OECD mahnt zu ambitionierten Strukturreformen

OECD-Wirtschaftsausblick, Ausgabe 2016/1Der Eurozone drohen ohne Reformen dauerhafte Schäden. Durch entschlossenes Handel, könnten Politikverantwortliche die Voraussetzungen schaffen, um für die Zukunft eine höhere Produktivität zu sichern- was die Grundbedingung ist um Arbeitsplätze und Karriereaussichten für junge Menschen zu schaffen und Gesundheitsvorsorge und Renten zu finanzieren.

Die Industrieländer-Vereinigung OECD rät der Europäischen Zentralbank EZB zu einer weiteren Lockerung ihrer Geldpolitik, sollte die Inflation im Euro-Raum nicht wie erwartet anziehen.

Die EZB könnte weitere Zinssenkungen in Betracht ziehen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD am Freitag mit. Da die Finanzbrache bereits übermäßig mit Geld versorgt werde, sei der Einlagenzins das wichtigste Instrument. Wegen der schwachen Bilanzen von Banken – vor allem in Italien und Griechenland – würden allerdings Vorteile der lockeren Geldpolitik nicht bei Firmen und Privathaushalten ankommen.Reformen

Im OECD-Wirtschaftsausblick analysiert die OECD zweimal jährlich die wichtigsten wirtschaftlichen Trends und die Aussichten für die kommenden zwei Jahre. Der Wirtschaftsausblick liefert einen in sich stimmigen Satz von Projektionen zu gesamtwirtschaftlicher Produktion, Beschäftigung, Preisentwicklung, Haushaltssalden und Leistungsbilanzen.

Geld verdienen mit künstlicher Intelligenz?

Immer mehr künstliche Intelligenz liegt im Trend. Davon profitiert nicht zuletzt der Halbleitersektor. Auch Anleger können auf den Zug aufspringen. Sie setzen auf besonders vielversprechende Gebiete des Halbleitersektors.

Künstliche Intelligenz ist die Informatikplattform der Zukunft. Diese Fragen beschäftigen die Analytiker. Doch seitdem Google das Thema in den Fokus gerückt hat, ist die Diskussion umso heftiger geworden. An der Wall Street zerbrechen sich nun die Fondsmanager den Kopf darüber, welche Unternehmen von diesem Wandel profitieren werden.

Im Fokus stehen grosse Datenmengen
Künstliche Intelligenz, wird im Silicon Valley auch machine learning oder deep learning genannt. Es geht dabei um die statistische Analyse von Daten, mit denen Computer lernen, gewisse Aufgaben selber zu lösen. Auch die Selbstfahr-Technologie von Tesla. Die Aktien vom Nvidia Halbleiterunternehmen, welches grosse Datenmengen analysiert, haben sich seit letztem Jahr knapp verdoppelt. Ebenfalls im Rampenlicht steht das israelische Unternehmen Mobileye. Im Gegensatz zu Nvidia stellt Mobileye nicht nur Halbleiter her, sondern entwickelt auch die notwendigen Algorithmen. Mobileye und Nvidia zählen in Wall-Street-Kreisen zur Elite der Halbleiterbranche. Doch der Trend beschränkt sich nicht nur auf diese beiden Unternehmen. Ein gutes Beispiel dazu ist die Akquisition von Altera durch Intel vom letzten Jahr. Auch hier geht es laut Analytikern um die Positionierung von Intel im Bereich von «machine learning». Ein Konkurrent von Altera ist Xilinx, das ebenfalls als Übernahmekandidat gilt.  Es ist weiterhin mit viel Bewegung im Halbleiterbereich zu erwarten.

Sicher, ein "Deep Learning" Roboter kann einen Mann in einem IQ-Test schlagen, aber mal sehen, wer mehr Hot Dogs essen kann!

Sicher, ein „Deep Learning“ Roboter kann einen Mann in einem IQ-Test schlagen, aber mal sehen, wer mehr Hot Dogs essen kann!

Wachsende Korruptionsrisiken in Ungarn

In Ungarn unter dem Regim des Rechtspopulisten Viktor Orbán hat die Korruption massiv um sich gegriffen   – der Missbrauch der Staatsmacht  zugunsten eines kleinen Kreises von politisch und wirtschaftlich einflussreichen Personen.

Die Nationalbank-Stiftungen stehen beispielhaft für ein System der Intransparenz und Bereicherung unter Orban, sagt Jozsef Peter Martin, Direktor der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International in Ungarn . Das Regime missbraucht den Staat für eigene Zwecke .Der Fall zum einen eine Grundeigenschaft der Regierung Orban: Sie versuche, die Transparenz staatlicher Aktivitäten fortwährend einzuschränken. Der Niedergang der staatlichen Rechenschaftspflicht zeige sich an vielen Beispielen und Indikatoren. Zum anderen gehe es um den Vorwurf von Korruption im klassischen Sinne, wonach öffentliche Ämter zum privaten Vorteil missbraucht würden. Schliesslich könnte sich die Nationalbank mit dem Kauf von ungarischen Staatsanleihen über die Stiftungen auch ein Problem mit der in Europa verbotenen monetären Staatsfinanzierung eingehandelt haben.

Eine kürzlich erschienene Studie des Corruption Research Center Budapest zeigt, dass die Korruptionsanfälligkeit von Staatsaufträgen seit dem Jahr 2010 deutlich zugenommen hat. Stop Korruption

Obligationen im Ausland

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

Ausländische Obligationen erscheinen manchen Investoren interessant, weil sie nicht selten einen höheren Zins bezahlen als Obligationen im Inland. Das hat aber einen Grund. Und die entsprechenden Risiken…

Rudolf Schuppler www.w-t-w.org/en/cartoon/rudolf-schuppler

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Spieglein, Spieglein wer hat das meiste Geld?

Global Wealth Report: Deutschland auf Platz 5 der reichsten Länder.

Das Land mit dem größten privaten Vermögen ist nach wie vor die USA mit 55,6 Billionen Dollar, gefolgt von China mit 18,2 Billionen Dollar. Deutschland landet laut Global Wealth Report mit einem privaten Gesamtvermögen von 6,1 Billionen Dollar auf Platz fünf im weltweiten Ranking.

Hierzulande sind nur ein Prozent der Menschen Millionäre, doch sie besitzen 27 Prozent des deutschen Vermögens. Dabei liegen deutsche Millionäre deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt.

Gerade mal 1,1 Prozent der Deutschen sind Millionäre. Die Superreichen sind damit hierzulande zwar eine deutliche Minderheit. Trotzdem besitzen sie etwas mehr als ein Viertel des deutschen Gesamtvermögens (27,6 Prozent), wie aus dem Global Wealth Report 2016 hervorgeht, für den die internationale Managementberatung Boston Consulting Group BCG die Entwicklung der weltweiten Vermögen analysiert hat.

Der Anteil der Millionäre am deutschen Gesamtvermögen klingt erst einmal viel. Doch damit liegen die deutschen Reichen deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt: Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt laut dem Report fast die Hälfte (47 Prozent) des globalen Vermögens.

Auf Seite 20 des BCG Bericht finden wir die:
Weibliche Investoren
Im Jahr 2015 halten die Frauen eine geschätzte 30% globale Privatvermögen, wobei der Anteil leicht höher ist in den entwickelten Märkten als in Schwellenländern.

Frauen investieren angeblich anders. An speziellen Servicemodellen für weibliche Investoren mangelt es bislang. BCG befragte 500 Vermögensberatungskunden und fand heraus, dass sich die Investitionskriterien von Frauen gravierend von denen männlicher Anleger unterscheiden. Vermögensverwalter tun gut daran, sich besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzustellen, denn Frauen besitzen bereits jetzt geschätzte 30 Prozent des globalen Vermögens – mit steigender Tendenz. …….

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Bilderberg-Konferenz tagt im Geheimen

Jedes Jahr trifft sich die internationale Elite zur Bilderberg-Konferenz, um im Geheimen zu diskutieren – diesmal in Dresden. Viele halten das für eine Weltverschwörung.

Die Bilderberg-Konferenz versammelt einmal im Jahr hohe Politiker, Wirtschaftsbosse, Akademiker und ein paar Journalisten hinter verschlossenen Türen. Bei den Treffen in wechselnder Besetzung gilt die „Chatham House Rule“: Die Teilnehmer dürfen die besprochenen Informationen verwenden, aber die Redner nicht namentlich zitieren.

Konferenzteilnehmer welche teilgenommen haben, beschwichtigen Kritiker der Konferenz: Etwa der Grünen-Politiker Jürgen Trittin, der dafür aus seiner Partei auch Schelte bezog. „Von der Diskussionskultur ist das eigentlich mit jeder Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung oder der Konrad-Adenauer-Stiftung oder der Münchner Sicherheitskonferenz zu vergleichen“, sagt er. Und in der Verschwiegenheitsklausel kann Trittin durchaus auch Positives erkennen. „Es macht Sinn, gelegentlich in einem solchen Rahmen zu reden.“ Auch bei anderen internationalen Konferenzen gebe es solche Gespräche.

Man könnte also ebenso fragen, ob es nicht sogar förderlich für demokratische Prozesse ist, wenn sich die Meinungsführer der Welt zum zwanglosen Austausch treffen, weil niemand bei diesem Treffen Ergebnisse von ihnen verlangt. Untergräbt das demokratische Strukturen? Oder fördert es gegenseitiges Verständnis? Man wird es nie ganz klar beantworten können.
Heise.de
Zeit.de
Teilnehmern an Bilderberg-Konferenzen

*Prekariat ist ein soziologischer Begriff für eine inhomogene soziale Gruppierung, die durch Unsicherheiten der Erwerbstätigkeiten gekennzeichnet ist. Dadurch können Lebensverhältnisse schwierig sein.
Tagung

EZB Unternehmensanleihen ein Fehler?

David Folkerts-Landau, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank kritisiert die Europäischen Zentralbank. Den Kauf von Unternehmensanleihen hält er für einen Fehler.

Auch zum jüngsten Programm der EZB äußerte Folkerts-Landau sich ausgesprochen kritisch, er nannte es einen „Akt der Verzweiflung“. Seit Mittwoch kauft die EZB Anleihen von Unternehmen aus der Eurozone für geschätzte 3 bis 5 Milliarden Euro im Monat. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, die EZB habe bereits am ersten Tag des Programms etwa Anleihen von Siemens, der belgisch-brasilianischen Brauerei AB Inbev und des französischen Autoherstellers Renault gekauft. Organisiert werden diese Anleihekäufe über die nationalen Notenbanken von Deutschland, Frankreich, Belgien, Finnland, Italien und Spanien. Von Mitte Juli an soll jede Woche eine Liste der Papiere veröffentlicht werden, die von der EZB angekauft wurden.

Folkerts-Landau sagte, die EZB trete in diesem Programm als ein großer Spieler auf einem kleinen Markt auf. Der Preismechanismus werde zerstört. Zudem gehe das Geld nur an Unternehmen mit gutem Rating (mindestens „BBB“), die auch ohne Hilfe an Kredite kämen. Die Folge sei, dass Unternehmen neue Anleihen auflegten, diese an die EZB verkauften und für das Geld eigene Aktien zurückkauften: „Am Ende hat man vor allem eines: mehr Schulden.“

Allgemeine Infos über EZB

Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde 1998 als gemeinsame Währungsbehörde der Europäischen Währungsunion gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Präsident der EZB ist seit 1. November 2011 der Italiener Mario Draghi.

Die Aufgaben der EZB
Zu den wichtigsten Aufgaben der EZB gehören die Regulierung der Geldmenge und die Überwachung des europäischen Bankensystems. Ihr Ziel ist es, größere Schwankungen des Geldwertes zu verhindern und das Preisniveau in der Eurozone stabil zu halten. Ihr wichtigster Steuerungsmechanismus ist dabei der Leitzins, der bestimmt, zu welchem Zinssatz die nationalen Geschäftsbanken Geld leihen können. Damit beeinflusst die EZB die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone und die Inflationsrate. Weitere wichtige Steuerungsinstrumente sind die Festlegung der Mindestreserve und die Intervention am Devisenmarkt.

Die Organisation der EZB
Das Direktorium setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen, von denen vier gewöhnlich aus den großen Eurostaaten Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien stammen. Das Direktorium bildet gemeinsam mit den Präsidenten der nationalen Zentralbanken den EZB-Rat, der die wichtigen Entscheidungen fällt, wie beispielsweise die Festlegung des Leitzinses. Im Vertrag von Maastricht wurde die politische und finanzielle Unabhängigkeit der EZB vereinbart, die Interessenkonflikten und der Einflussname von außen vorbeugen soll. Derzeit hat die EZB ihren Hauptsitz noch im Eurotower-Hochhaus in Frankfurt am Main. Bis 2015 soll der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Großmarktes im Frankfurter Ostend eröffnet werden.

Nel Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu www.nelcartoons.de

Nel Ioan Cozacu
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Roboter faltet Hemden

Vermutlich würden die Menschen aus den fünfziger Jahren wirklich mit den Ohren schlackern, würden sie heutige Technologien sehen und – Beispiel Staubsauger – Roboter halten ja nun tatsächlich Einzug in unsere Haushalte. Aber ein Roboter, der unsere Wäsche faltet? Klingt speziell. Schiele ich rüber zu dem Wäschekorb, der aus dem Schlafzimmer herüberschaut, könnte ich tatsächlich Unterstützung gebrauchen.

Der deutsche Mittelstand entdeckt den Roboter als Mitarbeiter. 2015 konnte die Robotik- und Automationsbranche einen Rekordumsatz erzielen.Die steigende Nachfrage im deutschen Mittelstand nach Industrie-Robotern wird der Branche in diesem Jahr weiteren Aufwind geben. Die Diskussion um eine Übernahme von Kuka durch einen chinesischen Investor zeigt die Potentiale, die die deutsche Industrie hier freisetzen kann.

Wenige Zukunftsvisionen kommen ohne Roboter aus. Das Spektrum reicht dabei von der Super-Hilfskraft, die den Menschen alle unangenehmen Arbeiten abnimmt, bis zur übermächtigen Intelligenz, die die Menschheit unterjocht. Tatsächlich ist die Robotertechnik ein florierendes und innovatives Forschungsfeld. Alle paar Tage wird irgendwo auf der Welt ein neuer mehr oder weniger fortschrittlicher Roboter präsentiert.

Martin Guhl www.w-t-w.org/en/martin-guhl/

Martin Guhl
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Schwächelt das Weltwirtschaftswachstum?

Die Weltbank muss globale Prognose drastisch nach unten revidieren. Die Aussichten für eine wachsende Weltwirtschaft trüben sich immer weiter ein. Die Weltbank geht nur noch von 2,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr aus. Ein wesentlicher Grund sind die niedrigen Rohstoffpreise. Die Besorgnis über die Privatverschuldung steigt.

Weltbankpräsident Jim Yong Kim sagte, vor allem Rohstoffexporteure müssten sich schneller an die Bedingungen anpassen, um die Lebensverhältnisse für die Ärmsten zu verbessern. „Wirtschaftswachstum bleibt die wichtigste Triebfeder für die Armutsbekämpfung, und deswegen sind wir besorgt, wenn das Wachstum bei Rohstoffexporteuren scharf abgebremst wird“, sagte Kim.

In vielen Entwicklungsländern komme eine hohe private Verschuldung als Problem hinzu. Die Niedrigzinspolitik habe dazu geführt, dass viel Geld aufgenommen worden sei. „Im Fahrwasser des Kreditbooms ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich die Zahl fauler Kredite vervierfacht“, sagte der Chefökonom der Weltbank, Kaushik Basu.
GlobalEconomicProspects
Global Economic Prospects

Immobilien!

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen.
Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Herri.

Immobilien gehören vielerorts zu den letzten Anlagen, die bei überschaubarem Risiko noch eine Rendite abwerfen. Vielleicht. Trotzdem lohnt es sich, sich wieder einmal die Historie zu Gemüte zu führen. There is no such thing as a free lunch!
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