Verschwendung von Steuergeldern bei Integration

Korruptionsverdacht am Lageso. Schmiergeldverdacht: 51.000 Euro in bar beschlagnahmt
Schäuble warnt vor Verschwendung von Steuergeldern bei Integration. Bundesfinanzminister Schäuble fordert mehr Disziplin beim Einsatz von Steuergeldern für die Integration von Flüchtlingen. Offenbar kommen Gelder wegen einer unkoordinierten Planung nicht bei den Flüchtlingen an. Im Berliner Lageso gab es zudem Verhaftungen wegen Korruption.

Die Bundesregierung investiert alleine in diesem Jahr eine Milliarde Euro zusätzlich in die Integration und Sprachförderung von Migranten. Der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Eckhardt Rehberg, sagte, die Regierung müsse dringend für ein abgestimmtes Konzept sorgen. Der Bericht offenbare eine kaum zu überschauende Anzahl an Maßnahmen durch die verschiedenen Ministerien. Er forderte: „Teure und ineffiziente Doppelstrukturen müssen umgehend beseitigt werden.“ Die betroffenen Ministerien müssten nachweisen, dass sie die zur Verfügung gestellten Gelder effizient einsetzten, bevor sie zusätzliches Geld zur Sprachförderung und Integration forderten…
Schmiergeldverdacht- 51.000 Euro in bar beschlagnahmt

www.koufogiorgos.de

www.koufogiorgos.de

Geld verdienen mit krebsgefährdend eingestuftem Pflanzengift Glyphosat

EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Für Monsanto deutet sich ein Erfolg in Europa an: Die EU-Kommission will das von der WHO als krebsgefährdend eingestufte Pflanzengift Glyphosat für weitere 15 Jahre zulassen. Die Grünen warnen vor der Entscheidung. Monsanto könnte erneut der Durchbruch in Europa gelingen.

Die EU-Kommission will die Zulassung des umstrittenen Pflanzengifts Glyphosat um 15 Jahre verlängern. Darauf wies der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Europaparlament, Martin Häusling, am Mittwoch in Brüssel laut AFP hin. Aus Kreisen der Kommission verlautete, die Entscheidung werde am 7. und 8. März in einem Ausschuss zusammen mit Experten und Vertretern der EU-Mitgliedstaaten fallen.

Mit der Verlängerung der Zulassung bis 2031 verstoße die EU-Kommission gegen das Vorsorge-Prinzip und werfe „alle Bedenken von Wissenschaftlern über Bord“, kritisierte Häusling. „Die EU-Kommission hat offenbar nicht die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger im Blick, sondern die Interessen der Agrarindustrie wie die des Herstellers des Pestizids, Monsanto“, bemängelte Häusling. Seinen Angaben zufolge soll die Wiederzulassung „weitgehend ohne Mengen- und Anwendungsbeschränkung“ erfolgen…
EU will Zulassung von Glyphosat um 15 Jahre verlaengern
Glyphosat harmlos

Moody’s sieht Brasilien auf Ramschniveau

Wirtschaftskrise: Es gibt Spekulationen über ein Amtsenthebungsverfahren von Praesidentin Rousseff
Präsidentin Rousseff. Erst Fitch, dann Standard & Poor’s, nun Moody’s: Brasiliens Bonität besitzt in den Augen der großen Ratingagenturen nur noch Ramschstatus. Die Notenbank ist wegen zunehmender Kreditausfälle besorgt.

Brasilien steckt im Jahr der Olympischen Spiele in Rio in einer schweren Wirtschafts- und Schuldenkrise. Nun hat mit Moody’s die letzte der drei führenden Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Landes auf Ramschstatus herabgestuft. Moody’s senkte die Bonität um gleich zwei Stufen auf die Note „Ba2“. Zuvor hatten bereits Fitch und Standard & Poor’s die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas auf Ramschniveau herabgestuft.

Dass die Bonität eines Landes gleich um zwei Noten herabgestuft wird, ist ungewöhnlich. Moody’s begründete das damit, dass dies das schiere Ausmaß des finanziellen Niedergangs durch Wirtschafts- und Schuldenkrise widerspiegele. Das einst boomende Land ist von Korruptionsskandalen und Rezession geplagt. So ist die Wirtschaft im vergangenen Jahr geschrumpft und die Industrieproduktion regelrecht eingebrochen. Die Regierung hat darauf mit einem drastischen Sparpaket reagiert…
Moodys stuft Brasilien auf Ramschniveau herab
Brasilien

Geldwäsche auf dem Finanzplatz Lettland

Eine Drehscheibe zweifelhaften Rufs. Lettland muss der Geldwäscherei den Hahn abdrehen, wenn es in die OECD aufgenommen werden will. Nach Jahren der Passivität scheint sich die Politik nun endlich ans Werk zu machen.

Rudolf Hermann brichtet: Riga wird Licht bringen müssen in das lukrative, doch intransparente Geschäftsgebaren der lettischen Banken. Es sind bedenkenswerte Zahlen, die das Netzwerk investigativer Journalisten «Re:Baltica» unlängst auf den Tisch gelegt hat . Zwei Drittel der in Lettland registrierten Banken widmen sich laut dieser Agentur vornehmlich dem Geschäft mit «Non-Residents», also Personen mit Wohnsitz im Ausland. Die zuhanden von Ausländern verwalteten Einlagen machen demnach 52% der Gesamteinlagen aus (siehe Grafik) und entsprechen etwa 40% des lettischen Bruttoinlandprodukts. Rund 80% der an solchen Konten wirtschaftlich Berechtigten sollen in Staaten der ehemaligen Sowjetunion leben, vor allem in Russland und der Ukraine, und sie könnten ihre Mittel bei Bedarf praktisch über Nacht abziehen. Für die Banken sind laut «Re:Baltica» die Beziehungen zu Ausländern einträglich; das Auslandgeschäft werfe pro investierten Euro 19 Cents ab, das Inlandgeschäft bloss 9. Jahrelanges Laissez-faire…..Geldwaesche auf dem Finanzplatz Lettland

„Ah, die Verstärkung aus Lettland ist da – willkommen an Bord!“ Foto: JF

„Ah, die Verstärkung aus Lettland ist da – willkommen an Bord!“ Foto: JF

Auf dem Weg zum Börsenriesen

Deutsche Börse und London Stock Exchange prüfen Zusammenschluss

Die Deutsche Börse nimmt einen neuen Anlauf für eine Fusion. An der NYSE Euronext war sie gescheitert, jetzt wird der Zusammenschluss mit der LSE angestrebt. Die Vorzeichen stehen besser.

Claudia Aebersold Szalay berichtet: In Europa bahnt sich eine Elefantenhochzeit unter Börsenbetreibern an. Am Dienstag haben die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) bekanntgegeben, sich in Gesprächen über einen möglichen Zusammenschluss zu befinden.

Wer wird CEO?
Laut den beiden führenden europäischen Börsenbetreibern soll es ein Zusammenschluss unter Gleichen sein, obwohl die Deutsche Börse punkto Marktkapitalisierung deutlich mehr Gewicht auf die Waage bringt (vgl. Grafik) als die Engländer. Die Fusion soll über einen Aktientausch vollzogen werden, bei dem das Gemeinschaftsunternehmen eine neu zu gründende Holdinggesellschaft wäre, deren Sitz noch offen ist. Am neuen Unternehmen sollen die Aktionäre der Deutschen Börse einen Anteil von 54,4% halten und die Eigentümer der LSE einen solchen von 45,6%. Die neue Eigentümerstruktur kommt zustande, indem den Deutsche-Börse-Anteilseignern für jede Aktie eine Aktie der neuen Gesellschaft geboten wird und die LSE-Aktionäre für jede Aktie 0,4421 neue Aktien erhalten…
Auf dem Fusionsweg zum Boersenriesen

Steuerfrei e. V. – Millionengeschäfte mit der Gemeinnützigkeit

Elitäre Vereine wie der Berliner Golfclub am Wannsee, knallharte Industrie-Lobbygruppen wie die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik und Kommerzverbände wie der Deutsche Fußball-Bund – anhand dieser drei brisanten Beispiele schauen die Autoren Sascha Adamek und Martin Hahn hinter die Kulissen angeblicher Gemeinnützigkeit. Wohl selten wurden Journalisten so häufig vor die Tür gesetzt. Phönix

Non Profit

Armutsbericht

Das sind Deutschlands größte Problemregionen. Der Anteil der Armen in Deutschland ist zuletzt leicht auf 15,4 Prozent der Bevölkerung gesunken. Darauf machte der Paritätische Wohlfahrtsverband bei der Vorstellung seines Armutsberichts 2016 in Berlin aufmerksam. Allerdings betrug der Rückgang nur 0,1 Prozentpunkte.

Der Verband nannte somit einen Wert des Statistischen Bundesamts für 2014 als zentrale Zahl. Gezählt werden dabei Menschen, die in Haushalten mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben.

Rechnerisch sind dies 12,5 Millionen Menschen, davon rund 3,4 Millionen Rentner, wie der Geschäftsführer des Verbands, Ulrich Schneider, sagte. Von einer Trendwende wollte er trotz des leichten Rückgangs nicht sprechen.

In neun Bundesländern nahm Armutsquote ab

In neun Bundesländern nahm die Armutsquote ab. In Bayern stieg sie von 11,3 auf 11,5 Prozent, in Nordrhein-Westfalen sogar von 17,1 auf 17,5 Prozent. Das Ruhrgebiet sei dabei die „Problemregion Nummer Eins“, sagte Schneider. „Jeder fünfte Einwohner dieses größten Ballungsraums Deutschlands muss mittlerweile zu den Armen gezählt werden.“

Im Gesamtranking liegt Baden-Württemberg mit 11,4 Prozent auf Platz 1. Hinter Bayern rangiert Hessen (13,8) auf Rang drei. Signifikant zurückgegangen ist die Armutsquote in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern…
Armutsbericht 2016
Familien in Armut

Schattenfinanzindex: Steuertransparenz

Schattenfinanzindex: Aktivisten erklären auch die USA zur Steueroase

Weltweit kämpfen die USA für mehr Steuertransparenz – doch zu Hause nehmen es die Amerikaner offensichtlich selbst nicht so genau. In einem neuen Ranking der wichtigsten Schattenfinanzplätze kommt das Land auf Platz drei.

Stefan Schultz berichte: Laut einer Analyse des Tax Justice Network TJN gehen die Vereinigten Staaten zwar gegen Steueroasen im Ausland vor, fungieren aber ihrerseits als Steueroase für Ausländer. Diese „Doppelmoral muss angegangen werden“, fordert die Nichtregierungsorganisation, die sich für mehr Transparenz auf den internationalen Finanzmärkten einsetzt.
Schattenfinanzindex

Das sind die zehn schlimmsten Steueroasen
1  Schweiz
2  Hong Kong
3  USA
4  Singapur
5  Kaimaninseln
6  Luxemburg
7  Libanon
8  Deutschland
9  Bahrain
10 Dubai
Quelle: Tax Justice Network

Siehe hierzu auch:
Frauen und Kinder leiden unter Korruption/Folge-6-Verbrechen ermöglichen/

The Taxcast, Edition 50, February 2016

Turkey Axe Thanksgiving

Spekulanten wetten auf Zerfall des Britisches Pfund

Brexit wäre ein harter Schlag für das Pfund Analysten. In vier Monaten wird über den Brexit abgestimmt. Das Pfund ist bereits jetzt auf Abwärtskurs – und es könnte noch schlimmer kommen. Experten rechnen mit Abstürzen im zweistelligen Bereich. Spekulanten haben sich das britische Pfund vorgenommen: Sie wetten auf einen Zerfall der EU. Unabhängig vom Ergebnis des Referendums steht eines schon fest: In den kommenden Monaten werden die Hedge Fonds mit zahllosen Wetten und Gegenwetten massive Profite machen. Die City of London gehört ebenfalls zu den Gewinnern der Brexit-Debatte…
Britisches Pfund stuerzt ab
Cameron EU