Mit Krieg Geld an der Börse verdienen?

„Kaufen, wenn die Kanonen donnern“ – so lautet eine alte Börsenweisheit. Tatsächlich können sich in Zeiten von Krieg und Krisen gute Gelegenheiten ergeben. Gilt das auch für die Ukraine?

m Oktober 1962 stand die Welt am Rande eines Atomkriegs. Die Sowjets waren dabei, auf Kuba, dem „Hinterhof der USA“, Raketen zu stationieren. Nun drohten die Amerikaner mit einer Invasion der Insel. Wäre das geschehen, hätte es leicht zu einer nuklearen Katastrophe kommen können.

Doch trotz der brandgefährlichen Lage reagierten die Börsen damals nur wenig. Während viele Amerikaner in den Supermärkten eilig Hamsterkäufe machten und teilweise aus den großen Städte an der Ostküste flüchteten, gab der Leitindex Dow Jones nur etwas über fünf Prozent nach.
Laesst sich im Krieg Geld an der Boerse verdienen

www.w-t-w.org/en/harm-bengen

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China den USA auf den Fersen

Die Welt berichtet: Das Reich der Mitte China den USA schon auf den Fersen
überholt die USA deutlich schneller als erwartet. Eine aktuelle Studie der Weltbank sieht China schon Ende dieses Jahres als führende Volkswirtschaft an der Weltspitze.
China könnte die USA deutlich schneller als weltweit führende Volkswirtschaft verdrängen als bislang von Ökonomen erwartet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag der Weltbank. Die Forscher legen nicht das absolute Bruttoinlandsprodukt (BIP) zugrunde, sondern die als aussagekräftiger geltende Wirtschaftsleistung unter Berücksichtigung der Kaufkraft.

Die Analyse im Rahmen des International Comparison Programs der Weltbank greift zwar nur auf Daten bis zum Jahr 2011 zurück. Dennoch haben die Ergebnisse hohe Aktualität.
Denn die breit angelegte Untersuchung ist zuletzt 2005 durchgeführt worden – damals kam sie zu dem Schluss, dass die Wirtschaftsleistung in China weniger als halb so groß ist wie in den USA. Die neuen Zahlen zeigen, dass China massiv aufgeholt und 2011 bereits 87 Prozent der US-Kaufkraft erreicht hat.

Hohe Kaufkraft

Seitdem ist die Wirtschaft in China deutlich stärker gewachsen als in den USA, so dass sie schon Ende 2014 die Weltspitze übernehmen könnte, folgert die Studie. „Die USA sind weiterhin die weltgrößte Volkswirtschaft, doch China folgt dicht dahinter, wenn man die Kaufkraft berücksichtigt“, heißt es in dem Weltbank-Bericht.

Bislang hatte beispielsweise der Internationale Währungsfonds (IWF) erst 2019 mit einem Wechsel an der Spitze der führenden Volkswirtschaften gerechnet.
Bei der sogenannten Kaufkraftparität werden die Lebenshaltungskosten berücksichtigt, um festzustellen, was die Menschen in einzelnen Ländern sich tatsächlich leisten können. So sind beispielsweise die durchschnittlichen Einkommen in vielen westlichen Industriestaaten viel höher als in aufstrebenden Nationen.

Dafür sind die Preise in den Schwellenländer häufig niedriger. Deshalb kann in China mit einem chinesischen Renminbi/Yuan häufig mehr gekauft werden als in den USA mit einem US-Dollar.
China koennte USA schon dieses Jahr ueberholen

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US-Notenbank druckt weniger Geld

Trotz hoher Arbeitslosigkeit. Für US-Notenbankchefin Janet Yellen ist der konjunkturschwache Winter abgehakt.

Die US-Notenbank drosselt den Ankauf von Staatsanleihen, obwohl die US-Konjunktur nicht so läuft wie von der Fed erhofft. Die Zinsen bleiben jedoch unverändert niedrig.
Fed drosselt Geldspritzen weiter

Die US-Notenbank Fed ist in Bezug auf die Wirtschaftsentwicklung zuversichtlich und drosselt deshalb das Volumen der Ankäufe von Staatsanleihen. Der Dow Jones schloss mit einem Allzeithoch.

Trotz der jüngsten Konjunkturflaute treibt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) die Normalisierung ihrer Geldpolitik voran. Die monatlichen Geldspritzen zur Belebung der Wirtschaft werden um zehn auf 45 Mrd. $ gedrosselt, wie die Notenbanker um Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch entschieden. Dabei hatte das Bruttoinlandsprodukt in den ungewöhnlich kalten Wintermonaten kaum noch zugelegt. Für Schwarzmalerei sieht die Fed dennoch keinen Grund: Die Wirtschaft hat sich nach Ansicht der Notenbanker wieder berappelt und auch die Verbraucher seien schon wieder besser in Kauflaune.

Zinserhöhung frühestens Mitte 2015 erwartet

Der durch die Kältewelle verstärkte Konjunktureinbruch im Winter sei für die Fed abgehakt, meint Fed-Beobachter Harm Bandholz von der Bank UniCredit: «Die Notenbank schaut bereits über das schleppend verlaufene Auftaktquartal hinaus und sie tut gut daran.» Die Fed will ihre Konjunkturhilfen im Herbst einstellen und peilt Beobachtern zufolge frühestens Mitte 2015 eine Zinserhöhung an. Der Fed-Offenmarktausschuss bleibt beim Ausblick auf die Zinswende aber bewusst vage: Auch nach dem Auslaufen der Konjunkturhilfen werde der Nullzins noch «geraume Zeit» angemessen sein, hiess es. Sie beliessen den Schlüsselzins wie erwartet in einer Spanne von null bis 0,25%.

Die Aussichten auf eine weitere Erholung der US-Wirtschaft haben an der Wall Street für ein Rekord-Hoch gesorgt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,3% zu und schloss mit 16580 Punkten so hoch wie nie zuvor in seiner Geschichte. Auch die asiatischen Märkte notierten fester. In Tokio verbuchte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index den grössten Gewinn seit zwei Wochen und schloss 1,3% höher bei 14.485 Punkten. Verbraucher stützen Wachstum
FED Yellen

Sachverständigenrat: Isabel Schnabel wird Wirtschaftsweise

Erneut zieht eine Frau in den Kreis der Wirtschaftsweisen ein. Isabel Schnabel tritt die Nachfolge von Claudia Buch im renommierten Sachverständigenrat an.

Berlin – Die Ökonomin Isabel Schnabel wird Mitglied der fünf Wirtschaftsweisen. Das Kabinett schlug die 42-Jährige als Nachfolgerin von Claudia Buch in dem renommierten Sachverständigenrat vor. Die Wirtschaftsweisen beraten die Regierung und veröffentlichen jedes Jahr im November ein Jahresgutachten zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Die bisherige Wirtschaftsweise Buch wechselt als Vizepräsidentin zur Bundesbank und gehört dem Sachverständigenrat ab Mai nicht mehr an.
CV Schnabel

Prof. Dr. Isabel Schnabel

Prof. Dr. Isabel Schnabel

Schweizer Treuhänder stellt sich der US-Justiz

Steuerstreit

NZZ:  Vor drei Jahren haben die USA sieben Banker der Credit Suisse und einen Treuhänder angeklagt, weil sie amerikanischen Kunden geholfen haben sollen, Geld am Fiskus vorbeizuschleusen. Diese Mitarbeiter galten seither als flüchtig. Am Dienstag hat sich nun der angeklagte Treuhänder den USA gestellt, nachdem sich Mitte März bereits einer der Banker vor einem US-Richter für schuldig bekannt hatte. Der Angeklagte J. D. hatte laut Gerichtsunterlagen bis 1997 für die CS-Tochter Fides gearbeitet. Damals soll das CS-Mutterhaus die Tochter jedoch darüber informiert haben, dass es zu riskant sei, wenn sie Strukturen für Kunden aufsetze, die nominal als Inhaber von deren Konti fungierten. Solche Strukturen können helfen, die wahren Eigentümer vor dem US-Fiskus zu verschleiern. J. D. machte sich in der Folge als Treuhänder selbständig. Die CS soll weiter bevorzugt auf seine Dienste für das Aufsetzen von Strukturen zurückgegriffen haben, wie es in einer Erklärung («Statement of facts») des Geständigen A. B. heisst, der mit J. D. zusammengearbeitet hatte.
J. D. wird am Mittwoch vor einem Bundesgericht im Distrikt für das östliche Virginia erscheinen. Er wurde gegen eine Kaution von 150 000 $ auf freien Fuss gesetzt. Die US-Justiz hat bisher 38 Schweizer Banker, Treuhänder und Vermögensberater angeklagt. Davon haben sich sechs für schuldig bekannt und kooperieren mit den Behörden. Mit J. D. wären es sieben. Andere gelten als flüchtig. Zudem wurde das frühere Geschäftsleitungsmitglied der UBS, Raoul Weil, im Oktober 2013 in Italien verhaftet und im Dezember an die USA ausgeliefert. Der Prozess gegen ihn soll Mitte Oktober beginnen.
US should seek swiss banker extradition senators say
Schweizer Treuhaender stellt sich der US-Justiz

Aktien? Klar doch!!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“
Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt
Prof. Dr. Erwin W. Heri

„Bei fintool sind wir grosse Fans historischer Analyse und Darstellung. Im nachfolgenden Video wollen wir aufzeigen, wie sich Aktien und Obligationen im historischen Kontext darstellen lassen und warum alle behaupten, Aktien würden in der langen Frist besser rentieren als Obligationen.“

Nicht alle Eier in einen Korb

Mit Anstand Geld zu verdienen wird schwer

Die Deutsche Bank kämpft mit strengeren Regeln und schwachen Märkten. Hohe Gewinne werden schwierig. Da ist die Versuchung groß, den eingeläuteten Kulturwandel wieder über Bord zu werfen.

Anshu Jain (l.) and Jürgen Fitschen müssen den Kulturwandel schaffen, ohne dass die Gewinne weiter einbrechen.  Dem Investmentbanking droht jetzt eine Durststrecke E&Y-Umfrage: Besonders in Deutschland haben Bankchefs es schwer
EZB-Bericht: Euro-Panik der Banken ist vorbei, die Sorge bleibt Streitgespräch: „Viele Banken können nur durchs Zocken überleben“

Die Deutsche-Bank-Führung hat einen neuen Lieblingsausdruck für sich entdeckt: „regulatorischer Gegenwind“. Dieses Lüftchen ist so etwas wie die Universalentschuldigung für alles, was gerade nicht ganz so läuft, wie es sich der Branchenprimus einmal vorgestellt hat. Unter anderem dafür, dass sich die Eigenkapitalpolster des Konzerns einmal mehr als zu dünn erweisen dürften.

In der Tat hat dies teilweise damit zu tun, dass die Aufsichtsbehörden die Latten höher gelegt haben und etwa bei bankinternen Risikomodellen kritischer hinschauen als bisher. Allerdings auch damit, dass die Altlasten der Bank von der Libor-Affäre bis zum Vergleich mit den Kirch-Erben allein im vergangenen Jahr Milliardensummen verschlungen haben.

So zeichnet sich nun immer deutlicher ab, dass die drei Milliarden schwere Kapitalerhöhung aus dem vergangenen Jahr nicht reichen wird, um die Bank so zukunftsfest zu machen wie gewünscht.
Mit Anstand Geld zu verdienen wird schwer
Mit Anstand Geld zu verdienen wird schwer

 

Stress für Europas Banken -EZB macht ernst

BANKEN IM STRESS

EBA-Chef Andrea Enria erklärte in London, größtmögliche Transparenz sei entscheidend: „Das wird zentral sein für die Glaubwürdigkeit.“

Er soll das Vertrauen in die Banken nach der schwersten Finanzkrise seit Jahrzehnten wiederherstellen: Der anstehende Stresstest der europäischen Großbanken wird deutlich härter als frühere Fitness-Checks der Branche.

Wie die EU-Bankenaufsichtsbehörde EBA am Dienstag in London mitteilte, müssen die 124 wichtigsten Institute aus den 28 EU-Ländern in den kommenden Monaten unter anderem nachweisen, dass sie auch nach einer dreijährigen Rezession noch genügend Eigenkapital haben und nicht mit Steuermilliarden gerettet werden müssen. Um etwaige Kapitallöcher zu stopfen, erhalten sie maximal neun Monate Zeit. Aus Deutschland müssen sich, angeführt von der Deutschen Bank, 23 Geldhäuser den strengen Augen der Aufseher stellen. Mit dem Test soll ein Schlussstrich unter fast sieben Jahre Krise gezogen werden, bevor die Europäische Zentralbank EZB im November die Aufsicht übernimmt.

Simuliert wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent in der EU bis Ende 2016. Beim Stresstest vor drei Jahren war ein BIP-Rückgang von nur 0,4 Prozent angenommen worden. Viele Experten hatten den Gesundheitscheck damals als zu lax kritisiert. Diesmal enthalten die in der Finanzbranche mit Spannung erwarteten Szenarien, die die EBA nun bekannt gab, unter anderem einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 13 Prozent. Die Preise an den Immobilienmärkten brechen dabei um gut ein Fünftel ein. Beides würde in der Realität zu massiven Kreditausfällen bei den Banken führen. Zusätzlich nehmen die Aufseher an, dass die Anleihen- und Aktienmärkte in aller Welt gleich sechsfach von Krisenerscheinungen getroffen werden, es zu Währungsturbulenzen in Mittel- und Osteuropa kommt und die Wirtschaft an den Rand einer Deflationsspirale rutscht. 2011 waren nur zwei solcher Schocks simuliert worden.
Mehr Stress denn je fuer Europas Banken -EZB macht ernst

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

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KfW emittiert erste RMB-Anleihe mit Börsenzulassung

Frankfurt kommt auf dem Weg zum führenden europäischen Finanzzentrum für die aufstrebende chinesische Währung Yuan voran. Am Montag wurde an der Frankfurter Börse erstmals eine Yuan-Anleihe placiert.

Die von der staatlichen Förderbank KfW ausgegebene Schuldverschreibung ist 1 Mrd. Yuan (rund 140 Mio. Fr.) schwer und hat eine Laufzeit von zwei Jahren, wie die KfW am Montag in Frankfurt mitteilte.

Frankfurt hatte sich mit anderen europäischen Finanzplätzen ein Kopf-an-Kopf-Rennen darum geliefert, zur ersten Drehscheibe für die auch als Renminbi bekannte chinesische Währung ausserhalb Asiens zu werden. Ende März hatte die hessische Bankenmetropole fast zeitgleich mit der britischen Hauptstadt den Zuschlag aus Peking für den Aufbau eines Yuan-Handelszentrums erhalten. Nun prescht Frankfurt mit der ersten Anleiheemission voran.
KfW begibt erste Yuan-Anleihe

Claudio Munoz

Claudio Munoz