Polizistin mit türkischem Migrationshintergrund

Wie eine türkische Polizistin um Nachwuchs wirbtDerya Yildirim ein Vorbild
Die Hamburger Polizei sucht nach Nachwuchskräften – insbesondere bei Migranten. Derya Yildirim soll diese anwerben. Sie war eine der ersten türkischstämmigen Polizeibeamtinnen in der Hansestadt. Gegen alle Widerstände: Derya Yildirim ist eine der ersten türkischen Polizistinnen Hamburgs…

Das neueste Lockmittel der Polizei Hamburg ist ein Mini Diesel in Polizeifarben, mit Blaulicht und Funk: Für die Hamburger, für die ein Mercedes als Peterwagen längst zum Alltag gehört, schon wieder ein Hingucker. Damit fährt sie auf Schulhöfen und Messen vor, will neugierig machen. Sie freut sich über die Aufmerksamkeit. Aber noch mehr über die der türkischen Putzfrauen, mit denen sie immer mal wieder auf dem Polizeigelände ins Gespräch kommt: „Die finden das so toll, dass es eine von ihnen geschafft hat.“
Wie eine tuerkische Polizistin um Nachwuchs wirbt
Polizistin mit Hund

Beschlagnahmung von Immobilien

Deutsche «Willkommenskultur» in Nöten

Hamburg erlaubt die Beschlagnahmung von Gewerbeimmobilien. In Berlin ist selbst der Zugriff auf leere Wohnungen nicht mehr tabu. Beides könnte die Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge schmälern.
Beschlagnahmung von Immobilien

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
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Kommentare bei NZZ 

Papst zu Korruption und Geldwäsche

„Eine andere Art von Krieg erleben viele unserer Gesellschaften mit dem Phänomen des Drogenhandels. Ein „in Kauf genommener“ und ärmlich bekämpfter Krieg. Aufgrund seiner Eigendynamik geht der Drogenhandel einher mit Menschenhandel, Geldwäsche, Waffenhandel, Ausbeutung von Kindern und anderen Formen der Korruption. Einer Korruption, die in die verschiedenen Ebenen des gesellschaftlichen, politischen militärischen, künstlerischen und religiösen Lebens eingedrungen ist und in vielen Fällen eine Parallelstruktur hervorbringt, welche die Glaubwürdigkeit unserer Institutionen in Gefahr bringt.“
Papstrede vor der UNO/ PDF Deutsch

Frauen und Kinder leiden unter Korruption
How Can Women Work Against Corruption? If You See Something, Say Something!!!

KPMG Studie zur Frauenquote

Bis 30. September 2015 müssen börsennotierte und/oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen intern individuelle Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat, Vorstand und auf den Leitungsebenen eins und zwei beschließen. Für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten gilt ab dem 1. Januar 2016 teilweise eine Frauenquote von 30 Prozent.

KPMG fragt nach: Fünf Fragen an Prof. Isabell M. Welpe
Unsere Studie Frauenquote in Aufsichtsrat und Vorstand zeigt, dass die Gremien den Mann im Rock suchen, wenn es um die Nachbesetzung der Stellen im Aufsichtsrat und Vorstand geht. Wie kann diese tradierte Sicht Ihrer Meinung nach aufgebrochen werden, um das Potenzial weiblicher Fähigkeiten und wahrer Vielfalt auszuschöpfen?

Wird eine Position besetzt, sucht man ja grundsätzlich nach Kandidaten, die über eine sehr gute Passung für die jeweilige Stelle verfügen. Für Führungspositionen werden nach wie vor agentische Eigenschaften wie Durchsetzungsstärke und strategisches Denken als passend angesehen. Diese Eigenschaften schreiben wir also sowohl Männern als auch Frauen – jedoch immer noch eher Männern – zu, wie auch ganz aktuelle Studien aus Deutschland zeigen. Die Eigenschaften Kommunikation und Empathie, die wir eher Frauen als Männern zuschreiben, spielen bei der Besetzung von Führungspositionen eine untergeordnetere Rolle im Anforderungsprofil.

Es ist natürlich richtig und verständlich, wenn Unternehmen nach adäquaten Besetzungen für Positionen suchen. Es ist aber grundsätzlich wenig hilfreich, von männlichen oder weiblichen Fähigkeiten zu sprechen. Entscheidend für den Erfolg ist die Fähigkeit von Unternehmen, Talent für die jeweilige Position in allen Formen und Farben zu erkennen und auch auszuschöpfen, also zum Beispiel auch den volltätowierten IT-Spezialisten einzustellen und sein/ihr Talent in der Wertschöpfung einzusetzen. Es geht schließlich um Wettbewerbsvorteile und Innovation, die in einer Wissensökonomie nunmal in den Köpfen stecken.

Eine Demokratisierung im Unternehmen wird vor allem von der Generation Y eingefordert. Einige Organisationen gehen dabei so weit, dass sich Mitarbeiter ihre Aufgaben und Chefs selbst auswählen können. Halten Sie dies für eine Chance oder für ein Risiko im Hinblick auf eine bessere Integration von Frauen in Führungspositionen?

Wissenschaftliche Studien zeigen einen Wertewandel was die Erwartungen an die Erwerbsarbeit angeht – übrigens auch bei den älteren Arbeitnehmern, nicht nur bei den jüngeren Mitarbeitern, der sogenannten Generation Y. Bei den jüngeren fällt es nur eventuell mehr auf, weil sie neu in die Unternehmen kommen. Digitalisierung, Informationstechnologie und soziale Medien fördern ganz grundsätzlich die großen Trends der Demokratisierung und Partizipation mit allen positiven und auch negativen Folgen. Der Wunsch nach Teilhabe an wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungen ist schon lange vorhanden, doch erst die Entwicklung der Informationstechnologien der letzten Jahrzehnte ermöglichen Teilhabe aus technischer und Kostensicht.

Ihre These lautet: „Don’t fix the women, fix the organization”. Wie können sich Ihrer Ansicht nach die Unternehmen aufstellen, um mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen?
positionspapier-frauenquote-sept2015

Harm Bengen  www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

Harm Bengen
www.w-t-w.org/en/harm-bengen/

OECD‑Ausblick Digitale Wirtschaft 2015

Die Digitalisierung hat inzwischen zahllose OECD Digital Economy Outlook 2015
Bereiche der Weltwirtschaft erfasst und verschiedensten Sektoren – Bankwesen, Einzelhandel, Energie, Verkehr, Bildung, Verlagswesen, Medien, Gesundheitsversorgung usw. – ihren Stempel aufgedrückt. Informations‑ und Kommunikations- technologien (IKT) verändern die Strukturen sozialer und privater Interaktion, wobei Fest‑, Mobil‑ und Rundfunknetze zu verschmelzen beginnen und Geräte zunehmend zum „Internet der Dinge“ vernetzt werden.

Wie können OECD‑Länder und Partnervolkswirtschaften das Potenzial der digitalen Wirtschaft optimal als Motor für Innovationen und inklusives Wachstum nutzen? Welchen Entwicklungen in der digitalen Wirtschaft müssen politische Entscheidungsträger ihre Aufmerksamkeit schenken und welchen neuen Herausforderungen müssen sie sich stellen?
OECD ‑ Ausblick Digitale Wirtschaft 2015
Digitale Wirtschaft

Netwar: Der Computer muss neu erfunden werden

Cyber-Angriffe auf die Industrie: Das könnte teuer werden. In Chats tauschen sich Experten weltweit über den Stand der virtuellen Kriegsführung aus und stellen fest: Das Wettrüsten hat längst begonnen.

Bald werden Hacker mit digitalen Angriffen nicht nur einzelne Flugzeuge vom Himmel holen, sondern ganze Flotten. Doch was davon ist Science-Fiction? Panikmache, medialer Hype? Und wie gefährdet sind wir heute in Deutschland, Frankreich, Europa?

„Ein Einzelner mit nur einem Laptop kann heute mehr Zerstörung herbeiführen als eine konventionelle Waffe wie eine Bombe!“ Mit dieser Aussage von Ian West, dem Direktor für Cybersicherheit bei der Nato, taucht die Dokumentation von Marcel Kolvenbach ein in die verborgene Welt des Cyberkrieges. Die Spurensuche führt in die Cyberwaffenschmieden nach Israel, zu den Roten Hackern nach China und zur weltweit größten Hackerkonferenz in den USA, auf der NSA-Chef Keith Alexander gefeiert wird. In virtuellen Chats tauschen sich die Experten weltweit über den Stand der virtuellen Kriegsführung aus und stellen fest: Das Wettrüsten hat längst begonnen. Bald werden Hacker mit digitalen Angriffen nicht nur einzelne Flugzeuge vom Himmel holen – sondern ganze Flotten. Doch was davon ist Science-Fiction? Panikmache, medialer Hype? Und wie gefährdet sind wir heute in Deutschland, Frankreich, Europa?

Ein Elite-Hacker aus Berlin macht den Test. Mit Laptops bewaffnet rückt er an, um einen Stromversorger an der deutsch-französischen Grenze zu hacken. Ein Angriff auf Bestellung, denn der Geschäftsführer möchte sein Unternehmen sicher machen, will wissen wie gefährdet es ist. Das Ergebnis erschreckt. Dieser Hack ist keine Inszenierung. Er hat tatsächlich stattgefunden und die Ergebnisse werden seitdem in der Energiebranche heiß diskutiert. Eine absolute Sicherheit werde es nie geben, fürchten die Beteiligten. Cyberwar-Experten wie Dr. Sandro Gaycken und Professor Volker Roth fordern darum eine völlig neue IT und kritische Infrastruktur: „Der Computer muss neu erfunden werden.“
Siehe bei 48min.

Cyberwar Veteran

Warum geben wir unsere Daten preis?

Zygmunt Bauman auf der Republica  «Wir fliehen vor der Angst, allein zu sein»

«Ausgeschlossen zu werden, ist die vorherrschende Angst unserer Zeit»: Zygmunt Bauman, emeritierter Professor für Soziologie. Trotz den Enthüllungen über das Ausmass der Überwachung durch Geheimdienste geben wir in sozialen Netzwerken weiterhin unsere Daten preis. Der Soziologe Zygmunt Bauman hat in Berlin versucht, das zu erklären.

Die Enthüllungen des amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden im Sommer 2013 lösten ein digitales und politisches Erdbeben aus. Snowden, ein ehemaliger Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes, hatte damals öffentlich gemacht, in welchem Ausmass die Geheimdienste der USA und Grossbritanniens das Internet überwachen.
Wir fliehen vor der Angst, allein zu sein

Datenklau

Kunst und Geldwäsche

Wegen der verstärkten Überwachung des Finanzbereichs hat der Kunsthandel, der weitestgehend unreguliert ist, für Geldwäscher an Bedeutung gewonnen, nicht nur für Drogenhändler. Das ist eine Bestätigung der These, wonach immer dann, wenn den Geldwäschern ein Betätigungsfeld entzogen wird, diese sich umgehend neue Bereiche erschliessen. Zu nennen ist etwa das Fussballbusiness.

Monika Roth berichtet:  Was Fussball und Kunsthandel gemeinsam haben, sind Intransparenz und nicht nachvollziehbare Preise sowie die Tatsache, dass schier unglaubliche Summen nach wie vor cash bezahlt werden. Informationsasymmetrien, Manipulationen und Absprachen sind die Mittel, mit welchen die “Herrscher” der Arena arbeiten – hier wie dort.

Und dies ist der Geldwäscherei vor allem dann förderlich, wenn Diskretion das oberste Gebot ist: Wer Käufer und wer Verkäufer ist – im Kunsthandel weiss man es oft nicht. Nicht alles, was angeblich aus “The collection of a Gentlemen” stammt, wird diesem rhetorischen Anspruch gerecht.
Dazu kommt, dass Kunst ein Investment ist, eine anerkannte Wertanlage, die sich leicht transportieren oder unbehelligt von Behörden lagern lässt (etwa im Zollfreilager Genf).
Wie wird das gemacht?

Die Financial Action Task Force (FATF) hat im Jahre 2006 einen Bericht darüber verfasst, wie im Handel generell Geldwäscherei betrieben wird. Betrachtet man nun die Fälle, die in der Literatur, in Gerichtsentscheidungen und in Berichten von Meldestellen für Geldwäscherei aufgelistet sind, so wird offenbar, dass die Art des Vorgehens, welche im “gewöhnlichen” Handelsgeschäft abgewendet wird, oft auch im Kunsthandel zum Zuge kommt; es handelt sich unter anderem um Unter- oder Überfakturierung; Mehrfachfakturierung; Falschbeschreibung der Ware.

Der Täterkreis erstreckt sich von Drogenhändlern über Betrüger und andere Vermögensdelinquenten zu Kulturgüterdieben, Händlern mit gestohlenen Kunstwerken oder Kulturgütern sowie illegalen Glücksspielbetreibern bis zu Politikern.
Von Kunst und Geldwaescherei

www.thomasplassmann.de

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Mehr zum Thema Geldwäsche: Frauen und Kinder leiden überproportional unter Korruption und Geldwäsche