Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Steigende Selektivität am Aktienmarkt. In den USA stützen immer weniger Einzeltitel die grossen Indizes, dazu gehören Amazon, Facebook, Google und Disney. Vorauslaufende Sektoren zeigen bereits Schwäche, und Anleger sind verunsichert.

Michael Rasch berichtet: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen – das gilt derzeit für viele Aktienindizes in den USA und in Europa. Der zähe Seitwärtstrend der letzten Monate hält weiter an, wenngleich in der Schweiz das Leitbarometer Swiss-Market-Index (SMI) in der vergangenen Woche beinahe auf ein «Allzeithoch» gestiegen wäre. Am Mittwoch fehlten einmal mehr nur ganz wenige Punkte, bevor der Index am Donnerstag wieder gen Süden drehte. In den USA kippt derweil der Dow Jones immer mehr nach unten ab. Er hat den seit März bestandenen engen Seitwärtstrend zwischen 17 500 und 18 400 Punkten inzwischen nach unten verlassen, liegt aber noch immer in der etwas breiteren Seitwärtsspanne, die bis 17 000 Punkte hinabreicht. Dabei hat der US-Leitindex inzwischen sowohl die 200- als auch die 250-Tage-Linie, also den gleitenden Durchschnitt über 200 Handelstage bzw. ein Handelsjahr, unterboten.
Amazon, Facebook, Google Co. stuetzen US-Boerse
Talfahrt an der US Börse

Warum zeigen sich Steuerhinterzieher immer noch an?

Die milderen Regeln für reuige Steuerhinterzieher wurden Anfang des Jahres abgeschafft – doch von dem erwarteten Rückgang bei den Selbstanzeigen fehlt jede Spur. Der Grund sind findige Finanzminister.

Martin Greive Redakteur: Die Angst deutscher Steuerhinterzieher, entdeckt zu werden, ist weiterhin überraschend groß. In den ersten sechs Monaten haben sich 10.512 Deutsche, die Schwarzgeld im Ausland hatten, selbst beim Finanzamt angezeigt. Dies ergab eine Umfrage unter den 16 Landesfinanzministerien. Wir werden erleben, dass Steuerhinterzieher, die aufgrund von Steuer-CDs entdeckt wurden, ihre Banken anschwärzen werden. Das lässt sich schon jetzt beobachten

Bis Ende des Jahres könnte die Zahl der reuigen Steuersünder damit wieder auf über 20.000 steigen. „Das ist viel – und viel mehr, als zu erwarten war“, sagte der Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler. Zwar gab es im Rekordjahr 2014 insgesamt rund 40.000 Selbstanzeigen. Zu Jahresbeginn hatten Bund und Länder die Regeln für den Steuer-Ablasshandel mit dem Staat allerdings verschärft. Experten hatten deshalb nach dem Run auf die Finanzämter in 2014 für dieses Jahr einen viel deutlicheren Rückgang der Selbstanzeigen erwartet – einige hatten sogar einen Rückgang auf nahe null prognostiziert.
Steuerhinterzieher zeigen sich reihenweise selbst an

Nel / Ioan Cozacu www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu/

Nel / Ioan Cozacu
www.w-t-w.org/en/nel-ioan-cozacu/

 

Was habe Orangen, Eier und Kardamom mit Geldanlagen zu tun?

Orangen stehen unter besonderer Beobachtung, Orangen Orangensaft
da die Ernte schlechter als in den Vorjahren ausfallen soll.

Warenterminbörsen: Unter Exoten. Kupfer, Erdöl, Weizen und Co. sind hinlänglich bekannte Terminkontrakte. Aber wer hat schon vom Eier- oder vom Kardamom-Future gehört?

Heidi Gmür berichtet: Es ist einer der ungewöhnlicheren Terminkontrakte im Rohwarenmarkt: Der Eier-Future. Lange gibt es ihn auch noch nicht. Die grösste chinesische Warenbörse Dailan hat ihn erst im November 2013 eingeführt, wobei ein Kontrakt 5000 kg «frische Hühnereier» umfasst. Um Qualität und Homogenität der Ware sicherzustellen, sind Toleranzwerte festgelegt: Unter anderem sollten jeweils mehr als 80% der Eier innerhalb einer der fünf Gewichtsklassen – von S bis XXL – liegen; nicht toleriert werden müssen zudem Lieferungen, bei denen über 5% der Eier Risse in den Schalen oder andere Defekte aufweisen. Turbulente Zeiten für Eier….

Fast kein Bereich der Finanzmärkte ist so vorurteilsbelastet wie der Handel mit und die Investition in Rohwaren. Dabei erfüllen die Spekulanten vitale Funktionen, die es den kommerziellen Marktteilnehmern erst erlauben, sich abzusichern. Preistreibende Effekte durch die Spekulation lassen sich kaum nachweisen.
Unter Exoten
Eier wir brauchen Eier

Schwellenländer kämpfen ums Überleben ihrer Währungen

Schwellenländer wie Malaysia pumpen Milliarden Dollar in den Markt, um den Verfall ihrer Währungen zu stoppen. Doch es hilft nichts. Inzwischen droht manchen bald das Geld auszugehen.

Frank Stocker berichtet: Zeti Akhtar Aziz hat ein Problem. Das ist nicht einmal so sehr das immer wieder aufflammende Gerücht um ihre angeblich bevorstehende Absetzung. Die Chefin der malaysischen Notenbank kämpft derzeit vielmehr verzweifelt gegen die Abwertung der Währung des Landes.

Fünf Milliarden Dollar hat sie allein in den ersten beiden Juliwochen auf den Markt geworfen, um den Ringgit zu stützen. Doch es bringt nichts. Der Ringgit sinkt weiter im Wert, und die Währungsreserven schmelzen wie Butter in der Sonne dahin…

Manche fürchten schon eine Krise wie 1997

Andere Länder wie Indien oder Indonesien hätten dagegen in den vergangenen Monaten wichtige wirtschaftliche Reformen in Gang gesetzt, die ihnen nun ein wenig Schutz böten…
Schwellenländer kämpfen ums Ueberleben ihrer Waehrungen
Cartoon running coins

Malaysias Ringgit in der Krise

RinggitVon der Staats- zur Währungskrise: Malaysias Ringgit bleibt unter Druck.  Die Wertverluste des Ringgit führten zum tiefsten Stand seit siebzehn Jahren und werden mit einer Kehrtwende der Zentralbank begründet: Die Bank Negara scheint auf Stützungskäufe zu verzichten.

Die malaysische Währung ist in der vergangenen Handelswoche unter Druck geblieben. Nachdem der Ringgit zum US-Dollar schon am Montag die Marke von Rin. 3.85 durchbrochen hatte, schwächte er sich bis Freitag bis auf Rin. 3.92 ab. Gegenüber dem Greenback hat der Ringgit in den vergangenen 18 Monaten damit bereits rund einen Fünftel seines Werts eingebüsst. Bei Kuala Lumpurs Geldwechslern hat sich inzwischen eine Knappheit an US- sowie Singapur-Dollars eingestellt.

Notenbankpolitik unklar
Die politischen Wirren in Kuala Lumpur, die nachgebenden Rohwarenpreise, die wirtschaftliche Abschwächung und die Aussicht auf eine Zinserhöhung in den USA lassen nach Einschätzung von Händlern vermuten, dass die schwächelnde Valuta bis auf weiteres unter der psychologisch wichtigen Marke von Rin. 3.80 bleiben wird. Auf diesem Niveau wurde seinerzeit der Untergrenze gegenüber dem Dollar festgelegt, die zusammen mit Kapitalverkehrskontrollen 1998 dem Sturzflug der Währung Einhalt geboten hatte.

Die neuerlichen Wertverluste führten zum tiefsten Stand seit siebzehn Jahren und werden unter anderem mit einer Kehrtwende der Zentralbank begründet: Die Bank Negara, die zu Beginn der Vorwoche noch mit Dollarverkäufen eingegriffen hatte, scheint jetzt auf Stützungsmassnahmen zu verzichten. Ihre Politik bleibt undurchsichtig. Seit dem Ausbruch der Krise rund um den notleidenden Staatsfonds und den Korruptionsvorwürfen gegenüber Ministerpräsident Najib Razak hat sich Notenbankchefin Zeti Akhbar Aziz noch nicht zu Wort gemeldet. Über ihren Verbleib wird in Kuala Lumpur derzeit gerätselt.

Sie ist insofern exponiert, als sie einem Untersuchungsausschuss angehört, der die dubiosen Finanztransaktionen des in Schieflage geratenen Staatsfonds sowie die Millionen-Überweisungen auf das persönliche Konto von Najib ausleuchten soll.

Zwei Milliarden verschollen
Najib geht seit der Veröffentlichung belastender Dokumente resolut gegen Kritiker aus seiner Partei und gegen die Medien vor. Derweil bleiben zentrale Fragen über den Verbleib von umgerechnet 2 Mrd. $ unbeantwortet; über die genaue Herkunft und den Verwendungszweck von umgerechnet 700 Mio. $, die 2014 auf sein Privatkonto überwiesen worden waren, schweigt Najib. Aus Kreisen der Opposition heisst es, dass ein Misstrauensvotum gegen Najib im Parlament in Erwägung gezogen werde.

Notenbankchefin Zeti Akhbar Aziz

Zeti Akhtar Aziz

 

Korruptionsskandale um Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff

Dilma RousseffPolitische Krise in Brasilien
Die Schlinge um Rousseffs Hals

Eine wirtschaftliche und eine politische Krise bringen Präsidentin Rousseff in ernsthafte Bedrängnis. Szenarien für einen ausserordentlichen Regierungswechsel werden immer offener diskutiert.

Tjerk Brühwiller berichtet:  Die Kapitänin eines leckgeschlagenen Schiffes mit brennenden Segeln und einer meuternden Mannschaft – ungefähr so dramatisch könnte man die Situation beschreiben, in der sich Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff befindet.

Die Krise Brasiliens ist einerseits wirtschaftlicher Natur. Eine Generation junger Brasilianer, denen es in den vergangenen zwei Jahrzehnten ständig besser ging, sieht sich plötzlich mit einer Rezession, mit steigender Arbeitslosigkeit und Ungewissheit konfrontiert. Der Pessimismus hat ein Niveau erreicht, das erstaunlich ist für ein Land, das trotz allem zu den grössten Volkswirtschaften gehört und genügend Potenzial besitzt, um eine wirtschaftliche Krise zu meistern…

Koalition der Korruption

Die Baukonzerne profitierten über Jahre von der Korruption um Petrobras. Sie hatten Aufträge des Erdölkonzerns untereinander abgesprochen, überteuert und dabei Milliarden abgezweigt, von denen ein Teil an Politiker und Parteien zurückfloss, hauptsächlich jene der Regierungskoalition. Die Aussagen eines ehemaligen Petrobras-Direktors und eines Mittelmanns brachten den Skandal ins Rollen, dessen Ausmass weiterhin schwierig einzuschätzen ist. Nicht nur bei Aufträgen von Petrobras soll systematisch Geld abgezweigt worden sein, sondern auch bei Projekten des staatlichen Stromproduzenten Eletrobras.
Die Schlinge um Rousseffs Hals

dragancastellon.wordpress.com

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Mafia, Korruption und versickerte Fördermilliarden „Italiens Süden stirbt“

Für Sizilien ist selbst Griechenland ein Vorbild. Bestseller-Autor Roberto Saviano warnt in einem offenen Brief: „Italiens Süden stirbt“. Schuld sind Korruption, die Mafia, versickerte Fördermilliarden – und eine gnadenlos versagende Verwaltung.

Dirk Schümer berichtet: : Die Existenzkrise des Mezzogiorno – und damit auch ganz Italiens – liegt zuvörderst an den Süditalienern selbst, von denen es sich ein erklecklicher Teil in ihrem Mittelmeerparadies der Subventionen, der Steuervermeidung, der organisierten Ineffizienz und effizienten Kriminalität bequem gemacht hat. Im Mezzogiorno können Italiener mit masochistischem Vergnügen immer neue Monstrositäten des geplanten Staatsversagens finden, und die Medien füttern diese Horrorliste mit stetiger Frequenz.

Da gibt es in Sizilien teuer ausgebaute Zugstrecken, die nie befahren werden. Oder jahrelang geschlossene Museen mit achtzig, hundert Festangestellten. In vielen Rathäusern lost man zum Monatsbeginn aus, welcher Pechvogel für die glücklichen Kollegen die Stechuhr betätigen muss. In Messina braucht es ein Vierteljahrhundert zum Eintreiben von Schulden nach einem Konkurs. Und in Neapel sind viermal so viele Müllmänner angestellt wie in Mailand, doch der Müll wird nur sehr sporadisch abgeholt und hinterher meist in illegalen und krebserregenden Kippen vor der Stadt von der Camorra verbrannt. Diese Liste aus einem Staatswesen, wo einzig Verwandtschaft und Klientelwesen zu Stellen im Öffentlichen Dienst bevorrechtigen, ließe sich nach Belieben fortsetzen.

Offenbar haben sich Millionen von Süditalienern ihre staatsferne Nische gesucht, kommen mit Schutzgeld an die – ordnungspolitisch durchaus effektive – Mafia, mit niedrigen Steuern, Schwarzarbeit und einem pharaonisch ausufernden Behördenstaat ganz gut über die Runden. Öffentlicher Bankrott und unfähige Verwaltung schließen auch in Süditalien privaten Wohlstand ganz und gar nicht aus. Deshalb ist auch den grauenvollen Statistiken, die Saviano anführt, nicht unbedingt zu trauen; sie geben nur die offiziell gemessene Misere kund. Vielleicht auch das war der Grund für Premierminister Renzi, seine Landsleute im Süden mit ihrem „Gejammer“ ausnahmsweise zu kritisieren und zu fordern, man möge endlich die Ärmel hochkrempeln…
Für Sizilien ist selbst Griechenland ein Vorbild

Modica-Sicily-Italy

Siehe hierzu auch:
Verbrechen ermöglichen ein behördlich geschütztes Schweizer Geschäftsmodell
Frauen und Kinder leiden überproportional durch Korruption

Schweizer Verbrechensbekämpfung – Abtauchen und Totschweigen

Verbrechen ermöglichen

Deutsche Staatsanwälte fordern von Dutzenden Schweizer Banken Informationen zum grenzüberschreitenden Geschäft mit deutschen Kunden…..

Wie die NZZ berichtet versucht die Schweiz keinefalls zu Aufklärung beizutragen. Was hingegen sicher nicht geht, ist, einfach zur Tagesordnung überzugehen und verschämt zu schweigen oder, wie die Untätigkeit im Amtsdeutsch so schön umschrieben wird, «die Problematik aufmerksam zu verfolgen».
Steuerstreit mit Deutschland
Schwere Steuerhinterziehung

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe hierzu auch:
Verbrechen ermöglichen ein behördlich geschütztes Schweizer Geschäftsmodell
Frauen und Kinder leiden überproportional durch Korruption

Rohwarenproduzenten auf der «schiefen Bahn»

Internationale Rohwarenmärkte
Ein garstiger Monat für Erdöl und Metalle

Der Juli hat sich bei der Nachfrage nach Rohwaren stark negativ in Szene gesetzt. Die Preise befinden sich im freien Fall. Die Lagerbestände verheissen für die Zukunft nichts Gutes.
Karl Felder berichtet: Mangelnde Nachfrage in China setzt Erdöl und Metallen zu. Der Juli wird nicht in die Annalen der Rohwarenproduzenten eingehen. Zwar waren einzelne Preise schon seit einiger Zeit auf der «schiefen Bahn». Hingegen hatte sich im laufenden Jahr bisher keine Periode derart negativ in Szene gesetzt. Querbeet kam es zu Einbussen; jedenfalls kam in der beiliegenden Tabelle nur gerade Arabica-Kaffee leicht höher zu liegen, während sich im Rohstoff-Radar von Goldman Sachs keine Position mit positivem Vorzeichen findet…

Laut S&P haben die letztjährigen Investitionsausgaben in den Sektoren Bergbau, Chemie und Energie rund ein Drittel aller derartigen Ausgaben weltweit ausgemacht; im laufenden Jahr dürften sie um rund 10% sinken und auch 2016 erneut tiefer ausfallen.

Hamstern kontraproduktiv
Man kann argumentieren, dass dies den Keimboden für eine künftige Erholung bildet. Die Durststrecke könnte allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen, und das Stichwort heisst Baltic-Dry-Index (BDI). Dieser ist nämlich nach einem Tiefpunkt von 511 Punkten Ende Februar wieder rasant auf 1200 Punkte gestiegen. Einer der Gründe ist zwar der Umstand, dass weniger Schiffe zum Transport von sogenannten «dry goods» zur Verfügung stehen. Der wichtigere ist indessen, dass hauptsächlich China massiv Rohmaterialien auf Vorrat kauft, so zum Beispiel Mais, Erdöl und Eisenerz. Letzteres hat unter anderem dazu geführt, dass die chinesischen Stahlproduzenten ihre Exporte forciert haben, was wiederum den Preisdruck steigert. Bei Erdöl geht es um die nationalen Energiereserven, bei Mais – so befürchtet das US-Agrarministerium – könnte die Lagerung letztlich derart teurer werden, dass China bei Gelegenheit wieder grössere Mengen abstossen wird. Per saldo wird durch Hamstern der Abwärtsdruck an den Rohwarenmärkten noch gesteigert.
Ein garstiger Monat für Erdoel und Metalle

Andreas Prüstel

Andreas Prüstel

Geldmangel bei der Polizei führt zu „No-go-Areas“

Polizei warnt vor rechtsfreien Räumen. Polizei unter Druck: „Stärke zeigen ist nicht möglich“  Einschüchterungen, Bedrohungen, Gewalt: In einer vertraulichen Analyse warnt die Duisburger Polizei nach SPIEGEL-Informationen vor No-go-Areas. Die öffentliche Ordnung sei „akut gefährdet“.

Jörg Diehl berichtet: Die nordrhein-westfälische Polizei fürchtet die Entstehung rechtsfreier Räume in Ballungszentren. Wie aus einem vertraulichen Papier des Duisburger Präsidiums hervorgeht, droht der Staatsmacht die Kontrolle über Problembezirke der Stadt zu entgleiten. Die Pflicht der Polizei, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, sei in bestimmten Gegenden „langfristig nicht gesichert“ und „akut gefährdet“.

Es gebe Bezirke, in denen Banden bereits ganze Straßenzüge für sich reklamierten. Anwohner und Geschäftsleute würden eingeschüchtert und schwiegen aus Angst. Straßenbahnlinien nähmen die Menschen abends und nachts „als Angsträume wahr“. Polizisten und vor allem weibliche Beamte sähen sich einer „hohen Aggressivität und Respektlosigkeit“ gegenüber.

Mittelfristig werde sich an der Lage auch nichts ändern, so der Bericht. Dem stünden unter anderem die hohe Arbeitslosigkeit, die Perspektivlosigkeit von Zuwanderern ohne Qualifikationen für den deutschen Arbeitsmarkt und ethnische Spannungen unter den Migranten entgegen. Die Duisburger Polizei will nun mehr Präsenz auf der Straße zeigen und Straftäter konsequenter verfolgen. „40 oder 50 Mann an der Backe“
Fachleute warnen seit geraumer Zeit davor, dass sich Problemstadtteile zu No-go-Areas entwickeln könnten….
Polizei warnt vor rechtsfreien Raeumen
No-Go-Areas