Warum wir hohe Zinsen haben

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Natürlich leben wir in einem Tiefzinsumfeld. Tiefe Nominalzinsen. Aber Hand aufs Herz: ist nicht der eigentlich relevante Zins der Realzins, sprich: Nominalzins minus Inflationsrate. Hier sieht die Geschichte…
Zins seit 1700Videos Kategorie Finanzkompetenz

Ist unser Wohlstand in Gefahr?

Die Schuldenkrise droht enorme Volumen an Vermögen zu vernichten. Sie gefährdet zunehmend die Marktwirtschaft, Freiheitsrechte und letztlich die Demokratie. Es gilt, endlich ihre Ursachen anzugehen.

Wirklich weg war sie nie – und dass die internationale Schuldenkrise nach wie vor ungelöst ist, haben die Turbulenzen an den Börsen zum Jahresbeginn gezeigt. Ausgehend von Sorgen über die Konjunktur in China, schwappten die Ängste über auf Bankaktien, und plötzlich war von der Gefahr einer weltweiten Rezession die Rede. Nicht wenige Investoren und Ökonomen fürchten, dass nach der US-Immobilienkrise 2007, dem Beinahe-Zusammenbruch des Finanzsystems 2008 und der 2010 ausgebrochenen Euro-Krise nun die nächste Eskalation anstehen könnte. All diese Krisen sind miteinander verwoben, ihren Kern bilden die über Jahrzehnte hinweg gewachsenen, immer weniger tragbaren Schulden privater und staatlicher Akteure. Diese Schuldenkrise umfasst die meisten westlichen Industriestaaten, Japan, einzelne Schwellenländer sowie das internationale Finanzsystem. Wie die Geschichte zeigt, haben Schulden- und Finanzkrisen das Potenzial, enorme Volumen an Vermögen und Wohlstand zu vernichten. Auch dieses Mal wird dies kaum zu verhindern sein. Damit die Krise nicht zu einer immer grösseren Gefahr für Marktwirtschaft, bürgerliche Freiheitsrechte und Demokratie wird, gilt es, das Übel an der Wurzel zu packen.

Vielfältige Krisen-Symptome
Die unterschwellige Zuspitzung der Krise in den vergangenen Jahren zeigt sich bereits an der Entwicklung der Staatsschulden. Diese sind laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) seit dem Jahr 2007 übermässig stark gestiegen und dürften Ende 2015 in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bei rund 120 Prozent des Bruttoinlandprodukts gelegen haben. 2007 hatte dieser Wert noch 75 Prozent betragen. In Ländern wie Japan (234 Prozent), Griechenland (180 Prozent) oder Italien (149 Prozent) lag die Staatsverschuldung Ende des vergangenen Jahres derweil noch viel höher. Dieser Schuldenturm hemmt – zusammen mit der demografischen Alterung der Bevölkerung in vielen Ländern – das Wirtschaftswachstum immer stärker. Als Sorgenkinder gelten Europa und Japan. Hinzu kommen nun Ängste über die Konjunktur in China und in anderen Schwellenländern. Bedenklich ist, dass die Schulden in diesen Ländern in den vergangenen Jahren ebenfalls stark gestiegen sind.
Wohlstand in Gefahr
Enough

Preise für Grundnahrungsmittel erklimmen neue Höhen

Die Dürre hat das Land fest im Griff. El Niño trocknet Südafrika aus. Eine Dürrekatastrophe sucht derzeit mehrere Länder in Afrika heim. Rund zwölf Millionen Menschen sind betroffen. Am schwersten trifft es Somalien – aber auch Äthiopien, Malawi, Simbabwe und der Südsudan leiden darunter.

Seit über hundert Jahren hat es nicht mehr so wenig geregnet. Die Bauern und die Bevölkerung leiden. Die Preise für Grundnahrungsmittel erklimmen neue Höhen, dies bringt die Regierung unter Zugzwang…

Notenbank unter Druck
Im vierten Quartal vergangenen Jahres gingen in der Landwirtschaft fast 40 000 Arbeitsplätze verloren, weitaus mehr, als erwartet worden war. Die Rating-Agentur Moody’s wies jüngst warnend darauf hin, dass die Dürre eine Rezession auslösen könnte. Südafrikas Wirtschaft dürfte ohnehin um weniger als 1% in diesem Jahr wachsen. Ausserdem treiben die höheren Lebensmittelpreise die Inflation an, die schon jetzt nahe am oberen Rand des Zielkorridors der Zentralbank liegt. Weitere Zinserhöhungen gelten als wahrscheinlich.

Agrarökonomen machen das globale Wetterphänomen El Niño verantwortlich. Im vergangenen Jahr fiel an der Südspitze des Kontinents so wenig Regen wie seit 112 Jahren nicht. In Städten wie Johannesburg wurden Rekordtemperaturen gemessen. Allein die Maisbauern konnten deswegen fast drei Viertel der Flächen nicht rechtzeitig bestellen. Schon 2015 fiel die Ernte so gering aus wie zuletzt im Jahr 2007. In diesem Jahr sieht es nicht viel besser aus…
El Niño trocknet Suedafrika aus

www.leopoldmaurer.com

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Die EZB sendet aggressives Signal

Die Märkte reagieren «falsch»Wirkung verfehlt
EZB-Chef Mario Draghi hat nicht geblufft, sondern geliefert. Die EZB nimmt aber erhebliche Risiken für die Wachstums- und Inflations-Stimulierung in Kauf. Die Märkte reagieren verunsichert.

Werner Grundlehner berichtet: Die Halbwertszeit der Wirkung der geldpolitischen Massnahmen reduziert sich. Am Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit geldpolitisch aggressiven Signalen überrascht. Um eine Reaktion zu erhalten, war dies auch nötig, denn die Senkung des Einlagensatzes für Banken von –0,3% auf –0,4% war erwartet worden. Zusätzlich gab die EZB bekannt, den Leitzins von 0,05% auf 0% zu reduzieren. Das Wertschriften-Kaufprogramm wurde zudem von monatlich 60 Mrd. € auf 80 Mrd. € aufgestockt. Damit dafür das Material nicht ausgeht, wird das Universum der für den Kauf infrage kommenden Anleihen auf Unternehmensbonds aus dem Euro-Raum ausgeweitet….
Die EZB sendet aggressives Signal

Olaf Becker

Olaf Becker

Zaubert-Draghi-ein-neues-Kaninchen-aus-dem-Hut

Die reichsten Frauen der Welt

Forbes-Liste

Rang 1: Liliane Bettencourt
Bettencourt gehören 33 Prozent des französischen Kosmetikkonzerns L’Oréal. Ihr Vater hatte das Unternehmen 1907 gegründet. Die 93-Jährige leidet unter Demenz und steht unter der Vormundschaft ihres älteren Enkels Jean-Victor Meyers, während Tochter Francoise Bettencourt-Meyers ihr Vermögen verwaltet. Im Sommer 2010 geriet Bettencourt in die Schlagzeilen, als Vorwürfe in den Medien von illegalen Parteispenden an Präsident Nicolas Sarkozy und an Arbeitsminister Éric Woerth aufkamen. Dies führte zur Bettencourt-Affäre. Die Witwe zog sich 2012 aus dem Unternehmensvorstand zurück.

Rang 2: Alice Walton
Walton besitzt einen Teil des amerikanischen Einzelhandelskonzerns Wal-Mart, den ihr Vater 1962 gegründet hatte. Was die Führung des Konzerns betrifft, hält sich die 66-Jährige weitgehend heraus. Zu ihrer Lebensaufgabe hat sie das Sammeln und Fördern von Kunst gemacht. Außerdem züchtet sie Pferde.
Handelsblatt/Forbes Liste
Das sind die reichsten Frauen der Welt

Zaubert Draghi ein neues Kaninchen aus dem Hut?

Draghis neuer Plan könnte Deutschland empfindlich treffen. Der EZB-Chef kämpft gegen den Preisverfall. Negatziv-Zinsen, gigantische Anleihenkäufe – nichts hilft. Nun scheint Draghi am nächsten Masterplan zu arbeiten. Die Idee wäre für Deutschland verheerend.

Mario Draghi hat noch einen Schuss. Und der könnte für Deutschland nach hinten losgehen. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) versucht seit Jahren mit konventionellen und unkonventionellen Mitteln, die Inflation auf die gewünschte Marke von zwei Prozent zu bugsieren. Und ist bislang gescheitert.

Obwohl die Leitzinsen für Banken weit unter null liegen, wenn sie Geld bei der Zentralbank parken, und die EZB binnen eines Jahres Staatsanleihen für mehr als 600 Milliarden Euro kaufte und auch über sonstige Sonderkredite Milliarden Liquidität in die Märkte pumpte, lag die Inflationsrate im Februar bei minus 0,2 Prozent. Draghi muss sich also für die heutige Sitzung etwas ganz Besonderes einfallen lassen, will er die Akteure an den Märkten und in den Unternehmen überraschenm gelingen. Schließlich sind die Erwartungen hoch. Schon jetzt rechnen sämtliche Volkswirte damit, dass Draghi den Einlagenzinssatz der Banken von minus 0,3 auf minus 0,4 Prozent senken wird. Auch eine gewisse zeitliche oder volumenmäßige Ausweitung des Anleihenprogramms ist fest eingepreist, wie Börsianer vorweggenommene Erwartungen nennen…
Draghis neuer Plan koennte Deutschland empfindlich treffen
EZB und Staatsanleihen

Gewinn vor Ort versteuern

EU-Finanzminister einigen sich auf Massnahmen gegen Steuerschlupflöcher

Im Kampf gegen Steuerschlupflöcher ist die EU einen Schritt weiter: Die Finanzminister der Mitgliedstaaten haben sich am Dienstag geeinigt, dass multinationale Konzerne Gewinne dort versteuern, wo sie sie erwirtschaften.

Internationale Konzerne sollen Gewinne dort versteuern, wo sie sie erwirtschaften. Darauf hätten die EU-Finanzminister sich am Dienstag geeinigt, berichtete der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem. Bis der Vorstoss rechtlich bindend werden kann, dauert es aber noch, da das Europaparlament zur Gesetzesänderung noch Stellung beziehen muss. Die Steuerpolitik ist eines der wenigen verbliebenen Felder, in dem die EU-Staaten Pläne der EU-Kommission einstimmig annehmen müssen.

Weitere Massnahmen folgen
Die EU-Kommission hatte im Januar ein umfassendes Gesetzespaket zur Bekämpfung von Steuervermeidung vorgestellt. Darin gibt sie unter anderem auch Empfehlungen, wie einzelne Staaten ihre Steuerabkommen effektiv gegen Missbrauch schützen und dabei im Einklang mit EU-Recht vorgehen können. Über die übrigen Massnahmen dieses Pakets sollen die EU-Staaten sich in naher Zukunft abstimmen.

Unternehmen bereits im Visier
Die Wettbewerbshüter der Kommission nahmen bereits mehrere Unternehmen wegen angeblich unlauterer Steuervorteile ins Visier, unter anderem die US-Imbisskette McDonald’s und den Kaffeehausbetreiber Starbucks.

EU-Finanzminister einigen sich auf Massnahmen gegen Steuerschlupfloecher

Harm Bengen www.w-t-w.org/en/harm-bengen www.harmbengen.de

Harm Bengen
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Heute an der Börse

Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.

Den „Börsenlärm“, der uns täglich von morgens bis abends begleitet, dürfen sie ruhig ausblenden. Er bringt dem strategischen Investor gar nichts. Wir erläutern die Argumente und zeigen beispielhaft ein konkretes Ereignis.
Börsen Alarm

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Was Frauen im Job hilft – und was sie hemmt

OECD zum Internationalen Frauentag

Anlässlich des Weltfrauentags hat die OECD zusammengetragen, wie es in verschiedenen Ländern um die Gleichberechtigung bestellt ist. Deutschland schneidet nicht besonders gut ab.

Teilzeitarbeit, Kinderbetreuung, Steuerpolitik: So schneidet Deutschland im internationalen Vergleich ab. Ein Überblick zum Internationalen Frauentag.

Annette Zoch berichtet: Wirtschaftlicher Erfolg ist weiblich, davon ist Monika Queisser überzeugt. Wollen die alternden westlichen Industrienationen wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie ihre Frauen stärker in Arbeit bringen. „Diese Erkenntnis wird nirgends mehr in Zweifel gezogen“, sagt die Leiterin der Abteilung Sozialpolitik bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Zum Internationalen Weltfrauentag an diesem Dienstag hat die OECD zusammengetragen, was Frauen im Job hilft und was sie hemmt. Ein Überblick.

Berufstätigkeit
Die absolute Beschäftigung von Frauen hat deutlich zugenommen, Frauen arbeiten allerdings viel häufiger in Teilzeit. Im Jahr 2014 waren elf Millionen Frauen Teilzeit beschäftigt, doppelt so viele wie 1991.

Unbezahlte Arbeit
Auch Haus- und Erziehungsarbeit wird in der OECD-Statistik als Arbeit definiert, allerdings als unbezahlte. Demnach sind Frauen in durchweg allen OECD-Staaten benachteiligt, weil sie deutlich mehr unbezahlte Arbeit leisten als Männer.
In Deutschland verbringen Frauen im Schnitt 181 Minuten am Tag mit bezahlter Erwerbsarbeit. Bei Männern sind es 282 Minuten. Frauen verrichten darüber hinaus 269 Minuten am Tag unbezahlte Tätigkeiten, Männer widmen sich diesen nur 164 Minuten lang.

Equal-Care-Day Ein Schalttag für die Care-Arbeit
Der Equal-Care-Day soll darauf hinweisen, dass Frauen viermal so viel Zeit in Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege investieren wie Männer. Vergleichsweise viel unbezahlte Arbeit übernehmen die norwegischen Männer (180 Minuten, 210 die Frauen), am unteren Ende der Statistik finden sich die Koreaner, die nur 45 Minuten am Tag zu Hause mithelfen, während ihre Frauen 227 Minuten erledigen. Unbezahlte Arbeit ist dann gleichmäßiger verteilt, wenn die Erwerbsbeteiligung von Frauen höher ist. In Norwegen liegt der Erwerbsanteil von Frauen zum Beispiel bei fast 75 Prozent – in der Türkei hingegen liegt er nur bei unter 30 Prozent. Türkische Frauen verrichten 377 Minuten unbezahlte Arbeiten, ihre Männer nur 116 Minuten.

Ihr Forum – Gleichberechtigung: In welchen Bereichen gibt es Nachholbedarf?

Kinderbetreuung
Die Betreuungsquote von Kleinkindern hat sich in Deutschland seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts verdoppelt. 2013 gingen mehr als 30 Prozent der Kinder zwischen null und zwei Jahren in Kitas oder Krippen, gegenüber nur etwa 15 Prozent im Jahr 2006. „Deutschland verzeichnet hier einen sehr beeindruckenden Fortschritt“, sagt Monika Queisser. Kein anderes Land habe hier so ausgebaut. Inzwischen liege Deutschland nah am OECD-Schnitt mit etwa 34 Prozent.
In einem Drittel der OECD-Länder gibt es inzwischen zehn oder mehr Wochen bezahlten Vaterschaftsurlaub. Der Anteil der Väter, die in Deutschland Elternzeit nehmen, liegt bei etwa 27 Prozent. In Frankreich, kinderpolitisch so gerne als Vorbild erwähnt, liegt dieser Anteil nur bei rund vier Prozent.

Ihr Forum Gleichberechtigung: In welchen Bereichen gibt es Nachholbedarf?
Mehr unbezahlte Arbeit, selten Führungspositionen: Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei der Gleichberechtigung nicht gut ab. Das veröffentlicht die OECD anlässlich des Internationalen Frauentags in einer Studie. Wo sehen Sie die größten Baustellen?

Arbeitende Mütter
Die Wahrnehmung hat sich verändert: Waren im Jahr 2002 noch fast 40 Prozent der Westdeutschen der Ansicht, Mütter von Kleinkindern sollten gar nicht arbeiten, waren dieser Ansicht im Jahr 2012 nur noch 22 Prozent. In der öffentlichen Wahrnehmung ist heute vor allem Teilzeit-Arbeit gesellschaftsfähig: 57 Prozent sehen das positiv, vor 14 Jahren waren es nur 40 Prozent….

Karriere Frauen haben mehr Stress – und bekommen dafür weniger Geld
Berufstätige Frauen in Deutschland kümmern sich länger um Kinder und Haushalt als ihre Männer. Und die Löhne unterscheiden sich stärker als sonst in Europa..
Was Frauen im Job hilft – und was sie hemmtInternational Womens Day