähnten «Weisungen» so verstanden wurden, dass neue Kunden um jeden Preis akquiriert werden mussten.

Der SBPV fordert Brady Dougan auf, sich bei den nicht betroffenen CS-Mitarbeitenden (das sind die meisten) öffentlich zu entschuldigen oder zumindest zu erklären, wieso er diese schwerwiegende Aussage gemacht hat.
Der SBPV setzt sich seit jeher für einen sauberen Finanzplatz ein. Wer für Straftaten verantwortlich ist, muss zur Rechenschaft gezogen werden. Wir begrüssen die Aussage von Herrn Dougan, dass die Steuerhinterziehung ethisch und wirtschaftlich nicht tragbar ist. Der Schweizer Finanzplatz ist stark und kompetent genug, um mit ordentlich versteuerten Geldern weiter zu wachsen und seine weltweit führende Position zu verteidigen.
CS-Mitarbeitende duerfen in den USA nicht zum Suendenbock werden

Steuerhinterziehung als Geschaeftsmodell

Räume der Offshore-Welt

Warum sind Steueroasen immer noch nicht abgeschafft?
Warum wird Geldwäsche nicht bekämpft?

Steueroasen und Offshore-Zentren in Europa

Die Potemkinschen Dörfer von heute.
Was ist die Offshore-Welt? Offshore bedeutet im ursprünglichen Sinn die Insel vor
der Küste. Im übertragenen Sinn spielt der Begriff auf das Außenliegende an: der Rahmen,
in dem die Regeln der „normalen“ Welt nicht gelten. Die Offshore-Welt umfasst u. a.
Steueroasen, Offshore-Finanzzentren, Sonderwirtschaftszonen, Billigflaggen, Offshore-
Kasinos, E-Commerce und vieles mehr. Plastische Erklärungen finden sich auch auf den
Werbeseiten von Anbietern von Offshore- Dienstleistungen.

Fotos der konkreten Orte der Offshore-Welt werden seit Jahren gezeigt. Eine Steueroase ist keine paradiesische Insel, sondern eine Ansammlung von Briefkästen mit einer Vielzahl von Adressen, der Scheinfirmen, schwer zugängliche private Orte, eine Welt der grauen Beratungsmäuse. Zu sehen sind u.a. Fotos der Finanzsümpfe Luxemburg, Österreich, Irland, Schweiz, Jersey und des Offshore-Zentren Londons. Hintergründe zum Phänomen der Steuer- und Regulierungsoase werden in Beiträgen von ExpertInnen vermittelt: Was ist der (Un)sinn einer Steueroase? Wann und warum sind Steueroasen entstanden? Welche Auswirkungen haben Steueroasen auf Entwicklungsländer? Was haben sie mit der Finanzkrise zu tun? Warum ist Deutschland ein Niedrigsteuerland und warum ist Österreich eine Steueroase? Wie können sie abgeschaffte werden.
Steueroasenbuch.pdf‎

Korruption zerstört ZukunftCorruption harms future generations

Chinas Yuan-Poker

Chinas Yuan-Poker Chinas Yuan-Poker 2

Der Yuan fällt und fällt. Diesen Anschein hat er zumindest in den vergangenen Tagen gemacht. Tatsächlich hat die chinesische Währung seit Anfang vergangener Woche 1,2 Prozent an Wert eingebüßt. Die Abwertung kommt überraschend. Denn noch vor wenigen Wochen hatte die chinesische Zentralbank angekündigt, dass sie den Yuan schon bald völlig freigeben werde – was nichts anderes als Aufwertung heißt. Doch genau das könnte der Grund für die Abwertung der vergangenen Tage sein.
Chinas Yuan-Poker

www.markus-grolik.de

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Freihandel für Wohlstand

Die Kritik am künftigen Abkommen zwischen Europa und den USA ist überzogen. Beide Seiten könnten profitieren.

Das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) steht auf der Kippe, denn die Diskussion ist unsachlich – und geprägt von Sorgen um Datenkraken, Chlorhühnchen und Hormonfleisch. TTIP könnte europäische Errungenschaften im Verbraucherschutz gefährden. Doch ein Scheitern wäre fatal. Noch heute gilt, was schon der Ökonom Adam Smith beschrieben hat: Freier Handel, also die internationale Arbeitsteilung, ermöglicht die Spezialisierung; wenn jeder das tut, was er am besten kann, steigert das den Wohlstand aller. Zugleich erleichtert Handel Innovationen, weil sich Forschung und Entwicklung auf globalen Märkten mit mehr Kunden schneller auszahlen. Und er verschärft den Wettbewerb unter den
Unternehmen und sorgt so für sinkende Produktpreise.

Gemäß einer aktuellen Studie der Universität Chicago wäre das reale Pro-Kopf-Einkommen der Deutschen um bis zu 50 Prozent niedriger, wenn das Land keinen Zugang zu internationalen Märkten hätte. Der gegenseitige Abbau von Zöllen, bürokratischen Handelshemmnissen und unnötigen Vorschriften erhöht den Wohlstand der Nationen.
Freihandel fuer Wohlstand

Freihandel