Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.
Die Rendite einer Geldanlage ist ganz wesentlich von den Kosten der Vermögensverwaltung abhängig. Wir zeigen was aktive versus passive Fonds kosten.
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Könnte der Euro Ziel einer Attacke von Spekulanten werden?
Endspiel: Wenn die EZB die Lage nicht unter Kontrolle hält, könnte der Euro von Spekulanten angegriffen werden. Als Vorbild würden die Attacken von George Soros auf europäische Währungen dienen. Deutsche Wirtschafts Nachrichten DWN im Interview mit Claudio Celani. Interessant und Umstrittenen.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Ist die Euro-Krise überwunden? In welcher Verfassung sehen Sie den Euro?
Claudio Celani: Die Euro-Krise ist nicht überwunden. Ich denke eher, dass der Euro es nicht mehr lange machen wird. Der Euro ist eigentlich von Anfang an eine tote Währung gewesen. Seine Einführung war eine geopolitische Idee, die völlig von der Kredit- und Realwirtschaft abgekoppelt ist. Er ist eine rein monetäre Währung, die niemals funktionieren konnte.
Nur, die anhaltenden Erwartungen eines nominellen Wachstums im Euroraum bis 2008 haben den rigor mortis verzögert. Spätestens nach dem Ausbruch der Finanzkrise ist das klar geworden. Wenn die Wirtschaft eine Währung unterstützen muss, und nicht umgekehrt, ist die Währung tot.
Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Halten Sie es für möglich, dass gegen den Euro in seiner aktuellen Verfassung erneut spekuliert wird?
Claudio Celani: Ein anderer Name für Spekulanten sind Finanzmärkte. Letztere haben „Namen, Vornamen und Spitznamen“, wie der Wirtschaftsprofessor Federico Caffé sagte, und führen in der Regel Strategien aus. Wenn die EZB die Finanzmärkte einigermaßen mit Liquidität versorgt und damit für Gewinnchancen sorgt, wird der Euro von Spekulationsattacken verschont bleiben. Aber wenn die Lage außer Kontrolle gerät, gilt nur eine Regel: Hauptsache Gewinne erzielen, auch gegen den Euro…..
Interview Endspiel- Euro koennte Ziel einer Attacke von Spekulanten werden

Wieder Galgenfrist für Athen?
Währungskommissar Pierre Moscovici sieht das Reform- und Kreditprogramm als zu 99 Prozent fertig. Die griechische Regierung hat von seinen Gläubigern – Eurostaaten, EU-Institutionen, Internationaler Währungsfonds (IWF), Europäische Zentralbank (EZB) – eine neue Frist zur Fixierung aller Reform- und Sparmaßnahmen bekommen, um Freigabe der ersten Kredittranchen aus dem dritten Eurohilfsprogramm zu erreichen.
Thomas Mayer berichtet: Die Finanzminister der Eurostaaten werden sich am 9. Mai in Brüssel treffen, hat Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem in der Nacht auf Freitag bekannt gegeben. Wie berichtet, haben die Regierungschefs den Wunsch des griechischen Premiers Alexis Tsipras nach „einer politischen Lösung“ abgeblockt. Es muss also einen Kompromissvorschlag auf Expertenebene geben.
Einigung bald möglich
„Es sind das sehr komplizierte technische Dinge, die zu klären sind“, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person dem STANDARD. Das brauche seine Zeit. Auf der anderen Seite gebe es aber „keinen vernünftigen Grund, den Abschluss bis in den Sommer hinein zu verzögern“ – und eine neue Debatte über den Verbleib des Landes in der Währungsunion auszulösen. Wie berichtet, dürfte der griechischen Regierung ohne frisches Geld der Partner bis Juli das Geld ausgehen.
Nach Auffassung von Währungskommissar Pierre Moscovici besteht kein Anlass zur Sorge: Das gesamte Reform- und Kreditpaket sei „zu 99 Prozent fertig“. Was seit Sommer 2015 vereinbart worden sei, müsse jetzt umgesetzt werden. Moscovici ist optimistisch, dass es „bald“ zu einer Einigung kommt, sodass die Eurogruppe nur noch einen politischen Beschluss zum Expertenvorschlag fassen muss. Pokern bis zur letzten Minute
Bis dahin werden die Regierung in Athen und die Gläubigervertreter hart weiterpokern…
Neue Galgenfrist fuer Athen
Kapitalismuskritik in Kunst und Literatur
Geld ist nicht ahistorisch und immer gleich. In einem Jahrhundert erscheint es gut, in einem anderen böse, dann fast unsichtbar. Im Gegensatz dazu verbindet die moderne Auffassung der Ökonomie mit Geld ein neutrales und objektives Konzept — außerhalb historischer und gesellschaftlicher Kontexte. Ausstellungen rücken Geld als soziale Technologie in den Mittelpunkt und damit nicht zuletzt den Menschen und die Künstler, die sich dieser Technologie bedienen.
Geld und Kapitalismuskritik in der Literatur
Das Geld verschlingt uns. Kapital, Gier und Geld geistern heute als Problem durch viele Romane der deutschen Literatur. Was lernen wir daraus über die Verfassung unserer Gegenwart – und was über jene der Literatur?
Björn Hayer berichtet: Der Kapitalismus zählt inzwischen zu den beliebtesten und berüchtigtsten Geistern der Gegenwartsliteratur: Einmal gibt er sich penetrierend und gewaltsam, ein andermal agiert er unfassbar und nimmt Züge eines Kafkaschen Schlosses an – viele Masken, die schliesslich nur ein und dieselbe Fratze verdecken, ein Schreckgespenst, auf das mittlerweile alle vergnügt mit Sarkasmus und Wut einhauen. Ob Heuschrecken, Finanzmarkthaie, Banker, Vorstandsvorsitzende, Datenmonopolisten, Spekulanten, Ego-Shooter – irgendwie, so scheint es den Autoren, treffen sie wohl immer die richtigen.
Nachdem eine Wirtschafts-, Banken- und Rettungskrise auf die nächste folgt, ist Kapitalismuskritik zum erfolgversprechenden Gassenhauer avanciert. Alle machen hierbei gern mit, zumal es für die Schriftsteller auf diesem Gebiet wenig zu verlieren gibt. Zumindest kann man sich des Wohlwollens linksintellektueller Milieus sicher sein. Eine Kritik der literarischen Kapitalismuskritik stellt dabei eher ein ungemütliches Geschäft dar, lohnenswert ist dieses Unterfangen jedoch allemal – vor allem wenn man in diesem verworrenen Spiel zwischen Profitsuchern, Politikern, Sparern, Gebeutelten nach Tätern und Opfern fragt. Nicht immer sind sie leicht auszumachen. Nur eines scheint glasklar: Der literarisch dargestellte Kapitalismus wirkt als abstraktes System, in dem der Einzelne vornehmlich als Marionette fungiert.
Das Geld verschlingt uns

Ein rumänische Experiment
Technokraten statt Politiker. Beim International Monetary Fonds (IMF) beobachte
Anca Dragu die Wirtschaftspolitik Rumäniens. Jetzt trägt sie als Finanzministerin Verantwortung dafür.
Marco Kauffmann Bossart berichtet: Anca Dragu verwaltet ein schwieriges Erbe im Finanzministerium. 2015 genehmigte die Regierung des Linkspopulisten Victor Ponta Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst von bis zu 25%. Gleichzeitig beschloss ihr Vorgänger, den allgemeinen Mehrwertsteuersatz 2016 von 24% auf 20% zu senken; für Lebensmittel wurde der Tarif gar auf 9% reduziert. Für 2017 versprach Ponta abermals Steuererleichterungen. Viele Ökonomen erkannten darin fiskalpolitischen Leichtsinn, der Rumäniens Staatshaushalt in Schieflage bringt. Eine Gratwanderung….
Das rumaenische Experiment

Partnerschaft: Wer kümmert sich ums Geld?
Das Konto, die Altersvorsorge und die Steuererklärung verwalten sich nicht mit ein paar Streicheleinheiten. Wie die Aufgabenteilung, beim Thema Geld, bei den meisten Deutschen in der Partnerschaft funktioniert und welche Probleme dabei entstehen, wollte eine Versicherung* wissen. Einladen oder getrennte Rechnung? Eine Forsa Studie hat untersucht, was Frauen und Männer bevorzugen.
Wird beim Bezahlen jedes Date schwierig?
Egal, wie emanzipiert und finanziell unabhängig eine Frau ist – es gibt doch nichts Unromantischeres und Unangenehmeres, als nach dem Abendessen vor den Augen des Kellners die georderten Speisen getrennt zu addieren und dann 27,30 Euro und 23,40 Euro auf den Tisch zu legen, oder?
Die Welt berichtet:
Streit um die Finanzen gibt es vor allem bei Juengere

Stern: Umfrage so arbeitet Forsa
*Orginalstudie war trotz Nachfrage nicht zu erhalten
Finanzwissen? Interessiert mich das?
Viele Bundesbürger sehen in Sachen „Finanzbildung“ laut einer AVL-Umfrage noch erhebliche Defizite bei sich. Urteilen und entscheiden müssen sich nicht zuletzt bei der Altersvorsorge trotzdem, und das machen sie laut den Ergebnissen einer Umfrage der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gar nicht schlecht. Sehr kritisch sehen sie laut Deutschem Institut für Altersvorsorge die vorgeschlagene „Deutschland-Rente“, und nach den Erkenntnissen der Bundesbank scheinen sie – eher erzwungenermaßen als freiwillig – ihre Risikoaversion etwas abzulegen. Die Angst vor dem „alt sein“ ebenfalls, wie die UBS herausgefunden hat.
44 Prozent der im Rahmen der repräsentativen Umfrage Anfang Februar kontaktierten 1.088 Bundesbürger über 14 Jahre ließen wissen, dass sie generell kein Interesse an Finanzwissen haben. 55 Prozent zeigten sich – insbesondere auch mit Blick auf die Altersvorsorge-Thematik – durchaus interessiert.
AVL Finanzwissen
UBS_InvestorWatch
Finanzprodukte vorgestellt
Finanzwissen: Bafin informiert Verbraucher zu Finanzprodukten
Auf ihrer Online-Verbraucherseite stellt die Bafin insgesamt 23 wichtige Bank-, Versicherungs- und Anlageprodukte vor. Unter anderem gibt die Finanzaufsicht Auskunft über Risiken und Nutzen der Produkte. Bafin stellt die auf ihrer Seite 23 Bank-, Versicherungs- und Anlageprodukte vor. Bafin gibt Auskunft über Zielgruppen und Risilen
Hier werden zehn Bankprodukte (beispielsweise Girokonto, Tagesgeld und Bausparvertrag), vier Versicherungen (unter anderem Privathaftpflicht- und private Unfallversicherung) sowie neun Geldanlagen (von Aktie bis Zertifikat) vorgestellt.
Die Bafin erläutert unter anderem, für wen die einzelnen Produkte sinnvoll sein können, welche Risiken sie bergen und welche Pflichten Verbraucher beim Kauf eingehen.
Finanzwissen vorgestellt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht –
kurz BaFin

Amazon mit Rekordgewinn
Amazon war bei Anlegern lange berüchtigt dafür, bestenfalls ein kleines Plus zu machen. Jetzt gab es über eine halbe Milliarde Dollar Gewinn – ein Rekord für das Unternehmen.
Das Unternehmen Amazon profitiert von seinem erfolgreichen Geschäft mit Cloud-Diensten – und hat nun einen Rekordgewinn verkündet: Der Online-Händler verdiente demnach im ersten Quartal dieses Jahres 513 Millionen Dollar, das sind umgerechnet etwa 452 Millionen Euro. Der Gewinn war damit nahezu doppelt so hoch wie von Analysten erwartet. Im Vorjahresquartal hatte Amazon Chart zeigen noch 57 Millionen Dollar verloren.
Der Umsatz stieg den Angaben zufolge im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 29,1 Milliarden Dollar. Allein die Cloud-Sparte AWS fuhr bei einem Umsatz von gut 2,5 Milliarden Dollar einen operativen Gewinn von 604 Millionen Dollar ein – im Vorjahreszeitraum waren es noch 195 Millionen Dollar gewesen.
Amazon bietet Unternehmen Rechenleistung aus dem Netz, viele Start-ups und auch etablierte Firmen greifen auf Cloud-Dienste von AWS zurück. Der Umsatz der Sparte stieg im Jahresvergleich um 64 Prozent.
Amazon-Chef Jeff Bezos investierte in den vergangenen Jahren viel in die Entwicklung des Geschäfts und in neue Produkte, so dass bestenfalls schmale Gewinne übrig blieben.
Amazon setzt aktuell auch massiv auf das Geräte-Geschäft mit neuen Tablet-Computern, E-Book-Lesegeräten und vernetzten Lautsprechern. Konkrete Zahlen zum Geräteabsatz nennt Amazon traditionell nicht. Bezos erklärte lediglich, die Verkäufe der Tablets hätten sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt…
Amazon verkuendet Rekordgewinn

Yen legt drei Prozent zu
In Japan ist am Donnerstag etwas beinahe schon Ungewöhnliches passiert. Die Bank of Japan hat nicht auf Erwartungen der internationalen Anleger reagiert. Die kauften daraufhin den Yen und verkauften Aktien.
Christof Leisinger Diesmal hat die Bank of Japan nicht ganz so gehandelt, wie dies Anleger gehofft hatten. Viele waren aus purer Gewöhnung an die «Investor-Verwöhnpolitik» der Zentralbanken auf eine noch extremere Gestaltung der ohnehin schon aussergewöhnlich expansiven Geldpolitik in Japan eingestellt.
Daraufhin hat der Nikkei an der Börse 3,6% seines Wertes verloren und der Yen ist im Verhältnis zum Dollar um gut 3% stärker geworden. Am bisherigen Tagestief bzw. Yen-Hoch waren gerade noch 107.92 Yen nötig, um eine Einheit der amerikanischen Währung zu erwerben. Damit lag der Kurs beinahe auf dem tiefsten Stand seit Oktober des Jahres 2014. Auch gegen den Schweizerfranken und gegen den Euro hat die japanische Währung entsprechend deutlich zugelegt. Im Verlaufe des Vormittags waren noch knapp 112 Yen notwendig, um einen Franken kaufen zu können. Am Mittwoch mussten dafür noch 114,73 Yen bezahlt werden…
Yen legt um drei Prozent zu




