Korruptionsverdacht am Lageso. Schmiergeldverdacht: 51.000 Euro in bar beschlagnahmt
Schäuble warnt vor Verschwendung von Steuergeldern bei Integration. Bundesfinanzminister Schäuble fordert mehr Disziplin beim Einsatz von Steuergeldern für die Integration von Flüchtlingen. Offenbar kommen Gelder wegen einer unkoordinierten Planung nicht bei den Flüchtlingen an. Im Berliner Lageso gab es zudem Verhaftungen wegen Korruption.
Kategoriearchiv: Korruption
Geld verdienen mit krebsgefährdend eingestuftem Pflanzengift Glyphosat
EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Für Monsanto deutet sich ein Erfolg in Europa an: Die EU-Kommission will das von der WHO als krebsgefährdend eingestufte Pflanzengift Glyphosat für weitere 15 Jahre zulassen. Die Grünen warnen vor der Entscheidung. Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen.
Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Darauf wies der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, am Mittwoch in Brüssel laut AFP hin. Aus Kreisen der Kommission verlautete, die Entscheidung werde am 7. und 8. März in einem Ausschuss zusammen mit Experten und Vertretern der EU-Mitgliedstaaten fallen.
Mit der Verlängerung der Zulassung bis 2031 verstoße die EU-Kommission gegen das Vorsorge-Prinzip und werfe „alle Bedenken von Wissenschaftlern über Bord“, kritisierte Häusling. „Die EU-Kommission hat offenbar nicht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger im Blick, sondern die Interessen der Agrarindustrie wie die des Herstellers des Pestizids, Monsanto“, bemängelte Häusling. Seinen Angaben zufolge soll die Wiederzulassung „weitgehend ohne Mengen- und Anwendungsbeschränkung“ erfolgen…
EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlaengern

Moody’s sieht Brasilien auf Ramschniveau
Wirtschaftskrise: Es gibt Spekulationen über ein Amtsenthebungsverfahren von 
Präsidentin Rousseff. Erst Fitch, dann Standard & Poor’s, nun Moody’s: Brasiliens Bonität besitzt in den Augen der großen Ratingagenturen nur noch Ramschstatus. Die Notenbank ist wegen zunehmender Kreditausfälle besorgt.
Brasilien steckt im Jahr der Olympischen Spiele in Rio in einer schweren Wirtschafts- und Schuldenkrise. Nun hat mit Moody’s die letzte der drei führenden Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschstatus herabgestuft. Moody’s senkte die Bonität um gleich zwei Stufen auf die Note „Ba2“. Zuvor hatten bereits Fitch und Standard & Poor’s die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas auf Ramschniveau herabgestuft.
Dass die Bonität eines Landes gleich um zwei Noten herabgestuft wird, ist ungewöhnlich. Moody’s begründete das damit, dass dies das schiere Ausmaß des finanziellen Niedergangs durch Wirtschafts- und Schuldenkrise widerspiegele. Das einst boomende Land ist von Korruptionsskandalen und Rezession geplagt. So ist die Wirtschaft im vergangenen Jahr geschrumpft und die Industrieproduktion regelrecht eingebrochen. Die Regierung hat darauf mit einem drastischen Sparpaket reagiert…
Moodys stuft Brasilien auf Ramschniveau herab

Geldwäsche auf dem Finanzplatz Lettland
Eine Drehscheibe zweifelhaften Rufs. Lettland muss der Geldwäscherei den Hahn abdrehen, wenn es in die OECD aufgenommen werden will. Nach Jahren der Passivität scheint sich die Politik nun endlich ans Werk zu machen.
Rudolf Hermann brichtet: Riga wird Licht bringen müssen in das lukrative, doch intransparente Geschäftsgebaren der lettischen Banken. Es sind bedenkenswerte Zahlen, die das Netzwerk investigativer Journalisten «Re:Baltica» unlängst auf den Tisch gelegt hat . Zwei Drittel der in Lettland registrierten Banken widmen sich laut dieser Agentur vornehmlich dem Geschäft mit «Non-Residents», also Personen mit Wohnsitz im Ausland. Die zuhanden von Ausländern verwalteten Einlagen machen demnach 52% der Gesamteinlagen aus (siehe Grafik) und entsprechen etwa 40% des lettischen Bruttoinlandprodukts. Rund 80% der an solchen Konten wirtschaftlich Berechtigten sollen in Staaten der ehemaligen Sowjetunion leben, vor allem in Russland und der Ukraine, und sie könnten ihre Mittel bei Bedarf praktisch über Nacht abziehen. Für die Banken sind laut «Re:Baltica» die Beziehungen zu Ausländern einträglich; das Auslandgeschäft werfe pro investierten Euro 19 Cents ab, das Inlandgeschäft bloss 9. Jahrelanges Laissez-faire…..Geldwaesche auf dem Finanzplatz Lettland
Steuerfrei e. V. – Millionengeschäfte mit der Gemeinnützigkeit
Elitäre Vereine wie der Berliner Golfclub am Wannsee, knallharte Industrie-Lobbygruppen wie die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik und Kommerzverbände wie der Deutsche Fußball-Bund – anhand dieser drei brisanten Beispiele schauen die Autoren Sascha Adamek und Martin Hahn hinter die Kulissen angeblicher Gemeinnützigkeit. Wohl selten wurden Journalisten so häufig vor die Tür gesetzt. Phönix

Schattenfinanzindex: Steuertransparenz
Schattenfinanzindex: Aktivisten erklären auch die USA zur Steueroase
Weltweit kämpfen die USA für mehr Steuertransparenz – doch zu Hause nehmen es die Amerikaner offensichtlich selbst nicht so genau. In einem neuen Ranking der wichtigsten Schattenfinanzplätze kommt das Land auf Platz drei.
Stefan Schultz berichte: Laut einer Analyse des Tax Justice Network TJN gehen die Vereinigten Staaten zwar gegen Steueroasen im Ausland vor, fungieren aber ihrerseits als Steueroase für Ausländer. Diese „Doppelmoral muss angegangen werden“, fordert die Nichtregierungsorganisation, die sich für mehr Transparenz auf den internationalen Finanzmärkten einsetzt.
Schattenfinanzindex
Das sind die zehn schlimmsten Steueroasen
1 Schweiz
2 Hong Kong
3 USA
4 Singapur
5 Kaimaninseln
6 Luxemburg
7 Libanon
8 Deutschland
9 Bahrain
10 Dubai
Quelle: Tax Justice Network
Siehe hierzu auch:
Frauen und Kinder leiden unter Korruption/Folge-6-Verbrechen ermöglichen/
The Taxcast, Edition 50, February 2016

Wie Sie zum Geldwäscher werden
Bis zu zwei Jahre Gefängnis drohen. Vorsicht, Betrugsfalle! Wie Sie zum Geldwäscher werden, ohne es zu merken
Patrick Pleul berichtet: Geldwäscher versprechen ihren Opfern Geld, wenn sie Beträge per Bargeld-Transfer-Dienst weiterleiten. Kriminelle Banden nutzen unscheinbare Privatleute zur Geldwäsche. Die Betroffenen sind sich oft gar keiner Schuld bewusst. Neuerdings haben sie auch Flüchtlinge im Visier. Während bei leichtfertiger Geldwäsche sogar Haftstrafen drohen, kommen die Ermittler an die Hintermänner kaum ran.
Sie brauchen nur ein Konto – und könnten „Geld verdienen wie im Schlaf“. Von solchen Versprechen in Emails oder Anzeigen lassen sich immer mehr Menschen in Deutschland locken. Sie werden zu Geldwäschern – oft ohne sich einer Straftat bewusst zu sein. Dabei helfen die sogenannten Finanzagenten, im Internet ergaunertes, digitales Geld zu Barem zu machen.
„Ohne Finanzagenten hätten wir einen großen Teil der organisierten Computerkriminalität nicht“, sagt Berlins Justizsenator Thomas Heilmann (CDU). Die Hauptstadt, bundesweiter Schwerpunkt dieser Kriminalitätsform, sagt „leichtfertiger Geldwäsche“ den Kampf an.
Wie funktioniert die Taktik?….
Bis zu zwei Jahre Gefaengnis drohen
„Metel“-Viren schwächen Rubel
„Metel“-Gruppe hinterlässt keine Spuren. Probe für Giga-Attacke? Hacker schießen Rubel ab – und keiner hat es gemerkt
Cyberkriminelle haben die Systeme einer kasachischen Bank geknackt. Im Namen des Instituts machten sie gigantische Währungsgeschäfte, die sogar den Rubelkurs in die Knie zwangen. Geld haben sie nicht verdient. Experten sagen: Es war der Test für einen viel größeren Angriff.
Der Eingriff dauerte nur 14 Minuten. Doch er ließ den Rubelkurs so stark schwanken, dass die russische Zentralbank erschrak: Hacker sollen das Computersystem einer Regionalbank in Kasachstan gekapert und mithilfe eines Trojaners namens „Corkow“ Währungs-Transaktionen im Wert von mehr als 400 Millionen Dollar ausgeführt haben.
Als die Moskauer Börse bekräftigte, dass es keinen Fehler in ihren Systemen gegeben habe, leitete die Zentralbank Ermittlungen wegen möglicher Kursmanipulationen ein. Die Ermittler konnten jedoch keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Kein Wunder: Die Hacker hatten Corkow befohlen, die eigenen Spuren zu verwischen, ehe sich das Virus selbst zerstörte.Infiziert andere Rechner – auch ohne Internet
Metel-Gruppe hinterlaesst keine Spuren

Chinesische Masche erbeutet Millionen
Mit gefälschten E-Mails und verblüffend simplen Tricks bringen Betrüger aus China internationale Konzerne um Millionensummen. Dabei helfen ihnen leichtgläubige Mitarbeiter. So funktioniert die Masche.
Johnny Erling berichtet: Heiligabend 2015 klingelte beim Shanghaier Rechtsanwalt Rainer Burkardt das Handy. Der Anruf kam aus Österreich, war aber keine frohe Botschaft zum Fest. Der Finanzchef eines mittelständischen Unternehmens klagte: Internet-Schwindler hätten seine Firma am Vortag ganz unchristlich über den Tisch gezogen.
Mit imitierten E-Mails hätten sie sich gegenüber seiner Buchhalterin als Vorgesetzte ausgegeben und sie angewiesen, sehr viel Geld auf ein Konto der Shanghai Pudong Entwicklungsbank zu transferieren. Angeblich, um rasch einen noch geheimen Unternehmenskauf in China zu finanzieren. Die Mitarbeiterin folgte den Anordnungen, schöpfte dann aber am Nachmittag des 23. Dezember Verdacht.
Österreichs Polizei wurde eingeschaltet, die chinesische Bank per Überweisungssystem Swift informiert. Doch der Transfer war nicht mehr zu stoppen. Ob Burkardt etwas tun könne, fragte der Manager am Telefon aufgeregt. Es gehe um fast vier Millionen Euro….
Mit dieser Masche erbeuten Chinesen Millionen

Milliarden für Millionäre
Die Geschichte eines Staatsversagens: Die ARD-Doku „Milliarden für Millionäre – wie der Staat unser Geld an Reiche verschenkt“ zeichnete einen spannenden Wirtschaftskrimi nach. Hat der Staat jahrelang unser Steuergeld an Reiche verschenkt? Bei bestimmten Aktiendeals konnten sich Anleger Ertragssteuern erstatten lassen, ohne sie vorher gezahlt zu haben. Nun ermitteln die Staatsanwaltschaften.


