Uncle Sam und die Klotener CS-Filiale

Zum ersten Mal zeigt ein Dokument, wie tief die Credit Suisse ins Geschäft mit US-Kunden verstrickt war. UBS und Credit Suisse verwalten mehr als die Hälfte des weltweit deponierten Vermögens von 2200 Milliarden Dollar.

Die Untersuchung der Sonderkommission des Senats zeigt zum ersten Mal, wie tief die Credit Suisse ins Geschäft mit US-Kunden verstrickt war. Und wie hartnäckig sie sich gegen die Aufdeckung von Kundennamen wehrt. Der demokratische Senator Carl Levin erklärte, die Bank habe ein sehr weitreichendes Amerikageschäft betrieben, ohne dies je vollständig aufgedeckt zu haben.
REPORT – OFFSHORE TAX EVASION (Feb 26 2014)
Uncle Sam und die Klotener CS-Filiale
Vorwuerfe gegen Credit Suisse

Live hearing
  US Time
Location: Dirksen Senate Office Building

Swiss Clean Money Policy

 

Digitalwährung Bitcoin versinkt im Chaos

Handelsseite verschwunden
Das Vertrauen der Anleger in Bitcoin wird immer wieder erschüttert

Die Zukunft von Bitcoin ist unsicherer denn je: Die Webseite einer großen Handelsplattform ist aus dem Netz verschwunden, das Vertrauen der Anleger erschüttert. Der Kurs der Währung fällt rapide. Betroffene Anleger sind ihre Coins wohl los.

Die Digitalwährung Bitcoin hat einen heftigen Rückschlag erlitten: Die große Handelsplattform Mt.Gox ist seit Dienstag nicht mehr aufzurufen – Nutzer sehen nur noch eine leere Seite unter der Internetadresse mtgox.com. Eine Stellungnahme des Unternehmens mit Sitz in Tokio gibt es nicht. Bereits vor zwei Wochen hatten die japanischen Betreiber den Handel wegen einer technischen Panne vorübergehend gestoppt. MtGox ist eine der ältesten und wichtigsten Plattformen für den Handel mit Bitcoins.
Digitalwaehrung Bitcoin versinkt im Chaos

Bitcoins

Der geheime Reichtum der ukrainischen Oligarchen

Clan um Janukowitsch

Die Ukraine könnte jetzt das Geld gebrauchen, das ihre Oligarchen ins Ausland geschafft haben. Der Großteil ihrer Vermögenswerte soll in Österreich, Liechtenstein und Zypern liegen.

Rinat Achmetow (l.) und Viktor Janukowitsch,Weggefährten Rinat Achmetow (l.) und Viktor Janukowitsch
damals noch Premierminister, im Jahr 2004
35 Milliarden Dollar – so viel Geld benötigt die Ukraine nach Angaben ihres amtierenden Finanzministers, um bis zum Jahresende 2015 ihre Schulden und Importe zu finanzieren und dabei nicht zahlungsunfähig zu werden. Entsprechend gut könnte sie das Geld gebrauchen, das ihre Oligarchen in den vergangenen Jahren ins Ausland geschafft haben. Ein prominenter Angehöriger des Clans um den gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch ist dessen Sohn Oleksander. Der frühere Zahnarzt soll nach Schätzungen 370 Millionen, vielleicht sogar mehr als 500 Millionen Dollar angehäuft haben. Berichten zufolge hat sich der Janukowitsch-Sohn in der Schweiz im Rohstoffhandel engagiert, einem beliebten Betätigungsfeld reicher Russen, Ukrainer und Weißrussen.

Konkret wird Oleksander Janukowitsch die Firma Mako Trading S.A. mit Sitz in Genf zugeschrieben. Spuren aus der Ukraine führen auch nach Liechtenstein, Österreich und nach Großbritannien.
Der geheime Reichtum der ukrainischen Oligarchen

Ukraine Folk Art

Zwei Frauen zu Fuß unterwegs

Armut im Alter

Lange Schlange vor der Ausgabestelle der Lüneburger Tafel.
Ältere schämen sich häufig für ihre Geldsorgen.

Die beiden Frauen sind den Weg von Kaltenmoor zur Lüneburger Tafel am Schnellenberger Weg zu Fuß gegangen. Das Geld für den Bus haben sie nicht übrig. Beide kommen zwei Mal pro Woche hierher, stellen sich bei jedem Wetter in der langen Schlange vor dem Gebäude an und warten, bis ihre Nummer dran ist und sie in dem kleinen “Lebensmittelladen” den Bedarf für die nächsten Tage decken können. “Wenn ich die Tafel nicht hätte, könnte ich mir manch anderes nicht leisten”, sagt eine der beiden Frauen. Ihre Kinder will sie mit ihren Problemen nicht belästigen. Auch ihren Namen möchte sie nicht sagen, die eigenen Geldsorgen sind ihr spürbar unangenehm. Marina Kroll, die seit vielen Jahren die Lüneburger Tafel leitet, kennt das. “Rentner schweigen mehr”, sagt sie und meint damit, dass sie im Gegensatz zu vielen Jüngeren kaum über ihre persönliche Situation sprechen. “Meist aus Scham.” So wie den beiden Frauen aus Kaltenmoor geht es immer mehr älteren Menschen, deren Rente für den Lebensunterhalt nicht reicht. Steigende Mieten und Energiekosten können von den meist mageren Rentenerhöhungen oft nicht aufgefangen werden. Die Folge: Immer mehr Rentner sind von Altersarmut betroffen und auf Grundsicherung angewiesen.
Die Armut im Alter

Die Schere weitet sichCartoons Altersarmut

Armut: Der Fluch der jüngeren Ehefrauen

In Österreich ist jede zehnte Seniorin armutsgefährdet. Einer internationalen Studie zufolge sind besonders Witwen betroffen – hierzulande trifft das aber nicht zu.

Wien. „The younger wife’s curse“ – der Fluch der jüngeren Ehefrau. Das ist der Titel einer  Studie zum Thema Altersarmut bei Frauen. Die Studie kommt zum Schluss, dass Armut im Alter vor allem ein Frauenproblem ist. In Österreich sind Frauen dreimal öfter von Altersarmut betroffen als Männer. Nur 3,6 Prozent der Männer über 65 Jahre beziehen ein Einkommen, das unter der Armutsgrenze liegt. Hingegen sind zehn Prozent der Frauen über 65 von Armut betroffen.

In der Armutsstudie liegt Österreich insgesamt auf Platz 20. Platz eins mit dem höchsten Anteil an altersarmen Frauen belegt Südkorea, wo jede zweite Frau betroffen ist. In Europa hat Irland mit 35,4 Prozent armen Seniorinnen das Bummerl gezogen. Die geringste Seniorinnenarmut gibt es in Neuseeland, Luxemburg und den Niederlanden.
Age Poverty Studie
Armut: Der Fluch der jüngeren Ehefrauen
Altersarmut chart

AltersarmutCartoons Altersarmut

Novartis: Teil eines rentablen Geschäftsmodells?

Novartis: Bussen, Frauen und Menschenversuche

Die Aktionärsvereinigung Actares verlangt von Novartis an der morgigen GV vollständige Transparenz über dessen Strafzahlungen in den letzten Jahren. Ein Dorn im Auge ist auch der tiefe Frauenanteil im Verwaltungsrat.

Die Aktionärsvereinigung Actares verlangt von Novartis vollständige Transparenz über dessen Strafzahlungen in den letzten Jahren. Laut dem British Medical Journal habe das Pharmaunternehmen zwischen 1992 und 2012 allein in den USA Bussen in der Höhe von 800 Mio USD bezahlt, erklärte Actares am Montag.

Im letzten September wurde von Bern erklärt, dass Medikamentenversuche am Menschen zunehmend in Länder ausgelagert würden, welche die ethischen Minimalstandards nicht erfüllten. Zwar habe Novartis versichert, dass bei den Studien weltweit höchste Standards gelten würden.
Novartis Bussen, Frauen und Menschenversuche

These gentleman are so greedy. Cartoon by Grandville, 1800s

Credit-Suisse-Chef sagt zu Steuerhinterziehung vor US-Senat aus

Konzernchef der Credit Suisse Group AG, wird am 26. Februar vor einem United States Senate Logo
Ausschuss des US-Senats aussagen. Dabei geht es um Steuerhinterziehungen im Ausland.

Neben Dougan werden auch noch drei andere Manager der Nummer zwei unter den Schweizer Banken zu Wort kommen, wie der Ausschuss am späten Montag erklärte. Angehört werden darüber hinaus die beiden amerikanischen Staatsanwälte James Cole und Kathryn Keneally.

Die Anhörung wird sich „auf den Stand der Bemühungen“ konzentrieren, „Schweizer Banken und ihre US-Kunden für nicht gezahlte Steuern auf Milliarden von Dollar an versteckten Vermögenswerten zur Verantwortung zu ziehen“.
Credit-Suisse-Chef sagt zu Steuerhinterziehung vor US-Senat aus

Schwarzgeld

Claudia Buch wird neue Vizepräsidentin der Bundesbank

Claudia M. Buch.
Die Wirtschaftsweise Claudia Buch soll am Mittwoch zur Vizepräsidentin der Bundesbank gewählt werden. Sie leitete bisher das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle. Die Wahl wäre das Ende eines Tauziehens zwischen SPD und CDU.

Das Geschachere um die Besetzung der Bundesbank-Spitze nach der Regierungsbildung ist fast schon Tradition. Diesmal geht es um den prestigeträchtigen Vize-Posten. Und einmal mehr dreht sich das politische Gefeilsche dabei weniger um Fachwissen als vielmehr um das passende Parteibuch und – diesmal auch – um die Besetzung von Top-Jobs mit Frauen.

Die Hängepartie scheint entschieden: Die „Wirtschaftsweise“ und anerkannte Banken-Expertin Claudia Buch soll Stellvertreterin von Bundesbank-Chef Jens Weidmann werden. Sie könnte schon bald vom Kabinett berufen werden. Ein entsprechender „Spiegel“-Bericht wurde am Wochenende jedenfalls nicht dementiert.
Claudia Buch wird neue Vizepraesidentin der BundesbankClaudia Buch

Bankenkrise: EZB-Stresstest enthüllt riesige Kapital-Lücken bei italienischen Banken

Italiens Banken entdecken riesige Altlasten

Italiens Banken könnten unter der Last fauler Kredite viel tiefer in Schwierigkeiten geraten sein als bisher angenommen. Durch Aufräumarbeiten vor dem EZB-Stresstest kommen riesige Altlasten bei italienischen Banken zutage. Der Gesamtbetrag der faulen Kredite steigt auf ein Rekordniveau von 156 Milliarden Euro. Investoren verlangen Wertberichtigungen von Problem-Portfolios. Die Errichtung einer Bad-Bank wird diskutiert.
Italiens Banken entdecken riesige AltlastenRien Ne Va Plus

 

Das böse Spiel mit der Angst der Anleger

Panikmache um „Chart of Doom“

Wie ein Lauffeuer breitet sich der „Chart of Doom“ in den Medien aus und versetzt Anleger in helle Aufregung. Angeblich befinden sich die Börsen aktuell an einem äußerst kritischen Punkt. Es droht ein ein Crash wie anno 1929 zur großen Depression. Wirklich?

Wie ein Lauffeuer breitet sich der „Chart of Doom“ in den Medien aus und versetzt Anleger in helle Aufregung. Im besagten Chart wird der Kursverlauf des Dow Jones von 1928 bis ins Jahr 1930 dem Kursverlauf des Dow Jones ab Juli 2012 gegenübergestellt. Die optische Parallelität der beiden Kursentwicklungen suggeriert, dass wir uns aktuell an einem äußerst kritischen Punkt befinden: Setzt sich dieser „ähnliche“ Verlauf fort, steht uns im Jahr 2014 der große Crash bevor – analog zur großen Depression 1929.
Das boese Spiel mit der Angst der Anleger

Chart of Doom