«Todeskreuze» am Aktienmarkt
Rund 50% Gewinn brachte ein Kaufsignal in Form eines goldenen Kreuzes Anlegern seit Februar 2012. Durch die jüngste Korrektur an den Märkten droht nun bei vielen Indizes jedoch ein Verkaufssignal…
Autorenarchiv: Kathrin Alexandria
Umgehen alternative Währungen Kapitalverkehrskontrollen?
Seit Ausbruch der Finanzkrise sind Parallelwährungen in Griechenland auf dem Vormarsch. Mehr als 80 solcher alternativen Zahlungssysteme existieren bereits und ihre Zahl steigt weiter an. Die Griechen versuchen, so den Handel ohne Euro abzuwickeln und die Kapitalverkehrskontrollen zu umgehen.
Inmitten der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1932 entschied sich die kleine Tiroler Gemeinde Wörgl, ihr eigenes Geld zu drucken, um ihre wirtschaftliche Talfahrt zu beenden. Die Effekte des „Wörgler Schwundgeldes“ waren verblüffend: Die Arbeitslosigkeit nahm ab, die Inflation blieb stabil und die Gemeinde prosperierte. Ökonomen tauften das Geld-Experiment das „Wunder von Wörgl“. Mehr als 80 Jahre später erlebt auch Griechenland den Aufstieg alternativer Währungen. Die anhaltende Wirtschaftskrise treibt die Griechen dazu, nach alternativen Möglichkeiten des Handels zu suchen, um den Euro zu umgehen.
Griechenland
Komplementaerwaehrungen in Griechenland / Studie

Stemmen Japan und Australien gegen den Crash?
Die Besitzer chinesischer Aktien mussten auch am Dienstag dem Verfall der Kurse zuschauen – an die versprochenen Wachstumsziele glaubt kaum noch jemand. Ermutigende Zeichen kommen hingegen von den Börsen in Japan und Australien.
Die Großinvestoren dieser Welt haben die Rangliste der Problemfälle neu sortiert: Nicht mehr Griechenland steht an erster Stelle, sondern China. Kaum einer glaubt mehr daran, dass die Regierung das versprochene Wachstumsziel von sieben Prozent in diesem Jahr noch erreichen kann. „Panik regiert den Markt“, beschreibt Börsenanalyst Zhou Lin vom Handelshaus Huatai die Lage. „Und ich sehe keine Anzeichen dafür, dass Peking mit wirksamen Mitteln gegensteuern will.“ Zwar pumpte die Zentralbank am Morgen erneut 23 Milliarden Dollar in den sogenannten Interbankenmarkt, um den Geldfluss zwischen den Banken sicherzustellen – doch den Aktienkursen nutzte das wenig. Nach den Verlusten an der Wall Street rutschten die Kurse erneut in den Keller. Der wichtige Shanghai Composite Index fiel zuletzt um 4,46 Prozent auf 3065,97 Punkte, während der Shenzhen Composite Index um 5,82 Prozent auf 1773,39 Punkte absackte. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, stand ebenfalls unter Abgabedruck.
Am Vortag hatten die Kurse in China aus Sorge um eine weitere Verlangsamung der zweitgrößten Volkswirtschaft und enttäuschten Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik um acht Prozent nachgegeben und damit weltweit Ängste vor einem möglichen Crash geschürt. Überfällige Kurskorrektur…
Asien- Chinas Nachbarn stemmen sich gegen den Boersencrash

Frauen- und Männerlöhne
Wie Firmen mit der Lohndifferenz umgehen. Für einige Unternehmen ist Lohngleichheit ein blinder Fleck, andere haben langjährige Erfahrungen gesammelt. Wie Unternehmen mit den unerklärten Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern umgehen.
Natalie Gratwohl berichtet: Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern hat unterschiedliche Priorität. Rund 41% des Lohnunterschieds zwischen Frauen und Männern im privaten Sektor lassen sich laut den Ökonomen des Bundesamtes für Statistik (BfS) nicht durch objektive Faktoren wie Ausbildung oder berufliche Stellung erklären. Inwiefern es sich dabei um Lohndiskriminierung handelt, ist umstritten. Laut dem Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) bilden die Daten des BfS die Realitäten unvollständig ab. Die kritisierten Zahlen zeigen zwar Diskrepanzen für die Wirtschaft und einzelne Branchen auf, entscheidend ist letztlich aber, wie die einzelnen Unternehmen mit dieser Thematik umgehen.
Wie Firmen mit der Lohndifferenz umgehen
New Development Bank – Gegengewicht zu IWF und Weltbank?
„Wir wollen zeigen, dass wir anders sind“
Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika
haben mit der Gründung d
er New Development Bank ein Gegengewicht zu IWF und Weltbank geschaffen. Ihr Präsident verfolgt ein klares Ziel.
Nina Trentmann berichte: Kundapur Vaman Kamath will als Präsident der New Development Bank (NDB) im internationalen Finanzsystem ein Gegengewicht zu dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank schaffen. Die NDB wurde von den Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien,
China und Südafrika gegründet und wird daher auch BRICS-Bank genannt. „Wir wollen zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern eine Beziehung auf Augenhöhe. Der IWF und die Weltbank haben ihre Praktiken, wir haben unsere. Mit der Gründung der NDB zeigen wir, dass wir auf unseren eigenen Beinen stehen können. Es geht hier nicht darum, jemanden zu verdrängen. Der Markt ist groß genug“, sagte der 67-Jährige der „Welt am Sonntag“. Es ist das erste Interview, das der NDB-Präsident einem westlichen Medium gegeben hat.
Sitz des Instituts ist Shanghai, trotzdem sieht Kamath nicht die Gefahr, China könne zu großen Einfluss auf die Bank ausüben: „Alle Gründungsmitglieder haben dieselben Stimmrechte, jedes Land trägt dieselbe Summe bei. Unser gezeichnetes Startkapital sind insgesamt 50 Milliarden Dollar, also zehn Milliarden Dollar von jedem. Langfristig soll die Bank 100 Milliarden Dollar zur Verfügung haben.“
Wir wollen zeigen, dass wir anders sind

Warum verdienen Frauen weniger als Männer?
Die Lohnschere zwischen Frau und Mann hält sich hartnäckig. Die dazu erhobenen Zahlen stossen jedoch auf Kritik. Umstritten ist, inwiefern es sich dabei tatsächlich um Lohndiskriminierung handelt.
In der klassischen Wirtschaftstheorie gibt es keine Lohndiskriminierung. Im Idealfall spiegeln Lohnunterschiede nämlich verschiedene Leistungen bzw. die Produktivität der Mitarbeiter. Wenn Frauen billiger wären als gleich gut qualifizierte Männer, wäre die Nachfrage nach ihnen so gross, dass sie schnell teurer würden – zumindest, solange die Arbeitsmärkte wettbewerblich organisiert sind. In der Praxis besteht allerdings zwischen Frauen- und Männerlöhnen eine nicht unerhebliche Kluft
Keine Zeit für Karriere
Einige Ökonomen gehen auch davon aus, dass Frauen bei der Arbeit weniger Energie in karriererelevante Aktivitäten (zum Beispiel Fortbildungen) investieren, da ihre Karrieren – familienbedingt – ohnehin weniger geradlinig und planbar verlaufen. Und vor allem: Frauen mit Kindern haben für solche Aktivitäten neben der regulären Arbeit, oft einfach keine Zeit.
Einig sind sich die meisten Sozialwissenschaftler, dass dies nicht den gesamten Unterschied erklärt. Das Statistische Bundesamt hat 2006 einen um die oben genannten Erklärungen „bereinigten“ Gender Pay Gap berechnet. Danach blieb noch ein Gehaltsunterschied von durchschnittlich 8,3 Prozent übrig.
Verhandeln Frauen schlechter?
Also verdienen Männer selbst bei weitestgehend gleichen Bedingungen noch mehr als Frauen. Der Rest der Erklärung ist also da zu suchen, wo man mit Statistiken und ökonomischen Modellen nicht weiter kommt.
Möglicherweise laufen Gehaltsverhandlungen mit Frauen tatsächlich anders ab als solche mit Männern. Vielleicht bieten Personalverantwortliche Frauen tendenziell geringere Gehälter an. Aber das bedeutet nicht unbedingt, dass sie das tun, weil sie bewusst Frauen diskriminieren. Möglich wäre zum Beispiel auch, dass sie die Erfahrung gemacht haben, dass Frauen tendenziell schlechter verhandeln. Um diese Fragen zu beantworten, wäre eine große wissenschaftliche Studie mit einer Befragung von Personalverantwortlichen hilfreich. Doch darüber ist bislang nichts bekannt
Warum Frauen weniger verdienen als Maenner
Zusammenfassung Projektergebnisse

Gläubiger fordern von Tsipras Einhaltung der Sparauflagen
Deutsche Politiker haben den zurückgetretenen Premier aufgefordert, trotz Neuwahlen nicht vom Sparkurs abzuweichen. Der linke Syriza-Flügel will sich abspalten.
Wenn Europa dennoch Geld überweist, ist die Währungsunion in der Liga des politischen Glücksspiels angekommen. Tsipras will bei den Neuwahlen wieder antreten und strebt nach eigenen Worten ein neues, „starkes“ Regierungsmandat an. Jetzt, wo das neue milliardenschwere Hilfspaket unter Dach und Fach sei, wolle er gestärkt mit den internationalen Geldgebern über eine Umstrukturierung des Schuldenbergs verhandeln, sagte er.
Führende Politiker haben den zurückgetretenen griechischen Regierungschef Alexis Tsipras aufgerufen, den zugesagten Reformkurs auch nach den Neuwahlen beizubehalten. Auch eine neue Regierung müsse alle Vereinbarungen mit den Geldgebern einhalten. Andernfalls werden die Kredite nicht ausbezahlt. An der engmaschigen Kontrolle ändere sich nichts.
Griechenland Glaeubiger fordern von Tsipras Einhaltung der Sparauflagen

Verblasst das asiatische Erfolgsmodell?
Tieferes Wachstum in Singapur: 
Nach den Jubiläumsfeiern in Singapur sind Wolken am Konjunkturhorizont aufgezogen. Die Quartalszahlen zeigen auf, dass sich das Wirtschaftswachstum stärker als erwartet abgeschwächt hat Der Finanzdistrikt von Singapur, das vor kurzem sein fünfzigstes Jubiläum der Unabhängigkeit feierte.
Manfred Rist berichtet: Die schlechten Quartalszahlen per Ende Juni kommen zwar nicht unerwartet, doch sie zeigen eine klare Tendenz auf: Das Wirtschaftswachstum hat sich nochmals abgeschwächt und erreichte im zweiten Quartal nur noch 1,8%. Angesichts des Einbruchs gegenüber dem Vorquartal um 4% könnte sich im zweiten Halbjahr sogar eine technische Rezession einstellen. Es handelt sich um ein Szenario, das durch die überraschende Abwertung der chinesischen Währung in der vergangenen Woche und den tiefen Taucher des malaysischen Ringgit noch etwas wahrscheinlicher geworden ist.
Künstliche Verknappung
Das tiefere Wachstum des Kleinstaats, das sich vor allem bei der Industrieproduktion manifestiert, ist indessen auch auf innenpolitische Weichenstellungen zurückzuführen. Im vergangenen Jahr trat die Regierung bei der Zuwanderung hart auf die Bremsen, was Engpässe und Kostensteigerungen zur Folge hatte. Erhielten im Jahr 2011 noch 80 000 ausländische Arbeitskräfte neuen Zugang zum Arbeitsmarkt von Singapur, waren es im vergangenen Jahr nur noch deren 26 000. An diesen Restriktionen, die mit Blick auf die Wahlen versprochen wurden, dürfte vorderhand festgehalten werden…
Das asiatische Erfolgsmodell verblasst

Wer berät Tsipras in Finanzfragen?
Tsipras überließ Ex-Lehman-Banker die Verhandlungen
Glenn Kim, ein Ex-Geschäftsführer von Lehman Brothers, war beim dramatischen Euro-Krisentreffen im Juli Mitglied der griechischen Delegation. Der Amerikaner machte Schäuble auch Gegenvorschläge.
Bei den großen Krisen der vergangenen Jahre war Glenn Kim oft dabei. Der Amerikaner hat mehr als 20 Jahre lang für Lehman Brothers gearbeitet, nach der Pleite der Investmentbank half er zwei Jahre bei der Abwicklung. Als nach Ausbruch der Euro-Krise die Rettungsschirme EFSF und ESM aufgespannt wurden, war Kim als Berater dabei – im Auftrag der staatlichen Deutschen Finanzagentur. Und zuletzt entwickelte er für die isländische Regierung einen Plan, wie die 2008 im Zuge einer Staatspleite verhängte Kapitalverkehrskontrollen wieder abgebaut werden können.
Aktuell ist der 52-Jährige als Berater der Regierung von Alexis Tsipras tätig. Nach Information der „Welt am Sonntag“ nahm der griechische Premier den amerikanischen Investmentbanker am 12. und 13. Juli sogar mit zum dramatischen Euro-Krisengipfel nach Brüssel.
Bei dem Treffen, das den Weg zu einem dritten Hilfspaket für Griechenland eröffnen sollte, hat Premier Alexis Tsipras dem Banker kurzzeitig sogar die Verhandlungsführung überlassen, berichten Teilnehmer. Konkret war Kim bei dem Krisengipfel daran beteiligt, einen Kompromiss zu dem geplanten griechischen Privatisierungsfonds zu formulieren…
In griechischen Medien ist in den vergangenen Monaten wiederholt über Kims gut honorierte Beratertätigkeit für die Regierung Tsipras berichtet worden. …..
Tsipras ueberließ Ex-Lehman-Banker die Verhandlungen

Warum Geld zu Hause bunkern?
Schweizer bunkern Bargeld zu Hause. 
Die Nachfrage nach Tausend-Franken-Scheinen ist seit Einführung der Negativzinsen in der Schweiz sprunghaft angestiegen. Aus Misstrauen gegenüber den Banken horten die Reichen ihr Geld lieber bar zu Hause statt auf dem Konto. Tresorhersteller leisten Überstunden.
Der 1000-Franken-Schein ist der wertvollste Geldschein der Welt und bei den Schweizern derzeit äußerst beliebt. Seit die Schweizerische Nationalbank am 15. Januar Negativzinsen eingeführt hat und nun auch auf Vermögen Zinsen erhebt, suchen die Schweizer nach Alternativen Aufbewahrungsmöglichkeiten für ihr Geld. Dabei vertrauen sie immer weniger auf die Banken sondern horten lieber Bargeld in den eigenen vier Wänden.
So stieg allein der Wert der ausgegebenen Tausend-Franken-Scheine – der wertvollste Geldschein der Welt – im Mai um 41,6 Milliarden Franken und ist damit dreizehn Prozent höher als noch 2013 und sogar doppelt so hoch als noch vor zehn Jahren. Das Schweizer Magazin cash.de zitiert dazu die Sprecherin der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Silvia Oppliger: „Unsicherheiten und auch das tiefe Zinsumfeld der letzten Jahre haben das Halten von Bargeld attraktiver gemacht“. Insbesondere nach der Beschließung der Negativzinsen Ende 2014 gab es einen sprunghaften Anstieg bei der Nachfrage. Laut SNB deute der hohe Anteil der grossen Noten darauf hin, dass die Banknoten nicht nur als Zahlungs-, sondern in erheblichem Umfang auch als Wertaufbewahrungsmittel verwendet würden.
Diese Theorie wird durch einen weiteren Trend belegt: Denn zusammen mit der Bargeld-Nachfrage steig auch der Umsatz der Tresor-Hersteller in der Schweiz seit Jahresbeginn kräftig, berichtet cash.de. Der Anbieter Dianit beispielsweise könne der gestiegenen Nachfrage derzeit nur mit Überstunden und Neu-Einstellungen nachkommen, was ihm seit Jahresbeginn 25 Prozent Umsatz-Wachstum beschert habe.
Die Schweizer horten die Tausender-Scheine also bevorzugt in den eigenen vier Wänden, wohingegen Bank-Schliessfächer keine höhere Nachfrage verzeichnen.
Schweizer bunkern Bargeld zu Hause


