Investoren sollten Wetterdaten beachten

Er habe in seinem Leben noch keine signifikantere Datenreihe gesehen, sagt die Investorenlegende Jeremy Grantham. Obwohl es sich dabei um Wetterdaten handelt, sollten Investoren sie beachten.

Werner Grundlehner berichtet: Jeremy Grantham, Chefstratege von GMO, stellt sich einmal mehr gegen den Mainstream. Da kommt die Investment-Legende nach Zürich – und spricht übers Wetter. Für Jeremy Grantham, Mitgründer und Chefstratege des amerikanischen Vermögensverwalters GMO, ist dies aber kein Smalltalk, sondern zurzeit die grösste Investment-Gelegenheit. Er habe schon viele Datenreihen gesehen, aber jene zur Klimaerwärmung sei die signifikanteste, erklärt Grantham. So sei das Jahr 2014 mit Abstand das wärmste Jahr seit Messbeginn gewesen, und das folgende Jahr habe diese Werte nochmals klar übertroffen. Als dann der Januar im Durchschnitt unglaubliche 1,15 Grad über dem Vorjahr und der Februar gar 1,35 Grad darüber lag, hätten dies viele Zeitungen ignoriert, einige hätten vielleicht eine kleine Meldung darüber gebracht.

Dabei betreffe dieses Thema jeden Einzelnen. Er habe jüngst einem niederländischen Kollegen gesagt, sein Land besitze ein riesiges Potenzial, denn die Niederländer wüssten, wie man Wassermassen zurückdrängen könne, fügt Grantham an. Der Anlagestratege, der schon zahlreiche Blasen und Wiedereinstiegsmöglichkeiten identifiziert hat, empfiehlt, weiterhin in Landwirtschaftsland und Forstgebiete zu investieren. Er fügt aber an, dass dies momentan sehr teuer sei…
Niederlaender muesste man sein
Wetterdaten

Deutscher Schokoladen-Geschmack

Die seltsame Liebe der Deutschen zur Nuss-SchokoladeChocolate
Der deutsche Schokoladen-Geschmack ist einzigartig. Das Land ist voller Vollmilch-Fanatiker und Exotenfüllungs-Liebhaber. Diese Eigenarten kommen die Deutschen nun teuer zu stehen.

Carsten Dierig berichtet: Der große Tisch im Testlabor von Milka steht voll mit kleinen Schüsseln. Dutzende Zutaten für die nächste Innovation. Ganz links verschiedene Nüsse, daneben Kekskrümel, Streusel und Schokoladentropfen, rechts ein paar Fruchtstücke und sogar einige Saaten und salzige Snacks. Experten mit geschultem Gaumen arbeiten hier an neuen Geschmacksvarianten für die Schokolade der Zukunft. Alleine 15 Forscher beschäftigt Marktführer Milka am Stammsitz in Lörrach, um neue Kompositionen und Texturen zu erfinden. Denn zwei bis drei Neuheiten pro Jahr müssen es schon sein, unabhängig von den Saisonsorten. Das verlangt der Handel – und vor allem der Verbraucher.

Rund 1,7 Milliarden Euro Umsatz
Dennoch setzen Handel und Industrie große Stücke auf die Tafelschokolade. Zumal sie so beliebt ist wie kein anderes Produkt im Süßwarenregal und im vergangenen Jahr ein Wachstumsbringer, wie es beim Zentralverband Gewerblicher Verbundgruppen heißt. Allein von den 100-Gramm-Tafeln werden hierzulande rund zwei Milliarden Stück pro Jahr verzehrt, meldet Sweets Global Network – so viele wie nirgends sonst auf der Welt.

Dazu kommen noch die großen Tafeln mit mehr als 100 Gramm Gewicht und schließlich kleine Täfelchen mit weniger als 100 Gramm. Den Umsatz beziffert der Verein auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die dahinter folgenden Schokoriegel kommen laut SG auf knapp 1,3 Milliarden und Kartoffelchips auf knapp 650 Millionen Euro….
Die seltsame Liebe der Deutschen zur Nuss-Schokolade
Kinderriegel

Der Schweizer Frankenschock

Wirtschaftswachstum: Der Frankenschock könnte 10 Milliarden kosten
Der Frankenschock sollte laut den Bundesökonomen bis 2017 weitgehend verdaut sein. Die neusten Prognosen lassen mutmassen, dass die Sache 1 bis 2 Prozentpunkte an Wirtschaftwachstum kosten könnte…

20 000 Arbeitslose mehr?
Im Fokus des Interesses stehen auch die Arbeitsplätze. Im Februar 2016 waren in der Schweiz saisonbereinigt etwa 13 000 Arbeitslose mehr registriert als im Dezember 2014; im Euro-Raum hat die Arbeitslosigkeit abgenommen. Gestützt auf den Trend und auf die Schweizer Vorhersagen für 2016 und 2017 mag eine grobe Schätzung von kürzerfristig etwa 20 000 zusätzlichen Arbeitslosen als Folge des Franken-Schocks einigermassen plausibel erscheinen. Auch hier ist bedeutend, ob und allenfalls wie schnell sich die Lage ab 2017 wieder «normalisiert». Das ist völlig offen…
Der Frankenschock koennte 10 Milliarden kosten
Swiss Liquidity

Frauen bekommen nicht mal halb so viel Rente wie Männer

Gender Pension Gap: Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen wird im Alter zur riesigen Kluft: Im Schnitt erhält eine Rentnerin in Deutschland 57 Prozent weniger Geld als ein Rentner. Eine Studie zeigt die Gründe.

Florian Diekmann berichtet: Um die Gleichstellung von Männern und Frauen im Arbeitsleben ist es in Deutschland nicht zum Besten bestellt. Das beweisen jedes Jahr aufs Neue die Zahlen zur Entgeltlücke, dem sogenannten Gender Pay Gap: Demnach verdienen Frauen im Schnitt immer noch 21 Prozent weniger als Männer. Und selbst bei Arbeitnehmern mit vergleichbarer Qualifikation, Karrierestufe und Arbeitszeit beträgt die Entgeltlücke laut Statistischem Bundesamt immer noch sieben Prozent.
Die volle Wucht der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zeigt sich jedoch erst nach dem Berufsleben – bei der Rente. Das belegt ein Report des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung (Hier finden Sie den ausführlichen Bericht als PDF-Datei). Demnach sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei der Alterssicherung so groß, dass der Begriff Rentenlücke als eine Verharmlosung erscheint…
Frauen bekommen nicht mal halb so viel Rente wie Maenner

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen
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Liebhaber-Preise bei Gold

Edelmetalle. Angesichts der Geldschwemme setzen viele Sparer auf die «Krisenwährung» Gold. Der direkte Kauf von Barren und Münzen gilt als die sicherste Variante. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten.

Michael Ferber: Viele Sparer setzen derzeit auf die «Krisenwährung» Gold.
Zunächst einmal sollten Sparer das Edelmetall bei einem seriösen Händler oder einer Bank kaufen, um sich vor Betrug zu schützen. So wird Gold und Silber beispielsweise auch in Internet-Auktionsbörsen verkauft, laut Experten sind dort aber Fälschungen in Umlauf. Auch wer Edelmetalle bei Kioskhändlern kauft, geht Risiken ein.

Um bei der Qualität von Barren keinen Reinfall zu erleben, sollten Käufer darauf achten, dass die Hersteller von der Rohwarenbörse London Bullion Market Association (LBMA) zertifiziert sind. Barren sollte man nur mit einem Zertifikat kaufen. Darauf sollten das Gewicht, der Schriftzug der Firma, der Stempel der Raffinerie sowie eine Feinheitsangabe eingraviert sein….
Liebhaber-Aufschlag beim Goldvreneli
Inflation

Billiger Stahl aus China

Brüssel will mehr Zähne zeigen. Nach einigem Zögern hat die EU-Kommission auf die Klagen der Stahlindustrie über die massiv gestiegenen Stahleinfuhren aus China reagiert. Sie setzt auf ein schärferes Vorgehen gegen Dumping.

René Höltschi berichtet: Die Stahlbranche beklagt sich, dass die Verfahren in der EU länger dauerten und viel tiefere Strafzölle ergäben als zum Beispiel in den USA. Wochen- und monatelang haben die Branche und einige Mitgliedstaaten Brüssel gedrängt , zur Bekämpfung der Stahlkrise aktiv zu werden. Am Mittwoch hat die EU-Kommission nun mit einer Art Aktionsplan reagiert . Sie will insbesondere bei der Abwehr unfairer Handelspraktiken die Zähne zeigen. Daneben verweist sie auf bestehende europäische Fördertöpfe von der Forschungsförderung bis zum Juncker-Plan, die von der Stahlindustrie genutzt werden könnten. Branchenvertreter wie Eurofer und die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl begrüssten den Plan, erneuerten aber zugleich die Forderung, die EU müsse ihre Industrie im Bereich Emissionshandel entlasten…
Brüssel will mehr Zähne zeigen
Stahl

Teilzeitarbeit

Pia Tischhauser, Boston Consulting GroupPia Tischhauser
«Teilzeitmitarbeiter sind unglaublich strukturiert»
Firmen schwören öffentlich gerne auf die Vorteile flexibler Arbeitszeitmodelle. Hinter vorgehaltener Hand hält sich dann aber die Freude der Firmen- und Teamchefs über die Teilzeitarbeit in engen Grenzen. Im Video-Interview erklärt Pia Tischhauser von der Boston Consulting Group, warum.
Video bei NZZ

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Frauen im Aufsichtrat

Deutschlands mächtigste Aufseherin geht zur BörseAnn-Kristin Achleitner
Ann-Kristin Achleitner soll Aufsichtsrätin der Deutschen Börse werden. Die Wirtschaftsprofessorin ist eine der mächtigsten Frauen in den deutschen Aufsichtsgremien – und gilt bereits als Kandidatin für höhere Weihen.

Michael Brächer berichtet: Sie sitzt bereits im Verwaltungsrat des französischen Energieversorgers Engie, im Kontrollgremium des Rückversicherers Munich Re, des Handelskonzerns Metro und Industriegas-Spezialisten Linde. Schon bald könnte für Ann-Kristin Achleitner, im Hauptberuf Professorin an der Universität München, noch eine weitere Aufgabe hinzukommen: Sie soll Finanzkreisen zufolge in den Aufsichtsrat der Deutschen Börse einziehen. „Es ist ihre internationale Erfahrung sowie ihr Verständnis von den Finanzmärkten, die sie zu einer idealen Kandidatin für das Kontrollgremium der Deutschen Börse machen“, heißt es. Offiziell wollte sich das Unternehmen dazu nicht äußern…
Deutschlands mächtigste Aufseherin geht zur Boerse
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VW Großanleger und die Milliardenklagen

 Der Abgas-Skandal hat VW in eine schwere Krise gestürzt. Die größten Herausforderungen stehen indes noch bevor. Das Unternehmen dürfte in zahlreichen Gerichtsverfahren mit dem Thema „Dieselgate“ konfrontiert werden.

Profi-Investoren nehmen Volkswagen im Abgas-Skandal ins Visier. 278 institutionelle Großanleger – darunter der größte US-Pensionsfonds Calpers und die Sparkassen-Fondstochter Deka – haben den Wolfsburger Autobauer auf Schadenersatz in Höhe von 3,255 Milliarden Euro verklagt…
VW 278 Großanleger reichen Milliardenklage ein

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

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Einer soll Chinas Crash-Börsen zähmen

Liu Shiyu

Mehrfach stürzten die Börsen ab, jetzt hat das Land einen neuen Chefaufseher. Liu Shiyu soll Chinas Aktienmärkte bändigen. Er ist beliebt – aber kommt er auch gegen die Pläne der Regierung an?

Johnny Erling berichtet: Von Handelsstopps und direkten Eingriffen in den Börsenhandel hält Liu Shiyu, der neue Chef der China Securities Regulatory Commission, nicht viel. Seine Berufung soll die Wende an den gebeutelten Märkten bringen

Gleich zu Beginn brachte der neue Chef der chinesischen Börsenaufsicht Liu Shiyu die Journalisten zum Lachen. In der Pressekonferenz, es war die erste, seit er im Februar überraschend zum Kontrolleur über Aktienmärkte ernannt wurde, sagte der 54-jährige Bankenexperte: „Ich bin noch keinen ‚vollen Monat‘ im Amt.“ Und wählte dafür den doppeldeutigen Begriff „manyue“. Traditionell bezeichnet manyue die Feier zum Ende des ersten Lebensmonats nach der Geburt. Das Baby darf sich von nun an freistrampeln…
Dieser Mann soll Chinas Crash-Boersen zaehmen
Boerse in China