Steuergeld Verschwendung

Staatsbank verschwendet Steuergeld

Der Rechnungshof übt in einem internen Bericht scharfe Kritik an der staatlichen Bad Bank der HRE: Die Abwicklungsanstalt habe Beratermandate ohne Ausschreibung und zu viel zu hohen Preisen vergeben.

„Das Kernproblem bleibt, dass sich die Bundesregierung im Bankensektor auf Zuarbeit und Ratschläge von privaten Wirtschaftsprüfern und Unternehmensberatern verlassen muss, weil sie nicht genügend eigenes qualifiziertes Personal vorhält“, sagt Axel Troost, finanzpolitischer Sprecher der Linkspartei im Bundestag. „Das ist doppelt beklemmend, erstens weil dieselben Berater meist im Auftrag der Banken handeln und daher ihr Herz eher für die Banken schlägt und zweitens, weil dieselben Berater die Banken in der Vergangenheit ja offensichtlich sehr schlecht beraten und geprüft haben.“
Staatsbank verschwendet Steuergeld

Lilah Design Isabell Hemming / Germany www.w-t-w.org/en/isabell-hemming www.littleart.de

Lilah / Design Isabell Hemming

Hat der Kreml die Modernisierung verpasst?

Wirtschaftsliberaler Rhetorik hat der Kreml zu selten Taten folgen lassen. Sollte Putin jetzt die neue nationalistische und protektionistische Wortwahl in eine entsprechende Politik umsetzen lassen, potenziert das den Schaden für das eigene Land.

Da ist es wieder gewesen, das russische Verständnis von Politik als Konfrontation und Nullsummenspiel um Macht und Einfluss. Präsident Wladimir Putin, vor wenigen Tagen gefragt nach seiner Meinung über die jüngst verschärften Sanktionen von USA und EU wegen der Kreml-Politik in der Ukraine-Krise, gab sich kämpferisch: Die Regierung erarbeite Gegenmassnahmen, und auch wenn er diese noch nicht umzusetzen wünsche, so müsse man doch anschauen, «wer was in verschiedenen Sektoren der russischen Wirtschaft tut, auch im Energiesektor». Diese Drohung gegen ausländische Firmen reiht sich ein in die seit Wochen wachsende Phalanx protektionistischer Rhetorik aus allen Ecken des politischen Lagers. Von Enteignungen bis hin zur Zwangsschliessung aller McDonald’s-Filialen reichen die Vorschläge. Vor einem Jahr hätte noch kaum jemand solche Wortmeldungen ernst genommen. Jetzt lehrt der Ukraine-Konflikt Unternehmen und Analytiker, dass dem Kreml offenbar nur noch selten zu trauen ist.
Was ist noch sicher?
Putins wirtschaftlicher Verrat am eigenen Volk

Pawel, ein Wirtschaftsstudent, macht sich jedoch grosse Sorgen: Die drohende wirtschaftliche und politische Isolation habe desaströse Konsequenzen: «Russland hat keine Verbündeten mehr. Zwanzig Jahre Diplomatie werden durch den Abfluss gespült!», klagt er.

Arend van Dam www.w-t-w.org/en/arend-van-dam www.arendvandam.com

Arend van Dam

Milliarden Franken verdächtige Vermögenswerte gemeldet

Ein Koffer voller Schweizer Banknoten

Der Meldestelle für Geldwäscherei MROS sind im Jahr 2013 fast drei Milliarden Franken verdächtige Vermögenswerte gemeldet worden. Deutlich zugenommen haben als mutmassliche Vortaten die Fälle von Computerbetrug, insbesondere der Verdacht auf Phishing, wie die MROS am Donnerstag mitteilte.
Deutlich mehr Geldwaesche-Faelle via Phishing

www.igorzakowski.webs.com

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Macht der Worte bewegt den Euro

Von EZB-Chef Mario Draghi geschürte Spekulationen auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik haben den Euro am Donnerstag auf Talfahrt geschickt.

Die Gemeinschaftswährung verlor mehr als einen Cent. Die Aktienbörsen legten dagegen zu. Der Dax verabschiedete sich mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 9607,40 Punkten in den Feierabend, der EuroStoxx50 gewann 1,4 Prozent auf 3204,30 Zähler.
Die Leitzinsbestätigung der EZB sorgt zunächst nur für ein Zucken am Devisenmarkt. Doch die anschließenden Ausführungen von Notenbankchef Draghi befeuern den Eurokurs – um ihn kurz darauf deutlich zu drücken.

Anleger lasen aus den ersten Kommentaren des EZB-Präsidenten nach der Zinsentscheidung heraus, dass quantitative Lockerungen derzeit keine ernsthafte Option für die EZB darstellen. Allerdings wendete sich das Blatt schon recht bald, als der Italiener dann geldpolitische Lockerung für Juni in Aussicht stellte.
Macht der Worte

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann

EZB lässt den Leitzins im Euroraum bei 0,25 Prozent

Trotz Mini-Inflation EZB belässt Leitzins bei 0,25 Prozent

Trotz der nach wie vor sehr niedrigen Inflation hält die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euroraum bei 0,25 Prozent. Eine weitere Zinssetzung ist damit aber noch nicht vom Tisch.

Die Europäische Zentralbank belässt den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat bei seiner auswärtigen Sitzung am Donnerstag in Brüssel, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte.

Im April war die Jahresteuerung im Euroraum von 0,5 Prozent im Vormonat auf 0,7 Prozent gestiegen. Daher hatten Experten mit einer Verlängerung der Zinspause gerechnet. Allerdings liegt die Inflation weiterhin deutlich unterhalb der EZB-Zielmarke von knapp zwei Prozent. Die Notenbanker warten die nächsten Wachstums- und Inflationsprognosen im Juni ab.

ezb

Die EZB schafft weiter Fakten

Die große Umverteilung: Mario Draghi ordnet die Banken in Europa neuEZB-Chef Mario Draghi entscheidet mit Hilfe eines US-Beraters

Die EZB beginnt, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, mit der Neuordnung der europäischen Bankenlandschaft: Unter der Leitung der umstrittenen US-Finanzfirma Oliver Wyman werden alle Banken zum Striptease gezwungen. Die nationalen Parlamente haben keine Kontrolle über die bevorstehenden Umwälzungen. Hedge Fonds und Investmentbanken reiben sich schon die Hände. Steuerzahler und Sparer werden bluten.

Den Vertreter der Bundesbank kann Draghi bequem überstimmen oder isolieren. Unter den Vorstandsmitgliedern, die zum festen Personal der EZB gehören, ist Deutschland mit Sabine Lautenschläger derzeit nur noch durch ein in der Geldpolitik ziemlich unerfahrenes „Leichtgewicht“ vertreten. Ihre Vorgänger Jürgen Stark und Jörg Asmussen hatten entweder das Handtuch geworfen (Stark) oder waren direkt in die Politik gewechselt (Asmussen). Mit Benoît Cœuré steht Draghi dagegen an führender Stelle ein ausgefuchster Franzose zur Seite, der aus der französischen Regierung kommt und mit dieser engsten Kontakt hält.

Die beiden Frauen an der Spitze der neuen EZB-Bankenaufsicht, nämlich Mme. Nouy aus Frankreich und Frau Lautenschläger aus Deutschland, haben sich übrigens in ihren früheren Tätigkeiten in der nationalen Bankenaufsicht nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nouy hat mit ihrer Aufsicht das enorm kostenträchtige Dexia-Debakel nicht verhindert. Lautenschläger trägt in Deutschland Mitverantwortung für die Pleiten von IKB, Hypo Real Estate, Sachsen LB und Commerzbank, ebenfalls für den Steuerzahler sehr teuere Vorgänge. Klaus Engelen weist darauf in seinem sehr lesenswerten Aufsatz „Draghi‘s German Nightmare“ in Banking-Union-Watch hin.
Die große Umverteilung Mario Draghi ordnet die Banken in Europa neu
EZB-Rat tagt in Brüssel – und hält wohl weiter still

EZB

Glückliche, neue Welt? Lustige Fakten!

US-Analyst erklärt die Welt in 15 schrägen Thesen

Die Bank of America Merrill Lynch will mit einem Thesenpapier zum Denken anregen: Ob Geburtenrate, der Windelverbrauch von Erwachsenen oder die US-Schulden – diese Zahlen werden viele überraschen.

Glückliche, alte Welt? 112.000 neue Rentner gibt es alle zehn Tagen in Europa, Japan und den USA. Während diese Gesellschaften schnell altern, finden von 100 Geburten 97 in Entwicklungsländern statt

Automatisierung: Wird ein Roboter bald meinen Job übernehmen?
Ruhestandsalter: Oettinger und Ökonomen plädieren für Rente mit 70
Grenzmärkte: Neue Schwellenländer freuen sich auf fette Jahre
Tagesgeld: Der Trick der Null-Komma-nichts-Anbieter

US-Analyst Michael Hartnett von der Investmentbank Bank of America Merrill Lynch hat ein Thesenpapier mit dem Titel „Globale Transformationen“ vorgestellt, das überraschen und provozieren soll.

Die „Financial Times“ und der „Business Insider“ zitieren genüsslich die teilweise merkwürdigen Zusammenhänge: So ist etwa eine einzige Brausefirma mehr wert, als alle ägyptischen Unternehmen zusammen.
US-Analyst erklärt die Welt in 15 schrägen Thesen

Glückliche, alte Welt

 

Gelder in Höhe von 15 Millionen Dollar veruntreut ?

Korruption

Haftbefehl gegen El Salvadors Ex-Präsidenten

Während seiner Amtszeit hat er sich offenbar die Taschen gefüllt. Jetzt ist der ehemalige Staatschef von El Salvador, Flores, auf der Flucht vor der Justiz.

San Salvador -Wegen Vorwürfen der illegalen Bereicherung Francisco Flores
in Millionenhöhe hat die Justiz in El Salvador Haftbefehl gegen Ex-Präsident Francisco Flores erlassen. Eine Richterin in der Hauptstadt San Salvador habe ihm mitgeteilt, dass sein Mandant nun offiziell von den Behörden gesucht werde, sagte Anwalt Edgar Morales.

Die salvadorianische Regierung hatte am Montag mitgeteilt, Flores habe sich vermutlich bereits ins Ausland abgesetzt.

Flores war zwischen 1999 und 2004 El Salvadors Präsident. Währenddessen soll er 15 Millionen Dollar (10,8 Millionen Euro) von der taiwanischen Regierung erhalten haben. Flores räumte ein, dass er das Geld bekommen habe. Er bestritt aber, es veruntreut und sich illegal bereichert zu haben.

Justizminister Ricardo Perdomo hatte am Montag gesagt, Flores habe sei wahrscheinlich mit einer Jacht oder einem Privatflugzeug nach Panama geflohen. Anwalt Morales sagte nun, auch er wisse nicht, wo sich sein Mandant aufhalte. Er sei von Flores‘ Frau beauftragt worden, den Ex-Präsidenten zu verteidigen.

Munguia

Munguia

bbc.com/news/world-latin-america

Schöne neue Welt aber nicht so rosarot

Nicht nur die Kapitalisierung entscheidet. Weder «smart» noch «Beta»

Wertpapiere mit dem Label «Smart Beta» sollen die Vorteile
passiver Index-Investments mit denen aktiver Anlagestrategien vereinen.

Unter einem neuen Label werben Finanzfirmen für eine scheinbar ideale Kombination aus passivem und aktivem Investment. Dahinter steckt Bekanntes.
Ein neuer Begriff hat sich in den Marketingabteilungen vieler Anbieter von Finanzprodukten etabliert und wird mit grossem Einsatz bei Kunden und Journalisten verbreitet. Wertpapiere mit dem Label «Smart Beta» sollen die Vorteile passiver Index-Investments mit denen aktiver Anlagestrategien vereinen und einen höheren Ertrag bei geringeren Risiken garantieren.

Wie zumeist ist die schöne neue Welt aber nicht so rosarot, wie sie von den Verkaufsmannschaften der Banken gemalt wird. Der Begriff «Smart Beta» ist wenig mehr als ein Marketinginstrument. Die Prinzipien, die hinter dem Label stehen, sind weder besonders «smart» im Sinne von neu und gerissen noch liefern sie das, was strenggenommen unter Beta zu verstehen ist.
Weder Smart noch Beta

Schöne neue Welt aber nicht so rosarot