Ein Gott des Geldes

Kein Mensch war jemals reicher als Jakob Fugger. SuperReich in der Geschichte
Auf heutige Verhältnisse hochgerechnet betrug sein Vermögen rund 400 Milliarden Dollar. Das Erfolgsrezept des Augsburgers ähnelt dem von Steve Jobs.

Daniel Eckert Die Welt berichtet: Eine Zutat in Fuggers Erfolgsrezept war seine Fähigkeit, Netzwerke zu knüpfen. Er schloss Freundschaften mit den richtigen Personen und hatte kein Problem damit, sie zum passenden Zeitpunkt auch wieder fallen zu lassen.

Neben einer Skrupellosigkeit besaß er eine weitere Eigenschaft: Er ackerte wie ein Ochse. Aber er wusste auch, allein durch Arbeit würde er nicht reich werden. Fugger scheute sich deshalb nicht, in kritischen Momenten extreme Risiken einzugehen. Er spekulierte. Manchmal ging es schief, doch meistens gewann er. So häufte Fugger ein gigantisches Vermögen an. Er war ein Meister in doppelter Buchführung.
So wurde Fugger zum reichsten Menschen der Geschichte
Jacob Fugger
Top Stories/die reichsten Menschen aller Zeiten

Verpasste Chancen

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen.
Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

Wenn man – auch bei langem Anlagehorizont – an einzelnen guten Tagen an den Aktienmärkten nicht investiert ist, wird man mächtig bestraft. „Aber warum sollte man an den guten Tagen nicht investiert sein?“. Wir zeigen es Ihnen im heutigen Video. Sie werden sich wundern.

Meine Damen und Herren, es ist ein bekanntes Phänomen, dass – wenn man an den Aktienmärkten ganz wenige besonders gute oder besonders schlechte Phasen verpasst -, man entweder eine besonders schlechte oder eben eine besonders gute Performance hat. Lassen Sie mich ein Beispiel geben: Hier sind die Tageswerte des Schweizer Aktienmarktes von 1990 bis in den Januar 2015. Gewaltige Ausschläge – Sie kennen diese Grafik natürlich bereits. Ich indexiere hier auf 100 und die Rendite per annum beträgt 6.6%, mit grossen Schwankungen. Was passiert jetzt mit der Performance, wenn Sie – was immer auch die Gründe sein mögen -, über diese lange Periode die 10 besten einzelnen Tage verpassen? Ich komme nachher darauf zurück was die Gründe dafür sein könnten. Hier der Performance-Chart: Wenn Sie die 10 besten Tage verpassen, dann liegt die Performance im Durchschnitt noch gerade bei 3.7% p.a. – wahrscheinlich nicht weit weg von der Performance eines Obligationenportfolios. Es entsteht mit anderen Worten ein gigantischer Performance-Einbruch, wenn man von den rund 6’000 Beobachtungen die zehn Besten „verpasst“. Nun mögen Sie sagen, das sei akademisches Zeug, professorale Fingerübungen! Warum um Himmels Willen sollten einem gerade die 10 besten Tage fehlen? – reine Theorie. Kommen Sie mit mir in eine weitere Grafik und beachten Sie folgendes: hier ist die Grafik der prozentualen Kursveränderungen pro Tag. Genau die gleichen Daten, von 1990 bis heute, und für diejenigen die sich für die Details interessieren, der durchschnittliche Ertrag liegt bei 0.03% pro Tag und das Sigma – die Streuungsbreite – bei 1.15%. Interessant ist, dass die ganze Geschichte ziemlich ungleichmässig verläuft und wir Phasen haben, während welchen so richtig „die Musik spielt“, dann wieder Phasen relativer Ruhe und dann wieder Volatilität wie hier und hier und hier. Graben wir hier ein wenig tiefer: Noch einmal die ursprüngliche Frage: Warum sollte man ausgerechnet an den besten Tagen nicht investiert sein? Es ist deswegen, weil 5 der 10 besten und 5 der 10 schlechtesten Tage von den rund 6’000 (von 1990 bis heute) einmalmehr ausgesprochen nahe beieinander liegen. Ein Beispiel dafür: das Jahr 2008, der Herbst 2008 am Schweizer Aktienmarkt. Dieselben Tagesausschläge wie oben, jetzt von Anfang September bis Ende November 2008. Beachten Sie Folgendes: hier, hier, hier, hier, hier, zwischen September und November 2008 finden sich fünf der 10 besten Tage aus der gesamten Periode von 1990 bis 2008. Noch etwas näher in die Details: Hier eine bestimmte Woche: Am Montag -4 %, am Dienstag -3%, am Mittwoch -2% und am Donnerstag -1%. Meine Damen und Herren, am Donnerstag Abend entscheiden Sie vielleicht, das „ganze Zeug“ zu verkaufen. It just happens, dass der nächste Tag, der Freitag, einer der besten Aktientage der letzten 25 Jahre war.
Ein noch brutaleres Beispiel: Die Woche von Mitte Oktober: Am Montag -7%, am Dienstag -1%, am Mittwoch -7%, am Donnerstag -5% und am Freitag -8%. Über das Wochenende rufen Sie Ihr inter-familiäres Asset Allocation Meeting zusammen und entscheiden „jetzt dieses Zeug endlich zu verkaufen“. Aber auch hier: der Montag war der absolute Performance-Spitzenreiter über die letzten 25 Jahre. Und was lernen wir daraus? Wenn Hypes und Medien und Anlegerpsychologie zusammenwirken, dann kann es sehr gut passieren, dass Sie plötzlich selber hyperaktiv werden, überhastet verkaufen und gerade in den besten Perioden eben nicht investiert sind.
Ich fasse das zusammen: Die Analyse der „fehlenden“ Tage (Wochen, Monate usw.) ist keineswegs nur eine akademische Fingerübung. Die besten und die schlechtesten Tage liegen oft nahe bei einander, nicht selten in besonders unruhigen und unsicheren Zeiten. Wir haben schon mehrmals betont, welche Rolle die Anlegerpsychologie spielen kann. Zusammen mit möglichen Medienhypes kann Sie das rasch in die Irre und dafür sorgen, dass Sie im falschen Moment kaufen und verkaufen. Deswegen auch heute wieder unser Grundsatzcredo: Bedenken Sie Ihren langen Anlagehorizont und lassen Sie sich nicht verrückt machen. Medienhypes sind was sie sind: Hypes eben.

risknet.de

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Videos Kategorie Finanzkompetenz

Sind “Short-Seller“ gut für den Markt?

Standpunkt: Carson Block – Muddy Waters

Interview von Christof Leisinger: Carson Block ist in den vergangenen Jahren als Leerverkäufer bekannt geworden. Er sucht gezielt nach börsengehandelten Unternehmen, die die Bilanzen frisiert und ihren Wert geschönt haben. Schliesslich leiht er sich deren Aktien, verkauft sie am Markt und veröffentlicht seine Analysen. Er macht Gewinn, wenn daraufhin die Kurse fallen, so dass er die Papiere später günstiger zurückkaufen kann.

Jüngst ist ihm das beim deutschen Medienunternehmen Ströer gelungen. Nach einer Zwischenerholung nach dem ersten Kursschock rechnet er künftig wieder mit tieferen Kursen.

Ihre Attacke auf Ströer hat in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Wie ist der Stand der Dinge?

Wir haben die Aktien des Unternehmens leer verkauft, weil der operative Geschäftsgang nicht annähernd so rosig ist, wie es die vorgelegten Zahlen erscheinen lassen. Wir haben verschiedene irreführende Buchungsvorgänge und sogar bemerkenswerte Insidergeschäfte entdeckt….
NZZ

Warum würden Sie Leerverkaufen? Nun sie glauben der Preis dieser Aktie wird nach unten gehen, und so kann man sie dann zu einem viel niedrigeren Preis zurückkaufen. Der kurze Verkauf von Aktien ist ein Glücksspiel, sie spekulieren, dass der Preis dieser Aktie nach unten gehen wird.

Führt das zur Verhinderung von Marktverzerrungen?  Dient es der Aufdeckung von Missständen? Sind Spekulanten heilsam für den Markt? Sicherlich sind sie nützlich aber es gilt es auch hier, Exzesse zu verhindern.

Leerverkauf

Leerverkauf

Volkswagen-Aktionär Katar entsendet Frau in Aufsichtsrat

Das Emirat Katar wird künftig mit Hessa al Jaber eine Frau in den Aufsichtsrat von Volkswagen entsenden. Wie der Autokonzern am Mittwoch mitteilte, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären vor, die Wirtschafts- und IT-Expertin Hessa al Jaber in das Kontrollgremium zu wählen.

Zusammen mit Annika Falkengren, der Präsidentin und Vorstandsvorsitzenden der schwedischen SEB AB, sowie der Unternehmerin Louise Kiesling drei der zehn Anteilseigner-Sitze im Kontrollgremium von Frauen eingenommen. Damit würde die seit Jahresbeginn in Deutschland geltende Frauenquote von 30 Prozent erfüllt werden, erklärte der Wolfsburger Konzern.Annika Falkengren, Hessa al-Jaber, Louise Kiesling

Eine Frau auf der Zloty-Note

Dobrawa von Böhmen  † 977 stammte Dobrawaaus der Herrscherfamilie der Přemysliden war ab 965 Ehefrau des polnischen Herzogs Mieszko I. Herzogin von Polen.

Der polnischen Herzog Mieszko I., der im Rahmen der Hochzeit seinem alten Glauben abschwor, ließ sich taufen und  trat zum Christentum über. Diese Ehe band die slawischen Herzogtümer Böhmen und Polen politisch enger aneinander. Eine spätere historische Tradition schreibt Dubrawka den Bau einiger Kirchen in Posen und Gnesen zu. Auch an der Gründung des ersten polnischen Bistums in Posen im Jahr 968 wr die Herzogin beteiligt.

Für das Entstehen eines Nationalgefühls war die Erinnerung an die Taufe von Mieszko  entscheidend. Denn sie fand zu einer Zeit statt, als erstmals ein eigener Staat auf dem Gebiet Polens entstand, und dies verband sich mit dem christlichen Glauben.

Nicht umsonst gilt der Katholizismus noch heute als untrennbar mit dem Polentum verbunden. Gerade die neue, konservative polnische Regierung erinnert immer wieder daran, und der neue Schein stützt dies, indem er ausdrücklich vom „1050. rocznica chrztu Polski“ spricht, dem 1050. Jubiläum der Christianisierung Polens.
Dobrawa Mieszko

Organisierte Kriminalität ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Zwei Tage lang waren in der Päpstlichen Akademie der Wissenschaftler Richter, Verwaltungsbeamte und Vertreter von Menschenrechtsorganisationen aus der ganzen Welt zusammengekommen und hatten Fragen von Menschenhandel und organisiertem Verbrechen besprochen.

Neue Formen von Sklaverei, Prostitution, Organhandel, Drogenkriminalität, organisierte PopeKriminalität: Das seien die „echten und wirklichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die als solche von allen religiösen, politischen und sozialen Autoritäten anerkannt werden müssten“, umriss Papst Franziskus die Aufgabe. Und genau hierher gehöre auch die Arbeit der Päpstlichen Akademie; sie sei nicht nur akademischem Denken verpflichtet, sondern solle „im Konkreten verwurzelt sein, andernfalls riskiert sie, sich verflüchtigende Reflexionen anzustellen, die zu nichts führen.“ Idee und Wirklichkeit dürften nicht getrennt sein. Radiovaticana.va

Enrico Bertuccioli www.w-t-w.org/en/enrico-bertuccioli www.e-bert.blogspot.ch/p/cartoons

Enrico Bertuccioli
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Frauen und Kinder leiden unter Korruption

Demografie D A CH

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen.
Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

Die demografische Situation in Deutschland, der Schweiz und in Österreich sieht nicht besser aus als die globale Situation. Ganz im Gegenteil. Schauen Sie sich im heutigen Video die entsprechenden Grafiken an.
DemographieVideos Kategorie Finanzkompetenz

Taschengeld: Reiche Jungs und arme Mädels?

Es ist ein Aufregerthema – die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen. Nun befeuert eine neue Untersuchung aus Großbritannien die Debatte noch mehr:

Die Lohnlücke beträgt 20 Prozent.  Seit 1987 führt Halifax die „Taschengeld Studie-(PocketMoney)“ für Großbritannien durch. Diesmal wurden gut 1200 Kinder und 575 Eltern befragt. So hoch wie dieses Jahr waren die Zahlungen der Eltern an ihre Kinder aber seit 2005 nicht – und auch der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist deutlich gestiegen.

Bei erwachsenen Briten beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern laut offizieller Statistik durchschnittlich fast 20 Prozent, der Abstand ist damit ähnlich groß wie in Deutschland.

Bei Kindern ist der Unterschied deutlich kleiner, aber auch in Deutschland bekommen Mädchen weniger: Laut Kids-Verbraucheranalyse von 2015 erhalten Jungen im Alter von sechs bis 13 Jahren im Monat 26,75 Euro Taschengeld, Mädchen 25,93 Euro.

Die Lücke zwischen den Gehältern von Männern und Frauen

Die Lücke zwischen den Gehältern von Männern und Frauen

Der Schock nach der Kündigung

Hilfe bei Entlassungen. Meist kommt der Schock nach der Kündigung. Bei Entlassungen greifen Unternehmen vermehrt auf externe psychosoziale Hilfe zurück. Der Verlust der Stelle kann bei Betroffenen extreme Reaktionen auslösen.

Hilfe bei Entlassungen
Bei Entlassungen greifen Unternehmen vermehrt auf externe psychosoziale Hilfe zurück. Der Verlust der Stelle kann bei Betroffenen extreme Reaktionen auslösen. Suizide sind verbreiteter, als oft angenommen wird. Jedes Jahr nehmen sich in der Schweiz dreimal mehr Personen das Leben, als bei Verkehrsunfällen zu Tode kommen. Weltweit sterben fast eine Million Menschen jährlich durch Suizid. Um herauszufinden, wie viele Fälle davon mit Arbeitslosigkeit zusammenhängen, haben Forscher von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich Daten von 63 Ländern der Jahre 2000 bis 2011 untersucht. Das Ergebnis: Rund ein Fünftel der Selbstmorde stehen direkt oder indirekt in Verbindung mit Arbeitslosigkeit. Wie die Studienautoren festhalten, scheint sich dabei bereits die Verunsicherung über die wirtschaftliche Situation negativ auszuwirken. So lief der Anstieg der Suizidrate dem der Arbeitslosenquote etwa um sechs Monate voraus. Auch andere Studien zeigen eine Korrelation zwischen der Entwicklung der Arbeitslosen- und der jeweiligen Suizidquote. So ist etwa zu Beginn der Wirtschaftskrise die Zahl der Suizide in Südeuropa gestiegen.

Dieser Zusammenhang sagt zwar nichts über die kaum fassbaren, vielschichtigen und komplexen Gründe oder den Auslöser für einen Suizid im Einzelfall aus. Klar ist jedoch, dass Arbeitslosigkeit zu psychischen Belastungen führt. Berufliche Misserfolge oder der Verlust der Arbeitsstelle würden von Betroffenen häufig als Schicksalsschlag wahrgenommen und könnten eine psychische Krise auslösen. Laut Studien treffe dies bei Männern häufiger zu als bei Frauen, weil Erstere ihr Selbstwertgefühl stärker über die berufliche Stellung definierten. Studie_Suizid

Bei Managern ist dies in der Regel besonders ausgeprägt, weil ihr Leben stark auf Leistung und beruflichen Erfolg ausgerichtet ist. Psychologen verweisen etwa auf Erfahrungen mit Machtkämpfen und psychischer Isolation anstatt Unterstützung und Vertrauen. Zudem geht es um Themen wie das eigene Bild in der Öffentlichkeit und die Angst vor dem Scheitern (auch an den eigenen hohen Leistungsansprüchen). Nicht zuletzt ist der Übergang vom vollen Terminkalender hin zu viel freier Zeit sehr abrupt. Es entsteht eine emotionale Leere, die es erst wieder zu füllen gilt, mit neuen Perspektiven und allenfalls auch mit neuen Werten. Der Umgang mit dieser Situation fällt zudem schwerer, wenn die Person – vielleicht weil wegen der Karriere Familie und Freunde in den Hintergrund gerückt waren – wenige Vertrauenspersonen hat.

Wie der Einzelne den Verlust des Arbeitsplatzes aufnimmt, lässt sich aber kaum voraussehen. Die Reaktionen von Mitarbeitern aller Hierarchiestufen reichen von stoischer Ruhe, Unverständnis, Wut bis hin zu Nervenzusammenbrüchen und in Extremfällen Drohungen gegen den Vorgesetzten oder Aggressionen gegen sich selbst. Oft stehen die Personen im ersten Moment unter Schock, verlieren quasi den Boden unter den Füssen. Die jeweiligen Lebensumstände können zwar eine Rolle spielen, doch letztlich reagiert jeder auf seine eigene Art und Weise auf eine Entlassung. Gespräche mit Personen, die ihre Arbeitsstelle verloren haben, legen zudem nahe, dass das Erlebnis einschneidend ist, aber dennoch sehr unterschiedlich wahrgenommen, erlebt und bewertet wird. So kann unter Umständen jemand, der durch den Verlust des Arbeitsplatzes in Existenznöte gerät, dies immer noch gelassener nehmen als jemand ohne Geldsorgen, der dadurch aber nicht nur seine Stelle, sondern auch viel Lebensinhalt verliert.

Hilfe bei der Verarbeitung
Am Anfang stünden vor allem die gefühlsmässige Verarbeitung des Positionsverlustes und die Stärkung der psychologischen Stabilität im Vordergrund.  Später folge die Hilfe bei der Stellensuche. Zunächst müsse die Situation analysiert und die Vorgeschichte bewältigt werden. Dazu zählten auch selbstkritische Überlegungen. Zudem sei häufig die Einsicht notwendig, dass es nicht an den beruflichen Qualitäten gefehlt habe, sondern einfach die Situation nicht mehr gepasst habe. Der Prozess der psychischen Verarbeitung verläuft individuell. Kündigung als Chance begreifen.

Arbeitslosigkeit ist fast immer eine persönliche Katastrophe. Statt in einer Schockstarre zu verharren, ist es jedoch wichtig, möglichst rasch aktiv zu werden. Einfach mal im Betrieb vorbeischauen. Auf der Suche nach einer neuen Stelle zahlt es sich aus, ungewöhnliche Wege zu gehen.

Christiane Pfohlmann www.w-t-w.org/en/cartoon/christiane-pfohlmann www.pfohlmann.de

Christiane Pfohlmann
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Was ist Sharing-Economy?

Der Begriff der Sharing Economy meint das systematische Ausleihen von Gegenständen und gegenseitige Bereitstellen von Räumen und Flächen, insbesondere durch Privatpersonen und Interessengruppen. Im Mittelpunkt steht die Collaborative Consumption, der Gemeinschaftskonsum.

Teilen als Chance. Eine Fahrgelegenheit via Uber bestellen, die Ferienwohnung über Airbnb buchen: Die Sharing-Economy boomt. Manche europäischen Städte haben mit Verboten reagiert. Falscher Ansatz, meint Brüssel. Wir sollten die Sharing-Ökonomie nicht nur den Internetriesen überlassen.

Car- oder Food-Sharing, Mitfahr- oder Mitwohnmöglichkeiten, Couch-Surfing oder Gemeinschaftsgärten, Tauschringe oder Verleihstationen für Werkzeuge können die gesamtwirtschaftliche Ressourcenproduktivität deutlich erhöhen und damit die Umweltbilanz verbessern.

Wie kann Arbeitspolitik so gestaltet werden, dass sie innovative Entwicklungen im Bereich der Sharing-Economy nicht abwürgt, aber auch verschärften Prekarisierungstendenzen im Dienstleistungssektor entgegenwirkt? Würde da ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle helfen, das es jedem ermöglicht, sich den individuell gemäßen Mix aus Erwerbsarbeit, Eigenarbeit, Familienarbeit, gesellschaftlichem oder kulturellem Schaffen selbst zusammenzustellen?

Netzgemeinde, Ökologiebewegung und Gewerkschaften in Europa müssen sich jetzt auf die Suche nach gemeinsamen Antworten machen, sonst werden die Netzriesen auch die Spielregeln der Sharing-Economy bestimmen. Die Zeit drängt.

EU-Länder stehen zunehmend unter Druck, neue Marktakteure wie Uber und Airbnb zu regulieren. Die Kommission wird jedoch ihre Leitlinien zur Anwendung bestehender EU-Gesetze auf die Sharing Economy voraussichtlich erst Mitte 2016 vorlegen. EurActiv Brüssel berichtet.
The Cost of Non – Europe in the Sharing Economy
Sharing Economy