Seit Ausbruch der Finanzkrise sind Parallelwährungen in Griechenland auf dem Vormarsch. Mehr als 80 solcher alternativen Zahlungssysteme existieren bereits und ihre Zahl steigt weiter an. Die Griechen versuchen, so den Handel ohne Euro abzuwickeln und die Kapitalverkehrskontrollen zu umgehen.
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Börsenbeben erreicht Europa
In der Börsen-Sprache wird das Geschehen als als «Schafherden-Effekt» bezeichnet – eine Panikreaktion. Vielleicht handelt es sich bei den fallenden Kursen um längst fällige Kurskorrekturen? Die Börsenkurse befinden sich auf Talfahrt. In China brechen die Börsenkurse weiter ein. Das hat Folgen, auch für die Konjunktur und die Verbraucher hierzulande. Das Beben der asiatischen Börsen hat Europa erreicht. Nachdem am Montag die Aktienkurse in Shanghai um neun Prozent eingebrochen waren, ging es auch hier bergab. Der Deutsche Aktienindex fiel unter die 10 000-Punkte-Marke, die er im Juni vergangenen Jahres erstmals durchbrochen hatte. Währungen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas gerieten weiter unter Druck, Rohstoffe verbilligten sich, von Öl über Kupfer bis Aluminium.
Stephan Kaufmann berichtet: Der US-Index Dow Jones begann den Handel mit einem Minus von über sechs Prozent. Was sind die Gründe für die Talfahrt, welche Folgen hat sie für die hiesige Konjunktur, und wie sind die Bundesbürger betroffen?
Die Ursachen
US-Zinserhöhung: In den USA wird die Zentralbank Fed voraussichtlich bald die Zinsen erhöhen – erstmals seit 2006. In den vergangenen Jahren hatte die Fed das globale Finanzsystem mit Massen von billigem Geld versorgt. Doch die bessere Konjunktur Amerikas rechtfertigt nicht länger ein derartiges Doping. Folge des Zinsschritts wären höhere Zinsen in der ganzen Welt. Die Schweizer Bank UBS schätzt, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen Ende 2016 bei zwei Prozent liegen wird. Derzeit sind es 0,6 Prozent. Höhere Zinsen machen Kredite teurer und belasten die Konjunktur. US-Dollar-Anlagen würden durch den Zinsschritt für Anleger attraktiver, was zu einer Kapitalflucht aus den Schwellenländern führen könnte.
China: In der Volksrepublik kühlt sich der Wirtschaftsboom langsam ab. Die große Frage ist: Wie stark? Die meisten Ökonomen sind der Ansicht, dass sich das Wirtschaftswachstum bei Werten knapp unter sieben Prozent stabilisieren wird. Eine sogenannte „harte Landung“ jedoch würde jene Länder und Unternehmen hart treffen, die in den vergangenen Jahren besonders vom China-Boom profitiert hatten.
Die Folgen
Rohstoffe: China ist ein wichtiger Kunde für Rohstoffexporteure, das Land ist der größte Nachfrager von Öl und Kupfer. Sorgen um Chinas Konjunktur führen zu einem latenten Überangebot bei Energie und Industriemetallen. Das lässt die Rohstoffnotierungen taumeln. Der Ölpreis hat sich auf Jahressicht halbiert, Kupfer und Aluminium haben ein Viertel eingebüßt.
Schwellenländer: Aktien und Währungen vieler Schwellenländer verzeichnen heftige Verluste. Die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA lässt das Kapital fliehen. Schwächeres Wachstum in China trübt die Konjunkturaussichten ein. Dazu kommen sinkende Erlöse aus dem Rohstoffexport.
Deutschland: Der deutsche Export ist stärker von China und den Schwellenländern abhängig als der anderer großer Industriestaaten. Der Deutsche Aktienindex ist daher in den vergangenen Wochen tiefer gefallen als andere Börsenindizes. Derzeit liegt er 23 Prozent unter seinem Rekordhoch vom April. Besonders getroffen sind die deutschen Autobauer, für die China der wichtigste Markt geworden ist. Während der Dax in den letzten drei Monaten um 19 Prozent gesunken ist, haben Daimler- und BMW-Aktien mehr als ein Viertel verloren, VW sogar über 30 Prozent.
Diese Korrektur halten die meisten Ökonomen für übertrieben, da Chinas Wirtschaft sich wohl nur abkühlt und nicht abstürzt. Das würde die deutsche Konjunktur kaum treffen, da Nachfrageausfälle in China durch eine Erholung in der Euro-Zone oder in den USA ausgeglichen werden könnten. Dennoch „ist China der größte Risikofaktor für die Euro-Zone“, so die Schweizer Bank UBS. Kommt es durch die Kombination von höheren US-Zinsen und schwächerer China-Konjunktur zu einer Krise in den Schwellenländern, könnte sich die deutsche Wirtschaft dem nicht entziehen. „Wir sehen Abwärtsrisiken vor allem für unsere 2016er Wachstumsprognose“, so die Commerzbank.
Die deutschen Verbraucher dürften von den Turbulenzen einerseits profitieren, da sich Rohstoffe wie Öl weiter verbilligen. Das senkt tendenziell die Rechnung fürs Tanken und Heizen. Die Kursverluste an den Börsen treffen zwar die Aktionäre – doch von denen gibt es in Deutschland nicht allzu viele. Nach Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts ist die Zahl jener, die direkt oder über Investmentfonds Aktien halten, 2014 auf 8,4 Millionen gesunken. Im Jahr 2001 waren es noch fast 13 Millionen. Aktienfonds und börsennotierte Aktien machen gerade mal 3,5 Prozent des gesamten deutschen Geldvermögens aus. Auch die Lebensversicherer könnten einen dauerhaften Kursrutsch verkraften, ihre Aktienquote liegt laut Branchenverband GDV nur bei knapp drei Prozent.
Ob es mit den Kursen allerdings überhaupt auf Dauer abwärts geht, scheint derzeit eher unwahrscheinlich. Denn die Europäische Zentralbank stellt weiterhin massenhaft Geld zur Verfügung, das an die Finanzmärkte fließt und Rendite sucht. Dabei sind Anleihen kaum eine Konkurrenz für Aktien: Zehnjährige Bundesanleihen rentieren derzeit mit etwa 0,6 Prozent, die Dividendenrendite für Dax-Unternehmen liegt dagegen dank steigender Unternehmensgewinne bei drei Prozent, errechnet die WGZ-Bank.
Ewiger Streit um mehr Eigenkapital
Nach der Rettung der UBS durch den Schweizer Staat war man sich im Lande ungewöhnlich einig: «Nie wieder», lautete die Devise. Der Widerstand der Banken gegen eine Verschärfung der Regulierung war gering, und rasch wurde die «Too big to fail»-Vorlage verabschiedet. Diese Zeiten sind vorbei. Wie vor der Krise wird nun wieder um jeden Prozentpunkt Eigenkapital unerbittlich gekämpft. Derzeit geht es um zwei Vorschläge des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht, die im Dezember 2014 veröffentlicht wurden. Zu diesen Regulierungen hat am Montag William Perraudin referiert. In einer von der UBS in Auftrag gegebenen Studie rechnet der Professor vom Imperial College in London vor, wie die Neuerungen Kredite in der Schweiz verteuern könnten.
Höhere Eigenkapitalvorschriften sind den Banken seit je ein Dorn im Auge, weshalb die Aufregung um die beiden Vorschläge des Basler Ausschusses wenig erstaunt. Interessant sind jedoch Perraudins Ausführungen, wie er denn die Reform angehen würde. Beim Standardansatz stösst er sich weniger an der Art der vorgeschlagenen Änderungen als an deren Ausgestaltung. Bei der Einführung von Minimalanforderungen an den Modellansatz stellt er sich hingegen grundsätzlich gegen die Reformvorschläge – trotz weitverbreitetem Misstrauen gegenüber den bankinternen Berechnung von Kapitalvorschriften. Stattdessen sollten laut Perraudin die Regulatoren bei der Überprüfung der internen Modelle «aufdringlich» sein. Jede Umsetzung dieser Forderung dürfte am Ende aber wohl wieder auf erbitterten Widerstand der Grossbanken stossen.
Studie / Capital Floors, the Revised SA and the Cost of Loans in Switzerland
Stemmen Japan und Australien gegen den Crash?
Die Besitzer chinesischer Aktien mussten auch am Dienstag dem Verfall der Kurse zuschauen – an die versprochenen Wachstumsziele glaubt kaum noch jemand. Ermutigende Zeichen kommen hingegen von den Börsen in Japan und Australien.
Die Großinvestoren dieser Welt haben die Rangliste der Problemfälle neu sortiert: Nicht mehr Griechenland steht an erster Stelle, sondern China. Kaum einer glaubt mehr daran, dass die Regierung das versprochene Wachstumsziel von sieben Prozent in diesem Jahr noch erreichen kann. „Panik regiert den Markt“, beschreibt Börsenanalyst Zhou Lin vom Handelshaus Huatai die Lage. „Und ich sehe keine Anzeichen dafür, dass Peking mit wirksamen Mitteln gegensteuern will.“ Zwar pumpte die Zentralbank am Morgen erneut 23 Milliarden Dollar in den sogenannten Interbankenmarkt, um den Geldfluss zwischen den Banken sicherzustellen – doch den Aktienkursen nutzte das wenig. Nach den Verlusten an der Wall Street rutschten die Kurse erneut in den Keller. Der wichtige Shanghai Composite Index fiel zuletzt um 4,46 Prozent auf 3065,97 Punkte, während der Shenzhen Composite Index um 5,82 Prozent auf 1773,39 Punkte absackte. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, stand ebenfalls unter Abgabedruck.
Am Vortag hatten die Kurse in China aus Sorge um eine weitere Verlangsamung der zweitgrößten Volkswirtschaft und enttäuschten Hoffnungen auf eine Lockerung der Geldpolitik um acht Prozent nachgegeben und damit weltweit Ängste vor einem möglichen Crash geschürt. Überfällige Kurskorrektur…
Asien- Chinas Nachbarn stemmen sich gegen den Boersencrash

Milliarden-Überschuss für Deutschen Staat
Der Staatshaushalt profitiert von der robusten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland: Die öffentlichen Kassen wiesen im ersten Halbjahr ein Plus von mehr als 21 Milliarden Euro aus. Der robuste Arbeitsmarkt und die günstige Konjunkturentwicklung haben dem deutschen Staat im ersten Halbjahr 2015 einen Überschuss von 21,1 Milliarden Euro beschert.
Nach vorläufigen Ergebnissen schlossen die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung das Halbjahr mit einer Überschussquote von 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung ab, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.
„Die Haushalte konnten von einer günstigen Beschäftigungs- und Wirtschaftsentwicklung sowie einer moderaten Ausgabenpolitik profitieren“, erklärte die Behörde. Durch die Rekordbeschäftigung stiegen vor allem die Einnahmen aus der Einkommensteuer und den Sozialbeiträgen. Frequenzauktion lässt Kasse klingeln…
Deutscher Staat erzielt Milliarden-Ueberschuss

Verärgern Banken ihre Kunden?
Steigende Gebühren. Die Finanzinstitute stehen unter Margendruck und erhöhen die Preise. Manchmal schiessen sie deutlich über das Ziel hinaus, etwa bei Kontoauflösungen. Der Gebührendruck auf die Privatanleger nimmt zu.
«Spare in der Zeit, dann hast du in der Not» – was früher selbstverständlich war, ist heute Makulatur.
Christof Leisinger berichtet: Bei der seit den siebziger Jahren stark gewachsenen Welt-Gemeinde keynesianisch angehauchter Zeitgenossen gilt inzwischen sogar der möglichst hoch verschuldete Konsument als der Gute und der Sparer als der, welcher die Wirtschaft mit seiner Frugalität «schädige». Zu dem vorbelasteten Image gesellt sich in Zeiten willkürlich tief gehaltener Zinsen die Tatsache, dass die Geschäftsbanken privaten Anlegern kaum noch etwas für ihre Einlagen bieten. Diese scheinen sogar froh sein zu können, offiziell keine Strafen zahlen zu müssen wie manche der institutionellen Investoren.
Bei genauerem Blick ändert sich allerdings das Bild. Der summarische Eindruck verschiedenster Informationen der jüngeren Vergangenheit lässt darauf schliessen, als normaler Anleger von den Geschäftsbanken schleichend und indirekt immer stärker belastet zu werden. Da diese unter Margendruck stehen, drehen sie subtil bis kräftig an der Gebührenschraube – nicht nur in der Schweiz. Inzwischen scheint mancher Kunde sogar froh sein zu können, beim täglichen Gang zum Briefkasten keine Mitteilung vorzufinden, in der seine Hausbank entweder höhere Kosten für einfachere Dienste ankündigt oder zum Wechsel zu einem für sie offensichtlich lukrativeren Gebührenmodell rät. Banken veraergern die Kunden

Frauen- und Männerlöhne
Wie Firmen mit der Lohndifferenz umgehen. Für einige Unternehmen ist Lohngleichheit ein blinder Fleck, andere haben langjährige Erfahrungen gesammelt. Wie Unternehmen mit den unerklärten Lohndifferenzen zwischen Frauen und Männern umgehen.
Natalie Gratwohl berichtet: Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern hat unterschiedliche Priorität. Rund 41% des Lohnunterschieds zwischen Frauen und Männern im privaten Sektor lassen sich laut den Ökonomen des Bundesamtes für Statistik (BfS) nicht durch objektive Faktoren wie Ausbildung oder berufliche Stellung erklären. Inwiefern es sich dabei um Lohndiskriminierung handelt, ist umstritten. Laut dem Schweizerischen Arbeitgeberverband (SAV) bilden die Daten des BfS die Realitäten unvollständig ab. Die kritisierten Zahlen zeigen zwar Diskrepanzen für die Wirtschaft und einzelne Branchen auf, entscheidend ist letztlich aber, wie die einzelnen Unternehmen mit dieser Thematik umgehen.
Wie Firmen mit der Lohndifferenz umgehen
Aktienmärkte im Sinkflug
Nervosität wegen China. Im Sog des Kurssturzes an den asiatischen Börsen sind auch in Europa die Aktienmärkte unter Druck geraten. Die Schweizer Börse ist deutlich schwächer in den Handel gestartet.
China sorgt auch an den europäischen Aktienmärkten für Nervosität. Ein Händler befürchtet gar einen «schwarzen Montag». Die Sorgen um eine weitere Verlangsamung der chinesischen Volkswirtschaft, die Turbulenzen an den chinesischen Börsen und die heftigen Abschläge an der Wall Street vom Freitag lassen Anleger zum Wochenauftakt bangen. Der Swiss Market Index (SMI) startete 3,3% tiefer in den Handel. Bereits in der Vorwoche verbuchte der SMI mit einem Abschlag von fast 6% die schlechteste Woche seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses. Der deutsche Leitindex Dax (-3,2%) rutschte zur Eröffnung unter die Marke von 10 000 Punkten.
Die Talfahrt in China setzte sich beschleunigt fort, obwohl die Regierung am Wochenende angekündigt hatte, den chinesischen Pensionsfonds zu erlauben, in den Aktienmärkten zu investieren. Den Anlegern reichte das aber offensichtlich nicht, da viele auf eine weitergehende Verringerung der Mindestanforderungen für die Kapitalreserven der Banken durch die Zentralbank hoffen. Der neue Kursrutsch zum Auftakt in Schanghai machte ungeachtet massiver staatlicher Interventionen die Gewinne in diesem Jahr zunichte.
Der wichtige Shanghai Component Index und der Shenzhen Component Index fielen zeitweise um mehr als 7% in die Tiefe. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, lag um 7,7% niedriger. Auch der Aktienmarkt in Hongkong sackte um 4% ab. An der Börse in Taipeh rutschte der Taiex Index um mehr als 7% ab – so tief wie lange nicht mehr.
Chinas Zentralbank erwägt nach einem Bericht des «Wall Street Journals», den Mindestreservesatz für Banken zu senken, um die Konjunktur zu stützen. Der Schritt soll aber nicht sofort erfolgen, sondern erst zum Monatsende oder zu Septemberbeginn. Dabei würde der Mindestreservesatz um einen halben Punkt gesenkt werden, was 678 Mrd. Yuan (rund 94 Mrd. Fr.) für Kredite freisetzen würde. Je weniger Geld die Institute beiseitelegen müssen, desto mehr können sie theoretisch an Unternehmen und Haushalte verleihen.
Die Börse in Tokio hat ihre Talfahrt zum Wochenauftakt wieder aufgenommen. Angesichts massiver Verluste an der Wall Street sowie chinesischer Börsen stürzte der Nikkei-Index erstmals seit fünf Monaten unter die psychologisch wichtige Marke von 19’000 Punkten. Im späten Vortagshandel notierte der Nikkei einen satten Verlust von 515,43 Punkten oder 2,65% beim Stand von 18’920,4 Punkten. Dazu trug auch ein deutliches Anziehen des Yen zum Dollar bei.

Athena verkauft rotes Kleid auf Flohmarkt
Griechenland, Träumen können wir später. Wie ist es, in einem Land zu leben, das pessimistisch in die Zukunft blickt? Eine Begegnung mit zwei jungen Griechinnen, die sich nicht unterkriegen lassen wollen.
Khuê Pham berichtet: Ich lernte Athena kennen, als ich auf einem kleinen Flohmarkt in einer Bar ein rotes Kleid kaufte. Die Bar war nach dem Londoner Szenebezirk Hoxton benannt, befindet sich aber in Athen; sie hat unverputzte Wände, freigelegte Rohre und ein DJ-Pult, den universellen Look der Jugendkultur also. Athena hatte dort zusammen mit drei Freundinnen ein paar Stände mit selbst geschneiderter Kleidung, Schmuck und Taschen aufgebaut.
An jenem Samstagnachmittag Ende Juli war ich die einzige Kundin. Die Hitze hatte die Menschen an den Strand oder auf die Inseln getrieben; die, die in der Stadt geblieben waren, hielten die 60 Euro, die sie täglich abheben durften, ängstlich zusammen. Während mir Athena eine Rechnung für 25 Euro schrieb, fragte sie mich, woher ich komme. Aus Deutschland, antwortete ich. Sie schaute auf: „Mein Herz hat gerade aufgehört zu schlagen.“…..
Traeumen koennen wir spaeter

New Development Bank – Gegengewicht zu IWF und Weltbank?
„Wir wollen zeigen, dass wir anders sind“
Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika
haben mit der Gründung d
er New Development Bank ein Gegengewicht zu IWF und Weltbank geschaffen. Ihr Präsident verfolgt ein klares Ziel.
Nina Trentmann berichte: Kundapur Vaman Kamath will als Präsident der New Development Bank (NDB) im internationalen Finanzsystem ein Gegengewicht zu dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank schaffen. Die NDB wurde von den Schwellenländern Brasilien, Russland, Indien,
China und Südafrika gegründet und wird daher auch BRICS-Bank genannt. „Wir wollen zwischen Kreditgebern und Kreditnehmern eine Beziehung auf Augenhöhe. Der IWF und die Weltbank haben ihre Praktiken, wir haben unsere. Mit der Gründung der NDB zeigen wir, dass wir auf unseren eigenen Beinen stehen können. Es geht hier nicht darum, jemanden zu verdrängen. Der Markt ist groß genug“, sagte der 67-Jährige der „Welt am Sonntag“. Es ist das erste Interview, das der NDB-Präsident einem westlichen Medium gegeben hat.
Sitz des Instituts ist Shanghai, trotzdem sieht Kamath nicht die Gefahr, China könne zu großen Einfluss auf die Bank ausüben: „Alle Gründungsmitglieder haben dieselben Stimmrechte, jedes Land trägt dieselbe Summe bei. Unser gezeichnetes Startkapital sind insgesamt 50 Milliarden Dollar, also zehn Milliarden Dollar von jedem. Langfristig soll die Bank 100 Milliarden Dollar zur Verfügung haben.“
Wir wollen zeigen, dass wir anders sind




