Zahlungsunfähiges Argentinien.
Kategoriearchiv: Finanzen
Neigen Frauen zum Geld ausgeben ? Keineswegs!
Der Konkurrenzkampf zwischen den Banken und Sparkassen zeigt Wirkung.
Johanna Goodyear berichtet: So versuchen die Geldhäuser mittlerweile, ihren Kunden nicht mehr nur allein möglichst attraktive Konditionen zu bieten. Auch beschäftigen sich die Kreditinstitute mittlerweile oftmals auch ganz grundlegend damit, welche Art von Angeboten die Kunden überhaupt anspricht – zum Beispiel in Bezug auf die Geldanlage. Um dies herauszufinden, führen die Banken oftmals Umfragen durch, deren Ergebnisse im Regelfall veröffentlicht werden. So zum Beispiel im Rahmen einer jüngst durchgeführten Kundenbefragung der MoneyYou-Bank, die sich auf das Sparen im Allgemeinen bezog.
Die Ergebnisse der erwähnten Umfrage sind vor allem auch deshalb interessant, weil sie sich auf eine spezielle Kundengruppe bezogen. So befragte das Bankhaus 500 seiner weiblichen Kunden im Alter von 25 und 55 Jahren bezüglich ihrer Vorstellungen zum Thema „Sparen“.
Frauen neigen zum Ausgeben von Geld ? Keineswegs !

Unruhe an den Finanzmärkten
An den Finanzmärkten macht sich Unruhe breit
Der Dax fällt unter 9000 Punkte, die Anleger flüchten in Sicherheit. Als Folge sinkt die Verzinsung deutscher Staatsanleihen auf ein historisches Tief. Experten warnen: Der Absturz wird weitergehen.
Frank Stocker berichtet: Der Dax sinkt. Als Folge flüchten die Anleger in SicherheitDer Absturz an den Börsen hat sich am Freitag dramatisch verschärft. Der Deutsche Aktienindex (Dax) sank unter 9000 Punkte und fiel zeitweise wie ein Stein. Erst kurz vor 8900 Zählern machte er wieder halt und erholte sich ein wenig. Gleichzeitig flohen die Anleger massenhaft in deutsche Staatsanleihen. Deren Renditen erreichten in der Folge ein neues Allzeittief. „Das Motto dieser Tage heißt, raus aus allem was mit Aktien zu tun hat, rein in Sicherheit“, sagte ein Händler.
An den Finanzmaerkten macht sich Unruhe breit
Deutlicher Preisrutsch bei Rohstoffen
Die internationalen Rohwarenmärkte im Juli.
Karl Felder berichtet: Positiv entwickelt hat sich erneut Arabica-Kaffee, der im Juli um fast 14% zulegen konnte und auch in den ersten Augusttagen keinerlei Anzeichen von Müdigkeit zeigte
Die Korrekturen im Juli führten das Preisniveau international gehandelter Rohwaren beinahe wieder auf den Stand vom Jahresanfang zurück.
Im Juli sind die Preise international gehandelter Rohwaren deutlich gefallen. Der Bloomberg-Commodity-Index gab fast 5% Terrain preis, womit die seit Jahresbeginn erzielten Avancen von rund 7% bis Ende Juli grösstenteils verloren gegangen sind. Eine noch grössere Einbusse von 5,9% verzeichnete der energielastige Index von Goldman Sachs (GSCI), während als einzige Kennzahl jene der London Metal Exchange (LME) um knappe 1,6% zulegen konnte. Der LME-Basisindex war in den ersten Augusttagen im Gegensatz zu den übrigen Kennzahlen sogar gestiegen.
Deutlicher Preisrutsch bei Rohstoffen
Können Frauen mit Geld umgehen?
Katharina Grimm berichtet: Es beginnt in der Grundschule. Das Vorurteil, dass Frauen vermeintlich nicht rechnen können und Angst vor Zahlen hätten, wächst im Laufe des Lebens dazu heran, dass Frauen auch keinen blassen Schimmer von Finanzen haben. Und diese uralte Annahme hält sich hartnäckig in Deutschlands Köpfen: Frauen haben kein Händchen für Geld und überlassen es lieber ihren Männern, sich mit Finanzen aller Art zu beschäftigen. Punkt. Ein in Beton gegossenes Klischee.
Und fragt man nach, wird es tatsächlich noch immer bestätigt. Drei Viertel der Deutschen glauben, dass Männer einfach mehr Ahnung beim Thema Geldanlage haben. Natürlich glauben das die Herren von sich selbst sogar noch viel mehr, nämlich 86 Prozent sind der Überzeugung, dass Männer sich mehr mit Geld beschäftigen. Allerdings: Ein Großteil der Frauen widerspricht ihnen nicht. 65 Prozent stimmen zu – Geld und Finanzen sind Männer-Themen.
Realität schlägt Klischee
Männer verdienen das Geld und Frauen geben es aus – das uralte Vorurteil scheint immer noch aktuell zu sein. Frauen interessieren sich nun mal nicht für Finanzen. Aber stimmt das?
Wie aktuell dieses Klischee weiterhin ist, belegt nun eine repräsentative Studie der „Comdirect“, die rund 1000 Männer und Frauen befragt hat. Lediglich beim Thema Altersvorsorge können die Damen im Ansatz punkten: Die wenigen Befragten (25 Prozent), die bei Frauen Finanzkompetenz sehen, glauben, dass sich Frauen vor allem mehr Gedanken ums Alter machen – 66 Prozent erwarten, dass Frauen sich konsequenter um die Finanzen für den Lebensabend kümmern.
Allerdings sieht die Realität anders aus. Die Bank fragte nach, wer sich denn nun wirklich um die Finanzen bemühen würde. Die Antwort überrascht: Jedes Geschlecht kümmert sich mehrheitlich selbst um die eigene Geldanlage. 92 Prozent der Männer und 87 Prozent der Frauen verantworten ihre Finanzen allein. Und diejenigen, die sich nicht selbst kümmern? 40 Prozent der Männer hat schlichtweg keine Lust dazu. Bei den Frauen gaben 34 Prozent an, dass der Partner mehr davon verstünde. Das sagen übrigens auch 35 Prozent der Männer, die lieber die Finger von Finanzfragen lassen – und Geldangelegenheiten ihren Frauen überlassen. Jetzt muss nur noch das Klischee überwunden werden.
Draghi hält die Füße still
EZB-Sitzung
Die Ausgangslage vor der EZB-Sitzung ist schwierig: Es gibt schlechte Konjunktur-Nachrichten und ein Fünf-Jahres-Tief bei der Inflation. Dennoch wird die EZB wahrscheinlich keine weiteren Maßnahmen beschließen.
EZB-Chef Mario Draghi: Auf der heutigen Ratssitzung wird wahrscheinlich viel diskutiert. Die meisten Experten erwarten aber keine konkreten Maßnahmen. Quelle: dpa
Es war ein Novum. Ausgerechnet Bundesbank-Chef Jens Weidmann hat sich in der vergangenen Woche für höhere Löhne ausgesprochen. Drei Prozent Lohnerhöhung seien drin, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Zuvor hatte die Bundesbank jahrzehntelang für moderate Lohnabschlüsse plädiert.
Draghi haelt die Fueße still

Portugal: Verdacht auf Insiderhandel
Portugiesische Börsenaufsicht untersucht
Simon Kamm berichtet: Es bestehe der Verdacht, dass Insiderinformationen entscheidend für den gewaltigen und endgültigen Einbruch der BES-Aktien gewesen seien, der am 1. August kurz nach 15 Uhr einsetzte.
Die portugiesische Börsenaufsicht CMVM hat eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Insiderhandel eingeleitet. In einer Mitteilung erklärte die Behörde am späten Montagabend, sie habe eine «eingehende Untersuchung» veranlasst, um den Börsenhandel der Aktien des Banco Espírito Santo (BES) am 1. August genauestens unter die Lupe zu nehmen. An jenem Tag also, als die Börsenaufsicht den Handel mit den BES-Titeln an der Lissabonner Börse bis auf weiteres ausgesetzt hatte.
Portugiesische Boersenaufsicht untersucht
Dax erholt sich, aber wie lange?
Börse Frankfurt
Der Dax kann sich fangen und geht wieder auf Erholungskurs. Krisen und Sanktionen belasten die Stimmung zwar weiter, doch am Dienstag ist erst einmal Erholung angesagt. Schafft der Dax dauerhaft die Wende?
Noch am Montag sah es so aus, als würde der Dax die Bären nicht mehr los: Krisen, enttäuschende Unternehmenszahlen und Konjunktursorgen lasteten auf dem Leitindex. Nach einer verlustreichen Vorwoche konnte sich der Dax auch in der neuen Woche nicht aus dem Abwärtssog befreien. Der Leitindex verlor am Montag 0,61 Prozent und schloss bei 9.154 Punkten.
Doch am Dienstag schüttelt der Dax im Vormittagshandel die Bären ab. Der Index legt 0,7 Prozent auf 9.221 Punkte zu.
Dax erholt sich, aber wie lange

Optimismus als Bilanzregel
Irische Banken
Martin Alioth berichtet aus Dublin: Das irische Bankensystem ist in den letzten sechs Jahren in seinen Grundfesten erschüttert worden. Zahlreiche Institute wurden abgewickelt, liquidiert, fusioniert. Viele ausländische Banken, die sich einst freudig an der Spekulationsblase beteiligt hatten, sind verschwunden oder auf dem Rückzug. Übrig blieben die beiden «Pfeiler-Banken» Allied Irish Bank und Bank of Ireland sowie eine Handvoll kleinerer Operateure.
Optimismus als Bilanzregel
Noch nie wurde mit Freihandel Wasser privatisiert
Der Westen will ein Abkommen zur Öffnung der weltweiten Dienstleistungsmärkte. Droht die Privatisierung von Wasser und Bildung? Unsinn, sagt der Ökonom Pierre Sauvé
András Szigetvari berichtet: Sie treffen einander regelmäßig und diskret in den Räumlichkeiten der australischen Vertretung bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf. Vertreter von 50 Ländern verhandeln derzeit über ein Abkommen zur Öffnung ihrer Dienstleistungsmärkte. Banken, Telekom- und IT-Firmen soll das grenzübergreifende Geschäft erleichtert werden. An dem Trade in Services Agreement (Tisa) sind neben der EU auch die USA, Japan, die Türkei und die Schweiz interessiert. NGOs fürchten mit Tisa den Beginn einer beispiellose Deregulierungswelle. Das Bildungs- und Gesundheitssystem, ja selbst „Abwasser- und Müllentsorgung“ stehen auf dem Spiel, warnt der ÖGB.
Noch nie wurde mit Freihandel Wasser privatisiert






