Schweiz: Geldwäsche Razzia bei der HSBC-Filiale

Nach „Swissleaks“-Enthüllungen: Schweizer Banken arbeiten mit der organisierten Kriminalität zusammen

Der Vorwurf gegen die Schweizer Großbank HSBC wiegt schwer. Laut den als „Swissleaks“ bekannten Enthüllungen soll die Bank in Geschäften mit Waffenhändlern, Schmugglern und Steuerhinterziehern verwickelt sein. Jetzt beginnen die Ermittlungen.
Nach den Berichten über fragwürdige Finanzpraktiken bei der Großbank HSBC hat es bei der Genfer Filiale am Mittwoch Durchsuchungen gegeben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons teilte mit, es seien nach den jüngsten Enthüllungen Ermittlungen wegen schwerer Geldwäsche gegen die HSBC Private Bank eingeleitet worden.

Die Durchsuchungen des Banksitzes würden vom Kantons-Staatsanwalt Olivier Jornot sowie Yves Bertossa geleitet. Die Ermittlungen könnten von der Bank auf Einzelpersonen ausgeweitet werden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Eine Bank könne allein schon deshalb bestraft werden, weil sie Verstöße von Angestellten nicht durch geeignete Maßnahmen verhindert habe.

HSBC hat offenbar bekannten Diktatoren geholfen
Ein internationales Recherche-Netzwerk hatte am 9. Februar Schwarzgeld-Konten und Geschäfte mit Waffenhändlern und Schmugglern bei der Schweizer HSBC öffentlich gemacht. Laut den als „Swissleaks“ bekannten Enthüllungen soll die Bank in der Vergangenheit weltweit zehntausenden Kunden, darunter bekannte Diktatoren und Kriminelle, geholfen haben, rund 180 Milliarden Euro vor den Steuerbehörden zu verstecken.
Geldwaesche und Steuerbetrug- Razzia bei der HSBC-FilialeHSBC Bank

Aufwertung des Frankens schockt die Schweizer Wirtschaft

Strukturwandel:  Mit der heftigen Aufwertung des Frankens trifft die Wirtschaft abermals ein Schock – die Lage ist schwieriger als 2011. Die Schweiz muss sich anpassen.

Der Strukturwandel beschleunigt sich erneut, wie in den früheren Phasen einer starken Überbewertung des Frankens in den 1970er- und 1990er- Jahren. Die damaligen Krisen rissen einzelne Unternehmen in den Untergang, doch die Industrie als Ganzes machten sie stärker. «Die Situation ist schwieriger als 2011», sagt Yngve Abrahamsen, Ökonom der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Die Aufwertung geschah diesmal auf einen Schlag, und es war nach 2010/11 der zweite Währungsschock innert sehr kurzer Zeit. Mit dem Mindestkurs hatte die Nationalbank den Unternehmen dreieeinhalb Jahre Planungssicherheit verschafft. Damit ist es wohl für lange Zeit vorbei. Nun müssen sie in ihren Investitionsrechnungen wieder einen Risikozuschlag einsetzen für mögliche Frankenaufwertungen. Parallelen zu früheren Krisen sind frappant.
Frankenstärke- Die Schweiz ist wie ein ChamäleonSwiss Bank

Auch in China umkämpfter Taxi-Markt

Schulterschluss von Didi und Kuaidi.  In China erfreuen sich verschiedene Taxi-Apps einer grossen Beliebtheit.

Chinas führende Online-Plattformen für Taxi-Buchungen wollen fusionieren. Dies bringt eine neue Wettbewerbssituation in ein bisher stark bezuschusstes Geschäft. Hinzu kommt eine ungewohnte Kooperation der Internet-Erzrivalen Alibaba und Tencent.
Im hitzigen Wettbewerbsumfeld für online-gestützte Taxi-Rufdienste vereinbaren die beiden dominanten chinesischen Anbieter Didi Dache und Kuaidi Dache eine Fusion. Damit dürfte eine der weltweit grössten Internetplattformen für Transportdienste entstehen. Gleichzeitig kommt es in diesem Teilbereich des Internet-Markts zu einem überraschenden indirekten Schulterschluss zwischen den beiden chinesischen Branchenriesen Alibaba (Online-Handel) und Tencent (soziale Netzwerke). Die zwei Firmen stehen mit Beteiligungen, IT-Unterstützung und der Abwicklung von Online-Zahlungen hinter den beiden App-Betreibern.
Umkaempfter Taxi-Markt in China
Taxi

Asset Allocation: Standard-Risiken

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

In der heutigen Anlageberatung wird in der Regel mit Mittelallokationen für spezifische Risiko- bzw. Kundensegmente gearbeitet. Wir zeigen, was hinter diesem Konzept steckt und erläutern die entsprechenden Begriffe.
Portfolio

Finanzwelt aus den Fugen?

Schuldendeflation – das wahre Monster

Die Finanzwelt ist völlig aus den Fugen geraten. War Sparen früher eine Tugend, so wird es heute mit negativen Zinsen bestraft. War einst der säumige Schuldner der Böse, so gelten heute die Bewohner überschuldeter Staaten als unschuldige Opfer gieriger Geldgeber. Verbindlichkeiten sind kein Makel mehr, sondern sogar erwünscht. Nur ein munter laufendes Kreditkarussell sorge nämlich für mehr Konsum und Investitionen als Voraussetzung für steuerbares Wirtschaftswachstum, so die Logik nachfrageorientierter Ökonomen und ausgabefreudiger Politiker.

Aktivistische Notenbanken
Harze es dagegen, so genüge eine Leitzinssenkung oder eine «Infusion» monetärer Mittel, und bald sei die Wende zum Besseren erreicht. Hatte sich diese Denkweise in den letzten Jahrzehnten etabliert, so schien sie in den vergangenen Wochen angesichts beinahe weltweit fallender Inflationsraten in den Augen der Proponenten immer akuter zu werden. Ihr notorisches Gezeter sorgte für Schlagzeilen und dafür, dass wegen der aufgekommenen «Deflationshysterie» eine Notenbank nach der anderen aktivistisch wurde.
Finanzwelt aus den Fugen
Finanzwelt aus den Fugen

Schweiz die größte Steuer Fluchtburg

Die Schweiz ist die größte Fluchtburg für deutsches Schwarzgeld. Das liegt an der Nähe und daran, dass die politischen Verhältnisse stabil sind. Statt auf die Cayman-Inseln bringen Deutsche ihr Geld lieber nach Zürich. Es geht um gewaltige Summen. Ich gehe davon aus, dass noch vor Kurzem rund 160 Milliarden Euro unversteuertes deutsches Geld auf Schweizer Konten gelegen haben. Durch die Weißgeldstrategie der Schweizer Banken, die Steuer-CDs und die Selbstanzeigen hat sich diese Summe in den vergangenen Jahren verringert. Aber es dürften heute noch mindestens 40 Milliarden Euro von Deutschen in der Schweiz liegen, von denen der deutsche Fiskus nichts weiß. Mindestens ein Viertel des unversteuerten Kapitals hat sich dem Zugriff der Finanzbehörden weiterhin entzogen.
Die Schweiz ist die groeßte Fluchtburg
Tax Evasion

Verunsicherte Griechen plündern Konten

Der Streit zwischen der neuen Regierung und den Geldgebern in punkto Schuldenabbau bereitet den Bürgern Angst.

Athen – Die Einlagen auf den Konten in Griechenland sind nach Angaben aus Branchenkreisen in Athen inzwischen auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der schweren Schuldenkrise gefallen. Damit wurde ein Bericht der konservativen Zeitung „Kathimerini“ bestätigt, wonach die Griechen seit November 2014 insgesamt schon rund 20 Milliarden Euro abgehoben haben.
Grund sei die Angst der Menschen vor einer schlagartigen Verschlechterung der Finanzlage wegen der Unstimmigkeiten zwischen Athen und der EU über den Abbau des gigantischen Schuldenberges, hieß es weiter. Nach Informationen aus Regierungskreisen haben Experten der Geldgeber und Vertreter des griechischen Finanzministeriums zwei Listen mit ihren jeweiligen Positionen ausgearbeitet. Diese sollen am Montag den Finanzministern der Eurogruppe präsentiert werden.

Wahlversprechen der Linkspartei

Das von dem Chef der Linkspartei Syriza, Alexis Tsipras, geführte Kabinett besteht darauf, dass es keine weiteren Lohn- und Rentenkürzungen in Griechenland gibt. Zudem soll das Pensionsalter nicht erhöht werden. Es soll keine neuen Privatisierungen geben. Nicht abgeschlossene Privatisierungen sollen noch einmal geprüft werden, darunter wird allen Anzeichen nach auch die geplante Verpachtung von 14 Regionalflughäfen an den Frankfurter Airport-Betreiber Fraport sein. Der endgültige Vertrag sollte ursprünglich im Lauf dieses Jahres unterzeichnet werden.
Verunsicherte Griechen pluendern Konten
Abfackeln

Asset Allokation – was ist das?

Asset-AllocationFinanzkompetenz oder „Financial Literacy“ Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Heri.

Bei der Geldanlage geht es oft um die vernünftige Mischung unterschiedlicher Anlagekategorien. Das Ziel ist eine optimale Kombination von Risiko und Ertrag. Heute diskutieren wir die entsprechenden Begriffe und Konzepte.
'My asset allocation?  40% 'ying' and 60% 'yang'.'

Deutsche Wirtschaft wächst doppelt so stark wie erwartet

 Gute Konjunktur

Seit Jahren gilt der Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur.

Deutschlands Wirtschaft hat zum Ende des vergangenen Jahres einen starken Schlussspurt hingelegt: Im vierten Quartal wuchs sie um 0,7 Prozent und damit doppelt so stark wie erwartet. Vor allem der gestiegene Konsum im Inland trug dazu bei.

Die deutsche Wirtschaft ist Ende 2014 mehr als doppelt so stark gewachsen wie erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Oktober bis Dezember um 0,7 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dafür sorgten vor allem kauffreudige Verbraucher und steigende Investitionen der Unternehmen.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet, wobei die Schätzungen von 0,1 und 0,5 Prozent reichten. Anfang 2014 war die Wirtschaft sogar um 0,8 Prozent gewachsen, ehe sie im zweiten Quartal um 0,1 Prozent schrumpfte und im dritten Quartal um 0,1 Prozent zulegte.
Gute Konjunktur Deutsche Wirtschaft waechst doppelt so stark wie erwartet
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