Pensionsvermögen rückläufig

Die niedrigen Zinsen und Marktschwankungen haben 2015 die Vermögen der 300 grössten Vorsorgeeinrichtungen reduziert.

An der Spitze der weltweit größten Pensionseinrichtungen liegt auch 2015 der japanische Pensionsfonds mit Assets von mehr als 1,16 Billionen US-Dollar. Auf Platz zwei mit rund 300 Milliarden US-Dollar Abstand und Assets in Höhe von 866 Milliarden US-Dollar der norwegische Pensionsfonds, der zumindest bislang aus den Öleinnahmen des skandinavischen Staats gespeist wurde. Den dritten Platz belegt der „Federal Retirement Thrift“ aus den USA mit gehörigem Respektabstand.

Das Vermögen der weltweit 300 grössten Vorsorgeeinrichtungen ist 2015 erstmals seit der Finanzkrise wieder zurückgegangen. Das Volumen sank im vergangenen Jahr um 3,4% auf 14 800 Mrd. $, wie eine Untersuchung der Unternehmensberatung Willis Towers Watson in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Fachmagazin «Pensions & Investments» zeigt.

Deutsche Pensionseinrichtungen verlieren im Ranking an Bedeutung. Die größte deutsche Pensionseinrichtung, die Bayerische Versorgungskammer, belegt mit 71,71 Millionen US-Dollar weltweit Platz 37. Waren 2013 elf und 2014 noch zehn deutsche Einrichtungen in dem Ranking vertreten, sind es im vergangenen Jahr lediglich neun gewesen. Nicht mehr unter den Top 300-Adressen sind mittlerweile die Nordrheinische Ärzteversorgung, die Ärzteversorgung sowie interessanterweise die Deutsche Bank respektive deren Altersvorsorgeeinrichtung.Fexibilitaet

Auswirkungen des demografische Wandel auf Finanzmärkte

Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel auf Wirtschaftswachstum und Finanzmärkte?

Der Münchener Ökonom Uwe Sunde hat dazu am diesjährigen World Demographic & Ageing Forum in St. Gallen Thesen vorgestellt, die beim Zuhörer einen Kloss im Hals hinterlassen können. Sie liefern einen Beitrag zur jüngsten Debatte über die Gefahr einer säkularen Stagnation, also einer Periode mit längerfristigem niedrigem Wachstum. Sunde hat diese auch in dem wissenschaftlichen Artikel Demographic Dynamics and Long‐RunDevelopment: Perspectives for the Secular Stagnation Debate zusammen mit Matteo Cervellati und Klaus Zimmermann im «Journal of Population Economics» entwickelt.

Folglich ist es unwahrscheinlich, dass die Wachstumsraten westlicher Länder der vergangenen Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg in der Zukunft erreicht werden, zumal sich die genannten Einmaleffekte sogar in Schwellenländern wie China abschwächten. NZZ

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Crash des Weltfinanzsystem und kein Bargeld?

Norwegens größte Bank wettet erstmals offiziell auf einen Absturz des amerikanischen Aktienmarktes. Zu viele Unternehmen hätten sich verschuldet, um Dividenden auszubezahlen – eine Taktik, die nicht lange funktionieren könne. Die Bank hält vorsorglich einen große Teil ihrer Assets in Cash.

Die größte norwegische Bank, DNB, setzt auf einen Einbruch im US-amerikanischen Aktienmarkt und auf zunehmende Volatilität im Weltfinanzsystem. Zum ersten Mal kaufte der Investmentfonds der Bank, welcher etwa 56 Milliarden Euro verwaltet, deshalb Kontrakte des VIX-Index, der die erwarteten Schwankungsbreiten im amerikanischen Aktienindex S&P 500 abbildet. Aktien und weltweite Anleihen wurden hingegen untergewichtet.

„Der Markt ist verwundbar. Wir sehen viel mehr, was den Markt nach unten ziehen kann, als was positiv überraschen könnte. Wir können nicht sehen, woher positive Überraschungen kommen sollten“, wird der Chef des DNB-Investmentfonds von Bloomberg zitiert….DWN

Kürlich geriet die Bank in die Schlagzeilen mit der Forderung das Bargeld völlig abschaffen.
Der Chef der größten norwegischen Bank DNB Trond Bentestuen sagte letzte Woche zum Portal VG Norwegen solle endlich das Bargeld völlig abschaffen. Die offizielle Begründung: 50 Milliarden norwegische Kronen (5,3 Milliarden Euro) seien in bar im Umlauf, und die norwegische Notenbank habe nur über 40% davon die Kontrolle bzw. könne nur bei 40% des Bargelds nachvollziehen, wie es verwendet wird. Von den anderen 60% des Bargelds zirkuliere laut Bentestuen viel in Schwarzmarktgeschäften, u.a. Geldwäsche.

Es gäbe viele Gefahren und Nachteile beim Bargeld, und die müsse man durch die Abschaffung von Bargeld beseitigen. Natürlich würde es einige Zeit dauern so etwas ganz umzusetzen so Benestuen – aber das norwegische Finanzministerium lehnte die Forderung jedenfalls erst einmal ab.

schwarwel-karikatur.com

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Stabile Mittelschicht in Deutschland?

IW-Direktor Michael Hüther bei der Vorstellung des Reports „Gerechtigkeit und Verteilung in Deutschland“ in Berlin. Den Deutschen geht es viel besser, als sie sich fühlen.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland zunehmend auseinander? Alles falsch. Behauptet zumindest eine gewichtige Studie. Und so wie in den USA ist es bei uns auch nicht. Oder doch? Pressemitteilung
Ungleichheit VermögenMaß der Ungleichheit, Löhne und Vermögensverhältnisse, Einkommensunterschiede, Rentenfaktor, Schrumpfende Mittelschicht, Zustände wie in den USA werden beleuchtet. Welt / Sozialstudie

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3-D-Druck-Systeme beim Wachstumssprung?

„Wir stehen am Rande einer technischen Revolution, die unsere Art zu leben, zu arbeiten und miteinander umzugehen grundlegend verändern wird. In ihrem Ausmaß, ihrer Reichweite und ihrer Komplexität wird es sich bei dieser Transformation um eine noch nie erlebte Erfahrung handeln“. Das waren die Worte von Klaus Schwab, dem Chef des Weltwirtschafts-forums in Davos. Tatsächlich ist Schwab nur einer unter vielen Experten, die diese tiefgreifende Veränderung der industriellen Produktion und damit der Gesellschaft vorhersagen. Vor allem vier Bereiche werden diese Veränderung bewirken: Künstliche Intelligenz, Robotik, Internet of Things und zu guter Letzt 3D-Druck.

So jung die 3D-Druck-Technik ist, so schnell schreitet die Entwicklung auf diesem Gebiet voran und eröffnet auch IT-Resellern und Systemhäusern völlig neue und lukrative Märkte.

Seit 3D-Drucker auf Stereolithografie-Basis entwickelt wurden, hat die Technologie eine fulminante Entwicklung hingelegt. Derzeit entsteht im niederländischen Utrecht das landesweit größte Labor für »Bioprinting«, das in naher Zukunft funktionierende Organe mit Hilfe von 3D-Druckern und einer Kombination aus künstlichen sowie biomedizinischen Materialien wie Gelatine oder Kollagen produzieren soll. Schon jetzt sind im Bioprinting-Bereich beispielsweise künstliche Knie möglich, die perfekt passen. In Tierexperimenten wurden bereits Knorpel und Muskelgewebe aus dem 3D-Drucker erfolgreich transplantiert.

Ein weiteres Einsatzgebiet von 3D-Druckern erinnert an die futuristischen »Replikatoren« in der Sci-Fi-Serie Star Trek: Food Printing. Der Pasta-Produzent Barilla experimentiert mit Nudeln aus einem 3D-Drucker und hat bereits im vergangenen Jahr auf der Expo in Mailand ein entsprechendes Gerät vorgeführt, das auch komplizierteste Nudelkreationen herstellen kann. Barilla erprobt die additive Nudelfertigung seit 2013. Benötigte eine Nudel anfangs noch 20 Minuten, schafft das Unternehmen zur Zeit einen ganzen Pastateller aktuell in zwei Minuten. CRN/Drucker

Wer sich nicht rechtzeitig mit dieser Technologie beschäftige, könne in Zukunft erhebliche Wettbewerbsnachteile haben. Deutschland sei in der industriellen Laser- und 3-D-Drucktechnik weltweit führend…NZZ

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Lagarde warnt vor langer Wachstumsschwäche der Weltwirtschaft

Lagarde versuchtdie G-20 China aufzurütteln.. Die Weltwirtschaft droht in einem Sumpf stecken zu bleiben, warnt der IWF. Was seiner Ansicht nach besonders gefährlich ist.

In eindringlichen Worten hat der Internationale Währungsfonds IWF vor den Folgen einer anhaltenden Wachstumsschwäche der Weltwirtschaft gewarnt. «Das politische Pendel droht gegen wirtschaftliche Offenheit auszuschlagen, und ohne energisches Handeln der Politik könnte die Welt für lange Zeit unter enttäuschendem Wachstum leiden», redete IWF-Chefin Christine Lagarde gestern den globalen Entscheidungsträgern ins Gewissen. Ihre primären Adressaten sind die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20), die sich am 4. und 5. September in der chinesischen Küstenstadt Hangzhou zum jährlichen Gipfel treffen.

Im Fokus des IWF stehen dabei weniger die entgangenen Wohlstandsgewinne aufgrund der zögerlichen wirtschaftlichen Erholung rund um den Globus. Vielmehr bereitet ihm Sorgen, dass das lahmende Wirtschaftswachstum bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung – insbesondere bei den Beziehern geringer Einkommen – überhaupt nicht angekommen ist. «Das weckt Ängste gegenüber der Globalisierung und verschlechtert das politische Klima für Reformen», schreibt der IWF in einem Vorbereitungspapier für den G-20-Gipfel. Gelinge es den einflussreichsten Politikern nicht, sich vehementer gegen die protektionistische Welle zu stemmen und mit Sofortmassnahmen den Welthandel und die Investitionen zu beleben, könnte die Weltwirtschaft abgewürgt werden.

Stotterndes Wachstum allenthalben
Schon im Laufe dieses Jahres hat der Fonds seine globale Wachstumsprognose für 2016 stetig bis auf 3,1 Prozent nach unten revidiert. Nach jetzigem Stand der Dinge droht im Oktober eine weitere Rücknahme der Vorhersage – und damit wäre die Weltwirtschaft auf dem Weg zum geringsten Wachstum seit 2009, als sie von der Finanzkrise überrollt wurde. Wohin man auch schaut, bleibt die wirtschaftliche Dynamik hinter den Erwartungen zurück. Das gilt für die USA ebenso wie für Europa und erst recht für Japan, wo eine neuerliche Rezession droht. Noch grösser sind die Probleme in der aufstrebenden Welt: In Brasilien und Russland schrumpft die Wirtschaftsleistung mittlerweile seit zwei Jahren, und zu ihnen gesellt sich nun auch Nigeria, die grösste Wirtschaft Afrikas. Auslöser für ihre Probleme ist der langsamere konjunkturelle Pulsschlag in China und die damit verbundene Preiserosion bei Rohstoffen und Energieträgern.

Die rundum fragile Verfassung der globalen Wirtschaft steht in krassem Kontrast zu den Bemühungen der Notenbanken, mit einer historisch beispiellosen Geldschwemme und rekordtiefen Zinssätzen das Wachstum und die Teuerung anzuheizen. Immerhin ist es den Währungshütern gelungen, Schlimmeres zu verhindern, insbesondere die Ausbreitung einer sich selbst verstärkenden deflationären Abwärtsspirale. Doch der dafür zu zahlende Preis ist hoch: Die Notenbanker geraten zusehends in wirtschafts- und finanzpolitische Kontroversen, weil sich die gefährlichen Nebenwirkungen ihrer ultra-lockeren Geldpolitik je länger, je stärker bemerkbar machen.

Natürlich würden die Währungshüter niemals einräumen, dass sie mit ihren Negativzinsen und milliardenschweren Aufkäufen von Wertpapieren über kurz oder lang an Grenzen stossen. Beunruhigen wird sie gleichwohl, wie die Märkte ihren Geldspritzen zunehmend misstrauisch begegnen und deshalb das Verhältnis von Einsatz und Wirkung monetärer Instrumente zunehmend aus dem Lot gerät. Das erklärt die immer hörbareren und häufigeren Appelle von Notenbankern in den USA und Europa an die Politik, ihren Teil zur wirtschaftlichen Stimulierung beizutragen und dabei Hand zu bieten zu einem koordinierten Effort mit den geldpolitischen Massnahmen.

Fataler Abwärtstrend bei Investitionen
Da setzt auch die gestrige Intervention des IWF ein. Die Washingtoner Institution sieht in den rückläufigen Investitionen einen wesentlichen Grund für die hartnäckige Wachstumsschwäche in den Industriestaaten. Lässt sich dieser Trend nicht bald zum Besseren wenden, droht aus Sicht des Fonds ein negativer Rückkopplungseffekt, indem die Investitionen angesichts eingetrübter Wachstumsaussichten und einem schrumpfenden Welthandel noch weiter gekürzt werden, was das Wachstum und den Handel zusätzlich bremst.

Vor diesem Hintergrund scheint sich unter Experten und offiziellen Entscheidungsträgern zunehmend ein Konsens herauszubilden, wonach der Akzent wirtschaftlicher Stimulierungsmassnahmen von der Geldpolitik hin zur Fiskalpolitik zu verlagern ist. In einzelnen Ländern wie Kanada und Japan ist diese Botschaft bereits angekommen: Dort sind die Regierungen bestrebt, mittels Ausgabenprogrammen und steuerlicher Anreize die private Nachfrage zu beleben. Andernorts sind die Regierungen handlungsunfähig oder -unwillig. Ersteres gilt für die USA, wo der parteipolitische Graben im Kongress in fiskalpolitischen Fragen unüberbrückbar ist. Letzteres trifft für Deutschland zu: Die von Finanzminister Wolfgang Schäuble angestrebte «schwarze Null» für den diesjährigen Staatshaushalt hat oberste Priorität, auch nachdem im ersten Halbjahr ein Überschuss von 18 Milliarden Euro resultierte.

Ob der aufrüttelnde Appell des Währungsfonds da und dort ein Umdenken bewirkt? Obwohl sich auch der G-20-Gastgeber China für vermehrte fiskalische Impulse im Verein mit strukturellen Reformen starkmachen dürfte, sind die Erwartungen bescheiden. Die unmittelbar nach der Finanzkrise von 2008/9 noch vorherrschende Einsicht unter den wichtigsten Politikern des Planeten, dass es einer abgestimmten und konzertierten Rettungsaktion bedarf, ist nicht ansatzweise zu erkennen. Genau das wäre aber nötig, um die Weltwirtschaft aus ihrer schwächsten Wachstumsphase seit nahezu 30 Jahren herauszuführen.

Jetzt wurde darüber hinaus bekannt, dass die weltweit siebtgrößte Container-Reederei Hanjin aus Südkorea Insolvenz anmelden muss. Hanjin ist damit das erste prominente Opfer des Abschwungs im internationalen Seehandel. Der Finanzblog Finanzmarktwelt bezeichnet den Bankrott der Reederei als erstes sichtbares Zeichen einer neuen Weltwirtschaftskrise.G20 China

Aktien für Grosi’s Enkel

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Das eben mit einem Enkel beglückte Grosi möchte ihrem Enkel Gutes tun und ihm einen Sparbatzen auf die Seite legen, den er dann mit 20 erhalten soll – beispielsweise CHF 100 pro Monat. Hoffentlich macht sie das richtig. Den Enkel würd’s freuen.

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

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Razzien wegen Geldwäscherei und Veruntreuung

Wie die Schweizer Bundesanwaltschaft mitteilte, ermittelt sie seit 6. November 2015 gegen den Kaiser, Theo Zwanziger, Horst R. Schmidt und Wolfgang Niersbach, mit denen Beckenbauer bis 2006 im WM-Organisationskomitee saß. Bisher war nur bekannt, dass die Schweiz die Staatsanwaltschaft Frankfurt bei ihren Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegen Zwanziger, Schmidt und Niersbach unterstützt. Gestern dann der nicht so überraschend überraschende Zugriff! Sperrt endlich die Oberkorruptis weg

Vorwurf gegen die Ex-Funktionäre: Verdacht auf Betrug, ungetreue Geschäftsbesorgung, Geldwäscherei und Veruntreuung.

Es geht um 6,7 Mio Euro, die das OK 2005 über die Fifa an Ex-Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus († 2009) zahlte. Der DFB deklarierte das Geld als Zuschuss zu einer WM-Gala, die es nie gab. In Wahrheit war es die Rückzahlung eines Darlehens, mit dem vorher über ein Beckenbauer-Konto in der Schweiz schwarze Kassen gefüllt worden sein sollen.

Die Vermutung der Schweizer ist nun die, dass das OK den wahren Zweck der Zahlung bewusst verschleierte. Beckenbauer und Co. hätten andere OK-Mitglieder und den DFB „durch Vorspiegelung und Unterdrückung von Tatsachen arglistig irregeführt“.

Da stellt sich doch langsam die Frage : Warum braucht Deutschland immer erst das Ausland um gegen Korruption, Betrug und Geldwäsche zu ermitteln?
WM gekauft

Negativzinsen auf private Ersparnisse?

Der Chef des Sparkassenverbandes schließt Strafzinsen für private Sparguthaben nicht mehr aus: Georg Fahrenschon sagt, man wolle jedoch „Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen und Vermögen“ davor schützen. Kostenlose Girokonten werde es demnach schon bald nirgendwo mehr geben. Er erwartet, dass es in einigen Jahren praktisch nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben wird.

Gebühr statt Gutschrift?  Viele Sparer erwarten Negativzinsen für Privatanleger. Verlangen die Banken bald Negativzinsen auf private Ersparnisse? Vor allem ältere Anleger halten dies für möglich. Die deutschen Sparkassen gehen von einer flächendeckende Einführung von Gebühren für die Kontoführung aus.

Negativzins bedeutet, dass die Sparer für ihre Guthaben bei der Bank keine Zinsen bekommen, sondern zahlen müssen. Hintergrund ist, dass Banken und Sparkassen bei der Europäischen Zentralbank derzeit Strafzinsen für ihre Einlagen zahlen. Diese Negativzinsen werden von einigen Banken, auch von Sparkassen, an einzelne Kunden mit großen Guthaben weiterberechnet.

Deutsche Sparer erwarten Negativzinsen für private Geldanlagen
● Anleger sehen sich als Leidtragende des niedrigen Zinsniveaus
● Beinahe zwei Drittel der Anleger halten Strafzinsen für möglich
● Deutsche sehen die Auswirkungen des Brexit auf den Euro gelassen

Beinahe zwei von drei deutschen Sparern (63 Prozent) halten es für möglich, dass künftig für private Geldanlagen Negativzinsen gezahlt werden müssen. Neun Prozent sind sich sogar ganz sicher, dass dies kommen wird. Große Unterschiede bei der Einschätzung zu dieser Frage gibt es je nach Alter der Befragten: Insbesondere Anleger zwischen 50 und 59 Jahren sind dabei besonders pessimistisch. Hier gehen 66 Prozent von möglichen Strafzinsen aus, wohingegen unter den 30- bis 39-jährigen Sparern nur 59 Prozent damit rechnet. Insgesamt sehen sich Anleger über alle Anlageformen hinweg als Leidtragende des niedrigen Zinsniveaus. 45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass sie eher Nachteile erleiden. Dies sind Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer repräsentativen Befragung deutscher Finanzentscheider in privaten Haushalten. Anlegerbarometer

Markus Grolik www.w-t-w.org/en/markus-grolik/

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Qualität der Berufsausbildung

DGB-Jugend-Ausbildungsreport-2016 – Azubis.
Die Zufriedenheit mit Berufsausbildungen nimmt weiter ab. Was sind die Gründe für den Frust der Azubis?

Mit der Mischung aus praktischem Lernen im Betrieb und schulischer Unterweisung gilt die Berufsausbildung in Deutschland als vorbildlich. Die Nachfrage der Betriebe nach Fachkräften ist hoch, die nach Auszubildenden ebenfalls: Im vergangenen Jahr konnten bundesweit 41 000 Lehrstellen nicht besetzt werden. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit 7,2 Prozent niedriger als in allen anderen EU-Staaten – mit Ausnahme Maltas. Dem aktuellen Ausbildungsreport des DGB zufolge sind fast drei Viertel der Befragten mit ihrer Lehre zufrieden. Das ist die Sonnenseite.

Auf der Schattenseite des deutschen Berufsausbildungswesens befinden sich 270 000 Jugendliche und junge Erwachsene, die in allerlei Übergangsmaßnahmen zwischen Schule und Ausbildung feststecken. Insgesamt 282 000 junge Leute, die bei der Bundesagentur für Arbeit Interesse an einer Lehrstelle angemeldet hatten, gingen 2015 leer aus.

Die duale Ausbildung war jahrzehntelang der Garant für gute Fachkräfte, die Qualität der Ausbildung schwindet aber in vielen Bereichen, sagt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. „Wer über unbesetzte Ausbildungsplätze klagt, muss qualitativ gute Ausbildungsplätze mit Perspektive anbieten. Der Report belegt erneut, dass gerade die Branchen über Azubi-Mangel klagen, die seit Jahren für ihre schlechten Ausbildungsbedingungen bekannt sind. Hier sollte der Gesetzgeber mit Novelle des Berufsbildungsgesetzes endlich einschreiten.“

Heinrich Schwarze-Blanke www.w-t-w.org/en/heinz-schwarze-blanke/

Heinrich Schwarze-Blanke
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