Datendieb am Geldautomaten

Geldautomaten mit Sicherheitslücken. Kriminelle hacken sich in Bankautomaten und greifen Kundendaten ab

Angelika Warmuth berichtet:  Verbraucher sind inzwischen gewarnt, dass mit einem sogenannten Skimmer-Aufsatz am Kartenschlitz des Geldautomaten ihre Kartendaten abgegriffen werden können. Laut russischen Experten ist aber eine Software im Umlauf, die den ganzen Automaten zum Datendieb macht.

Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky (Blog) warnt vor einer Software, mit der sich Kriminelle in Geldautomaten hacken und aus ihnen Karteninformationen stehlen können. Das Programm erlaube es ihnen auch, sich den gesamten Geldbestand aus dem Automaten auszahlen zu lassen, sagte Kaspersky-Sicherheitsforscher Sergej Golowanow. Die Kriminellen entschieden sich allerdings meist dafür, unauffällig die Daten abzugreifen. „Es können Jahre vergehen, bis eine Bank das merkt.“ Die Kriminellen können mit den abgefangenen Daten die Magnetstreifen von Karten kopieren und nutzen. Kriminelle nutzen Sicherheitslücken aus….
Kriminelle hacken sich in Bankautomaten und greifen Kundendaten ab

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
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Finanzmarkt Baltikum

Finanzmarkt Baltikum Krise ausgestanden. Vom Exporteinbruch im Zuge der EU-Russland-Krise haben sich die baltischen Staaten definitiv erholt. Die mittelfristigen Aussichten sind ansprechend. Die baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen haben das Wegbrechen russischer Exportmärkte inzwischen alle relativ gut verdaut.
Rudolf Hermann berichtet: Wenn am vergangenen Donnerstag in der estnischen Hauptstadt Tallinn allenthalben Champagnergläser erhoben wurden, dann galt diese Geste nicht in erster Linie dem Börsenindex Nasdaq OMX Baltic, der in letzter Zeit steil nach oben zeigt und seit Ende Februar um rund 10% zugelegt hat. Mit dem Kapitalmarkt hatten die Festivitäten jedoch sehr wohl zu tun. Gefeiert wurde das 20-jährige Bestehen des estnischen Wertpapiermarkts, und zwar stilgerecht mit einer Finanzmarkt-Konferenz und einem Galaabend im Tallinner Neubauviertel Ülemiste, das mit seinen Bauten aus Glas und Stahl den baltischen Aufschwung veranschaulicht.

Ansprechende Aussichten
Was die Entwicklung der letzten zwei Jahre angeht, so haben die baltischen Republiken Estland, Lettland und Litauen das Wegbrechen russischer Exportmärkte im Zuge der politischen Abkühlung und Verhängung von Sanktionen und Gegensanktionen inzwischen alle relativ gut verdaut. Vom potenziell ertragreichen, aber notorisch instabilen Russlandgeschäft haben sich viele Exportunternehmen auf andere Märkte ausgerichtet. Gleichzeitig ist das Baltikum durch die Diversifizierung von Energiebezügen weniger anfällig auf Moskauer Pressionen, was sich in günstigeren Preisen ausgewirkt hat. Entsprechend bewerten Analytiker die mittelfristigen Aussichten des baltischen Wirtschaftsraums als ansprechend….
Finanzmarkt Baltikum Krise ausgestanden
Baltic-Litauen-Lettland-Estland

Integrationsprozess vorantreiben und verbesserte Bankenaufsicht

EZB-Bankenaufseherin Sabine Lautenschläger «Wir hebeln nicht die Marktwirtschaft aus»

Als Mitglied des EZB-Direktoriums und Bankenaufseherin wirbt Sabine Lautenschläger für ein besser integriertes Europa. Dazu gehört für die Deutsche eine starke, aber prinzipienbasierte Bankenaufsicht.

Peter A. Fischer berichtet: Mit dem heutigen Zustand der Euro-Zone ist Lautenschläger nicht zufrieden. Sie ist in verschiedener Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung: Sabine Lautenschläger ist nicht nur die einzige Frau im sechsköpfigen Direktorium der Europäischen Zentralbank EZB, sondern auch die Einzige, die sowohl im für die Vorbereitung geldpolitischer Entscheidungen verantwortlichen EZB-Direktorium sitzt als auch in der Europäischen Bankenaufsicht eine leitende Funktion innehat. Dies, obwohl gerade sie sich immer für eine Trennung von Bankenaufsicht und Geldpolitik ausgesprochen hat.

Die prinzipiell denkende Juristin will das aber nicht als Paradox sehen, sondern als Konsequenz davon, dass es in der Praxis manchmal gilt, unideologisch Lösungen zu finden, um den Prozess in die richtige Richtung voranzubringen. Nun sage sie halt öfters: «Aus der Sicht der Bankenaufsicht . . .», oder: «Aus der Sicht der Geldpolitik . . .», erzählt die stellvertretende Vorsitzende des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism, SSM) bei der EZB am Rande des Luzerner Europaforums. Aufsicht verstehen und erklären….
EZB-Bankenaufseherin Sabine Lautenschläger
EZB-Rat oberstes Beschlussorgan der Europaeischen Zentralbank
EZB Direktorin Lautenschlaeger

Saudi-Arabiens Pläne

Warum der saudischen Vision die große Blamage droht.  Um seinen Reichtum zu sichern, will und muss sich Saudi-Arabien vom Öl emanzipieren. Doch die Pläne der Scheichs werden von den Märkten offenbar nicht ernst genommen.

Nando Sommerfeldt berichtet: Die Botschaft des Thronfolgers wird nicht gehört. Mohammed bin Salman, der als kommender Herrscher im Königreich Saudi-Arabien gilt, verkündet seit Monaten, dass sein Land sich vom Öl lossagen will. Die „Vision 2030“ hat er jüngst präsentiert – den Plan, wie Saudi-Arabien seinen Wohlstand zu sichern hofft, wenn eines Tages die Rohstoffquellen versiegen oder niemand mehr das Öl braucht.

Noch aber spielt das schwarze Gold eine entscheidende Rolle in der Welt und für das Schicksal der Scheichs. Und weil ein Barrel noch immer deutlich weniger als 50 Dollar kostet, verbrennt das Königreich viel Geld…
Warum der saudischen Vision die große Blamage droht
Klima und Fauen

Finanzbranche warnt vor Brexit

Die Chefin des IWF, Lagarde, hat in London eindringlich vor den Folgen eines Brexit gewarnt. Ein Austritt könnte die Konjunktur spürbar bremsen. Auch Londons Rolle als größter Finanzplatz in Europa sei in Gefahr. Die Briten stimmen nächsten Monat über den Brexit ab.Britische Banken und der Brexit.

Interview von Gerald Hosp
Die City of London Corporation ist das Sprachrohr der Finanzbranche. Mark Boleat, Leiter der Politikabteilung, sagt, welche Banken ein Brexit am stärksten treffen würde, warum die Sache für Hedge-Funds anders aussehe und welche Rolle die Boni-Deckelung spiele…
Finanzbranche waere am meisten betroffen

Arend van Dam www.w-t-w.org/en/arend-van-dam/

Arend van Dam
www.w-t-w.org/en/arend-van-dam/

US Wohlfühlklima für Superreiche

Wer an diskrete Briefkastenfirmen kommen und nahezu steuerfrei bleiben will, braucht das als Amerikaner nicht in exotischen Gefilden wie Panama zu versuchen.

Heike Buchter berichtet: US-Bundesstaaten wie Delaware, Nevada, South Dakota oder Wyoming bieten viele dieser Vorteile ebenfalls. Allein in Delaware sind über eine Million Firmen registriert – mehr, als der Staat Einwohner hat.

Über 60 Prozent der 500 größten US-Unternehmen haben ihre juristische Heimat in dem Bundesstaat, der gezielt um ihr Kapital wirbt. Dabei liefert Delaware sich mit anderen Bundesstaaten einen Wettbewerb darum, wer die einladendsten Bestimmungen hat. Das spärlich besiedelte South Dakota etwa hat in den vergangenen Jahren immer mehr Vermögende aus dem In- und Ausland angezogen, nicht nur wegen der strengen Geheimhaltungsregeln, sondern auch, weil der Staat weder persönliche Einkommensteuer noch Körperschaftsteuer erhebt.
Steueroasen- Besser als Panama

Silvan Wegmann www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann www.swen.ch/

Silvan Wegmann
www.w-t-w.org/en/silvan-wegmann
www.swen.ch/

Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Sind Banken und Sparkassen kriminelle Vereinigungen?

Sind Banken und Sparkassen also doch eine kriminelle Vereinigung? Die Jahrespressekonferenz der BaFin war über weite Strecken geeignet, diesen Eindruck zu erwecken.

Kommentar von Bernd Wittkowski:  Briefkästen in Panama, Cum-ex- und Cum-cum-Geschäfte oder das bislang höchste Bußgeld seit Bestehen der deutschen Finanzaufsicht – sage und schreibe fast 40 Mill. Euro in Sachen Geldwäsche – bestimmten gefühlt eine Halbzeit der zweistündigen Veranstaltung. Das Medieninteresse an diesen Themen ist weitaus größer als jenes an SREP-Kapitalaufschlägen oder Risiken von Bonitätsanleihen. Und wenn die BaFin dann noch herausfinden will, „ob Banken und Sparkassen systematisch Kunden benachteiligen“, indem sie bei Verbraucherkrediten Zinsänderungen mit ungerechtfertigter Verzögerung weitergeben – die Fragestellung klingt nicht gänzlich vorurteilsfrei -, ist das (Straf-) Maß aus Sicht des Stammtischs und nicht zuletzt vieler Politiker, die einen Watschenmann ja immer gut gebrauchen können, voll und das Klischee vom Bankster wieder mal bestätigt…
Sind Banken und Sparkassen also doch eine kriminelle Vereinigung

Fun Finance™ Expert Lilah führt Aufsicht www.w-t-w.org/de/fun-finance/

Fun Finance™ Expert Lilah führt Aufsicht
www.w-t-w.org/de/fun-finance/

W-T-W Women and Finance hat ja schon oft, kritisch über die Aufsicht (Lilah mit geschlossenen Augen) der Bafin -Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht- berichtet.  (Siehe Suchen Bafin).

Daten der Panama Papers

Die Panama Papers enthüllen, wie Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen über Briefkastenfirmen verstecken. Jetzt kann jeder die Rohdaten online einsehen.

Fünf Wochen nach den ersten Berichten über die Panama Papers hat das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten ICIJ die Rohdaten über Hunderttausende Briefkastenfirmen veröffentlicht.

 Die Gruppe stellte am Montagabend eine interaktive Datenbank mit Informationen über Firmen, Treuhandfonds und Stiftungen in 21 Steueroasen online. Der Server war daraufhin zeitweise überlastet und nicht zu erreichen.

„Es ist wahrscheinlich die größte Datenbank über geheime Offshorefirmen und die Hintermänner, die je veröffentlicht wurde“, teilte das ICIJ mit.

Der Spiegel: Steueroasen und Briefkastenfirmen – das sind die Fakten
Was sind die Panama Papers?
Wie kam es zu den Enthüllungen?
Wer ist davon betroffen?
Welche Betroffenen gibt es in Deutschland?
Warum kommen die USA nicht vor?
Wie funktioniert eine Briefkastenfirma?
Sind Briefkastenfirmen schädlich oder gar illegal?
Welche Folgen hatten die Enthüllungen bislang?
Oh wie schön

Griechenland und seine Schuldenkrise

Griechenland: Parlament in Athen stimmt für neue Sparmaßnahmen
Proteste gegen Sparpaket. Die Renten sollen weiter gekürzt, die Steuern erhöht werden: Das griechische Parlament hat ein umstrittenes Sparprogramm beschlossen. Es ist Voraussetzung für weitere internationale Finanzhilfen.

Es geht um Griechenlands umstrittene Rettungspakete.Die ersten Hilfsprogramme für Griechenland dienten der Rettung von Banken. Das dritte Paket finanziert Rückzahlungen an öffentliche Gläubiger.

Wie kam es überhaupt zur griechischen Schuldenkrise?
Spiegel: Antworten zur Krise in Griechenland

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
www.harmbengen.de

Mehrwertsteuer-Betrug in der EU

Mit diesem Geld könnte man richtig viel anfangen. Der EU entgehen jedes Jahr rund 170 Milliarden Euro an Mehrwertsteuereinnahmen. Dagegen will die EU-Kommission nun vorgehen.

Die EU-Kommission will den milliardenschweren Mehrwertsteuerbetrug in der Union eindämmen. Jedes Jahr gingen den Mitgliedstaaten zusammen rund 170 Milliarden Euro Mehrwertsteuereinnahmen verloren, davon entfielen allein rund 50 Milliarden Euro auf Betrug, sagte EU-Vizekommissionschef Valdis Dombrovskis am Mittwoch in Brüssel. „Das ist nicht hinnehmbar.“ Was mit dem Restbetrag von 120 Milliarden Euro passiert, blieb offen.

Es gehe um eine Reform der Mehrwertsteuer-Erhebung bei grenzüberschreitenden Geschäften.