Warnsignal für erfahrene Anleger

Übernahmespekulationen sorgen für gute Stimmung an den internationalen Börsen und treiben die Aktienkurse. Aber wenn die Käufer mit Aktien statt in „Cash“ bezahlen ist Vorsicht angebracht.

Insgesamt wurden in diesem Jahr laut dem Wirtschaftsdienst Bloomberg bisher Übernahmen und Fusionen im Wert von 1,3 Billionen US-Dollar verhandelt. Das ist ein Volumenanstieg
von 42 Prozent gegenüber 2013 und der höchste Wert für das erste Jahresdrittel seit 2007.

Für erfahrene Anlagestrategen ist das ein Warnsignal: In der Vergangenheit war es oft so, dass Wendepunkte gegen Ende von Überhitzungsphasen an den Börsen durch Übernahmewellen gekennzeichnet waren. Vor allem wenn der Käufer einen Großteil mit eigenen Aktien bezahlt ist Vorsicht angebracht. So wie derzeit.
Während laut Angaben der DZ-Bank 2007 noch zwei Drittel aller Übernahmen in „Cash“ bezahlt worden sind, finden in diesem Jahr Übernahmen gegen Bares nur noch bei jeder zweiten Transaktion statt. Damit ist die Quote der Übernahmen sprunghaft angestiegen, bei denen mit eigenen Aktien bezahlt wird. Und das kann ein Hinweis darauf sein, dass schon die
Anteilsscheine des übernehmenden Unternehmens zu hoch bewertet sind.
Warnsignal fuer erfahrene Anleger

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Woodstock für Kapitalisten

Buffett-Manie in Omaha
Berkshire Hathaway-Hauptversammlung
Astrid Dörner berichtet: Seit 50 Jahren steht Warren Buffett an der Spitze von Berkshire Hathaway. Zum jährlichen Treffen mit der Anleger-Legende

38.000  Menschen sind am ersten Mai-Wochenende in seine Heimatstadt im Bundesstaat Nebraska gepilgert. Die verschlafene Stadt im Mittleren Westen ist im Ausnahmezustand. Die Hauptversammlung des Konglomerates Berkshire hat der Chef selbst scherzhaft das „Woodstock für Kapitalisten“ getauft.

Es ist die große Show von Warren Buffett und seinem Vice-Chairman Charlie Munger. Fünf Stunden lang sitzen sie auf der Bühne der Messehalle und beantworten Fragen – von Aktionären, von Journalisten und von Analysten. Danach mischt sich Buffett unters Volk. Er spielt Bridge mit den Aktionären und verkauft Schmuck des konzerneigenen Juweliers.

Buffett hat viele Menschen reich gemacht. Die Investorenlegende hat mit seinem außergewöhnlichen Riecher für gute Geschäfte das frühere Textilunternehmen in einen Konzern verwandelt, der an der Börse 317 Milliarden Dollar wert ist –  das nach Börsenkapitalisierung fünftgrößte Unternehmen der USA.
Buffett-Manie in Omaha

Warren Buffett und Charlie Munger, die Chefs der legendären US-Investmentfirma Berkshire Hathaway als Gummienten

Geduld bringt Rosen

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

Aktien kann man kurz- oder langfristig halten. Je nachdem haben sie unterschiedliche Eigenschaften. Aber wo hört „kurz“ auf, und wo beginnt „lang“? Und was ist ein strategischer Investor?Geduld bringt RosenCash is King – Wirklich?
Vermögen verdoppeln! wie-bitte?

Aktien klar doch !!
A
ktien? Nie und nimmer!!

News: Grundausbildung  in Finanzfragen

 

Wie dominant ist China an den Rohwarenmärkten?

Bedeutender Handel

Heidi Gmür, Sydney berichtet: In China fällt die Hälfte der weltweiten Stahlproduktion an.

Urbanisierung und Industrialisierung haben die Rohstoffnachfrage Chinas im vergangenen Jahrzehnt in die Höhe schnellen lassen. Heute spielt das Land als Importeur eine zentrale Rolle im Welthandel mit Rohwaren.

Man muss sich die Ressourcen – allein für die zusätzlichen Wohnbauten und die Infrastruktur – vorstellen, die benötigt würden, wenn sich die Bevölkerung der Stadt Zürich in einem einzigen Jahr verdoppeln würde. In Peking wuchs die permanente Bevölkerung im vergangenen Jahrzehnt jährlich nicht nur um das Einfache der Stadt Zürich, sondern um das Anderthalbfache; inzwischen leben in der Hauptstadt Chinas 21 Mio. Menschen, was freilich ein Bruchteil (rund 1,6%) der Bevölkerung im Reich der Mitte ist. Innert nur zehn Jahren wurden in China laut einer Studie der Economist Intelligence Unit doppelt so viele Häuser gebaut, wie es Häuser in Spanien gibt.
Wie dominant ist China an den Rohwarenmaerkten

Chinas Hunger nach Rohstoffen

 

Senioren: Der drohende Hausverkauf lässt sich oft abwenden

Eine Pensionierung ist meist mit Einkommenseinbussen verbunden. Oft ist dadurch die Tragbarkeit einer Hypothek nicht mehr gegeben. In vielen Fällen lässt sich jedoch eine Lösung finden.

Viele Schweizer Eigenheimbesitzer wollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben und streben tiefe Wohnkosten im Alter an. Ist die Hypothek bis zur Pensionierung zu einem guten Teil amortisiert, hält sich dannzumal die monatliche Belastung in einem überschaubaren Rahmen, so die Überlegung. Gerade gegenüber der Miete eines vergleichbaren Objekts sollten die Aufwendungen geringer ausfallen, und auch steigende Zinsen würden das Budget angesichts der reduzierten Kreditsumme nicht übermässig belasten.
Der drohende Hausverkauf laesst sich oft abwenden

www.w-t-w.org/en/waldemar-mandzel/ www.w-t-w.org/de/cartoon/

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Cartoons zu Altersarmut

Cash is King – wirklich?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

Anders als gemeinhin angenommen, ist das „Liegenlassen“ von Geld nicht eine Strategie, die zu zwar tiefem aber wenigstens risikolosem Ertrag führt, sondern ausschliesslich zu ertragslosem Risiko. Beim Nichts-tun ist der Verlust garantiert! Wir zeigen warum.

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Aktien klar doch !!
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ktien? Nie und nimmer!!

News: Grundausbildung  in Finanzfragen

Banken haben aber keinen Grund, Besseres zu bieten

Julia Rotenberger berichtet: Niedrige Leitzinsen lassen Sparern beim Festgeld schon seit Monaten kaum Hoffnung. Auch seitens der Banken werden gute Angebote immer seltener. Wann sich Festgeld dennoch lohnen kann.

Die Bigbank ist eigentlich nicht für schlechte Zinskonditionen bekannt. Seit sich das estnische Geldinstitut mit dem Logo des grauen Elefanten 2009 am deutschen Markt etabliert hat, wurde es bereits mehrfach ausgezeichnet. Beim Zinsaward der Max-Herbst-Finanzberatung belegte die Bank 2013 den zweiten Platz in der Kategorie Festgeld. Bei den dreijährigen Sparbriefen lag die Bank sogar auf dem ersten Platz.

Doch inzwischen hat Bigbank – zumindest bei den kurzfristigen Festgeldanlagen – nicht mehr die Nase vorn. Im Handelsblatt-Online Festgeld-Vergleich kommt sie auf gerade einmal 1,3 Prozent Zinsen auf Einlagen für zwei Jahre. Noch mauer sieht es bei einjährigem Festgeld aus: Gerade einmal ein Prozent Zinsen gibt es da. Vorstandsmitglied Kaido Saar, erklärte Anfang April im Handelsblatt-Interview: „Bessere Konditionen braucht es derzeit gar nicht, denn wir wollen unser Geschäftsvolumen in Deutschland für den Moment stabil halten.“

So legen die Deutschen ihr Geld an

Sicherheitsdenken dominiert sehr stark auch die Anlagestrategien männlicher Finanzanleger. 86 Prozent der befragten Männer können sich nicht vorstellen, bei Anlagen für eine höhere Rendite ein höheres Risiko in Kauf zu nehmen. Frauen sind aber offenbar noch sicherheitsorientierter: 96 Prozent von ihnen wollen bei der Geldanlage möglichst kein Risiko eingehen.

Mit dieser Einstellung ist die Bank nicht allein. Sparer, die nach guten Konditionen beim Festgeld suchen, dürften enttäuscht sein, denn wirklich lohnende Bedingungen bietet derzeit kaum eine Bank in Deutschland.
Kein Grund, besser zu werden

Banken haben aber  keinen Grund, Besseres zu bieten

Vermögen verdoppeln! – wie bitte?

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
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Prof. Dr. Erwin W. Heri

Eine ganz heisse Frage. Prof. Heri präsentiert einen interessanten analytischen Ansatz, der aufzeigt, wie lange man – bei einer bestimmten Rendite pro Jahr – warten muss, bis sich das Vermögen verdoppelt. Es ergeben sich daraus interessante Erkenntnisse.

Vermoegen verdoppeln - wie bitteAktien klar doch !!
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Folgen der Bestechung im Sport

Der Schweizer Bundesrat will Privatbestechung von Amtes wegen verfolgen.

Erl Cartoon

Erl Cartoon

Thomas Schifferle berichtet: Ein Gesetz zum Nutzen der Fifa Analyse

Der neue Schweizer Gesetzesentwurf hilft der Fifa: Der Weltfussballverband will sich erneuern – will transparenter und glaubwürdiger werden.

Der Basler Strafrechtsprofessor Mark Pieth sagte gegenüber dem TA einmal: «Über der Fifa ist nur der liebe Gott.» Es war sein Bild, um die Selbstherrlichkeit des Weltfussballverbandes zu erklären – dessen Abgehobenheit auch und gerade in rechtlichen Fragen. Der Korruptionsexperte störte sich grundsätzlich daran, dass sich die 60 internationalen Sportverbände mit Sitz in der Schweiz «bislang nicht ums Recht gekümmert haben». Er redete sogar von «einem Sumpf».
Der neue Gesetzesentwurf des Bundesrates muss nach dem Geschmack von Leuten sein, die mit der Fifa dunkle Machenschaften verbinden und besonders die Rechtmässigkeit der Vergabe der Fussball-WM 2018 an Russland und jener 2022 an Katar anzweifeln. Das Gesetz sieht nun vor, dass Bestechung künftig nicht mehr erst nach einer Anzeige verfolgt wird, sondern von Amtes wegen. Die Fifa mag sich zu einem früheren Zeitpunkt daran gestört haben, ihr Generalsekretär Jérôme Valcke redete pikiert von einer «Lex Fifa». Dabei hat sie mit dem neuen Gesetz kaum etwas zu verlieren, sondern nur zu gewinnen.

Was der Bundesrat will, hilft der Fifa bei ihrem Bestreben, sich zu erneuern, sich transparenter und glaubwürdiger zu geben. Keiner profitiert mehr davon als Sepp Blatter, ihr oft kritisierter Präsident und Reformeiferer. Er müsste dem Bundesrat gar dankbar sein. Der liefert ihm das beste Argument, um aller Welt zu verkünden, dass die Fifa nicht mehr ausserhalb des Rechts steht.

Das ist die eine, die psychologische Seite. Die andere ist die Realität, die für zwielichtige Absichten entscheidender ist. Um dafür ein Beispiel zu geben: Der Thailänder Worawi Makudi soll seine Stimme für 10 Millionen Dollar an Katar verkauft haben. Wie aber will die Schweiz beweisen, was sich zwischen Doha und Bangkok abgespielt hat, welche Gegengeschäfte damit verbunden sind, um diese Zahlung zu verschleiern?

«Keine Wunderdinge»

Auch Ernst Gnägi vom Bundesamt für Justiz sagt, dass man vom neuen Gesetz «keine Wunderdinge» erwarten dürfe. Zuerst müsse der «Anknüpfungspunkt an die Schweiz» gegeben sein, um handeln zu können. Das ist der Fall, wenn, um beim Beispiel zu bleiben, die Wahl in Zürich stattfindet und Makudi sich dort für Katar ausspricht. Dann kann die Schweiz tätig werden – sofern sie denn einen Beweis für ein strafrelevantes Vergehen des Mitgliedes der Fifa-Exekutive besitzt. Gnägi bringt es illusionslos auf den Punkt: «Korruption ist ein Delikt unter Tätern und das Entdeckungsrisiko nicht hoch.»
Das wohl beste Instrument, um die Bestechung bei milliardenschweren Entscheiden wirksam zu bekämpfen, hat sich die Fifa darum schon selbst an die Hand gegeben. Ab der WM 2026 wird nicht mehr die 25-köpfige Exekutive darüber entscheiden, wo sie stattfinden wird, sondern der Kongress mit seinen 209 Verbänden. Es war Blatters Idee gewesen, nach dem Motto, je grösser der Kreis, desto komplizierter die Manipulation.
Mittel gegen die Korruption

FIFA Ethik Kommission

Finanzierung im Ausland Chinesische Firmen und Dollar-Bonds

Die Anleihe des chinesischen Internet-Unternehmens Tencent
ist auf grosses Interesse gestossen.

Angesichts angespannter Kreditmärkte im Reich der Mitte weichen chinesische Grossunternehmen verstärkt auf Anleihefinanzierungen im Ausland aus. Dabei stossen sie auf grosse Resonanz bei US-Investoren.

Chinas kapitalhungriger Unternehmenssektor klopft im Zuge verstopfter Emissionskanäle im Reich der Mitte verstärkt bei ausländischen Investoren an. In den USA fiebern die Anleger nicht nur den schlagzeilenträchtigen Plänen für Initial Public Offerings von Adressen wie Alibaba entgegen. Auch am Bondmarkt werden chinesische «Corporates» mit offenen Armen empfangen. Seit Ostern haben chinesische Firmen Anleiheemissionen im Umfang von über 7 Mrd. $ lanciert. Das ist eine deutliche Überzeichnung

Warnende Stimmen

Angesichts einer latenten Konjunkturschwäche im Reich der Mitte und Anzeichen einer gefährdeten Finanzstabilität wird der Verschuldungsdrang von einigen Analytikern mit Skepsis verfolgt. Neben den grossen Staatsbetrieben haben sich auch Unternehmen aus wackligeren Sektoren wie etwa der Solarbranche oder Chinas umtriebige Immobilienentwickler, die im heimischen Kreditmarkt deutliche Zugangsschranken vorfinden, verstärkt den ausländischen Bondmärkten zugewandt.

Als potenzielle Gefahr sehen Experten eine Entwicklung, die man bis vor kurzem noch nicht auf der Rechnung hatte, nämlich eine Schwächung der Landeswährung Yuan gegenüber dem Dollar. Während sich die Emittenten bisher darauf verlassen konnten, dass eine stetige Aufwertung des Yuan ihre Fremdwährungsschulden dezimiert, hat sich dieser seit einer Lockerung des Wechselkursregimes im Februar gut 3% gegenüber dem «Greenback» abgeschwächt. Die meisten Währungsexperten gehen aber davon aus, dass sich die Yuan-Delle bis zur Jahresmitte wieder ausgleicht und Chinas Währung zur gewohnten Stärke zurückfindet.
Chinesische Firmen drehen bei Dollar-Bonds auf
Multinational Companys