Eurovisionen
Endzeit beim Gipfel
Finstere Miene in Brüssel: Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnert an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren. (Foto: dpa)
Eurovisionen

Finstere Miene in Brüssel: Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnert an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren. (Foto: dpa)
Crash-Gefahr
Die Zinsen für kurzfristige Kredite zwischen den Banken sind auf über 8 Prozent angestiegen. Das ist so hoch wie seit Juni nicht mehr. Die Zentralbank, die 24 Milliarden Euro in den Markt pumpen will, konnte den Markt nicht wieder beruhigen.
Am Geldmarkt – wo sich die Banken gegenseitig mit Liquidität eindecken – kletterten am Freitag den dritten Tag in Folge. Mit 8,1277 Prozent erreichten sie den höchsten Wert seit einem halben Jahr, als es schon einmal zu Engpässen gekommen war.
Die chinesische Zentralbank kündigte deshalb an, mehr Geld zuzuschießen. Nach Angaben der Zeitung China Business News, die der Finanzmetropole Shanghai gehört, will sie ausgewählten Banken kurzfristige Kredite in Höhe umgerechnet 24 Milliarden Euro bereitstellen.
Die Sorgen kommen für China zur Unzeit, hat doch die US-Notenbank den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik angekündigt. Diese hatte in den vergangenen Jahren das Wachstum in den Schwellenländern angekurbelt. Nun
nehmen die Sorgen zu, dass darunter auch die Konjunktur in China leiden könnte.
Crash-Gefahr in China
Der Ökonom Daniel Stelter fordert sofortige Schuldenschnitte in Europa: Deutschland würde damit immer noch weniger verlieren als mit einer Fortsetzung des Schuldenwahns. Denn derzeit wachsen die die Schulden von Staaten und Privaten in der Euro-Zone um 100 Millionen Euro – pro Stunde. Stelter hält es für unverantwortlich, dass sich die neue Bundesregierung mit dieser Bedrohung überhaupt nicht beschäftigt.
Reden wir Klartext Das Geld ist futsch
Dibelius droht Ärger aus Immobilien-Kauf
Alexander Dibelius, Goldman Sachs-Chef von Deutschland, hat eine Londoner Luxus-Immobilie über eine Briefkastenfirma auf den Britischen Jungferninseln gekauft – „steuerlich optimal“, wie seine Anwälte einräumen. Dibelius ist ein enger Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Kanzlerin holte sich seinen Rat in wichtigen Finanzfragen.
Dem Deutschland-Chef der US-Investmentbank Goldman Sachs droht Ärger mit dem Finanzamt. Alexander Dibelius hat den Kauf einer millionenschweren Immobilie im Londoner Stadtteil Belgravia über zwei Briefkastenfirmen auf den Britischen Jungferninseln abgewickelt. Dies bestätigte der Banker der Bild-Zeitung bestätigte. Nach Darstellung seiner Anwältin sollte damit der “Erwerb der Privatimmobilie in der Londoner Innenstadt steuerrechtlich optimal” gestaltet werden.
Dibelius hätte aber seine Beteiligung an den Gesellschaften in dem karibischen Steuerparadies bei den deutschen Behörden melden müssen. Das habe er nicht getan, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ihr vorliegende Dokumente. Die unterlassene Meldung gilt im deutschen Steuerrecht als Ordnungswidrigkeit, Steuern müsste Dibelius aber erst zahlen, wenn er die Immobilie wieder verkauft – und zwar in Großbritannien. Das Objekt in dem Nobelviertel sei seit dem Kauf 2008 und nach einem umfassenden Umbau inzwischen 17 Millionen Euro wert, viermal so viel wie beim Kauf, hieß es in dem Bericht.
Der Zeitung gegenüber betonte der Banker, dass er seinen steuerlichen Verpflichtungen in Deutschland “vollumfänglich” nachkomme. Er “führe private Transaktionen selbstverständlich aus versteuertem Einkommen oder Krediten durch”. Dem Bericht zufolge hat Dibelius durch den Einsatz der Briefkastenfirmen 1,4 Millionen Euro Steuern gespart. “Ich habe nicht versucht, etwas zu verschleiern”, erklärte er.
Dibelius droht Ärger aus Immobilien-Kauf
Die Europäische Zentralbank geht auf Konfliktkurs zur Bundesregierung. Die Notenbank schlägt vor, dass der Euro-Rettungsfonds ESM zunächst einmal Geld für die Abwicklung maroder Banken gibt.
Das Europaparlament hat die Ernennung der Französin Danièle Nouy zur Chefin der neuen europäischen Bankenaufsicht mit großer Mehrheit gebilligt. Für die 63-Jährige stimmten am Mittwoch in Straßburg 555 Abgeordnete, 50 votierten gegen sie und 52 Parlamentarier enthielten sich. Die Zustimmung des Europaparlaments war notwendig, damit Nouy ihr Amt wie geplant im Januar antreten kann.
Französin Nouy kann Chefposten bei EZB-Bankenaufsicht antreten
Amerikas Banken wird der Handel auf eigenes Risiko verboten. Allerdings ist die Abgrenzung zwischen Eigenhandel und «nützlichen» Tätigkeiten, wie die Rolle als Marktmacher, schwierig. Das Resultat sind 1000 Seiten Regeln und Erläuterungen.
Obamas neue Banken-Regel: Ein Knigge für Lustmörder?
Die neue Volcker-Regel soll die Banken sicherer machen. Sie ist jedoch rechtlich zu kompliziert und faktisch nicht zu überprüfen. Die Banken haben daher die Anwälte auf die Suche nach Schlupflöchern geschickt. Es ist nicht schwer, dieser Regel die Zähne zu ziehen.
Die USA verbieten den Eigenhandel
More about: Banken-Regel VolckerpreambleFinal Rule
Deutschland liegt beim Lohngefälle zwischen Männern und Frauen auf dem zweitletzten Platz in Europa. Frauen verdienten demnach rund ein Fünftel (22,2 Prozent) weniger als Männer. Das geht aus einem Bericht hervor, den die EU-Kommission am Montag in Brüssel vorlegte. Die Zahlen sind mehrheitlich aus dem Jahr 2011. Im EU-Durchschnitt betrug die Gehaltslücke 16,2 Prozent.
EU Frauen verdienen ein Fünftel weniger als Männer in Deutschland
Massenüberwachung“ in der digitalen Welt. In Deutschland beteiligen sich Juli Zeh und Eva Mensasse an dem Aufruf. Die Anzeige erschien in der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.Petitions Stand for Democracy in the Digital Age
Für die Bestätigung ihrer Unschuld im Steuerstreit können Schweizer Banken nicht auf die Hilfe der grossen Wirtschaftsprüfer zählen. Stattdessen sollen US-Kanzleien die Hand für sie ins Feuer legen.
Big Four geben Schweizer Banken einen Korb