Die perfekte Welle: Zentralbank flutet den Geldmarkt

Die Europäische ZentralbankDraghis Welle startet den Kauf von Wertpapieren. Das könnte den Dax zu neuen Rekordständen treiben, einige Banken korrigieren ihre Prognosen nach oben. Womit Anleger rechnen können.

Die Commerzbank lässt es ordentlich krachen. Um ganze tausend Punkte haben die Analysten des Frankfurter Instituts ihre Dax-Prognose nach oben korrigiert. Bis Jahresende soll der Leitindex auf 11.800 Punkte steigen. Das wäre ein Jahresplus von 20 Prozent.
Die perfekte Welle
Die perfekte Welle

Die Opec ist weder tot noch Siegerin

Seit Januar ist der Preis für Erdöl um 15 Dollar gestiegen. Ist damit der Plan der Opec, die Förderung nicht zu drosseln, um die Marktanteile zu behalten, aufgegangen?

um Unglück kam noch Pech: Der an der Londoner Börse kotierte Erdölproduzent Afren hat innerhalb eines Jahres mehr als 95% an Wert verloren. Im vergangenen Jahr mussten der Firmenchef und weitere Spitzenmanager wegen korrupter Machenschaften ihre Posten räumen. Das grössere Problem für die in Nigeria tätige Gesellschaft ist aber der seit Juni vergangenen Jahres stark gefallene Erdölpreis. Das mit rund 1 Mrd. $ verschuldete Unternehmen setzte Anfang März eine Zinszahlung aus und hofft auf eine Umstrukturierung der Schulden. Afren war einst als die grösste privat gehaltene Erdölgesellschaft in Afrika gefeiert worden, der Sturz des Erdölpreises brachte Afren zu Fall.
Die Opec ist weder tot noch die Siegerin
opec

Zeitalter des schwachen Euro

Star-Investoren wie Warren Buffett und Bill Gross erwarten eine neue Euro-Ära. Sie prophezeien eine jahrelange Schwäche der Gemeinschaftswährung. Und wittern das Geschäft ihres Lebens.

Nach Ansicht von Experten wird in der neuen EZB-Ära die Kapitalflucht aus der Euro-Zone noch nie da gewesene Dimensionen erreichen. Sie werde sogar größer sein als die Handelsüberschüsse, die die Währungsunion auf dem Weltmarkt erzielt. Die Deutsche Bank hat für dieses Phänomen schon vor Wochen den Begriff „Euro-Glut“ eingeführt, was so viel bedeutet wie „Euro-Schwemme“. Die Deutschbanker erwarten den Euro bereits im kommenden Jahr unterhalb der Parität.
Jetzt beginnt das Zeitalter des schwachen Euro
Jetzt beginnt das Zeitalter des schwachen Euro

Erwerbslosenquote von Frauen

Frauen sind in Deutschland im Vergleich zu den anderen Staaten der Europäischen Union (EU) am wenigsten von Erwerbslosigkeit betroffen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März mitteilt, waren nach vorläufigen Berechnungen von Eurostat auf Grundlage der Arbeitskräfteerhebung im Jahr 2014 in Deutschland rund 900 000 Frauen im Alter von 15 bis 74 Jahren erwerbslos. Das entsprach einer Quote von 4,6 %. Nur Österreich wies eine ähnlich niedrige Erwerbslosenquote für Frauen aus (2013: 4,9 %). Vor allem in süd- und südosteuropäischen EU-Ländern lagen die Quoten im Jahr 2014 deutlich über dem EU-Durchschnitt von 10,3 %. Am höchsten war die Erwerbslosenquote der Frauen in Griechenland (2013: 31,4 %), gefolgt von Spanien (25,4 %), Kroatien (18,1 %), Zypern (14,9 %) und Portugal (14,5 %).
In den meisten Staaten der EU unterschieden sich die Erwerbslosenquoten von Frauen und Männern im Jahr 2014 nur wenig. Auch im EU-Durchschnitt war die Erwerbslosenquote bei den Männern mit 10,1 % ähnlich hoch wie bei den Frauen. In Deutschland lag die Quote der Männer bei 5,3 %.

Die Jugenderwerbslosigkeit bei Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren lag in Deutschland 2014 mit einer Quote von 7 % im europaweiten Vergleich ebenfalls am unteren Ende. Die süd- und südosteuropäischen EU-Länder wiesen wiederum die höchsten Jugenderwerbslosenquoten für Frauen aus. 63,8 % (2013) der jungen Griechinnen waren erwerbslos, in Spanien waren es 52,9 % und in Kroatien 47,4 %. Der europäische Durchschnitt bei der Jugenderwerbslosigkeit von Frauen war im Jahr 2014 mit 21,5 % mehr als doppelt so hoch wie die Erwerbslosigkeit der Frauen insgesamt (10,3 %).
Erwerbslosenquote von Frauen in Deutschland
Erwerbslosenquote von Frauen

Russland platziert Anleihen im Wert von 210 Millionen Dollar

Russland hat fünfjährige Rubel-Anleihen in Höhe von umgerechnet 210 Millionen Dollar platziert. Im Februar begab das Land Rubel-Anleihen im Volumen von umgerechnet 301 Millionen Dollar.

Der russische Finanzminister Anton Siluanow gemeinsam Russische Finanzminister Anton Siluanow gemeinsam mit der Notenbank-Chefin Elwira Nabiullina
mit der Notenbank-Chefin Elwira Nabiullina.

Russlands Finanzministerium konnte am Mittwoch im Rahmen einer Auktion inländische Rubel-Anleihen (OFZ) im Volumen von umgerechnet 210 Millionen Dollar (13 Milliarden Rubel) platzieren. Das geht aus einem Auktions-Dokument des Finanzministeriums hervor.

Dabei handelt es sich um fünfjährige OFZ-Anleihen mit Fälligkeits-Datum 29. Januar 2020. Die Rendite beträgt 13,49 Prozent. Im Rahmen der Auktion hatte Russland Anleihen im Volumen von 15 Milliarden Rubel begeben.

Mitte Februar hatte Moskau mit der Platzierung von Rubel-Anleihen in Höhe von umgerechnet 301 Millionen Dollar die größte Anleihen-Auktion seit April 2014 durchgeführt.
Russland platziert Anleihen im Wert von 210 Millionen Dollar
Notenbank-Chef Elvira Nabiullina

Ausländische Erdölfirmen in Russland

Leben mit dem Risiko. Die Sanktionen gegen den Erdölsektor Russlands wirken sich auf inländische und ausländische Erdölfirmen au.

Sanktionen und Unsicherheit belasten auch ausländische Erdölfirmen in Russland. Freiwillig gehen gilt aber nicht als Option. Zu viel steht auf dem Spiel.

Diesmal ist es keine real existierende Sanktion, sondern nur die Möglichkeit einer Sanktion, unter der ein Geschäft mit russischer Beteiligung leiden muss. Der russische Magnat Michail Fridman, der bis heute auf keiner Strafliste des Westens steht, hat im Rahmen eines grösser angelegten Geschäfts vom deutschen Versorger RWE zwölf Erdöl- und Erdgasfelder in der Nordsee erworben. Doch das britische Energieministerium stellte sich am Wochenende quer : Es sorgt sich um die Produktion, wenn Fridman wegen einer Zuspitzung der Ukraine-Krise doch ins Visier Brüssels oder Washingtons geraten sollte. Noch ist nicht klar, ob der Milliardär die Felder wieder abstossen muss.
Leben mit dem Risiko
Russland Öl

Frauen im Job fast gleichberechtigt

Deutschland verbessert sich im PWC -„Women in Work„-Index auf Rang 7 / Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland nehmen ab / Erwerbstätigkeit von Frauen besonders von gesamtwirtschaftlicher Entwicklung abhängig

Die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland sind im letzten Jahr deutlich zurückgegangen. Im aktuellen „Women in Work“-Index der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC verbessert sich Deutschland deshalb auf den 7. Rang (Vorjahr 8. Rang). Mit 47,7 Index-Punkten (18. Rang) lag Deutschland im Jahr 2000 noch unter dem OECD-Durchschnitt (50 Punkte). Seitdem hat sich die Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben in Deutschland deutlich verbessert. Die Bundesrepublik liegt mit einem Index-Wert von 66,6 Punkten heute deutlich über dem OECD-Durchschnitt (59,1 Punkte). Spitzenreiter bleibt Norwegen (82,9 Punkte), es folgen Dänemark (77,9 Punkte) und Schweden (75 Punkte).
Frauen im Job fast gleichberechtigt
Women at work

Die reichsten Frauen der Welt

In der Rangliste der reichsten Frauen der Welt hat sich einiges getan im vergangenen Jahr. Nur eine Frau hat Geld verloren – und eine andere ist aus traurigem Grund jetzt die fünftreichste der Welt.
Das sind die reichsten Menschen der Welt

johanna-quandt-forbes-9
Johanna Quandt, Platz 9
Dritte Ehefrau des verstorbenen Industriellen Herbert Quandt
2014: Platz 10
Vermögen: 13.9 Dollar (plus 1.1 Milliarden Dollar)
Land: Deutschland
klatten-susanne-forbes-8

 

Susanne Klatten, Platz 8
Erbin der Industriellenfamilie Quandt, Tochter von Johanna Quandt, Miteigentümerin BMW
2014: Platz 6
Vermögen: 16.8 Milliarden Dollar (minus 0.9 Milliarden)
Land: Deutschland
anne-cox-chambers-forbes-8

Anne Cox Chambers, Platz 7
Erbin des Medienimperiums Cox Enterprises
2014: Platz 8
Vermögen: 17 Milliarden Dollar (plus 1.5 Milliarden)
Land: USA
jobs-witwe-forbes-6

 

Laurene Powell Jobs, Platz 6
Witwe von Apple-Gründer Steve Jobs
2014: Platz 8
Vermögen: 19.5 Milliarden Dollar (plus 4 Milliarden)
Land: USA

ferrero-maria-franca-5
Maria Fanca Fissolo, rechts im Bild,
Platz 5 Ferrero-Haupterbin, ihr Mann, Unternehmerlegende Michele Ferrero (hier Mi.), starb im Februar 2015.
2014: – Vermögen: 23.4 Milliarden
Land: Italien
jacqueline-mars-forbes-4

 

Jacqueline Mars, Platz 4
Mitinhaberin vom Süssigkeitenproduzenten Mars 2014: Platz 4
Vermögen: 26.6 Milliarden Dollar (plus 6.6 Milliarden)
Land: USA

alice-walton-forbes-3Alice Walton, Platz 3
L’Oreal-Erbin
2014: Platz 3
Vermögen: 39.4 Milliarden Dollar (plus 5 Milliarden)
Land: USA
lilian-bettencourt-2

 

Lilan Bettencourt, Platz 2
L’Oreal-Erbin
2014: Platz 2
Vermögen: 40.7 Milliarden Dollar (plus 6.2 Milliarden)
Land: Frankreich
walton-forbes-1

 

Christy Walton, Platz 1
Wal-Mart-Erbin
2014: Platz 1
Vermögen: 41.7 Milliarden Dollar (plus 5 Milliarden)
Land: USA

Indiens Regierung will das Haushaltsdefizit langsam absenken

Budget der neuen Regierung: Feuertaufe für Indiens Reformer

Das erste Budget der Regierung von Narendra Modi erfüllt die meisten Erwartungen.
Der indische Finanzminister hat ein Jahresbudget vorgestellt, das klare Wachstumszeichen aussendet. Die Wirtschaftswelt reagiert positiv und erleichtert.

Im Jahr 2014 war Narendra Modis Leistungsausweis in erster Linie ein atmosphärischer. Bereits die Aussicht auf einen Machtwechsel in Delhi hatte der indischen Börse einen Höhenflug beschert, die positive Grundstimmung in der Wirtschaftswelt war mit Händen zu greifen. Seit Januar vergangenen Jahres ist der wichtigste Marktindex, Sensex, um fast 40% gestiegen. Konkrete Reformen umgesetzt hat die neue Regierung aber erst wenige. Im laufenden Jahr, so ist man sich einig, müssen den Ankündigungen nun auch Taten folgen. Als Meilenstein hierfür gilt das erste Jahresbudget. Mit entsprechend grosser Spannung ist die Präsentation von Finanzminister Arun Jaitley am Samstag erwartet worden.
Feuertaufe für Indiens Reformer
Feuertaufe für Indiens Reformer

Regierung in Ankara fordert weitere Zinssenkungen

Erdogan greift türkische Notenbank scharf an
Istanbul: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan greift die Notenbank des Landes immer schärfer an. Wer die hohen Zinsen verteidige, begehe Verrat an der Nation, sagte der Politiker am Samstag vor Journalisten. Er hält die Leitzinsen von 7,5 Prozent zu hoch.

Investoren befürchten ob solcher Äusserungen, dass die Unabhängigkeit der Zentralbank verloren geht. Zuletzt gab es sogar Spekulationen, Notenbank-Chef Erdem Basci könne wegen der Kritik zum Rücktritt gezwungen werden, was dieser aber zurückwies.

Die Zentralbank hatte den Schlüsselsatz zur Versorgung des Bankensystems mit Geld zuletzt um einen Viertelprozentpunkt gesenkt – zu wenig aus Sicht der Regierung. Erdogan fürchtet, dass der Leitzins in dieser Höhe das Wachstum im Land abwürgt.
Notenbank unter Druck

Regierung in Ankara fordert weitere Zinssenkungen

Regierung in Ankara fordert weitere Zinssenkungen