Südafrikas Finanzsektor im Umbruch

Barclays und Old Mutual mit grundlegenden Änderungen. Nach der Bank Barclays hat auch der Finanzdienstleister Old Mutual eine Neuordnung seines Geschäfts angekündigt, die erhebliche Folgen für den südafrikanischen Finanzsektor haben dürfte.

In Südafrikas Finanzsektor werden die Karten neu gemischt. Am Freitag gab der einst südafrikanische, jetzt in London beheimatete Finanzdienstleister Old Mutual bekannt, seine vier sehr unterschiedlichen Geschäftsbereiche – eine südafrikanische Bank, ein afrikanischer Versicherer, ein amerikanischer und ein britischer Vermögensverwalter – bis 2018 voneinander zu trennen. An der südafrikanischen Grossbank Nedbank will Old Mutual nur noch einen Minderheitsanteil halten, der Rest soll unter den Old-Mutual-Aktionären aufgeteilt werden. Nur eineinhalb Wochen zuvor hatte Barclays angekündigt, seinen 62,3%igen Anteil an Barclays Africa stark zu reduzieren oder ganz zu verkaufen. Damit geht für die britische Bank eine fast 100 Jahre lange Geschichte auf dem Kontinent zu Ende.

Beide Finanzdienstleister verweisen als Grund auf die strikteren Banken-Regulierungen in der EU nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2008. Sie machen höhere Kapital- und Liquiditätspuffer zur Risikoabsicherung nötig. Gleichzeitig schneiden die afrikanischen Tochtergesellschaften wegen rapider Währungsverluste in den in Pfund konsolidierten Geschäftsberichten immer schlechter ab…
Suedafrikas Finanzsektor im Umbruch
Suedafrika

Wenig Frauen in deutschen Führungsetagen

Frauen sind beim Aufstieg in Führungspositionen in den letzten Jahren in Deutschland nicht richtig vorangekommen.

Sie waren 2014 im EU-Vergleich mit 29 Prozent unterrepräsentiert, zudem blieb der Anteil gegenüber den beiden Vorjahren nahezu unverändert, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März mitteilte. Im Durchschnitt der 28 EU-Staaten lag der Frauenanteil in Führungsetagen bei 33 Prozent.
Spitzenreiter in der EU war Lettland, dort waren 44 Prozent der Leitungsfunktionen mit Frauen besetzt. Relativ hoch war der Anteil auch in Ungarn (40 Prozent) sowie Polen und Litauen (jeweils 39 Prozent). Schlusslicht war Zypern mit 17 Prozent.
Vor allem in klassischen „Männerdomänen“ gibt es vergleichsweise wenig Frauen in höheren Positionen. Am geringsten war ihr Anteil nach Angaben der Wiesbadener Behörde in der Baubranche mit 13 Prozent, am höchsten im Bereich Erziehung und Unterricht (62 Prozent). Die Quoten entsprechen in etwa den jeweiligen Frauenanteilen in den Branchen. Insgesamt waren 47 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland Frauen.

Als ein Hemmnis für den beruflichen Aufstieg gilt, dass vor allem Frauen aus familiären Gründen in Teilzeit arbeiten….
Unterdurchschnittlich wenige Frauen in deutschen Fuehrungsetagen
Frauenquote

Beinahe der grösste Bankraub der Geschichte

Hacker in Bangladesh. Die Suche nach den Schuldigen hat begonnen

Es hätte der grösste Bankraub der Geschichte werden können. Doch die Hacker in Bangladesh wurden durch einen Zufall ertappt. Nun besteht die Notenbank auf einer schnellen Klärung und will ihr Geld zurück. Doch so einfach wird das nicht.

Volker Pabst berichtet: In Bangladesh herrscht des öfteren ein mittleres Chaos. Diese Unsicherheiten machten sich Hacker zu Nutze. Nachdem sie zum Opfer eines Betrugsfalls mit rekordhoher Deliktsumme geworden ist, sucht die Bangladesh Bank nach Schuldigen. Wie im Verlauf der Woche bekanntgeworden war, hatten Hacker sich die Autorisierungscodes beschafft, um mehrere Dutzend Überweisungen im Gesamtumfang von fast 1 Mrd. $ vom Konto der bangalischen Zentralbank beim Federal Reserve in New York in Auftrag zu geben. Zahlungen von mehr als 100 Mio. $ an Empfänger in Sri Lanka und den Philippinen waren auch ausgelöst worden. Akribisch geplanter Betrug….
Hacker in Bangladesh

 "Klar, ich erinnere dich. Ich bin schrecklich mit Gesichtern, aber ich habe nie einen Benutzernamen , PIN oder Passwort vergessen."„Klar, erinnere ich mich an dich. Ich bin schrecklich mit Gesichtern, aber ich habe nie einen Benutzernamen , PIN oder Passwort vergessen.“

Warum wir hohe Zinsen haben

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Natürlich leben wir in einem Tiefzinsumfeld. Tiefe Nominalzinsen. Aber Hand aufs Herz: ist nicht der eigentlich relevante Zins der Realzins, sprich: Nominalzins minus Inflationsrate. Hier sieht die Geschichte…
Zins seit 1700Videos Kategorie Finanzkompetenz

Ist unser Wohlstand in Gefahr?

Die Schuldenkrise droht enorme Volumen an Vermögen zu vernichten. Sie gefährdet zunehmend die Marktwirtschaft, Freiheitsrechte und letztlich die Demokratie. Es gilt, endlich ihre Ursachen anzugehen.

Wirklich weg war sie nie – und dass die internationale Schuldenkrise nach wie vor ungelöst ist, haben die Turbulenzen an den Börsen zum Jahresbeginn gezeigt. Ausgehend von Sorgen über die Konjunktur in China, schwappten die Ängste über auf Bankaktien, und plötzlich war von der Gefahr einer weltweiten Rezession die Rede. Nicht wenige Investoren und Ökonomen fürchten, dass nach der US-Immobilienkrise 2007, dem Beinahe-Zusammenbruch des Finanzsystems 2008 und der 2010 ausgebrochenen Euro-Krise nun die nächste Eskalation anstehen könnte. All diese Krisen sind miteinander verwoben, ihren Kern bilden die über Jahrzehnte hinweg gewachsenen, immer weniger tragbaren Schulden privater und staatlicher Akteure. Diese Schuldenkrise umfasst die meisten westlichen Industriestaaten, Japan, einzelne Schwellenländer sowie das internationale Finanzsystem. Wie die Geschichte zeigt, haben Schulden- und Finanzkrisen das Potenzial, enorme Volumen an Vermögen und Wohlstand zu vernichten. Auch dieses Mal wird dies kaum zu verhindern sein. Damit die Krise nicht zu einer immer grösseren Gefahr für Marktwirtschaft, bürgerliche Freiheitsrechte und Demokratie wird, gilt es, das Übel an der Wurzel zu packen.

Vielfältige Krisen-Symptome
Die unterschwellige Zuspitzung der Krise in den vergangenen Jahren zeigt sich bereits an der Entwicklung der Staatsschulden. Diese sind laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) seit dem Jahr 2007 übermässig stark gestiegen und dürften Ende 2015 in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bei rund 120 Prozent des Bruttoinlandprodukts gelegen haben. 2007 hatte dieser Wert noch 75 Prozent betragen. In Ländern wie Japan (234 Prozent), Griechenland (180 Prozent) oder Italien (149 Prozent) lag die Staatsverschuldung Ende des vergangenen Jahres derweil noch viel höher. Dieser Schuldenturm hemmt – zusammen mit der demografischen Alterung der Bevölkerung in vielen Ländern – das Wirtschaftswachstum immer stärker. Als Sorgenkinder gelten Europa und Japan. Hinzu kommen nun Ängste über die Konjunktur in China und in anderen Schwellenländern. Bedenklich ist, dass die Schulden in diesen Ländern in den vergangenen Jahren ebenfalls stark gestiegen sind.
Wohlstand in Gefahr
Enough

Preise für Grundnahrungsmittel erklimmen neue Höhen

Die Dürre hat das Land fest im Griff. El Niño trocknet Südafrika aus. Eine Dürrekatastrophe sucht derzeit mehrere Länder in Afrika heim. Rund zwölf Millionen Menschen sind betroffen. Am schwersten trifft es Somalien – aber auch Äthiopien, Malawi, Simbabwe und der Südsudan leiden darunter.

Seit über hundert Jahren hat es nicht mehr so wenig geregnet. Die Bauern und die Bevölkerung leiden. Die Preise für Grundnahrungsmittel erklimmen neue Höhen, dies bringt die Regierung unter Zugzwang…

Notenbank unter Druck
Im vierten Quartal vergangenen Jahres gingen in der Landwirtschaft fast 40 000 Arbeitsplätze verloren, weitaus mehr, als erwartet worden war. Die Rating-Agentur Moody’s wies jüngst warnend darauf hin, dass die Dürre eine Rezession auslösen könnte. Südafrikas Wirtschaft dürfte ohnehin um weniger als 1% in diesem Jahr wachsen. Ausserdem treiben die höheren Lebensmittelpreise die Inflation an, die schon jetzt nahe am oberen Rand des Zielkorridors der Zentralbank liegt. Weitere Zinserhöhungen gelten als wahrscheinlich.

Agrarökonomen machen das globale Wetterphänomen El Niño verantwortlich. Im vergangenen Jahr fiel an der Südspitze des Kontinents so wenig Regen wie seit 112 Jahren nicht. In Städten wie Johannesburg wurden Rekordtemperaturen gemessen. Allein die Maisbauern konnten deswegen fast drei Viertel der Flächen nicht rechtzeitig bestellen. Schon 2015 fiel die Ernte so gering aus wie zuletzt im Jahr 2007. In diesem Jahr sieht es nicht viel besser aus…
El Niño trocknet Suedafrika aus

www.leopoldmaurer.com

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Die EZB sendet aggressives Signal

Die Märkte reagieren «falsch»Wirkung verfehlt
EZB-Chef Mario Draghi hat nicht geblufft, sondern geliefert. Die EZB nimmt aber erhebliche Risiken für die Wachstums- und Inflations-Stimulierung in Kauf. Die Märkte reagieren verunsichert.

Werner Grundlehner berichtet: Die Halbwertszeit der Wirkung der geldpolitischen Massnahmen reduziert sich. Am Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit geldpolitisch aggressiven Signalen überrascht. Um eine Reaktion zu erhalten, war dies auch nötig, denn die Senkung des Einlagensatzes für Banken von –0,3% auf –0,4% war erwartet worden. Zusätzlich gab die EZB bekannt, den Leitzins von 0,05% auf 0% zu reduzieren. Das Wertschriften-Kaufprogramm wurde zudem von monatlich 60 Mrd. € auf 80 Mrd. € aufgestockt. Damit dafür das Material nicht ausgeht, wird das Universum der für den Kauf infrage kommenden Anleihen auf Unternehmensbonds aus dem Euro-Raum ausgeweitet….
Die EZB sendet aggressives Signal

Olaf Becker

Olaf Becker

Zaubert-Draghi-ein-neues-Kaninchen-aus-dem-Hut

Die reichsten Frauen der Welt

Forbes-Liste

Rang 1: Liliane Bettencourt
Bettencourt gehören 33 Prozent des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal. Ihr Vater hatte das Unternehmen 1907 gegründet. Die 93-Jährige leidet unter Demenz und steht unter der Vormundschaft ihres älteren Enkels Jean-Victor Meyers, während Tochter Francoise Bettencourt-Meyers ihr Vermögen verwaltet. Im Sommer 2010 geriet Bettencourt in die Schlagzeilen, als Vorwürfe in den Medien von illegalen Parteispenden an Präsident Nicolas Sarkozy und an Arbeitsminister Éric Woerth aufkamen. Dies führte zur Bettencourt-Affäre. Die Witwe zog sich 2012 aus dem Unternehmensvorstand zurück.

Rang 2: Alice Walton
Walton besitzt einen Teil des amerikanischen Einzelhandelskonzerns Wal-Mart, den ihr Vater 1962 gegründet hatte. Was die Führung des Konzerns betrifft, hält sich die 66-Jährige weitgehend heraus. Zu ihrer Lebensaufgabe hat sie das Sammeln und Fördern von Kunst gemacht. Außerdem züchtet sie Pferde.
Handelsblatt/Forbes Liste
Das sind die reichsten Frauen der Welt

Zaubert Draghi ein neues Kaninchen aus dem Hut?

Draghis neuer Plan könnte Deutschland empfindlich treffen. Der EZB-Chef kämpft gegen den Preisverfall. Negatziv-Zinsen, gigantische Anleihenkäufe – nichts hilft. Nun scheint Draghi am nächsten Masterplan zu arbeiten. Die Idee wäre für Deutschland verheerend.

Mario Draghi hat noch einen Schuss. Und der könnte für Deutschland nach hinten losgehen. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) versucht seit Jahren mit konventionellen und unkonventionellen Mitteln, die Inflation auf die gewünschte Marke von zwei Prozent zu bugsieren. Und ist bislang gescheitert.

Obwohl die Leitzinsen für Banken weit unter null liegen, wenn sie Geld bei der Zentralbank parken, und die EZB binnen eines Jahres Staatsanleihen für mehr als 600 Milliarden Euro kaufte und auch über sonstige Sonderkredite Milliarden Liquidität in die Märkte pumpte, lag die Inflationsrate im Februar bei minus 0,2 Prozent. Draghi muss sich also für die heutige Sitzung etwas ganz Besonderes einfallen lassen, will er die Akteure an den Märkten und in den Unternehmen überraschenm gelingen. Schließlich sind die Erwartungen hoch. Schon jetzt rechnen sämtliche Volkswirte damit, dass Draghi den Einlagenzinssatz der Banken von minus 0,3 auf minus 0,4 Prozent senken wird. Auch eine gewisse zeitliche oder volumenmäßige Ausweitung des Anleihenprogramms ist fest eingepreist, wie Börsianer vorweggenommene Erwartungen nennen…
Draghis neuer Plan koennte Deutschland empfindlich treffen
EZB und Staatsanleihen