Brüssel will mehr Zähne zeigen. Nach einigem Zögern hat die EU-Kommission auf die Klagen der Stahlindustrie über die massiv gestiegenen Stahleinfuhren aus China reagiert. Sie setzt auf ein schärferes Vorgehen gegen Dumping.
Teilzeitarbeit
Pia Tischhauser, Boston Consulting Group
«Teilzeitmitarbeiter sind unglaublich strukturiert»
Firmen schwören öffentlich gerne auf die Vorteile flexibler Arbeitszeitmodelle. Hinter vorgehaltener Hand hält sich dann aber die Freude der Firmen- und Teamchefs über die Teilzeitarbeit in engen Grenzen. Im Video-Interview erklärt Pia Tischhauser von der Boston Consulting Group, warum.
Video bei NZZ
Frauen im Aufsichtrat
Deutschlands mächtigste Aufseherin geht zur Börse
Ann-Kristin Achleitner soll Aufsichtsrätin der Deutschen Börse werden. Die Wirtschaftsprofessorin ist eine der mächtigsten Frauen in den deutschen Aufsichtsgremien – und gilt bereits als Kandidatin für höhere Weihen.
Michael Brächer berichtet: Sie sitzt bereits im Verwaltungsrat des französischen Energieversorgers Engie, im Kontrollgremium des Rückversicherers Munich Re, des Handelskonzerns Metro und Industriegas-Spezialisten Linde. Schon bald könnte für Ann-Kristin Achleitner, im Hauptberuf Professorin an der Universität München, noch eine weitere Aufgabe hinzukommen: Sie soll Finanzkreisen zufolge in den Aufsichtsrat der Deutschen Börse einziehen. „Es ist ihre internationale Erfahrung sowie ihr Verständnis von den Finanzmärkten, die sie zu einer idealen Kandidatin für das Kontrollgremium der Deutschen Börse machen“, heißt es. Offiziell wollte sich das Unternehmen dazu nicht äußern…
Deutschlands mächtigste Aufseherin geht zur Boerse

VW Großanleger und die Milliardenklagen
Der Abgas-Skandal hat VW in eine schwere Krise gestürzt. Die größten Herausforderungen stehen indes noch bevor. Das Unternehmen dürfte in zahlreichen Gerichtsverfahren mit dem Thema „Dieselgate“ konfrontiert werden.
Profi-Investoren nehmen Volkswagen im Abgas-Skandal ins Visier. 278 institutionelle Großanleger – darunter der größte US-Pensionsfonds Calpers und die Sparkassen-Fondstochter Deka – haben den Wolfsburger Autobauer auf Schadenersatz in Höhe von 3,255 Milliarden Euro verklagt…
VW 278 Großanleger reichen Milliardenklage ein
Einer soll Chinas Crash-Börsen zähmen

Mehrfach stürzten die Börsen ab, jetzt hat das Land einen neuen Chefaufseher. Liu Shiyu soll Chinas Aktienmärkte bändigen. Er ist beliebt – aber kommt er auch gegen die Pläne der Regierung an?
Johnny Erling berichtet: Von Handelsstopps und direkten Eingriffen in den Börsenhandel hält Liu Shiyu, der neue Chef der China Securities Regulatory Commission, nicht viel. Seine Berufung soll die Wende an den gebeutelten Märkten bringen
Gleich zu Beginn brachte der neue Chef der chinesischen Börsenaufsicht Liu Shiyu die Journalisten zum Lachen. In der Pressekonferenz, es war die erste, seit er im Februar überraschend zum Kontrolleur über Aktienmärkte ernannt wurde, sagte der 54-jährige Bankenexperte: „Ich bin noch keinen ‚vollen Monat‘ im Amt.“ Und wählte dafür den doppeldeutigen Begriff „manyue“. Traditionell bezeichnet manyue die Feier zum Ende des ersten Lebensmonats nach der Geburt. Das Baby darf sich von nun an freistrampeln…
Dieser Mann soll Chinas Crash-Boersen zaehmen

Südafrikas Finanzsektor im Umbruch
Barclays und Old Mutual mit grundlegenden Änderungen. Nach der Bank Barclays hat auch der Finanzdienstleister Old Mutual eine Neuordnung seines Geschäfts angekündigt, die erhebliche Folgen für den südafrikanischen Finanzsektor haben dürfte.
In Südafrikas Finanzsektor werden die Karten neu gemischt. Am Freitag gab der einst südafrikanische, jetzt in London beheimatete Finanzdienstleister Old Mutual bekannt, seine vier sehr unterschiedlichen Geschäftsbereiche – eine südafrikanische Bank, ein afrikanischer Versicherer, ein amerikanischer und ein britischer Vermögensverwalter – bis 2018 voneinander zu trennen. An der südafrikanischen Grossbank Nedbank will Old Mutual nur noch einen Minderheitsanteil halten, der Rest soll unter den Old-Mutual-Aktionären aufgeteilt werden. Nur eineinhalb Wochen zuvor hatte Barclays angekündigt, seinen 62,3%igen Anteil an Barclays Africa stark zu reduzieren oder ganz zu verkaufen. Damit geht für die britische Bank eine fast 100 Jahre lange Geschichte auf dem Kontinent zu Ende.
Beide Finanzdienstleister verweisen als Grund auf die strikteren Banken-Regulierungen in der EU nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2008. Sie machen höhere Kapital- und Liquiditätspuffer zur Risikoabsicherung nötig. Gleichzeitig schneiden die afrikanischen Tochtergesellschaften wegen rapider Währungsverluste in den in Pfund konsolidierten Geschäftsberichten immer schlechter ab…
Suedafrikas Finanzsektor im Umbruch

Wenig Frauen in deutschen Führungsetagen
Frauen sind beim Aufstieg in Führungspositionen in den letzten Jahren in Deutschland nicht richtig vorangekommen.
Sie waren 2014 im EU-Vergleich mit 29 Prozent unterrepräsentiert, zudem blieb der Anteil gegenüber den beiden Vorjahren nahezu unverändert, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März mitteilte. Im Durchschnitt der 28 EU-Staaten lag der Frauenanteil in Führungsetagen bei 33 Prozent.
Spitzenreiter in der EU war Lettland, dort waren 44 Prozent der Leitungsfunktionen mit Frauen besetzt. Relativ hoch war der Anteil auch in Ungarn (40 Prozent) sowie Polen und Litauen (jeweils 39 Prozent). Schlusslicht war Zypern mit 17 Prozent.
Vor allem in klassischen „Männerdomänen“ gibt es vergleichsweise wenig Frauen in höheren Positionen. Am geringsten war ihr Anteil nach Angaben der Wiesbadener Behörde in der Baubranche mit 13 Prozent, am höchsten im Bereich Erziehung und Unterricht (62 Prozent). Die Quoten entsprechen in etwa den jeweiligen Frauenanteilen in den Branchen. Insgesamt waren 47 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland Frauen.
Als ein Hemmnis für den beruflichen Aufstieg gilt, dass vor allem Frauen aus familiären Gründen in Teilzeit arbeiten….
Unterdurchschnittlich wenige Frauen in deutschen Fuehrungsetagen

Beinahe der grösste Bankraub der Geschichte
Es hätte der grösste Bankraub der Geschichte werden können. Doch die Hacker in Bangladesh wurden durch einen Zufall ertappt. Nun besteht die Notenbank auf einer schnellen Klärung und will ihr Geld zurück. Doch so einfach wird das nicht.
Volker Pabst berichtet: In Bangladesh herrscht des öfteren ein mittleres Chaos. Diese Unsicherheiten machten sich Hacker zu Nutze. Nachdem sie zum Opfer eines Betrugsfalls mit rekordhoher Deliktsumme geworden ist, sucht die Bangladesh Bank nach Schuldigen. Wie im Verlauf der Woche bekanntgeworden war, hatten Hacker sich die Autorisierungscodes beschafft, um mehrere Dutzend Überweisungen im Gesamtumfang von fast 1 Mrd. $ vom Konto der bangalischen Zentralbank beim Federal Reserve in New York in Auftrag zu geben. Zahlungen von mehr als 100 Mio. $ an Empfänger in Sri Lanka und den Philippinen waren auch ausgelöst worden. Akribisch geplanter Betrug….
Hacker in Bangladesh
„Klar, erinnere ich mich an dich. Ich bin schrecklich mit Gesichtern, aber ich habe nie einen Benutzernamen , PIN oder Passwort vergessen.“
Warum wir hohe Zinsen haben
Finanzkompetenz oder „Financial Literacy“. Verbessern Sie Ihr Finanzwissen. Finanzwissen im Brennpunkt Prof. Dr. Heri.
Natürlich leben wir in einem Tiefzinsumfeld. Tiefe Nominalzinsen. Aber Hand aufs Herz: ist nicht der eigentlich relevante Zins der Realzins, sprich: Nominalzins minus Inflationsrate. Hier sieht die Geschichte…
Videos Kategorie Finanzkompetenz
Ist unser Wohlstand in Gefahr?
Wirklich weg war sie nie – und dass die internationale Schuldenkrise nach wie vor ungelöst ist, haben die Turbulenzen an den Börsen zum Jahresbeginn gezeigt. Ausgehend von Sorgen über die Konjunktur in China, schwappten die Ängste über auf Bankaktien, und plötzlich war von der Gefahr einer weltweiten Rezession die Rede. Nicht wenige Investoren und Ökonomen fürchten, dass nach der US-Immobilienkrise 2007, dem Beinahe-Zusammenbruch des Finanzsystems 2008 und der 2010 ausgebrochenen Euro-Krise nun die nächste Eskalation anstehen könnte. All diese Krisen sind miteinander verwoben, ihren Kern bilden die über Jahrzehnte hinweg gewachsenen, immer weniger tragbaren Schulden privater und staatlicher Akteure. Diese Schuldenkrise umfasst die meisten westlichen Industriestaaten, Japan, einzelne Schwellenländer sowie das internationale Finanzsystem. Wie die Geschichte zeigt, haben Schulden- und Finanzkrisen das Potenzial, enorme Volumen an Vermögen und Wohlstand zu vernichten. Auch dieses Mal wird dies kaum zu verhindern sein. Damit die Krise nicht zu einer immer grösseren Gefahr für Marktwirtschaft, bürgerliche Freiheitsrechte und Demokratie wird, gilt es, das Übel an der Wurzel zu packen.



