Bilderberg-Konferenz tagt im Geheimen

Jedes Jahr trifft sich die internationale Elite zur Bilderberg-Konferenz, um im Geheimen zu diskutieren – diesmal in Dresden. Viele halten das für eine Weltverschwörung.

Die Bilderberg-Konferenz versammelt einmal im Jahr hohe Politiker, Wirtschaftsbosse, Akademiker und ein paar Journalisten hinter verschlossenen Türen. Bei den Treffen in wechselnder Besetzung gilt die „Chatham House Rule“: Die Teilnehmer dürfen die besprochenen Informationen verwenden, aber die Redner nicht namentlich zitieren.

Konferenzteilnehmer welche teilgenommen haben, beschwichtigen Kritiker der Konferenz: Etwa der Grünen-Politiker Jürgen Trittin, der dafür aus seiner Partei auch Schelte bezog. „Von der Diskussionskultur ist das eigentlich mit jeder Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung oder der Konrad-Adenauer-Stiftung oder der Münchner Sicherheitskonferenz zu vergleichen“, sagt er. Und in der Verschwiegenheitsklausel kann Trittin durchaus auch Positives erkennen. „Es macht Sinn, gelegentlich in einem solchen Rahmen zu reden.“ Auch bei anderen internationalen Konferenzen gebe es solche Gespräche.

Man könnte also ebenso fragen, ob es nicht sogar förderlich für demokratische Prozesse ist, wenn sich die Meinungsführer der Welt zum zwanglosen Austausch treffen, weil niemand bei diesem Treffen Ergebnisse von ihnen verlangt. Untergräbt das demokratische Strukturen? Oder fördert es gegenseitiges Verständnis? Man wird es nie ganz klar beantworten können.
Heise.de
Zeit.de
Teilnehmern an Bilderberg-Konferenzen

*Prekariat ist ein soziologischer Begriff für eine inhomogene soziale Gruppierung, die durch Unsicherheiten der Erwerbstätigkeiten gekennzeichnet ist. Dadurch können Lebensverhältnisse schwierig sein.
Tagung

EZB Unternehmensanleihen ein Fehler?

David Folkerts-Landau, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank kritisiert die Europäischen Zentralbank. Den Kauf von Unternehmensanleihen hält er für einen Fehler.

Auch zum jüngsten Programm der EZB äußerte Folkerts-Landau sich ausgesprochen kritisch, er nannte es einen „Akt der Verzweiflung“. Seit Mittwoch kauft die EZB Anleihen von Unternehmen aus der Eurozone für geschätzte 3 bis 5 Milliarden Euro im Monat. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, die EZB habe bereits am ersten Tag des Programms etwa Anleihen von Siemens, der belgisch-brasilianischen Brauerei AB Inbev und des französischen Autoherstellers Renault gekauft. Organisiert werden diese Anleihekäufe über die nationalen Notenbanken von Deutschland, Frankreich, Belgien, Finnland, Italien und Spanien. Von Mitte Juli an soll jede Woche eine Liste der Papiere veröffentlicht werden, die von der EZB angekauft wurden.

Folkerts-Landau sagte, die EZB trete in diesem Programm als ein großer Spieler auf einem kleinen Markt auf. Der Preismechanismus werde zerstört. Zudem gehe das Geld nur an Unternehmen mit gutem Rating (mindestens „BBB“), die auch ohne Hilfe an Kredite kämen. Die Folge sei, dass Unternehmen neue Anleihen auflegten, diese an die EZB verkauften und für das Geld eigene Aktien zurückkauften: „Am Ende hat man vor allem eines: mehr Schulden.“

Allgemeine Infos über EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde 1998 als gemeinsame Währungsbehörde der Europäischen Währungsunion gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Präsident der EZB ist seit 1. November 2011 der Italiener Mario Draghi.

Die Aufgaben der EZB
Zu den wichtigsten Aufgaben der EZB gehören die Regulierung der Geldmenge und die Überwachung des europäischen Bankensystems. Ihr Ziel ist es, größere Schwankungen des Geldwertes zu verhindern und das Preisniveau in der Eurozone stabil zu halten. Ihr wichtigster Steuerungsmechanismus ist dabei der Leitzins, der bestimmt, zu welchem Zinssatz die nationalen Geschäftsbanken Geld leihen können. Damit beeinflusst die EZB die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone und die Inflationsrate. Weitere wichtige Steuerungsinstrumente sind die Festlegung der Mindestreserve und die Intervention am Devisenmarkt.

Die Organisation der EZB
Das Direktorium setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen, von denen vier gewöhnlich aus den großen Eurostaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien stammen. Das Direktorium bildet gemeinsam mit den Präsidenten der nationalen Zentralbanken den EZB-Rat, der die wichtigen Entscheidungen fällt, wie beispielsweise die Festlegung des Leitzinses. Im Vertrag von Maastricht wurde die politische und finanzielle Unabhängigkeit der EZB vereinbart, die Interessenkonflikten und der Einflussname von außen vorbeugen soll. Derzeit hat die EZB ihren Hauptsitz noch im Eurotower-Hochhaus in Frankfurt am Main. Bis 2015 soll der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Großmarktes im Frankfurter Ostend eröffnet werden.

Nel Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu www.nelcartoons.de

Nel Ioan Cozacu
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Roboter faltet Hemden

Vermutlich würden die Menschen aus den fünfziger Jahren wirklich mit den Ohren schlackern, würden sie heutige Technologien sehen und – Beispiel Staubsauger – Roboter halten ja nun tatsächlich Einzug in unsere Haushalte. Aber ein Roboter, der unsere Wäsche faltet? Klingt speziell. Schiele ich rüber zu dem Wäschekorb, der aus dem Schlafzimmer herüberschaut, könnte ich tatsächlich Unterstützung gebrauchen.

Der deutsche Mittelstand entdeckt den Roboter als Mitarbeiter. 2015 konnte die Robotik- und Automationsbranche einen Rekordumsatz erzielen.Die steigende Nachfrage im deutschen Mittelstand nach Industrie-Robotern wird der Branche in diesem Jahr weiteren Aufwind geben. Die Diskussion um eine Übernahme von Kuka durch einen chinesischen Investor zeigt die Potentiale, die die deutsche Industrie hier freisetzen kann.

Wenige Zukunftsvisionen kommen ohne Roboter aus. Das Spektrum reicht dabei von der Super-Hilfskraft, die den Menschen alle unangenehmen Arbeiten abnimmt, bis zur übermächtigen Intelligenz, die die Menschheit unterjocht. Tatsächlich ist die Robotertechnik ein florierendes und innovatives Forschungsfeld. Alle paar Tage wird irgendwo auf der Welt ein neuer mehr oder weniger fortschrittlicher Roboter präsentiert.

Martin Guhl www.w-t-w.org/en/martin-guhl/

Martin Guhl
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Schwächelt das Weltwirtschaftswachstum?

Die Weltbank muss globale Prognose drastisch nach unten revidieren. Die Aussichten für eine wachsende Weltwirtschaft trüben sich immer weiter ein. Die Weltbank geht nur noch von 2,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr aus. Ein wesentlicher Grund sind die niedrigen Rohstoffpreise. Die Besorgnis über die Privatverschuldung steigt.

Weltbankpräsident Jim Yong Kim sagte, vor allem Rohstoffexporteure müssten sich schneller an die Bedingungen anpassen, um die Lebensverhältnisse für die Ärmsten zu verbessern. „Wirtschaftswachstum bleibt die wichtigste Triebfeder für die Armutsbekämpfung, und deswegen sind wir besorgt, wenn das Wachstum bei Rohstoffexporteuren scharf abgebremst wird“, sagte Kim.

In vielen Entwicklungsländern komme eine hohe private Verschuldung als Problem hinzu. Die Niedrigzinspolitik habe dazu geführt, dass viel Geld aufgenommen worden sei. „Im Fahrwasser des Kreditbooms ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich die Zahl fauler Kredite vervierfacht“, sagte der Chefökonom der Weltbank, Kaushik Basu.
GlobalEconomicProspects
Global Economic Prospects

Immobilien!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen.
Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

Immobilien gehören vielerorts zu den letzten Anlagen, die bei überschaubarem Risiko noch eine Rendite abwerfen. Vielleicht. Trotzdem lohnt es sich, sich wieder einmal die Historie zu Gemüte zu führen. There is no such thing as a free lunch!
Free-Lunch

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Ein Gott des Geldes

Kein Mensch war jemals reicher als Jakob Fugger. SuperReich in der Geschichte
Auf heutige Verhältnisse hochgerechnet betrug sein Vermögen rund 400 Milliarden Dollar. Das Erfolgsrezept des Augsburgers ähnelt dem von Steve Jobs.

Daniel Eckert Die Welt berichtet: Eine Zutat in Fuggers Erfolgsrezept war seine Fähigkeit, Netzwerke zu knüpfen. Er schloss Freundschaften mit den richtigen Personen und hatte kein Problem damit, sie zum passenden Zeitpunkt auch wieder fallen zu lassen.

Neben einer Skrupellosigkeit besaß er eine weitere Eigenschaft: Er ackerte wie ein Ochse. Aber er wusste auch, allein durch Arbeit würde er nicht reich werden. Fugger scheute sich deshalb nicht, in kritischen Momenten extreme Risiken einzugehen. Er spekulierte. Manchmal ging es schief, doch meistens gewann er. So häufte Fugger ein gigantisches Vermögen an. Er war ein Meister in doppelter Buchführung.
So wurde Fugger zum reichsten Menschen der Geschichte
Jacob Fugger
Top Stories/die reichsten Menschen aller Zeiten

Verpasste Chancen

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Wenn man – auch bei langem Anlagehorizont – an einzelnen guten Tagen an den Aktienmärkten nicht investiert ist, wird man mächtig bestraft. „Aber warum sollte man an den guten Tagen nicht investiert sein?“. Wir zeigen es Ihnen im heutigen Video. Sie werden sich wundern.

Meine Damen und Herren, es ist ein bekanntes Phänomen, dass – wenn man an den Aktienmärkten ganz wenige besonders gute oder besonders schlechte Phasen verpasst -, man entweder eine besonders schlechte oder eben eine besonders gute Performance hat. Lassen Sie mich ein Beispiel geben: Hier sind die Tageswerte des Schweizer Aktienmarktes von 1990 bis in den Januar 2015. Gewaltige Ausschläge – Sie kennen diese Grafik natürlich bereits. Ich indexiere hier auf 100 und die Rendite per annum beträgt 6.6%, mit grossen Schwankungen. Was passiert jetzt mit der Performance, wenn Sie – was immer auch die Gründe sein mögen -, über diese lange Periode die 10 besten einzelnen Tage verpassen? Ich komme nachher darauf zurück was die Gründe dafür sein könnten. Hier der Performance-Chart: Wenn Sie die 10 besten Tage verpassen, dann liegt die Performance im Durchschnitt noch gerade bei 3.7% p.a. – wahrscheinlich nicht weit weg von der Performance eines Obligationenportfolios. Es entsteht mit anderen Worten ein gigantischer Performance-Einbruch, wenn man von den rund 6’000 Beobachtungen die zehn Besten „verpasst“. Nun mögen Sie sagen, das sei akademisches Zeug, professorale Fingerübungen! Warum um Himmels Willen sollten einem gerade die 10 besten Tage fehlen? – reine Theorie. Kommen Sie mit mir in eine weitere Grafik und beachten Sie folgendes: hier ist die Grafik der prozentualen Kursveränderungen pro Tag. Genau die gleichen Daten, von 1990 bis heute, und für diejenigen die sich für die Details interessieren, der durchschnittliche Ertrag liegt bei 0.03% pro Tag und das Sigma – die Streuungsbreite – bei 1.15%. Interessant ist, dass die ganze Geschichte ziemlich ungleichmässig verläuft und wir Phasen haben, während welchen so richtig „die Musik spielt“, dann wieder Phasen relativer Ruhe und dann wieder Volatilität wie hier und hier und hier. Graben wir hier ein wenig tiefer: Noch einmal die ursprüngliche Frage: Warum sollte man ausgerechnet an den besten Tagen nicht investiert sein? Es ist deswegen, weil 5 der 10 besten und 5 der 10 schlechtesten Tage von den rund 6’000 (von 1990 bis heute) einmalmehr ausgesprochen nahe beieinander liegen. Ein Beispiel dafür: das Jahr 2008, der Herbst 2008 am Schweizer Aktienmarkt. Dieselben Tagesausschläge wie oben, jetzt von Anfang September bis Ende November 2008. Beachten Sie Folgendes: hier, hier, hier, hier, hier, zwischen September und November 2008 finden sich fünf der 10 besten Tage aus der gesamten Periode von 1990 bis 2008. Noch etwas näher in die Details: Hier eine bestimmte Woche: Am Montag -4 %, am Dienstag -3%, am Mittwoch -2% und am Donnerstag -1%. Meine Damen und Herren, am Donnerstag Abend entscheiden Sie vielleicht, das „ganze Zeug“ zu verkaufen. It just happens, dass der nächste Tag, der Freitag, einer der besten Aktientage der letzten 25 Jahre war.
Ein noch brutaleres Beispiel: Die Woche von Mitte Oktober: Am Montag -7%, am Dienstag -1%, am Mittwoch -7%, am Donnerstag -5% und am Freitag -8%. Über das Wochenende rufen Sie Ihr inter-familiäres Asset Allocation Meeting zusammen und entscheiden „jetzt dieses Zeug endlich zu verkaufen“. Aber auch hier: der Montag war der absolute Performance-Spitzenreiter über die letzten 25 Jahre. Und was lernen wir daraus? Wenn Hypes und Medien und Anlegerpsychologie zusammenwirken, dann kann es sehr gut passieren, dass Sie plötzlich selber hyperaktiv werden, überhastet verkaufen und gerade in den besten Perioden eben nicht investiert sind.
Ich fasse das zusammen: Die Analyse der „fehlenden“ Tage (Wochen, Monate usw.) ist keineswegs nur eine akademische Fingerübung. Die besten und die schlechtesten Tage liegen oft nahe bei einander, nicht selten in besonders unruhigen und unsicheren Zeiten. Wir haben schon mehrmals betont, welche Rolle die Anlegerpsychologie spielen kann. Zusammen mit möglichen Medienhypes kann Sie das rasch in die Irre und dafür sorgen, dass Sie im falschen Moment kaufen und verkaufen. Deswegen auch heute wieder unser Grundsatzcredo: Bedenken Sie Ihren langen Anlagehorizont und lassen Sie sich nicht verrückt machen. Medienhypes sind was sie sind: Hypes eben.

risknet.de

risknet.de

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Sind “Short-Seller“ gut für den Markt?

Standpunkt: Carson Block – Muddy Waters

Interview von Christof Leisinger: Carson Block ist in den vergangenen Jahren als Leerverkäufer bekannt geworden. Er sucht gezielt nach börsengehandelten Unternehmen, die die Bilanzen frisiert und ihren Wert geschönt haben. Schliesslich leiht er sich deren Aktien, verkauft sie am Markt und veröffentlicht seine Analysen. Er macht Gewinn, wenn daraufhin die Kurse fallen, so dass er die Papiere später günstiger zurückkaufen kann.

Jüngst ist ihm das beim deutschen Medienunternehmen Ströer gelungen. Nach einer Zwischenerholung nach dem ersten Kursschock rechnet er künftig wieder mit tieferen Kursen.

Ihre Attacke auf Ströer hat in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Wie ist der Stand der Dinge?

Wir haben die Aktien des Unternehmens leer verkauft, weil der operative Geschäftsgang nicht annähernd so rosig ist, wie es die vorgelegten Zahlen erscheinen lassen. Wir haben verschiedene irreführende Buchungsvorgänge und sogar bemerkenswerte Insidergeschäfte entdeckt….
NZZ

Warum würden Sie Leerverkaufen? Nun sie glauben der Preis dieser Aktie wird nach unten gehen, und so kann man sie dann zu einem viel niedrigeren Preis zurückkaufen. Der kurze Verkauf von Aktien ist ein Glücksspiel, sie spekulieren, dass der Preis dieser Aktie nach unten gehen wird.

Führt das zur Verhinderung von Marktverzerrungen?  Dient es der Aufdeckung von Missständen? Sind Spekulanten heilsam für den Markt? Sicherlich sind sie nützlich aber es gilt es auch hier, Exzesse zu verhindern.

Leerverkauf

Leerverkauf

Volkswagen-Aktionär Katar entsendet Frau in Aufsichtsrat

Das Emirat Katar wird künftig mit Hessa al Jaber eine Frau in den Aufsichtsrat von Volkswagen entsenden. Wie der Autokonzern am Mittwoch mitteilte, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären vor, die Wirtschafts- und IT-Expertin Hessa al Jaber in das Kontrollgremium zu wählen.

Zusammen mit Annika Falkengren, der Präsidentin und Vorstandsvorsitzenden der schwedischen SEB AB, sowie der Unternehmerin Louise Kiesling drei der zehn Anteilseigner-Sitze im Kontrollgremium von Frauen eingenommen. Damit würde die seit Jahresbeginn in Deutschland geltende Frauenquote von 30 Prozent erfüllt werden, erklärte der Wolfsburger Konzern.Annika Falkengren, Hessa al-Jaber, Louise Kiesling

Eine Frau auf der Zloty-Note

Dobrawa von Böhmen  † 977 stammte Dobrawaaus der Herrscherfamilie der Přemysliden war ab 965 Ehefrau des polnischen Herzogs Mieszko I. Herzogin von Polen.

Der polnischen Herzog Mieszko I., der im Rahmen der Hochzeit seinem alten Glauben abschwor, ließ sich taufen und  trat zum Christentum über. Diese Ehe band die slawischen Herzogtümer Böhmen und Polen politisch enger aneinander. Eine spätere historische Tradition schreibt Dubrawka den Bau einiger Kirchen in Posen und Gnesen zu. Auch an der Gründung des ersten polnischen Bistums in Posen im Jahr 968 wr die Herzogin beteiligt.

Für das Entstehen eines Nationalgefühls war die Erinnerung an die Taufe von Mieszko  entscheidend. Denn sie fand zu einer Zeit statt, als erstmals ein eigener Staat auf dem Gebiet Polens entstand, und dies verband sich mit dem christlichen Glauben.

Nicht umsonst gilt der Katholizismus noch heute als untrennbar mit dem Polentum verbunden. Gerade die neue, konservative polnische Regierung erinnert immer wieder daran, und der neue Schein stützt dies, indem er ausdrücklich vom „1050. rocznica chrztu Polski“ spricht, dem 1050. Jubiläum der Christianisierung Polens.
Dobrawa Mieszko