Konjunktur steht auf wackeligen Beinen

Trotz guter Anzeichen IWF:
Zwar scheint sich die Weltwirtschaft wieder zu erholen, doch die Experten beim Fühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds trauen dem noch nicht ganz. Die Liste der Konjunktur-Risiken ist lang – und Griechenland steht weit oben.

Die Erholung der Weltwirtschaft steht nach Einschätzung von Finanzministern und Notenbankchefs trotz guter Anzeichen auf wackeligen Beinen. Die Griechenland-Krise, eine asynchrone Geldpolitik in Europa und den USA sowie die niedrige Inflation in entwickelten Volkswirtschaften galten beim Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington als stärkste Risiken für die globale Konjunktur.

„Die weltwirtschaftliche Erholung geht weiter, obwohl das Wachstum mit uneinheitlichen Aussichten moderat bleibt“, erklärte der IWF-Lenkungsausschuss (IMFC) im Abschlusspapier der Tagung. Großes Schwanken der Wechselkurse und Rohstoffpreise, hohe Schulden vieler Staaten und geopolitische Spannungen machten „Wachsamkeit“ notwendig. Vor allem das geringe Wachstumspotenzial in vielen Ländern sei ein langfristiges Problem.

Nach Einschätzung von CDU-Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erkennen die Top-Wirtschaftsmächte zunehmend die Notwendigkeit solider Staatsfinanzen an. Es werde nicht mehr bestritten, dass eine nachhaltige Finanzpolitik wichtig sei für nachhaltiges Wirtschaftswachstum, sagte er. Es gehe verstärkt um den richtigen Mix aus Geld- und Finanzpolitik sowie Strukturreformen. Die USA mahnten von Deutschland hingegen deutlich mehr staatliche Investitionen an, um die heimische Nachfrage anzukurbeln. Dies sei vor allem wegen des gravierenden Handelsbilanzüberschusses der Bundesrepublik angemessen, sagte US-Finanzminister Jack Lew.

Schäuble zieht positives Fazit
Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) versprachen, die Nachfrage und das potenzielle Wachstum in der Welt ankurbeln zu wollen. Dabei sollten die Schulden in Zaum gehalten werden. Schäuble zog ein positives Fazit. „Die Sitzung war entspannter als in früheren Jahren.“ Grund dafür sei nicht nur die gute US-Konjunktur, sondern vor allem die bessere Lage in der Eurozone. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nannte es „erstaunlich“, wie deutlich sich der Fokus in den Debatten im G20- und IWF-Kreis verschoben habe. Weder Deutschland noch Europa hätten im Zentrum gestanden.
Allerdings sorgte der Streit zwischen Griechenland und seinen internationalen Geldgebern am Rande der Tagung für Aufregung. „Die Stimmung ist deutlich düsterer als beim letzten internationalen Treffen“, sagte der britische Finanzminister George Osborne. Er warnte vor einer „gefährlichen Situation“ für Europa. Sein US-Kollege Lew sagte: „Sollte keine Vereinbarung getroffen werden, würde das Griechenland unmittelbar in eine Notlage bringen und Unsicherheit in Europa und der Weltwirtschaft auslösen.“ Die Finanzminister und Notenbankchefs blickten besorgt auf die unterschiedliche Geldpolitik in Europa und den USA.

IWF: Geldpolitik stößt an Grenzen
Während die Europäische Zentralbank EZB in den kommenden Jahren den Markt mit billigem Geld flutet, steht die US-Notenbank vor Zinserhöhungen. Diese ungleichen Schritte seien angemessen, erforderten aber „vorsichtige Justierung und wirksame Kommunikation“, um negative Folgen für die Weltwirtschaft zu vermeiden. „Wir wissen um die Risiken für die Finanzstabilität“, heißt es im IMFC-Papier. Laut Weidmann wurde zunehmend auch über die Risiken der extrem lockeren Geldpolitik diskutiert. Aus Sicht des IWF sei die Geldpolitik an die Grenze dessen gelangt, was sie leisten könne.
EZB-Präsident Mario Draghi verteidigte die Flutung der Märkte mit billigem Geld erneut. Die Maßnahmen hätten dazu beigetragen, die Konjunktur in der Eurozone zu beleben. Da das Bankensystem heute gesünder sei, komme das billige Geld besser bei Unternehmen und Verbrauchern an. Auch die Inflation werde anziehen und 2017 bei 0,8 Prozent liegen. Die EZB hatte im Januar ein mehr als eine Billion Euro schweres Programm zum Kauf von Staatsanleihen gestartet. Zudem liegt der Leitzins auf einem Rekordtief von 0,05 Prozent.

www.stuttmann-karikaturen.de/

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Warum leben 1,6 Millionen Kinder von Hartz IV?

Binnen eines Jahres ist die Zahl der Kinder unter 15, die in einem Hartz-IV-Haushalt leben, um 16.000 gestiegen. Damit hat sie einem Medienbericht zufolge den höchsten Stand seit 2010 erreicht.

Die Zahl der in Hartz-IV-Haushalten lebenden Kinder im Alter unter 15 Jahren ist einem Zeitungsbericht zufolge zuletzt angestiegen. Zum Ende des vergangenen Jahres habe sie 1.634.095 betragen, berichtet „Bild“ unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Dies waren etwa 16.000 Kinder beziehungsweise rund ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Es sei der höchste Stand seit dem Jahr 2010.

Dem Bericht zufolge waren 343.897 der Kinder jünger als drei Jahre, 463.179 zwischen drei und sieben sowie 827.019 zwischen sieben und 15 Jahren alt. 822.000 der Kinder lebten demnach bei alleinerziehenden Hartz-IV-Empfängern, 807.343 in einem Hartz-IV-Partnerhaushalt.

Im Jahr 2007 hatten laut früheren Angaben der Bundesagentur noch fast 1,9 Millionen Kinder in Hartz-IV-Haushalten gelebt, was 16,8 Prozent aller Kinder unter 15 Jahren entsprach. In den folgenden Jahren gingen die Zahlen kontinuierlich zurück.
BA-Monatsbericht-201503

Dr. Jan Tomaschoff www.w-t-w.org/en/dr-jan-tomaschoff/

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Korruption schädigt künftige Generationen! Corruption

Zuckersüss und Kalorienfrei

Stevia: In Paraguay wird schon seit Jahrhunderten mit kalorienfreier Stevia gesüsst.stevia
Heidi Gmür berichtet: Der Zuckerersatzstoff Stevia ist pflanzenbasiert, süsser als Zucker und kalorienfrei. Das klingt wie ein Heilsversprechen im Kampf gegen Fettleibigkeit und Diabetes. Der Markt steckt jedoch noch in der Pubertät.

Grün gleich natürlich und gesund. Das ist die Botschaft, die Coca-Cola mit dem neuen, grün eingefärbten Produkt «Cola Life» vermitteln möchte. Das Getränk ist mit einem Extrakt aus den Blättern der Pflanze Stevia gesüsst. Teilweise wenigstens. Es enthält 35% weniger Zucker und damit auch 35% weniger Kalorien als das Original und ist diesem im Geschmack ähnlicher als die künstlich gesüssten Null-Kalorien-Varianten. Aber nicht nur Coca-Cola setzt auf Stevia, sondern auch Konkurrenten wie Pepsico und Dr. Pepper und viele weitere Getränke- und Nahrungsmittelhersteller. Inzwischen gibt es weltweit mehrere tausend Produkte, die den Süssstoff enthalten.
Zuckersüss und kalorienfrei
Stevia Zuckersüss und Kalorienarm

Aussteigen?! Nicht jetzt?!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Wir zeigen, dass auch bei langfristigem Anlagehorizont gewisse „Timing-Überlegungen“ eine Rolle spielen können. Wer in Situationen einer Überbewertung in den Aktienmarkt einsteigt, muss mit tieferen Renditen rechnen, als wer bei Unterbewertungen eine Position
aufbaut.
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Schrumpft das Polster der Sozialsysteme?

Der Gesamtüberschuss der gesetzlichen Sozialversicherungen hat sich merklich verringert, obwohl die Bundesagentur für Arbeit ein dickes Plus verzeichnet. Doch eine Kasse drückt das Ergebnis gewaltig.

Der Überschuss der gesetzlichen Sozialversicherung hat sich 2014 wegen eines Defizits der Krankenkassen merklich verringert. Die Einnahmen übertrafen die Ausgaben nur noch um drei Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. 2013 war das Plus noch um 1,7 Milliarden Euro größer ausgefallen. Die Einnahmen der Sozialversicherung beliefen sich insgesamt auf 556,1 Milliarden Euro. Dies bedeutete einen Anstieg um 3,3 Prozent. Die Ausgaben erhöhten sich um 3,6 Prozent auf 553,1 Milliarden Euro.
Krankenversicherung ist im Minus

Schwarze Zahlen schrieben die allgemeine Rentenversicherung, die soziale Pflegeversicherung und die Bundesagentur für Arbeit. Sie profitierten jeweils von steigenden Einnahmen angesichts der Rekordbeschäftigung und höheren Löhnen.

Dagegen rutschte die gesetzliche Krankenversicherung ins Minus, obwohl sie trotz geringerer Bundeszuschüsse an den Gesundheitsfonds ebenfalls mehr Geld einnahm. Grund dafür waren kräftig steigende Ausgaben – „vor allem durch Prämienzahlungen der gesetzlichen Krankenkassen, freiwillige Leistungen sowie stark gestiegene Arzneimittelausgaben“. Dadurch wies die Krankenversicherung ein Defizit von 2,4 Milliarden Euro aus, nachdem es 2014 noch einen Überschuss von 1,6 Milliarden Euro gegeben hatte.

www.marcus-gottfried.com

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Ehemaliger IWF-Chef in Spanien wegen Geldwäsche verhaftet

Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds IWF,
Rodrigo Rato, ist in Spanien Ratowegen des Verdachts der Geldwäsche, des Steuerbetrugs und der betrügerischen Vermögensverschiebung festgenommen worden. Rato war noch bis vor kurzem einer den engen Vertrauten von Spaniens Premier Mariano Rajoy.

Für den von mehreren Finanzaffären bedrängten Ex-Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, wird es eng in Spanien. Der 66-Jährige wurde am Donnerstagabend unter dem Vorwurf der Geldwäsche, des Steuerbetrugs und der betrügerischen Vermögensverschiebung festgenommen. Im Rahmen einer Durchsuchung seiner Wohnung sei er in Madrid von Polizisten abgeführt worden, berichteten die staatliche Nachrichtenagentur efe und Onlineausgaben mehrerer Zeitungen….

Gegen Rato wird bereits in zwei anderen Affären ermittelt, darunter wegen Betrugs und Bilanzfälschung beim Börsengang der Bank Bankia im Jahr 2011. Damals war Rato Präsident des Geldhauses. Die Anleger, darunter Hunderttausende Kleinsparer, verloren fast ihr gesamtes Geld. 2012 war Bankia dann von der Regierung mit 22,4 Milliarden Euro aus einem 41-Milliarden-Hilfspaket von EU und IWF vor dem Bankrott gerettet worden.
Rato steht außerdem auch im Mittelpunkt der sogenannten «Selbstbedienungs-Affäre». Die Justiz ermittelt gegen mehrere ehemalige Topmanager und Aufsichtsratsmitglieder von Bankia, die mit Firmenkarten auf Kosten des Unternehmens private Ausgaben finanziert haben sollen. Wegen der Affären hatte Rajoy im vergangenen Oktober Rato zum vorläufigen Austritt aus der Partei überredet.
Ehemaliger IWF-Chef in Spanien wegen Geldwaesche verhaftet

http://www.w-t-w.org/en/fernando-llera/

www.w-t-w.org/en/fernando-llera

Siehe hierzu auch:
Frauen und Kinder leiden überproportional unter Korruption /Geldwäsche

Pekings «Neue Seidenstrasse»

Chinas “Neue Seidenstrasse“ wird auch «Plastic Road» genannt. Es herrscht Goldgräberstimmung bei Chinas Staatsunternehmen. Von den enormen asiatischen Infrastrukturprojekten werden Chinas Staatskonzerne stark profitieren können.

Matthias Müller berichtet: China treibt das Projekt einer «neuen Seidenstrasse» voran. Dies verleiht den Aktienkursen chinesischer Staatsunternehmen Aufwind. Isoliert stehen die USA da, die sich derweil gegen die Idee einer neuen asiatischen Entwicklungsbank stemmen.

Die Börsen in Hongkong und Schanghai haben sich in den vergangenen Wochen durch die Hoffnungen auf weitere expansive Massnahmen der chinesischen Zentralregierung und der People’s Bank of China prächtig entwickelt. Gewisse Anlagen sind jedoch besonders lukrativ: Aktien chinesischer Staatsunternehmen (State-owned Enterprises, SOE) sind bei den Investoren stark gefragt, wie aus der vom Gavekal Dragonomics Institut veröffentlichten Studie «Investing along the New Silk Road» hervorgeht. Dabei haben die Autoren Tom Miller und Thomas Gatley den Fokus auf den Verlauf der Aktienkurse von zwölf in Hongkong kotierten SOE gelegt und sie mit der Entwicklung des Hang-Seng-China-Enterprises-Indexes verglichen. Dieser enthält die 40 grössten an der Hongkonger Börse gehandelten chinesischen Unternehmen. Grosser Investitionsbedarf.
Goldgraeberstimmung bei Chinas Staatsunternehmen
Pekings Neue Seidenstrasse (Plastikstrasse)

Australien: Preiszerfall zwingt ersten Förderer in die Knie

Eisenerz-Branche: Australien ist mit Abstand der bedeutendste Exporteur des eisenhaltigen Gerölls, das zur Herstellung von Stahl verwendet wird und das während Jahren den Rohwarenboom auf dem fünften Kontinent angetrieben hatte

Es war eine Frage der Zeit, bis der Zerfall des Preises für Eisenerz das erste Opfer in Australien fordert. Am Freitag war es so weit. Atlas Iron hat angekündigt, die Produktion vorerst einzustellen. Am Freitag war es so weit. Atlas Iron, ein Eisenerzproduzent mit Sitz im westaustralischen Perth, hat angekündigt, die verlustreiche Produktion per Ende April bis auf weiteres zu suspendieren. Wenige Tage davor hatte das Unternehmen bereits den Handel an der Börse ausgesetzt; davon sind mehr als 500 Arbeitsplätze betroffen.

Einbruch um 60 Prozent
Australien ist mit Abstand der bedeutendste Exporteur des eisenhaltigen Gerölls, das zur Herstellung von Stahl verwendet wird und das während Jahren den Rohwarenboom auf dem fünften Kontinent angetrieben hatte . Doch der Preis für Eisenerz ist allein in den vergangenen zwölf Monaten um rund 60% eingebrochen. Eine Tonne kostet inzwischen weniger als 50 US-$, so wenig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Noch steiler sind nur die Kurse der Aktien einiger australischer Bergbauunternehmen gefallen.
Eine Aktie von Atlas Iron war 2011 noch fast 4 austr. $ (3 Fr.) wert, womit das Unternehmen mit gegen 4 Mrd. austr. $ bewertet war. Anfang April lag der Kurs nur noch bei $ 0.12, das entspricht einem Minus von über 85% innert Jahresfrist. Zu einer massiven Wertvernichtung kam es auch bei anderen Eisenerzförderern vergleichbarer Grösse. So ist der Aktienkurs von Mount Gibson seit April 2014 um 77% eingebrochen und jener von BC Iron gar um 94%. Laut Analytikern ist auch deren Lage sehr ungemütlich, sie sind aber in einer finanziell stärkeren Position als Atlas Iron. Die Fortescue Metals Group (FMG), deren Aktien rund 65% eingebüsst haben, hat als weltweit viertgrösster Eisenerzexporteur mehr Optionen als die kleineren Mitspieler, um auf eine anhaltende Baisse zu reagieren. Das Unternehmen ist jedoch relativ stark verschuldet.
Preiszerfall zwingt ersten Foerderer in die Knie/gmü,NZZ
Iron ore recovery a blip

Kennt Europa die Antwort auf die Krise?

Die Wirtschaft in der Euro-Zone erholt sich – auch dank ihrer größten Volkswirtschaft Deutschland. Eine Analyse von Ernst & Young offenbart vor allem einen Grund, weshalb der Kontinent neu hoffen kann.

Nach Jahren mickrigen Wachstums scheint sich in der Euro-Zone ein Ende der Wirtschaftskrise anzubahnen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young) rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von 1,5 Prozent. Im nächsten Jahr soll unter dem Strich sogar ein Plus von 1,8 Prozent stehen, heißt es in der Prognose, die der „Welt“ vorliegt.

Martin Greive berichtet: Vor allem Deutschland erweist sich demnach als Konjunkturlokomotive für die Euro-Zone. EY zufolge soll die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 2,2 und im nächsten Jahr um 2,0 Prozent zulegen. 2014 war sie nach einem kräftigen Endspurt um 1,6 Prozent gewachsen.
Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) rechnet für dieses Jahr inzwischen mit einem kräftigeren Wachstum. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein Plus von zwei Prozent, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo dem „Handelsblatt“. Zu Jahresbeginn hatte der BDI noch einen Zuwachs von 1,5 Prozent vorausgesagt.
Konsum treibt das Wachstum
Zuletzt war die Stimmung in der Euro-Zone immer besser geworden. Schon Ende vergangenen Jahres wuchs die Wirtschaft 0,3 Prozent stärker als angenommen. Ein Stimmungsbarometer der EU-Kommission, das Geschäfts- und Konsumentenvertrauen zusammenfasst, stieg im März auf den höchsten Stand seit Juli 2011. Der Einkaufsmanagerindex legte zuletzt so stark zu wie seit beinahe vier Jahren nicht mehr.
Getrieben wird das Wachstum in der Euro-Zone und in Deutschland vom starken Konsum. Der Einbruch des Ölpreises und der niedrige Euro wirken wie ein Konjunkturpaket für die Wirtschaft. Günstiges Tanken und Heizen lässt den Verbrauchern Spielraum für zusätzliche Ausgaben.
Die Stimmung der deutschen Konsumenten ist nach Berechnungen der GfK-Marktforscher derzeit so gut wie seit mehr als 13 Jahren nicht mehr. Viele Unternehmen werden durch den niedrigen Ölpreis auf der Kostenseite entlastet.
Zudem spielt ihnen der billige Euro in die Karten, der die Exporte nach Übersee günstiger macht. Die EY-Experten erwarten, dass sowohl der Ölpreis als auch der Euro-Kurs auf relativ niedrigem Niveau verharren. So werde ein Barrel Öl in diesem Jahr im Durchschnitt 55 Dollar kosten – und damit 45 Prozent weniger als im Vorjahr.
Europa kennt die Antwort auf die Krise
2015-Q1-EY-Global-IPO-Update

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