Steht das Bitcoin-Märchen vor dem Ende

Die Kryptowährung Bitcoin ist immer für Schlagzeilen gut. Konzeptionelle und technische Hürden sorgen für Spannungen in der Entwicklergemeinde und für prominente Abgänge.

Christof Leisinger berichtet: Das Netzwerk ist in seiner jetzigen Form an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Das «Bitcoin-Experiment» hat seinen Höhepunkt erreicht. Noch ist offen, ob das drehbuchreife Märchen von ein paar technikaffinen Freigeistern, die mit einer regelgebundenen Digitalwährung namens Bitcoin und einem «supergünstigen», dezentral und selbst verwalteten Netzwerk für die sicher verschlüsselte Übermittlung von digitalen Werten die «korrupte Finanzwelt» aufmischen wollten, ein Happy End finden wird. Denn in den vergangenen Wochen haben sich die seit längerem absehbaren Schwierigkeiten kulminiert, die sich aus dem Zusammenspiel zwischen einem für die Praxis untauglichen Währungskonzept und einer unausgegorenen technischen Konfiguration des Netzwerks ergeben haben.
Steht das Bitcoin-Maerchen vor dem Ende
Bitcoininvestors

Milliardenverluste alarmieren Aktionäre der Deutschen Bank

Das Geldhaus hat große Probleme.Deutsche-Bank-Chef Cryan muss der Öffentlichkeit erklären, wie es zu dem Verlust von 6,8 Milliarden Euro kam. Vor allem die Verluste im Investmentbanking alarmieren die Aktionäre.

Andrea Rexer: Früher war dieser Tag ein Fest für den Vorstand. Einmal im Jahr lud die Deutsche Bank Journalisten ein, um ihre Ergebnisse zu präsentieren. Strahlend präsentierte Vorstandschef Joe Ackermann Jahr für Jahr die Zahlen, nur ein einziges Mal – 2008 – gab es am Jahresende rote Zahlen. Und selbst die waren durch die Finanzkrise leicht zu erklären.

John Cryans erster Auftritt vor Journalisten an diesem Donnerstagvormittag hingegen ist alles andere als strahlend. Seit seinem Amtsantritt im Sommer vergangenen Jahres fiel der Aktienkurs der Bank um 40 Prozent, die Investoren müssen zwei Jahre auf die Dividende verzichten. Und nun muss Cryan der Öffentlichkeit erklären, wie es zu dem Verlust von 6,8 Milliarden Euro kam, den das Institut vergangene Woche überraschend melden musste.
Milliardenverlust im Investmentbanking

Einen einzigen Lichtblick gibt Cryan: Das Institut schätzt, dass die Kosten für Rechtsstreitigkeiten unter denen des Jahres 2015 bleiben. Die Rückstellungen dafür lagen bei 5,5 Milliarden Euro…
Deutsche Bank Milliardenverluste alarmieren Aktionaere der Deutschen Bank

Markus Grolik www.w-t-w.org/en/markus-grolik/   http://cartoongrolik.blogspot.de

Vom Mittelständler zum Weltmarktführer

So werden aus Unternehmen Weltmarktführer. Wer sind die aufstrebenden Mittelständler, die es zum globalen Champion in ihrer Nische bringen können? Was zeichnet sie aus? Welche Stärken Mittelständler brauchen, welche Unternehmen das größte Potenzial haben.

Wilfried Pfaffe ist weder Pessimist noch Nihilist, im Gegenteil, er leitet ein Unternehmen, das auf dem Weg zum Weltmarktführer ist. Trotzdem sagt er: „Der schlimmste Feind eines Unternehmens ist die Hoffnung.“ Hoffnung verneble die Fähigkeit zur kritischen Analyse, zu erkennen, was geht und was nicht, so seine Überzeugung. Viel wichtiger, als sich an Hoffnungen festzuklammern, sei „die Bereitschaft, keinen Stein auf dem anderen zu lassen“. Der langjährige Chef der Walzengießerei Coswig aus dem gleichnamigen Städtchen bei Dresden spricht aus Erfahrung. Ihm ist es gelungen, ein 123 Jahre altes Ex-DDR-Unternehmen in die Marktwirtschaft und trotz zahlreicher Niederlagen und Neuanfänge in Richtung Weltmarktspitze bei den Anbietern spezieller Gussteile zu führen. Deutschland ist nicht nur das Land der mittelständischen globalen Champions, sondern auch Heimat zahlreicher kleiner Unternehmen, die sich gerade erst aufmachen, Weltstars zu werden. Wer zu diesen „Future Champions“ gehört, hat erstmals die Schweizer Universität St. Gallen erhoben.

Sie kam dabei auf rund zwei Dutzend Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. Die bisher wenig beachtete Gruppe der Aussichtsreichen ist so bunt wie die der amtierenden Champions. Sie machen bereits Umsätze zwischen 5 und 50 Millionen Euro, erzielen mehr als 40 Prozent ihrer Einnahmen im Ausland, sind bereits auf mindestens drei Kontinenten mit eigenen Produktionslinien oder Vertriebsgesellschaften tätig – und auf dem besten Weg zum globalen Player. „Sie besetzen sehr früh neu entstehende Märkte“, sagt Studienleiter Christoph Müller, Professor an der Henri B. Meier Unternehmerschule der Universität St. Gallen. „Ihre relevanten Märkte sind eng gefasste Segmente oder neue Technologien, die gerade erst den Weltmarkt erobern.“ Allein das erklärt jedoch nicht, weshalb solche Unternehmen das Zeug zum Weltmarktführer haben….
So werden aus Unternehmen Weltmarktfuehrer
Weltmarktfuehrer_Logo_NEU

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Mit der Familie zur Traumliegenschaft. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden lässt sich für immer weniger Haushalte erfüllen. In vielen Fällen wäre dies dennoch möglich. Die Lösungen haben jedoch unterschiedliche Konsequenzen.

Michael Schäfer berichtet: Als Käufer eines Eigenheims hat man es schon einfacher gehabt als dieser Tage. Zwar locken seit geraumer Zeit historisch äusserst attraktive Hypothekarkonditionen, den Traum der eigenen vier Wände zu realisieren. Eine Reihe von Faktoren und Entwicklungen erschweren dies allerdings in zunehmendem Mass. So sind die Preise von Wohneigentum hierzulande über Jahre deutlich schneller gestiegen als die Löhne und Gehälter. Zudem wurden in jüngerer Zeit zur Abkühlung des in der Sicht von Regulatoren und anderen heisslaufenden Immobilienmarkts einige Vorschriften (etwa zur Beibringung der mindestens geforderten 20% Eigenkapital, zur Amortisation der Hypothek oder zur Bewertung der Immobilie) verschärft. Gleichzeitig ist so manche Bank aufgrund strengerer Eigenkapitalregeln bei der Hypothekenvergabe restriktiver geworden.

Ohne finanzielle Unterstützung aus der Verwandtschaft bleibt der Traum vom Eigenheim oft unerfüllt. Als Käufer eines Eigenheims hat man es schon einfacher gehabt als dieser Tage. Zwar locken seit geraumer Zeit historisch äusserst attraktive Hypothekarkonditionen, den Traum der eigenen vier Wände zu realisieren. Eine Reihe von Faktoren und Entwicklungen erschweren dies allerdings in zunehmendem Mass. So sind die Preise von Wohneigentum hierzulande über Jahre deutlich schneller gestiegen als die Löhne und Gehälter. Zudem wurden in jüngerer Zeit zur Abkühlung des in der Sicht von Regulatoren und anderen heisslaufenden Immobilienmarkts einige Vorschriften (etwa zur Beibringung der mindestens geforderten 20% Eigenkapital, zur Amortisation der Hypothek oder zur Bewertung der Immobilie) verschärft. Gleichzeitig ist so manche Bank aufgrund strengerer Eigenkapitalregeln bei der Hypothekenvergabe restriktiver geworden.
Mit der Familie zur Traumliegenschaft

Bargeld unter der Matratze?

Radikale Pläne in Norwegen mit Bargeld-Verbot: Erste Banken in Europa wollen Matratzen der Kunden leeren. Mit dem Wiederaufflammen der europäischen Banken-Krise ergreifen erste Banken drastische Maßnahmen und wollen ihren Kunden den Gebrauch von Bargeld verbieten. Wie schnell die finanzielle Repression als direkte Folge einer Wirtschaftskrise einsetzt, zeigt das Beispiel der größten norwegischen Bank.

Wie sensibel vor allem die professionellen Anleger reagieren, zeigt die Schweiz: Hier wird seit Monaten ein Trend beobachtet, dass Pensionsfonds ihre Gelder von der Bank holen, um es in Schließfächern und Tresoren zu lagern. Dies ist wegen der Negativ-Zinsen billiger. Vor allem aber könnten die Pensionsfonds die Kontrolle über ihre Gelder behalten: Im Falle eines Banken-Krachs müssen sie die Renten auszahlen können, was bei geschlossenen Banken wie in Griechenland sehr schwierig ist.

In Deutschland wäre die Abschaffung von Bargeld verfassungswidrig, wie der Verfassungsrechtler Christoph Degenhart dargelegt hat. Allerdings ist dabei zu bedenken, dass die Verfassung in Deutschland in den vergangenen Jahren von der Regierung nur noch eingeschränkt geachtet wird. Im Falle eines Banken-Crashs dürfte den Deutschen die Verletzung des Grundrechts auf ihr Eigentum als „alternativlos“ verkauft werden.
SPD fordert Abschaffung des 500-Euro-Scheins
Bargeld

Warum steigt der Goldpreis?

Risiken rund um den Globus lassen die Anleger an den Finanzmärkten verstärkt in Gold als sicheren Hafen investieren.  Am Dienstag stieg der Preis des Edelmetalls auf den höchsten Stand seit Anfang November 2015. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) kostete am Morgen gut 1115 US-Dollar (1027,34 Euro). Das waren noch einmal über 13 Dollar mehr als am Montagmorgen. Grund für das verstärkte Sicherheitsbedürfnis der Anleger sind die niedrigen Ölpreise sowie schlechte Signale von den Aktienmärkten.

Die Ölpreise sanken in der Nacht zum Dienstag wieder unter 30 US-Dollar pro Barrel. An den asiatischen Börsen ging es bergab: Der chinesische Aktienindex Shanghai Composite verlor über 6 Prozent, die japanische Börse in Tokio schloss im Minus. Auch in Deutschland rechnen Analysten mit einem schlechten Start an der Frankfurter Börse.

Hinzu kommt laut Ökonomen die Geldpolitik. So rechnen viele Anleger mit einer baldigen Ausweitung der Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB). «Offenbar wirkt noch die Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi nach, der letzten Donnerstag für März überraschend deutlich eine weitere Lockerung signalisiert hatte», meinte Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank.

Eine lockere Geldpolitik drückt tendenziell auf die Renditen beziehungsweise Zinsen und macht dadurch die Geldanlage in zinslose Sachwerte wie Gold attraktiver. Am Mittwoch wird es für die Anleger noch einmal spannend. Dann wird die US-Notenbank Fed ihre jüngste Zinsentscheidung bekanntgeben.
Der Goldwert steigt

Tabuthema Gehalt?

„Das geht keinen was an! Die wichtigsten Gründe, warum Sie nicht über Gehalt reden sollten Bei der Frage nach dem Einkommen werden viele einsilbig. Deutsche reden noch eher über Sex als über ihr Gehalt, heißt es mitunter. Und das mit Recht, wie Forschungsergebnisse zeigen. Ein Experte zeigt die psychologische Perspektive dahinter.

Florian Becker berichtet:  Viele haben die Beobachtung gemacht: Wer sozialen Frieden will, gibt bei uns lieber nicht damit an, wie viel er tatsächlich hat oder verdient. Auch sonst ist das Thema Geld ein Reizthema. Bei Eheberatern ist schon lange ein wichtiger Fokus: Das Thema Geld muss so schnell wie möglich in der Beziehung vom Tisch.
Warum aber ist der Umgang mit Geld und mit seiner Verteilung so emotionsbehaftet, wie geht man souverän damit um?

Diplom-Psychologe Professor Dr. Florian Becker ist Spezialist für Wirtschaftspsychologie.
Bekannt ist er als gefragter Experte aus zahlreichen Fernsehbeiträgen sowie Interviews in Radio und Presse. Er ist Autor des Buches „Psychologie der Mitarbeiterführung“ (Web-Link). Als Bereichsvorstand der Wirtschaftspsychologischen Gesellschaft hat er langjährige Praxiserfahrung in Beratung, Keynotes und Executive-Trainings für Klienten aller Größenordnungen. Das sagt die Wissenschaft…
Die wichtigsten Gruende, warum Sie nicht ueber Gehalt reden sollten
Equal pay

Staatsfonds und Vermögende unter Verdacht

Turbulenzen an Börsen. Der Sturz am Aktienmarkt wird stark durch Staatsfonds aus Nahost getrieben, wie sich am WEF erfahren liess. Auch reiche Privatkunden reduzieren Risiken. Sorge bereitet Beobachtern auch die Geldpolitik.

Michael Ferber und Michael Rasch berichten: Teil des Problems sei die Politik der Zentralbanken. Der drastische Kurszerfall an den Aktienbörsen, der einbrechende Erdölpreis und die Sorgen über eine harte Landung der chinesischen Wirtschaft gehörten beim 46. World Economic Forum (WEF) in Davos zu den wichtigsten Gesprächsthemen. Die ersten drei Wochen des Jahres seien an der Börse der schlechteste Jahresauftakt der Geschichte gewesen, sagte Tidjane Thiam. Der Konzernchef der Credit Suisse gab sich dennoch berufsoptimistisch. Seine Bank gehe davon aus, dass es in China zu einer sanften Landung der Konjunktur komme und dass der niedrige Erdölpreis einen positiven Effekt auf die Weltwirtschaft habe…
Staatsfonds und Vermoegende unter Verdacht
Wohin

Zeichen für weltweite Wirtschafts-Krise?

Global Economic Outlook Christine Lagarde
Die ersten drei Wochen des Jahres 2016 begannen mit einer eiskalten Dusche für die Finanzmarktteilnehmer. Es war der schlechteste Jahresbeginn seit Jahrzehnten, auch wenn am vergangenen Freitag eine deutliche Erholung erfolgte. Ein gutes Omen für das ganze Jahr ist dies nicht. Was steckt dahinter? Die Diagnose: Eine Rezession im Anzug – und eine Schwellenländerkrise.

Der amerikanische Aktienmarkt zeigte letztes Jahr ein gespaltenes Bild. Viele Sektoren und Titel waren bereits in einer ausgeprägten Baisse, doch die Indizes wurden von immer weniger Titeln hochgehalten. Vor allem die vier FANG-Titel Facebook, Amazon, Netflix und Google (Alphabet) verzeichneten extrem starke Kursgewinne und konnten aufgrund ihrer hohen Kapitalisierung den Markt stützen. Diese vier Titel zeigen alle Zeichen einer heftigen Überbewertung. Amazon war am Jahresende mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von über 300 bewertet, die anderen drei Titel in der Größenordnung von 60 bis 90. Amazon ist in der Vergangenheit nicht mit besonders hoher Gewinndynamik aufgefallen. Die aggregierten Unternehmensgewinne der börsennotierten Gesellschaften in den USA sind seit mehreren Quartalen rückläufig, hauptsächlich eine Folge des starken Dollars und des drastischen Gewinneinbruchs im Energie- und Minenbereich.

Der starke Dollar drückt bei der Umrechnung die Gewinne der Auslandgesellschaften der international tätigen Konzerne, und schlägt teilweise auch auf die Gewinne der Exportunternehmen. Verschiedene vorlaufende Indikatoren deuten auf eine weitere Abschwächung der Konjunktur vor allem in der Industrie auch in den USA hin. Eine zu hohe Bewertung, mit klaren Zeichen einer Blase sowie eine Abschwächung der Gewinndynamik ist der erste Grund für die Börsenschwäche…
Alle Zeichen deuten auf eine weltweite Wirtschafts-Krise
Top videos from Davos 2016
Global Economic Outlook

Vermögen ungleich verteilt

Soziale Ungleichheit wächst. Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Die Schere zwischen Arm und Reich wächst weltweit rasant. Auch in Deutschland sind Vermögen zunehmend ungleich verteilt. Der Grund für diese Entwicklung sei eine unzureichende Besteuerung. Deshalb fordert die Linke die Einführung einer Millionärssteuer.

Hendrik Schmidt berichtet: Die Vermögen in Deutschland sind einem Zeitungsbericht zufolge zunehmend ungleich verteilt. Zehn Prozent der Haushalte verfügten im Jahr 2013 über 51,9 Prozent des Nettovermögens, berichtete die „Passauer Neue Presse“ am Montag unter Berufung auf Zahlen zur Vermögensverteilung des Bundessozialministeriums. Im Jahr 1998 seien es noch 45,1 Prozent des Nettovermögens gewesen. Grundlage sei die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS), die alle fünf Jahre erhoben wird. Linke fordert Millionärssteuer…
Vermoegen in Deutschland immer ungleicher verteilt
Nahrungsmittel